Archiv der Kategorie: Düsseldorf

Ein exklusiver Blick hinter die Kulissen – Die Arbeit auf dem Weihnachtsmarkt

Der Duft von Mandeln und Zimt liegt in der Luft. Überall leuchten bunte Lichterketten und alles ist weihnachtlich geschmückt. Das ist der Weihnachtsmarkt, wie wir ihn kennen. An den verschiedenen Ständen gibt es eine riesen Auswahl für Groß und Klein. Von Lebkuchenherzen über Glühwein bis hin zu Nussknackern, hier ist alles zu haben, was das Herz begehrt. Doch wie sieht ein Arbeitstag in einem Weihnachtsmarktstand wirklich aus? Wir blicken für Sie hinter die Kulissen.

Ein gutes Beispiel für harte Arbeit zeigt sich bei dem Stand für Holzspielzeuge und Edelstahlspiralen von Heribert Boch. Dieser steht auf dem Sternchenmarkt in Düsseldorf. Der Verkäufer muss schon um 7 Uhr morgens aus dem Haus, damit er um 8 bereit für die ersten Kunden ist. Er arbeitet nicht nur bis nachmittags, sondern bis 21 Uhr abends. Seit zehn Jahren betreibt er den Stand nun schon hier, wie er uns erzählt. In seinem Sortiment gibt es viele außergewöhnliche Dinge, von denen man seinen Blick nicht lassen kann. Es gibt sich drehende Spiralen, die einen wahrlich hypnotisieren. Aber manchmal läuft es auch nicht so gut: „Der Stand ist sehr vom Wetter abhängig, und da es in letzter Zeit so oft regnet, kommen nicht mehr so viele Kunden“, berichtet er uns.

Doch wie sind die Besitzer der Weihnachtsmarktstände überhaupt auf die Idee gekommen, einen solchen zu betreiben? Wir fragen nach.

Viele Besitzer, wie auch Heribert Boch, sind von Freunden oder Bekannten dazu bewegt worden. Manche Stände sind aber auch reine Familienbetriebe. So einer ist der Stand der Mandelbrennerei Gagliardi. Die Besitzerin des Standes erzählt uns, dass es sogar ein Geheimrezept gibt. Mit etwas Stolz berichtet sie, dass es in einem Tresor aufbewahrt wird. Dazu hat sie aber auch allen Grund; denn die Mandelbrennerei Gagliardi ist für ihre leckeren und frischen Mandeln bekannt. Wie wir erfahren, sind die Besitzer der meisten Stände im Sommer auf der Kirmes oder auf Trödel- und Gemüsemärkten tätig.

Ein Stand, der nicht ausgelassen werden sollte, ist der Bonbonstand Heinrich Müller. Der Familienbetrieb besteht schon seit 1949. Heinrich Müller steht ebenfalls auf dem Sternchenmarkt in Düsseldorf. Zur Auswahl gibt es die verschiedensten Bonbonarten, die man sich vorstellen kann, wie z.B. Brotbonbons, Glühweinbonbons oder Zitronen-Limettenbonbons. Alles stammt natürlich aus eigener Herstellung. Auch dort beginnt ein Arbeitstag um 7 Uhr und endet um 21 Uhr abends, wie uns die Besitzerin erzählt.

Zum Schluss gibt Sie uns noch eine Tüte Himbeerbonbons und wir verabschieden uns.

Insgesamt ist uns bei unserer Reportage klar geworden, dass die Arbeit auf dem Weihnachtsmarkt zwar oftmals Spaß machen kann, aber auch mit viel Mühe verbunden ist.

Calvin Hasselbring Yamma Basher, Düsseldorf, Humboldt-Gymnasium

Der FC Barcelona und Messi – Unterschriftsreif auf der Serviette

Aus einem nicht einmal 1,7 0m kleinen Mann, wurde tatsächlich der beste und berühmteste Spieler der Fußballwelt. Messi ist ein wahrer Fußballgott und wird von Fußballlegenden wie Pele, Maradona und Zidane gelobt

Der am 24.06.1987 in Rosario geborene Argentinier Lionel Andres Messi Cuccitini, auch

bekannt als Lionel Messi, hatte es in der Kindheit schwer gehabt. Im Alter von 13 Jahren wanderte er mit seiner Familie wegen der wirtschaftlichen Krise in Argentinien von Rosario nach Barcelona aus. Messi litt an einer Wachstumsstörung und war damals nur knapp 1,40 m groß. Da die Behandlungen für diese Krankheit teuer waren, wandten sich seine Eltern an den FC Barcelona. Der Vorstand war vom kleinen Messi so begeistert, dass er sofort im Fan-Bistro auf einer Serviette unterschrieb und die Behandlungskosten übernahmen.

Er spielte seit 2000 in der Jugendmannschaft von FC Barcelona und erzielte im ersten Spiel 5 Tore für seinen Verein. Am 16.10.2004 spielte er das erste Mal in der 1. Mannschaft. Messi gelang es am 18.04.2007 ein ähnliches Tor wie Maradona am 22.06.1986 zu erzielen. Dies war der Beginn einer atemberaubenden Karriere. Bis heute erhielt er mit dem FC Barcelona 17 Erfolge und Titel. Außerdem ist er auch noch amtierender Weltfußballer des Jahres 2009 und 2010.

Abdelmajid El-Kaamouzi, Düsseldorf, Werner-V.-Siemens-Realschule

Automechaniker Mustafa Zorlu verliert bei einem Unfall sein Bein – Ein schwerer Weg zurück in den Alltag

Der 41 jährige Mustafa Zorlu verliert bei einem sehr schmerzhaften Arbeitsunfall sein Bein. Der gebürtige Türke hat als Automechaniker gearbeitet, doch aufgrund eines tragischen Unfalls ist dies für ihn in Zukunft vielleicht nicht mehr möglich. Der Familienvater von zwei Kindern erzählt uns seine Geschichte.

Frage: Wie ist das passiert?

Mustafa: Ich bin in den Maschinenraum gegangen, um die Maschine umzurüsten. Die Maschine hat zwei Teile und mein Rücken war dem hinteren Teil der Maschine zugewandt. Plötzlich hat die Maschine angefangen zu funktionieren. Der hintere Teil der Maschine hat meinen Fuß eingeklemmt und diesen dann abgerissen.

Frage: Wie haben Sie sich dabei gefühlt?

Mustafa: Es war ein sehr großer Schock für mich. Ich war hilflos und verzweifelt.

Frage: Wie haben Sie in dem Moment reagiert?

Mustafa: Ich habe versucht meinen Fuß zu retten und habe deswegen geschrieen. Aufgrund des Maschinenlärms hat mich jedoch keiner gehört. Ich hatte ein Metallstück in meiner Hand und habe es gegen die Scheibe geworfen, damit jeder merkt, dass etwas passiert ist.

Frage: An was haben Sie nach dem Vorfall gedacht?

Mustafa: Ich habe gedacht, dass das Leben eine Zeit lang schwer für mich sein wird.

Frage: Hatten sie Hoffnungen, dass ihr Bein vielleicht nicht amputiert wird?

Mustafa: Ich habe gar nicht darüber nachgedacht, aber ich habe gespürt, wie die Maschine meinen Knochen gebrochen hat. Außerdem haben die Rettungshelfer meinen Zustand gesehen und mir direkt eine Vollnarkose gegeben.

Frage: Welche Folgen hatte der Vorfall für Sie im Alltag?

Mustafa: Ich kann zurzeit nicht arbeiten gehen und auch nicht alleine vor die Tür treten. Außerdem muss ich wegen der Kontrolle oft das Krankenhaus besuchen.

Frage: Gibt es die Hoffnung, dass Sie irgendwann wieder arbeiten können und Auto fahren können?

Mustafa: Hoffentlich, wenn ich meine Prothese bekomme. Jedoch werde ich ein Automatikauto fahren und in der Zukunft soll mir auch eine Arbeit vermittelt werden, bei der meine körperliche Behinderung berücksichtigt wird.

RP: Was denken Sie jetzt über die Zukunft?

Mustafa: Wenn ich meine Prothese bekomme, kann ich wieder aktiv beziehungsweise selbstständig sein und mein altes Leben weiterführen. Trotzdem muss ich mehr auf mein Gewicht achten, damit ich die Prothese nicht wechseln muss. Wahrscheinlich kann ich keine schweren Gepäckstücke tragen.

Frage: Gibt es auch einige Tage, wo Sie sich selbst fragen „Warum ist ausgerechnet mir das passiert?“

Mustafa: Nein, ich denke mir, dass das Schicksal so ist. Ich glaube, dass Gott mich mit diesem Geschehen prüfen wollte, um zu sehen, wie stark mein Glaube an ihm ist und ob ich es aushalte oder nicht.

Vielen Dank für das Gesüräch und gute Besserung.

Rabia Zorlu und Parmida Sahraei, Düsseldorf, Werner-V.-Siemens-Realschule

Das Tierheim in Rath ist Rettungsort für misshandelte Tiere – Im Sommer stören die Katzen

Das Tierheim wird zum Rettungsort von ausgesetzten, missbrauchten oder misshandelten Tieren. Sie werden geborgen, verarztet, versorgt und gefüttert bis sie vermittelt werden.

 

Hierzu wurde eine Angestellte des Tierheims in Rath interviewt. „In letzter Zeit ist es „in“, die Tiere mit der Ausrede: Das hab ich gefunden, abzugeben oder die Leute sagen, sie hätten eine Allergie gegen das Tier.“ 

Seid ehrlich und benutzt keine Ausreden!

Keinem wird hier „der Kopf abgerissen“, betont Claudia Detterbeck.

 

24 h täglich ist jemand da, der sich um die Tiere kümmert. Jeden Tag außer sonntags werden die Tiere von einem Tierarzt, der zum Tierheim gehört, untersucht.

Morgens werden die Außengehege gesäubert, dann werden die Tiere rausgelassen, damit die Innengehege gesäubert werden können. Die Tiere bekommen ihr Futter. Dann kommt am Mittag der Tierarzt und untersucht jedes einzelne Tier.

Auf die Frage, wann Tiere am meisten abgegeben werden, antwortet die Angestellte: »Am häufigsten in den Urlaubszeiten zu Ostern und im Sommer. Die meisten Tiere, die abgegeben werden, sind immer noch Katzen.“

 

Fundtiere können erst nach 14 Tagen vermittelt werden, denn Fundtiere müssen zunächst für zwei Wochen in Quarantäne und dürfen in dieser Zeit nicht vermittelt werden.

Tiere werden nur an Personen ab 18 Jahren vermittelt, die auch einen Personalausweis vorlegen müssen.

 

Etwas über 400 Tiere vermittelt der Tierschutzverein Düsseldorf-Rath jedes Jahr, mit 15 Mitarbeitern. Unterstützt werden sie von Spenden, Beiträgen, dem Tierschutzverein und der Stadt.  

Die Mitarbeiter und vor allem die Tiere freuen sich über eine Spende.  

Stadtsparkasse Düsseldorf

Konto-Nr.: 19 068 758 (BLZ 300 501 10)

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Tierheims:

www.tierheim-duesseldorf.de

Amelie Precht und Luica Kohleick, Düsseldorf, Werner-V.-Siemens-Realschule

Ein gelungenes Stück über Klischees und Vorurteile – Achtung Deutsch!

Mit Standing Ovation bedankt sich das Publikum bei den Schauspielern des Theaterstückes „Achtung Deutsch“ von Stefan Vögel, das zurzeit im Düsseldorfer Theater an der Kö aufgeführt wird. „Fantastisch“, „selten so gelacht“, “ habe mich sehr amüsiert“, sind die Kommentare einiger Zuschauer.

Aber was macht die Aufführung so erfolgreich und komisch? Das Thema: Klischees und Vorurteile über verschiedene Nationen am Beispiel einer Studenten WG, die mit „typischen für die Nation“ Eigenschaften dargestellt sind. So spielt Mike Turner den korrekten Deutschen Henrik, der Hauptmieter der WG ist. Clara Cüppers spielt die lebenslustige und freizügige Französin Virginie. Nico Venjacob spielt den Italiener Lorenzo, der seinen ganzen Charme in die Eroberung der Frauen investiert. Der Wiener Rudi wird von Matthias Kofler dargestellt, der schon am Frühstückstisch nach Alkohol riecht. Parbet Chugh spielt den gläubigen Syrier Tarik, der Germanistik studiert. Durch einen Fehler im Amt wird die Truppe als eine vierköpfige Familie eingestuft. Nun schickt das Amt ein Prüforgan wegen „der Überprüfung der sozialen Verhältnisse der Familie“.

Da Henrik im Skiurlaub ist, sind die übriggebliebenen Freunde auf sich gestellt und fürchten, wegen eines Betrugs beim Amt aufzufliegen. Sie wissen jedoch nicht, dass Henrik mehrmals versucht hatte, den Irrtum zu korrigieren. Also beschließen die vier, dem Prüfer eine typisch deutsche Familie vorzuspielen. Sie stellen eine Liste mit typisch deutschen Verhaltensweisen auf, wie z. B. „der Deutsche kommt nie zu spät“ oder „der Deutsche mag sein Auto mehr als seine Frau“ oder „der Deutsche ist treu, er wechselt höchstens seine Frau aber nie seinen Kegelklub“. Nun müssen sie sich eine Geschichte ausdenken, die auch die Akzente der Familienmitglieder erklärt. So wird Tarik zum Vater, geschieden von einer italienischen Hure, mit der er seinen Italienisch sprechenden Sohn Lorenzo bekam. Virginie wird zu einer unterwürfigen Hausfrau und Rudi zu einem stummen autistischen Sohn, da sein Wienerakzent nicht in die Geschichte passt. Es entsteht eine Geschichte voller Verwirrung und Lügen, die für sehr viele Lacher sorgt und zum Schluss natürlich auffliegt.

Nach der Vorstellung treffe ich im Foyer Nico Venjacob. Nun ist sein italienischer Akzent völlig verschwunden und ich erfahre, dass „die Idee zu diesem Stück aus eigener Erfahrung entsprungen ist. Jeder von uns wurde schon mal mit Vorurteilen konfrontiert“, sogar der halbitalienische Schauspieler. Doch was ist eigentlich die wichtigste Aussage des Stückes? „Lacht auch mal über euch selbst und nehmt euch nicht so ernst“, erklärt mir Nico und lacht. „Achtung Deutsch“ zeigt uns auch, dass auch Menschen verschiedener Nationen zusammenleben und einander vertrauen können, trotz unterschiedlicher Herkunft und Religionen. Eine Geschichte, die man nicht so schnell vergessen wird.

Dunja Klubowicz, Düsseldorf, Humboldt-Gymnasium

Willich ist aktiv und sportlich in Deutschland – Das Finale steigt im Sommer

Im Städtewettbewerb „Mission-Olympic“wurden vor einigen Wochen in Berlin die vier aktivsten und sportlichsten Städte ausgesucht. In zwei Kategorien, kleine Städte bis zu 25.000 Einwohnern und Städte bis zu 75.000 Einwohnern ging es an den Start.

In der ersten Kategorie wird Lichtenstein in Sachsen gegen Waldsassen in Bayern antreten. In der zweiten Kategorie bis 75.000 Einwohnern wird Willich in NRW gegen Staßfurt in Sachsen-Anhalt antreten.

Im Sommer 2012 wird das Finale stattfinden. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

Willich ist eine kleine Stadt in der Nähe von Düsseldorf mit vielen sportlichen Einrichtungen und sehr sportlichen Einwohnern.

Wir drücken Willich die Daumen!

Victoria Hammes, Düsseldorf, Humboldt-Gymnasium

Kampfsportarten in Düsseldorf – Kickboxen bei Meister Alex Kamanis

Kickboxen wird gerne und oft auch von Mädchen, wie auch uns, betrieben. Das kann man z.B. in unsere „Sportschule Jarosz“ unter dem Training von Meister Alex Kamanis erlernen. Er möchte seinen Schülern beibringen, ein guter Mensch zu werden.

Es gibt viele Kampfsportarten, Kampfkünste und Selbstverteidigungsarten. Wie auch in der Sportschule Jarosz (Hüttenstraße 34, 40215 Düsseldorf). Dort kann man unter anderem Taekwondo, Kung Fu, Muay Boran, Eagle Hap-Ki-Do sowie Thai- und Kickboxen erlernen. Auch wir gehen dort Kickboxen. Kickboxen ist ein in Amerika entwickeltes sportives Kampfsportsystem, in dem Box- und Fußtechniken gleichwertig genutzt werden. Es gibt dort ca. 30 – 40 % weibliche, und 70 – 80 % männliche KickboxerInnen, in anderen Schulen gibt es nur einen Anteil von 10 – 20% Mädchen und Frauen. Meister Alex Kamanis, dem auch die Sportschule gehört, oder sein Meisterschüler Aaron Kamanis leiten das Training.

Meister Alex Kamanis betreibt diesen Sport schon seit 33 Jahren, da er in einem Film Jackie Chan gesehen hat und auch so gut werden wollte. So hat er im Alter von fünf Jahren mit Judo angefangen und bekam schon mit elf den schwarzen Gürtel. Währenddessen machte er auch Karate und Kung-Fu. Jedoch ist Taekwondo seine Leidenschaft. Also probierte er, bis er 25 Jahre alt wurde, 20-25 Kampfsport- und Kampfkunstarten aus. Bis er schließlich eine Fachausbildung im Hap-Ki-Do bei Großmeister Kim Sou Bong machte. Danach ging er zu Großmeister Guido Jarosz und spezialisierte sich dann auf das Ausbildungssystem der M.A.F – Thailand und ist dort auch Europadirektor. Hier in Düsseldorf ist der Hauptsitz der M.A.F – Thailand. Dieses Amt ist mit viel Arbeit verbunden, wofür es keinen Lohn gibt. „Das macht man aus Leidenschaft“, sagte er zu uns. Außerdem ist er zuständiger Ausbildungsmeister sowohl in Deutschland als auch in Griechenland.

Im Jahre 2008 gründete er seine Sportschule „Alex“ in Hilden, die sehr erfolgreich war. Jedoch übernahm er die „Sportschule Jarosz“, da Guido Jarosz zurück nach Thailand ging.

Auch viele aus seiner Familie betreiben verschiedene Kampfsportarten, die sie in seiner Schule erlernten bzw. noch erlernen. Das ist natürlich nicht ohne Verletzungen wegzustecken, sodass er schon Backenzähne rausgeschlagen bekommen hat, verschiedene Knieverletzungen, einen Schlüsselbeinbruch, Handgelenkbrüche, alle Zehen und zwei Rippen gebrochen hatte. Kleinere Verletzungen im Gesicht, sogenannte „cuts“ sind „normal“. Dafür gewann er aber auch viele Wettkämpfe, er wurde mehrfacher deutscher Meister in sechs Kategorien, internationaler deutscher Meister auch in mehreren Kategorien, zweimal Weltmeisterschafts-Vierter in drei Kategorien und er erzielte den dritten und vierten Platz in der Europameisterschaft.

Als wir ihn am Ende unseres Gesprächs fragten, was er seinen Schülern beibringen möchte, antwortete er: „Ein guter Mensch zu sein!“ Das bedeutet auch, dass man Respekt hat, weiß was Liebe, Gemeinschaft und Loyalität ist.

Christina Arzoglou-Raloussi und Corinna Mayatepek, Düsseldorf, Annette-V.-Droste-Hülshoff-Gymnasium

Soziale Netzwerke – Risiken im Internet

Facebook, Twitter, SchülerVZ – soll man diese Risiken eingehen, oder nicht? Diese Frage stellt sich sehr häufig, besonders bei Erziehungsberechtigten von Jugendlichen, manchmal jedoch auch den Jugendlichen selbst. Kein Wunder! Denn schließlich ziehen solche Internetseiten ihre Vor- und Nachteile mit sich. Das ist inzwischen sicherlich jedem oft genug gesagt worden.

Die Vorteile sind klar: Kostenlose Kommunikation zwischen Menschen, leichter Austausch von Informationen, Apps und Spielen sowie der Möglichkeit Fotos online zu stellen und Kommentare abzugeben.

Keine Frage: Wer in einer dieser Netzwerke tätig ist, weiß besser Bescheid und kann mitreden. Doch diese Dinge ziehen auch so manches mehr mit sich. Der schnelle Austausch, ohne sich direkt gegenüber zu stehen, kann zu ungewolltem Streit führen. Während man schreibt, sieht man schließlich nicht die Person vor sich, kann also nicht auf Mimik oder Gestik eingehen, wodurch man vieles nicht mitkriegt.

Eine weitere Sache ist natürlich Cyber-Mobbing. Wenn man nicht aufpasst, kann es zu so etwas schneller kommen, als man denkt. Unter die Bilder zum Beispiel können fiese Kommentare geschrieben werden und – im Internet geht nie etwas verloren! Das führt mich auch schon auf den dritten Punkt: Die gefährliche Unvergänglichkeit des Internets. Die große Datensammlung, die zwangsweise immer größer wird und von der wir wahrscheinlich gar nichts merken. Bilder, die wir online stellen, sind nicht weg sobald man auf „Löschen“ drückt. Kommentare sind nicht verschwunden und Chatgespräche auch nicht.

Alles was du dort einmal über dich enthüllst, kann leicht wieder gefunden werden. Allein Ort, Vor- und Nachname lässt Wohnort usw. bestimmen und wenn man dann noch postet, dass man Familienurlaub macht – ist das Haus dann noch sicher?

Doch gegen viele dieser Dinge kann man sich schützen, wenn man aufpasst. Es werden zum Beispiel Kurse angeboten, die einen daraufhin vor den Gefahren schützen. Die Netzwerke können dann immer noch, zwar leicht eingeschränkt, aber genutzt werden und somit ist man geschützter.

Am Ende ist es jedoch jedem sich überlassen, ob er das Risiko eingehen will, oder nicht. Trotzdem sollte ein jeder auch über alle diese Konsequenzen nachdenken.

Henrike Klehr, Düsseldorf, Annette-V.-Droste-Hülshoff-Gymnasium

Interview mit französischer Austauschschülerin – „In Deutschland sind die Lehrer wie Freunde“

Die Tochter unserer Klassenlehrerin Frau Okon nimmt an einem dreimonatigen Austauschprogramm mit einer französischen Schülerin aus Sèvres in der Nähe von Paris teil. Die 14-jährige Elsa Busson ist seit dem neuen Schuljahr zu Besuch in Düsseldorf.

Wir konnten sie bei unserem Weihnachtsbasar kennen lernen, wo sie uns beim Waffelverkauf geholfen hat. Bei dieser Gelegenheit haben einige von uns schon mit ihr geplaudert, aber dann wollten wir alle doch mehr darüber erfahren, wie sich eine französische Schülerin in Deutsch-land fühlt. Deshalb haben wir sie zu einem Interview in unseren Unterricht eingeladen.

Warum wolltest du nach Deutschland kommen?

Elsa: Ich war schon mit neun Jahren für ein halbes Jahr bei einer deutschen Familie in der Eifel. Dort habe ich auch Deutsch gelernt. Jetzt möchte ich meine Deutschkenntnisse weiter verbessern und neue Leute kennen lernen.

Findest du die deutsche Aussprache schwer?

Elsa: Ja, für uns Franzosen ist die deutsche Aussprache sehr fremd und schwierig. Aber ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt.

Wie gefällt es dir in Düsseldorf?

Elsa: Düsseldorf ist eine schöne Stadt. Ich finde, sie ist von allen Städten, die ich kenne, Paris am ähnlichsten, weil sie auch eine Modestadt ist. Die Leute hier finde ich sehr nett und offen.

Was ist der Unterschied zwischen einer deutschen und einer französischen Schule?

Elsa: Also, in Frankreich ist die Schule nur zum Lernen da. Es gibt nicht so viele Feiern, Ausflüge und Klassenfahrten wie bei euch. Auch die Lehrer sind bei uns viel strenger. In Deutschland sind die Lehrer eher wie Freunde, sie reden auch oft persönlich mit euch. Dafür ist es in Frankreich im Unterricht immer sehr ruhig. Außerdem haben wir fast immer bis 17.15 Uhr Schule und müssen danach noch viele Hausaufgaben machen.

Welche Schule findest du besser?

Elsa: Das ist schwer zu sagen. Aber eigentlich gehe ich lieber in Frankreich zur Schule, weil wir viele kleine Tests anstelle von euren wenigen langen Klassenarbeiten haben. Das finde ich besser, weil man so mehr Möglichkeiten hat, seine Note zu verbessern. Außerdem haben wir drei Wochen mehr Ferien als ihr.

Machen französische Jugendliche andere Dinge in ihrer Freizeit als Deutsche?

Elsa: Nein, auch wir gehen gerne shoppen, lieben Facebook, machen Sport und lernen Instrumente. Ich spiele zum Beispiel Trompete und konnte hier an der Düsseldorfer Musikschule Trompetenunterricht nehmen. Ich durfte sogar beim Bilker Martinszug mitspielen. Das war für mich ein tolles Erlebnis!

Essen die Deutschen anders als die Franzosen?

Elsa: Ja, das ist ganz anders. Wir essen normalerweise zweimal am Tag warm, und es gibt immer drei Gänge. Das hört sich zwar nach sehr viel Essen an, aber dafür essen wir nichts zwischendurch.

Freust du dich, wenn du nächste Woche nach Frankreich zurückkehrst?

Elsa: Ja sicher freue ich mich auf meine Familie und meine Freunde. Aber ich war bestimmt nicht das letzte Mal in Deutschland!

: Robin, Pascal, Meike, Denise, Benjamin, Manuel, Niklas, Elena, Nathalie, Markus, Marcel, Sirvan, Düsseldorf, Kurt-Schwitters-Schule

Angst vor einer Zahl – Jetzt schlägt´s 13!

Mit der Zahl 13 verbindet man Unheil und Unglück. Aber warum ist das so und warum gefrieren einem die Adern, wenn Freitag, der 13. ist?

Der Aberglaube sagt, dass an diesem Tag sehr viele Unglücke passieren. Man hat Angst vor dem Freitag, weil Jesus‘ Todestag einer war, und die 13 stammt ebenfalls aus christlicher Tradition. Man sagt auch, dass die Zahl 13 Unglück bringt, weil die zwölf als die Zahl der göttlichen Ordnung und der kosmischen Harmonie gilt: zwölf Stunden, zwölf Monate, zwölf Tierkreiszeichen, zwölf Apostel. Mehr als zwölf ist also immer eins zu viel. Deswegen wird die 13 auch als „Dutzend des Teufels“ bezeichnet.

Beim Abendmahl gab es 13 Jünger, und einer unter ihnen, nämlich Judas, war der Verräter. Nicht nur Jesus soll an einen Freitag gestorben sein, auch Adam und Eva sollen am fünften Tag, also Freitag, vom verbotenen Apfel gegessen haben. Diese Verknüpfung – Freitag, der 13. – tauchte aber erst im 20. Jahrhundert nach dem Zweiten Weltkrieg auf. Der Horrorfilm „Freitag, der 13.“ trug noch mehr dazu bei, dass die Leute vor diesem Tag Angst haben.

So wurden auch sämtliche Hotelzimmer mit der Zahl weggelassen, so dass nach zwölf direkt die 14 kommt. In Hotels verzichten manche auch auf das 13. Stochwerk. Aber dies ist nicht nur in Hotels so, sondern auch in Flugzeugen. Sie verzichten auf die 13. Reihe. Wer würde schon gern in der 13. Reihe im Flugzeug sitzen? Sie nehmen dabei Rücksicht auf abergläubische Kunden und um den zahlenden Kunde das Unwohlsein zu ersparen.

Diese panische Angst vor der Zahl 13 nennt man im übrigen Triskaidekaphobie. Auch beim Pferderennen lässt man diese Startbox weg.

Die Zahl 17 gilt in Italien und Brasilien als Unglückszahl, so dass bei der Lufthansa nicht nur Sitzreihe 13 sondern auch Sitzreihe 17 fehlt. Wenn man die 17 umstellt in römische Zahlen, dann heißt es XVII. Wenn man diese Zahl ebenfalls umstellt, dann kommt ein lateinisches Wort namens VIXI raus, welches übersetzt bedeutet : Ich bin tot! Jetzt weiß man auch wieso es Schwierigkeiten gab, dort den Renault 17 zuverkaufen. Schließlich entschied man sich für Renault 177.

Für Spanier und Lateinamerikaner ist es anders. Sie haben Angst vor Dienstag, den 13. Es heißt dort: „An einem Dienstag, den 13. heirate nicht und schiffe dich auch nicht ein.“ Aber der 13. des Monats fällt allerding am häufigsten auf einen Freitag. Alle elf Jahre kommt er dreimal vor. Die Angst vorm Freitag, den 13. wird übrigens Paraskavedekatriaphobie genannt. Man traut sich an diesem Tag also gar nicht hinaus. In Japan und im Judentum ist die 13 aber übrigens eine Glückszahl.

Die 13 war die erste gezogene Zahl bei den deutschen Lotto-Ziehungen, ist seitdem aber die mit Abstand seltenste Zahl. Die 13 kommt auch im Märchen vor. Beispielsweise bei Dornröschen. Die 13. weise Frau des Landes wird nicht zur Geburtstagsfeier eingeladen und spricht einen Fluch auf die junge Prinzessin aus. Die 13. ist hier die überflüssige von zwölf guten Feen.

Und wenn Sie sich fragen wie alt ich bin, dann raten Sie mal!

Caroline Bräker, Düsseldorf, Friedrich-Rückert-Gymnasium