Archiv der Kategorie: International School of Düsseldorf

Menschen – Manny, der legendäre “Greenkeeper“

Manfred, der beliebte Platzwart von den „ISD Fields”, wurde vor kurzem 70 Jahre alt und ist noch fit wie der Löwe auf dem Wappen seines Vereins. Zu seinem siebzigsten Geburtstag haben viele Familien eine große 70 aus Menschen auf dem Fußballplatz für ihn geformt.

Wie schafft dieser Mann es bloß so jung zu bleiben? Manfred, genannt Manny sagt: „Ich halte mich fit, indem ich angeln gehe, mit den vielen jungen Leuten im Sportverein ein bisschen Ball spiele und am Wochenende fahre ich gerne Fahrrad. Das Wichtigste ist, dass ich immer an der frischen Luft bin.“

Viel frische Luft macht hungrig. Und viel Hunger bringen auch die jungen Sportler nach ihrem Training auf den ISD Fields mit. Manny ist bekannt für seine leckeren Würstchen und Frikadellen, die er in seinem Häuschen auf den ISD Fields anbietet. Man könnte denken, er sei ein gelernter Koch, so beliebt sind seine Gerichte. Aber ursprünglich war er als Metallfräser bei Rheinmetall tätig. „Danach arbeitete ich als Gürtler und habe Lampenfüße gebaut in Arnsberg im Sauerland. Meine Fußballkarriere fing bei Lösberg an. „Wir haben die Fußballtrikots selbst gekauft, selbst angemalt“. Aber die Karriere ging immer weiter.

Beim ISD Sportverein war Manny selber ein Jugendtrainer. Er war immer sehr beliebt bei den Kindern, die mit ihm Training hatten, und war für seine seltsamen Tricks bekannt. Einer seiner bekannten Tricks war der Zinedine Zidane Trick, bei dem der Spieler den Gegner durch eine plötzliche Drehung mit dem Ball überrascht. Heute dreht der „Greenkeeper” selbst seine Runden auf dem großen Rasenmäher, mit dem er die ISD Fields regelmäßig in Form hält.

Fußballfelder brauchen viel Liebe und Pflege. Manny bietet den Sportlern das ganze Jahr einen Rasen wie aus dem Bilderbuch. Der Rasen ist so schön und saftig geschnitten, am liebsten würde man ihn fürs sonntägliche Picknick mit der Familie nutzen. Man hört regelmäßig von den Eltern: „Manny, der Platz sieht ja unfassbar gut aus“ oder „Manny, der Platz sieht ja besser aus als der von vielen Fußballbundesliga-Teams“. Eines Tages wird er den Platz noch mit der Nagelschere schneiden.

Natürlich muss es mal ein Ende dieser langen Karriere geben. „Ich würde gerne noch ein paar Jahre mit dem Sportverein zu tun haben, aber danach möchte ich meine Freizeit genießen, mehr Angeln gehen“, sagt er. Es wird ein sehr schwerer Moment für den Sportverein, solch einen Platzwart in ein paar Jahren zu verabschieden. Natürlich wird es genauso schwer für ihn sein. Manny wird ISD immer als seinen Verein ansehen und wird auch selber zu einer Legende für den Verein.

Christopher Scherer, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

Freizeit – Erst Car2go, dann Coffee2go

Car2go, der kleine Smart, der viele Straßen in Deutschland und Amerika unsicher macht. Im Prinzip ganz leicht, dachte ich mir – und habe es selbst mal versucht.

Klein, kompakt und fahrbereit steht er vor uns, der kleine Smart in den Farben weiß, blau und mit der Aufschrift „Car2go”. Über unsere App haben wir ihn gefunden und sind bereit, ein Stückchen zu fahren. Doch wie auch sonst, der Vorführeffekt! Das erste Auto beziehungsweise Kartenlesegerät funktioniert nicht. Also auf zum nächsten kleinen Chauffeur. Schon 300 Meter weiter steht der nächste Wagen, diesmal fahrbereit.

Lang war die Strecke nicht, doch muss man morgens eilig zur Arbeit und das Auto springt nicht an, ist das wenig erfreulich. Kaum sitzen wir im Auto, ertönt eine Stimme aus den Lautsprechern und begrüßt meinen Patenonkel Bernd W. mit einem netten „Hallo“.

Bevor wir uns auf eine kleine Reise begeben, müssen wir zuerst gucken, ob das Auto Kratzer hat und das wird dann auch direkt auf dem Bildschirm im Auto dokumentiert. Dann kann es losgehen. „Fährt sich eigentlich ganz gut”, sagt mein Patenonkel, als ich ihn frage. „“Ist aber etwas gewöhnungsbedürftig, denn den Wagen gibt es nur als Halb-Automatik.“ Außerdem muss man auch bedenken, dass man mit dem Auto ziemlich nah am Boden sitzt und somit auch kleine Hubbel sich anfühlen wie Berge. Allerdings nicht weiter schlimm.

Im Großen und Ganzen gibt es mehr Positives zu berichten. Für diejenigen, die es sich nicht leisten können, ein Auto zu unterhalten oder es auch einfach nicht so häufig brauchen, ist der Car2go eine optimale Lösung. Das Prinzip des Car2go ist sehr einfach zu befolgen und zu erlernen. Außerdem ist es eine weitaus günstigere Lösung als ein Auto. Wer zum Beispiel bei schlechtem Wetter keine Lust hat, in die Bahn zu steigen, kauft sich für neun Euro neunzig eine Mitgliedskarte und bezahlt pro Minute neunundzwanzig Cent, was auch günstiger ist als ein Taxi vom Flughafen nach Hause, denn auch den Flughafen haben die Smarts erobert.

Nach unserer kleinen Reise schnell noch einen Coffee2go auf die Hand und ab in die mollige Wärme nach Hause.

Lea Spix, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

Kommentar – Abercrombie – Warten Forever

Sogar bei eisigen Minusgraden wird man gezwungen zu warten, wenn man den “ Hype” mitmachen will.

„Abercrombie and Fitch“ ist neu in Deutschland und schon bei allen „Teenies” und Erwachsenen beliebt. Dieser amerikanische Touch ist, wie die Jugendlichen heute sagen, „Mainstream“. Aber warum mögen alle dieses Label?

Wer in den Laden will , muss zunächst die größte Hürde des Wartemarathons überwinden. Dazu gehört auch Warten bis man sich wortwörtlich den „Po abfriert“. Das Wort „Warten Forever” könnte der neue Werbeslogan von Abercrombie werden, wenn sie Werbung machen würden, denn da kann man warten, bis man alt wird: „Wer schön sein will muss leiden.”

Aber nachdem man endlich vor der Kasse steht, ungern das hart gesparte Taschengeld rausholt und zappelnd darauf wartet, dass der Kassierer das parfümierte Teil in das „Highlight” für jeden Teenie, die Tüte, packt. Warum „Highlight”? Die halb nackten Männer, die auf den Tüten verewigt sind, punkten richtig bei den Mädels. Nicht nur die Tüten, auch die halb nackten Männer vor dem Eingang locken ahnungslose Mädchen an. Natürlich kriegt man dann auch ein Gratisfoto, wenn man sich hinter die anderen drängelnden Mädchen stellt.

A&F trägt inzwischen nun wirklich jeder. Große Augen erscheinen dennoch, wenn der Sitznachbar in der Schule das gleiche trägt wie man selber. Das will doch eigentlich keiner. Aber wenn es um A&F geht, scheint das niemanden mehr zu stören. Das Adjektiv „individuell“ wird wahrscheinlich irgendwann vom Aussterben bedroht sein.

Auch interessant ist, dass nicht nur A&F Trend ist, auch die Partnermarke „Hollister“ und „Gilly Hicks“ sind begehrt.

Ich fürchte, dass heutzutage für Jugendliche nichts wichtiger ist, als das Neueste vom Neuen zu haben. Doch ist es wirklich so wichtig Markenklamotten zu tragen? Will man den Hype unterstützen? Wo bleibt unsere Individualität? Vielleicht sollten wir den nächsten H&M Laden nach coolen Teilen durchsuchen, wir werden bestimmt erfolgreich sein und billiger ist es auch…

Xinyi Zhou, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

Farben bekennen – Pink, Pinker, Pink-Shirt-Day

Nanu, was sehe ich denn da? Überall nur pink. Pinke T-Shirts, Hosen und auch Mützen. Aber warum tragen alle pink? Viele Fragen, aber nur eine Antwort: Es ist Pink-Shirt-Day.

An diesem Tag tragen alle pink, egal ob Junge oder Mädchen, jung oder alt, Schüler oder Lehrer. An der International School of Düsseldorf organisierte das „ISDifference Team“ den „Pink-Shirt-Day”. Pink ist an diesem Tag die Farbe gegen Mobbing an Schulen.

Mobbing passiert häufig an Schulen. Durch das Mobbing werden Schüler mit Worten und Taten verletzt und erniedrigt. Bei der betroffenen Personen verursacht Mobbing viele Probleme, zum Beispiel Depressionen, Stress oder eigene Schuldzuschreibungen. Die Gemobbten fühlen sich unsicher, von allen ausgeschlossen und einfach nur schlecht.

Mobbing richtet sich meistens gegen schwache Personen, die sich nicht wehren können. Mobben ist eine Art zu zeigen, dass man der Boss ist und alle Angst haben sollten. Da die anderen nicht in der gleichen Situation wie der Gemobbte sein wollen, machen sie beim Mobben mit. Eine Schülerin sagt: „Ich wünsche allen Opfern von Mobbing, das sie nicht aufgeben und Unterstützung von Familie und Freunden kriegen.“

Viele Opfer von Mobbing-Attacken fällt es schwer, jemanden davon zu erzählen, weil sie es meistens „peinlich“ finden oder sie trauen sich einfach nicht, haben Angst. Manche glauben auch, dass es sowieso nichts bringt. Aber wenn man sich traut, etwas zu sagen, dann ist ein ganz wichtiger erster Schritt getan.

Es gibt viele Helfer, die einen bei Mobbing-Attacken oder Cybermobbing unterstützen und Tipps geben, auch gibt es Internetseiten, die helfen, etwa unter www.hanisauland.de. Auf dieser Seite kann man alles über Mobbing lesen, was man dagegen tun kann und auch erfahren, wie man anderen helfen kann.

Deswegen gab es an unserer Schule auch denn „Pink-Shirt Day“. Er sollte zeigen, dass Mobbing sehr gefährlich ist und sogar zum Selbstmord der Opfer führen kann. 2012 gab es einige Mobbing-Opfer, die Selbstmord begangen haben wie etwa die Schülerin Amanda Todd aus Kanada. Sie wurde erpresst, beleidigt, geschlagen und noch vieles mehr. Irgendwann hielt sie es einfach nicht mehr aus, sie hatte Angst und fiel in schlimme Depressionen. Sie hat sich geritzt und traute sich nicht mehr aus dem Haus. Sie hat ein Video auf YouTube gestellt, in dem sie neun Minuten lang ihre ganze Geschichte erzählt. Niemand hat ihr geholfen, und am 10. Oktober 2012 hat sie sich schließlich das Leben genommen. Nachdem über zwei Millionen Leute ihr Video gesehen haben, trauern Viele in Kanada um das Mädchen.

Wenn Mobbing schon so weit geht, dass Schüler sich das Leben nehmen, sollte sich jeder fragen: Wie kann ich das stoppen?

Xinyi Zhou, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

International Baccalaureate – Zugang zu den Top-Unis der Welt

Mehr als 1.062.000 Schüler verteilt auf 3.487 Schulen machen laut www.ibo.org das Internationale Baccalaureate und trotzdem wissen viele Leute nicht, was es ist. In 143 Ländern auf der ganzen Welt werden Schüler zu intellektuellen, weltoffenen und selbstbewussten Persönlichkeiten ausgebildet.

Welche Qualitäten ein IB Schüler haben muss, ist im „IB Learner Profile” festgelegt. Dies ist eine Liste von Charakteristiken, die IB-Schüler sich zu Herzen nehmen sollten. Das IB-Programm wurde im Jahre 1968 gegründet. Aber was ist das Besondere am IB? Wer das IB in der Tasche hat, hat gute Chancen, einen Platz an Universitäten auf der ganzen Welt zu ergattern. Das IB ist ein weltweit anerkannter Abschluss, der an internationalen, privaten und staatlichen Schulen gemacht werden kann. Auch deutsche Schulen bieten neben dem Abitur inzwischen den internationalen Abschluss an wie zum Beispiel das Goethe-Gymnasium in Essen.

Das IB besteht aus drei verschiedenen Programmen: PYP (Primary Years Programme) für Schüler im Alter von drei bis zwölf Jahren, MYP (Middle Years Programme) und DP (Diploma Programme). Das MYP ist dann die Vorbereitung auf die zwei Jahre „Diploma Programme”, die im Alter von 16-19 absolviert werden. Am Ende der zwölften Klasse ist es dann so weit, alle Schüler schreiben weltweit am gleichen Tag ihre Abschlussprüfungen.

Das IB ist anspruchsvoll und soll nicht nur den Intellekt fördern, sondern auch den Schülern helfen, ihr wahres Ich zu finden und zur selbstbewussten Persönlichkeit heranzureifen. Bevor die Schüler in die elfte und die zwölfte Klasse kommen, müssen sie ihre Fächer wählen. Die sechs Gruppen enthalten Fächer wie Mutter- und Fremdsprachen, Mathe, Naturwissenschaften, Kunst, Musik etc. Dazu kommt dann noch der „Extended essay“, „Theory of Knowledge“ and „Community, Action, Service“. Hat man mit dem IB auch an deutschen Unis die Chance, angenommen zu werden? Ja, diese Chance hat man, dafür muss der Schüler aber ganz bestimmte Fächer für das DP wählen; dann haben auch deutsche Unis kein Problem damit.

B. O’Farrell, DP Coordinator der Internationalen Schule in Düsseldorf, der schon seit 30 Jahren Schüler im IB unterrichtet, sagt, er habe noch von keinem seiner ehemaligen Schüler gehört, dass diese es bereuen, das IB absolviert zu haben. Er selbst hält das DP für einen sehr anspruchsvollen Abschluss, der die Schüler sehr gut auf die Universitäten vorbereitet. O’Farrell empfiehlt Schülern in jeder Hinsicht, das IB zu machen, nicht nur weil es akademisch interessant und abwechslungsreich ist, sondern auch weil es die Schüler in persönlicher und sozialer Hinsicht bildet. Außerdem hat man mit dem IB-Abschluss überall auf der Welt die Möglichkeit zu studieren. Und wer will das nicht?

Isabella Lappe, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

Fußball – Ein Gespräch mit Raúl zum Thema Fair-Play-Regeln

Die Gewaltbereitschaft von Fans wird immer schlimmer, zuletzt ist beim Spiel zwischen FC Berlin 06 gegen Traber Mariendorf ein Schiedsrichter beinahe ums Leben gekommen. Auch im Jugend- und Kinderfußball kommt es immer öfter zu Prügeleien.

Kann dies durch die Einführung der Fair-Play-Regeln des Fußball Verband Mittelrhein verhindert werden? Die Regeln sind einfach: Die Fans müssen 15 Meter vom Spielfeldrand entfernt stehen, die Trainer werden in zwei abgegrenzte Zonen gestellt, wie in der Bundesliga, dürfen nicht so viele Kommentare abgeben und helfen nur, wenn es Probleme gibt, weil einer der wichtigsten Personen im Fußball nicht da sein wird: der Schiedsrichter.

Raúl, Stürmer bei Schalke, findet, dass beim Fußball in den jüngeren Altersgruppen der Spaß im Vordergrund stehen sollte, nicht der Sieg. Eltern sollten nicht in das Spiel eingreifen, indem sie den Kindern sagen, was sie zu tun haben, weil dies die Kinder unnötig unter Stress setzt.

Dies passiert oft aufgrund von Missverständnissen zwischen den Eltern und dem Trainer. Der Schiri ist für Raúl eine der wichtigsten Personen auf dem Feld, besonders für den Spielablauf. Man sollte dessen Entscheidungen respektieren, weil er nur wenige Sekunden hat, um zu entscheiden, ob es ein Foul, Abseits oder ein Elfer ist. Dass die Kinder selber entscheiden dürfen, ob es ein Foul ist oder nicht, gibt seiner Meinung nach den Kindern Selbstvertrauen, aber sie könnten auch öfters falsch damit liegen, weil die Bambinis nicht alle Regeln kennen.

Auch würde es weniger Streit zwischen den Trainern und den Eltern geben, weil sie von einander abgegrenzt sind. Diese Regeln würden den Kindern mehr Fairness auf dem Spielfeld beibringen. Allerdings sei dies nicht das Einzige, was wichtig ist, damit das Spiel fairer wird: Die Kinder müssen nicht nur ein gutes Benehmen auf dem Fußballfeld zeigen, sondern auch an anderen Orten, wo sie sind.

Die Regeln würden seiner Meinung nach nur bis zum zehnten, vielleicht elften Lebensjahr funktionieren, danach würden diese Regeln höchst wahrscheinlich zu mehr Gewalt führen, weil kein Schiedsrichter mehr da ist, der bei Konflikten und unterschiedlichen Meinungen eine klare Ansage macht.

Insgesamt findet Raúl: „Mejor de los ganadores es un buen perdedor“ – also der beste Gewinner ist ein guter Verlierer.

Luis von Tucher, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

Voice of Germany vs. DSDS – Nichts gegen kranke Hunde

Der 24. November 2011 schrieb deutsche Fernsehgeschichte. Erstmals erschien ein neues Castingformat, welches es schafft den DSDS-Einschaltquoten gefährlich nah zu kommen.

Dieter Bohlens Jury-Stammplatz scheint nach nunmehr neun Jahren wohl langweilig und abgenutzt, Nena, Xavier Naidoo, das The Boss-Hoss-Duo und Rea Garvey ziehen die Ex-DSDS-Anrufer zu der, durch die USA und Holland, erfolgreich gewordenen Gesangstalent-Suche „The Voice of Germany“.

Beide Sendungen arbeiten mit Bewerber-Castings, wie sie wohl jeder von uns schon einmal gesehen hat, bis auf die Ausnahme, dass die Voice of Germany-Juroren ihre Kandidaten erst zu Gesicht bekommen, nachdem selbige gesungen haben. Dann folgen sogenannte „Singer Battles“, in denen die Kandidaten miteinander, aber auch gleichzeitig gegeneinander singen. Abschließend folgen noch die Live- oder auch Mottoshows, in denen jeweils entschieden wird, welche Teilnehmer sich von der Sendung verabschieden müssen.

Meiner Meinung nach sollte man sich, wenn man eher nach Spaß sucht lieber DSDS zuwenden, da dort alles, von der 16-Jährigen, die sich für Justin Biebers Zukünftige hält, bis hin zur Stimme des Jahrhunderts, vertreten ist. Dieter Bohlen fährt wie seit jeher mit seinen diskriminierenden Kommentaren auf, und die ganze Halle lacht, wenn auch so mancher Kandidat weinend von der Bühne rennt.

Dahingegen erscheint The Voice of Germany mit weißer Weste. Dort treten dann tatsächlich nur die Leute auf, welche auch etwas auf dem Kasten haben, doch auch in der Crème de la Crème des deutschen Free-TV kommt das Vergnügen nicht zu kurz; Anmerkungen seitens der seit mindestens zehn Jahren im Musikbusiness vertretenen Juroren lockern die Show auf und nehmen den Kandidaten die Nervosität.

Letztendlich aber lässt man sich lieber von The Voice of Germany als von einem braun gebrannten Musikproduzenten und seiner Schoßhund-Jury fixieren, denn man kann nicht weniger sagen, als dass die Sendung alles bietet, auf was man bei einer Castingshow hofft.

Unter anderem spart man sich auch die Ach-so-herzzerreißenden Lebensgeschichten der DSDS-Kandidaten, welche scheinbar nach Mitleid suchen und den Wunsch hegen, durch ihren angeblich kranken Hund, für den sie vom Preisgeld eine Prothese kaufen wollen, doch noch zu gewinnen.

Das alles in Ehren, nichts gegen kranke Hunde, aber es ist nunmal doch einfach die Stimme die zählt. Da gibt man The Voice of Germany vollkommen Recht, denn wer seine Kandidaten erst gar nicht sieht und nur deren Melodien folgen kann, der hat auch die allgemeine Erlaubnis, sich einen Musikproduzenten und Kenner zu nennen.

Arabella Kuhn, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

Konzentriere dich auf das Wiedersehen – Abschiede an der Internationalen Schule Düsseldorf

2004-2005, mein erstes Jahr an der ISD und schon habe ich Freunde gefunden und auch wieder verloren, Schüler sowie Lehrer.

Woran sich die Schüler mit den Jahren an einer internationalen Schule gewönnen, das Verabschieden, verdanken wir auch unseren ‚Counsellors‘. Mit ihrem Programm „Put the ‚good‘ in ‚Goodbye'“, was so viel bedeutet wie sich auf das Wiedersehen nach der Verabschiedung zu freuen, helfen sie Schülern, die schwer von der Abreise ihres Freundes betroffen sind. Diese Programme gibt es einmal im Jahr im Frühjahr für die, die wissen, dass sie am Ende des Schuljahres wegziehen.

„Man kann nur dann einen guten Start haben wenn man sich richtig verabschiedet hat“, sagt Frau Pahlen, eine unserer Counsellors. „Das Schwerste ist es, etwas Altes loszulassen und für etwas Neues offen zu sein.“

Es gibt aber immer noch die, die es nicht für nötig halten mit einem Counsellor zu reden. Ich war einer von ihnen. Mein Freund Fahad Al-Haji zog am Ende letzten Jahres zurück nach Kuwait, was mich sehr hart traf. So trauerten meine Freunde, Khyan aus Chile und Min Woo aus Korea, und ich zusammen und erinnern uns an die doch sehr kurze Freundschaft.

Trotz des offensichtlichen Nachteils an einer Internationalen Schule, sich immer wieder verabschieden zu müssen, gibt es auch viele Vorteile, wie zum Beispiel multiple, internationale Freundschaften zu haben. Diese kann man auch, Facebook-sei-dank, weiterführen und auf diese Weise immer noch Erlebnisse in Form von Bildern oder Videos teilen.

Im Netz ist man von seinen Freunden nie weit weg, denn man kann damit jedenfalls die räumliche Distanz virtuell überbrücken. Es würde sich jetzt für mich und meine Freunde lohnen, eine Reise nach Kuwait zu planen.

Jan Hammarlund, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

Rezension – Bis(s) das Buch erträglich wird

Das Buch „Bis(s) zur Mittagsstunde“ von Stephanie Meyer ist das zweite Buch in der Twilightserie und wurde erstmals in den Staaten im Little, Brown and Company Verlag 2006 veröffentlicht. Das Quartett hat um die 610 Seiten pro Buch und es kostet zirka 8,50 Euro. Die Zielgruppe sind hauptsächlich weibliche Teenager und junge Erwachsene.

Im Zentrum des Buches steht der Hauptcharakter Bella, die in Depressionen fällt, als der andere Hauptcharakter Edward (ein Vampir) sie verlässt, bis sie eine feste Freundschaft zu ihrem alten Freund Jacob Black (einem Werwolf) schließt. Jacob und sein Rudel schützen Bella vor der rachesuchenden Victoria (auch ein Vampir).

Durch ein Missverständnis glaubt Edward, das Bella gestorben ist und er will Selbstmord begehen. Bella bringt ihn davon ab, aber sie muss in der Zukunft ein Vampir werden.

In der gesamten Twilightserie werden viele szenische Beschreibungen benutzt, um die Umgebung, Atmosphäre und die Charaktere zu beschreiben. Zur verstärking sieses Effekts werden viele lebendige und detaillierte Adjektive und Verben benutzt. Dialoge zwischen den Charakteren helfen Situationen und Gefühle besser verständlich und die Geschichte lebendig zu machen. Leser werden dadurch in die Geschichte einbezogen.

Viele männliche und weibliche Leser sind der Meinung, dass das Buch einen guten Plot hat. Besonders der Schreibstil ist angenehm, aber die unterliegende Idee, dass Frauen depressiv sind und nichts selbst unternehmen können, erscheint total unrealistisch und stereotypisierend.

Dass Bella wegen Einsamkeit in Depressionen versinkt, ist verständlich, denn sie hat Edward geliebt, aber dies klischeehaft darzustellen, trifft auf keinen Fall auf Frauen aus dem 21. Jahrhundert zu. Leider ist das Buch so beliebt, dass das falsche Image weltweit weiter verbreitet wird. Die Twilight Saga ist durch märchenhafte Vampire und Werwölfe zudem wenig realitätsnah.

Das Buch ist für weibliche Teenager und junge Erwachsene geeignet, aber man muss gewappnet sein: Das Bild der Frau in „Bis(s) zur Mittagsstunde“ ist unglaublich degradierend.

Gail Maly, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

Basketball – NBA: Ausweg aus dem Lockout

Nach monatelanger Diskussion ist das Warten endlich vorbei, die National Basketball Association (NBA) geht ins neue Jahr. Die NBA hatte dieses Jahr mit dem vierten Lockout in ihrer Geschichte zu kämpfen. Ein Lockout ist eine Auseinandersetzung der Clubbesitzer und der Spieler. In dieser Auseinandersetzung streiten die Clubbesitzer in mehreren Gesprächen über das verlorene Geld der letzten zehn Jahre, in denen die NBA-Spieler mehr Geld verlangt haben, als die Besitzer der Mannschafften übrig hatten.

Diesen Juni, kurz nach Dallas‘ Gewinn bei den Meisterschaften, hatten die Besitzer dann den Schlusstrich gezogen: kein Kontakt mehr zu den Besitzern und keine Pressetermine für die Spieler. Alles wurde sehr verdeckt gehalten, es gab monatelang Streit und es schien keine Lösung in Sicht. Im November wurde angeblich die ganze Spielzeit bis Jahresende gestrichen, doch es gab einen kleinen Funken Hoffnung, und dieser Funken hat es dazu gebracht, dass die Spielzeit doch noch am 25. Dezember startete.

Der Initiator: Michael Jordan. Ausgerechnet der beste Basketball-Spieler aller Zeiten, der nach der Scheidung zu seiner Frau für 150 Millionen US Dollar eigentlich wenig mit Geld zu tun haben wollte. Doch im März 2010 hat Jordan sich überraschenderweise die Mehrheit der Charlotte Bobcats erworben und wurde kurz darauf der Charlotte Bobcats-Besitzer. Dieses Jahr hat Jordan die Spieler und die Besitzer zu einer Einigung gebracht, die ihm 1998 die Spielzeit zerstört hätten, wenn er nicht kurz davor in Rente gegangen wäre. Die Spieler und Besitzer einigten sich folgend auf einen Sieben-Jahres-Vertrag. Die Saison begann damit offiziell am 25. Dezember mit dem Spiel der NBA-Meister: Dallas Mavericks gegen den Vizemeister Miami Heat. Damit begann endlich das Jahr der möglichen Titelverteidigung für das Team des deutschen Basketballers Dirk Nowitzki. Die Saison wird damit von 82 Spielen auf 66 gekürzt, damit am Ende der Saison die NBA-Meisterschaften doch noch stattfinden können.

Tobias Haensch, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf