Archiv der Kategorie: International School of Düsseldorf

Lange nichts gelesen? Hier ein Tipp! – Gina Mayer zu Besuch an der International School

Gina Mayer, die erfolgreiche Düsseldorfer Schriftstellerin, die mit kurzen rotblonden Haaren, Minirock und Stiefeln durch ihr Leben geht, präsentierte im November an der Internationalen Schule in Düsseldorf einen ihrer letzten Thriller für Jugendliche, „Morgen wirst du sterben“.

Vier junge Leute erhalten unheimliche Drohungen, eine Katze stirbt auf grausame Art, eine Wohnung wird verwüstet, eine komische Frau versteckt sich in Umkleidekabinen. Warum? Das wird hier nicht verraten. Nur so viel: Das Ende ist ziemlich überraschend!
Anders als man sich als Schüler Autorinnen vorstellt, war Gina Mayer so locker drauf als wäre sie eine Jugendliche. Die Schüler der Klasse 9 waren daher begeistert und haben ihr mit großem Vergnügen zugehört, als sie über ihr Leben erzählte.

Ihre Bücher wie auch ihr Leben stellten sich als sehr interessant und spannend heraus. Wie die meisten Schriftsteller musste sie sich den Weg nach oben selbst erkämpfen und hat es erfolgreich geschafft. Gina Mayer hat angefangen als Werbetexterin und so wie ein paar Bücher von Verlagen gebucht worden sind, wurden auch ein paar abgelehnt, doch dies hinderte Gina Mayer nicht daran, weiter zu schreiben. „Schreiben ist mein Beruf. Ich erfinde, lerne und wachse. Das ist mein Leben”. So wie viele andere Frauen hat sie aber auch ebenso ein Familienleben, und lebt nicht nur für das Schreiben, obwohl es ihre Leidenschaft ist.

Jacqueline Miasnikov, 9, International School Of Düsseldorf

Sind Schulen in Singapur streng? – Schulsystem in Singapur

Vizeweltmeister in Mathematik, jeweils Bronze in Lesekompetenz und Naturwissenschaft: Singapur hat laut PISA-Studie von 2012 zusammen mit anderen asiatischen Ländern das erfolgreichste Bildungssystem weltweit – aber kann es auch Vorbild für andere Länder sein?

Auf welche Weise man Kinder zu erfolgreichen Menschen erzieht, ist in Deutschland sehr umstritten. Viele Erwachsene finden das asiatische Leistungsprinzip inspirierend und möchten es kopieren. Andere sagen, es sei viel zu streng und zerstöre die Kindheit.
Aber wie fühlen sich eigentlich Kinder, die zum Beispiel in Singapur zur Schule gehen? Wie funktioniert das Schulsystem in Asien überhaupt? Leiden die Schüler und Schülerinnen unter dem Druck oder empfinden sie ihn als ganz normal? Olivia Elias (14) und York Min (15) aus Singapur erzählen von ihren Erfahrungen, Beobachtungen und Meinungen.
,,Ein typischer Schultag sieht bei mir so aus”, erklärt Olivia von ,,Henderson School”: ,,Um 6.30 Uhr aufstehen, den Bus um 7 Uhr kriegen und dann um halb acht in der Schule sein. Wir dürfen nicht zu spät in die Schule kommen, weil wir sonst Ärger mit dem Schulleiter bekommen.” York besucht die ,,Anglo Chinese School” und dort ist es ganz ähnlich: ,,Um halb acht geht’s los und wir können schon zum Mittagessen wieder zu Hause sein.”
Olivia erklärt, dass sie ihre Schule nicht besonders mag: ,,An meiner Schule stört mich, dass alles unheimlich streng ist und wir jeden Tag zu viel Hausaufgaben bekommen. Außerdem schreiben wir fast jede Woche eine Klassenarbeit in jedem Hauptfach.” York mag die Atmosphäre unter Schülern nicht und sagt: ,,Viele Schüler sind nur auf sich selbst fokussiert und wollen anderen nicht bei ihren Problemen helfen. Sie möchten viel lieber selber hart studieren und gute Noten bekommen”. Schließlich stehen sie im Wettbewerb mit ihren Mitschüler. Der Lehrer sagt regelmäßig, auf welchem Rang ein Schüler steht. Sie sehen sich eher als Konkurrenten.
Um ständig besser zu werden und dem Anspruch von Lehrern aber auch Eltern gerecht zu werden, bekommen Olivia und York – wie die meisten singapurischen Schüler – nach dem Unterricht zusätzlich Nachhilfe. York sagt, dass sie sogar in den Ferien private Nachhilfestunden bekommt. Dabei seien die Schulferien ohnehin schon viel zu kurz, ergänzt Olivia. „Wir haben nur dreimal im Jahr Ferien. Jeweils zwei Wochen im Sommer und Winter, dazu noch eine Woche zum Chinesischen Neuen Jahr.” Gemein finden beide, dass direkt nach den Schulferien Arbeiten geschrieben werden. Wer in den Klassenarbeiten schlechte Noten bekommt, muss Angst haben, nach dem nächsten Schuljahr in eine schwächere Klasse zu kommen. Die besten 20 Prozent der Schüler dürfen dagegen in eine Art Eliteklasse. Das sei der Traum fast aller Eltern, sagen Olivia und York übereinstimmend. Auch deshalb strengen sie sich weiter in der Schule an. Sie wissen, dass sie nur mit guten Noten an gute Universitäten kommen. „Und da geht dann der Stress weiter”, sagt Olivia und beide lachen.

Stella Barlian, 9, International School Of Düsseldorf

Das Deutsche Top TV – We love to entertain you?

Was passiert, wenn man um 9.30 Uhr, 10.30 Uhr oder 16 Uhr freitags den Fernseher einschaltet? Ganz einfach, man hat das Glück, die „crème de la crème” des deutschen Fernsehens auf RTL zu sehen. Familien im Brennpunkt.

Doch man halte sich fest, denn es kommt noch besser, von 11 Uhr bis 14 Uhr läuft nicht nur „Richterin Barbara Salesch”, sondern auch noch „Richter Alexander Holt” auf Sat1. Für alle, die die Mathe-Stunde auf dem Handy verbracht haben, sind das ganze fünf Stunden ununterbrochenes Fernsehen. Wovon übrigens vier Stunden hoch qualitative Gerichtsprozessnachstellungen sind. Da soll einmal jemand sagen, dass Fernsehen nicht schlau macht.
Wem das aber noch nicht genug ist, der darf auch noch „Anwälte im Einsatz” schauen. Die hundertprozentig echte „Reality Show” läuft seit dem 30. September und hat in der ersten Staffel schon 61 Episoden! Wer braucht schon Qualität, wenn man Quantität hat, richtig? Fans müssen sich natürlich keine Sorgen machen, denn bereits am 2. Januar 2014 beginnt die zweite Staffel. Oft hört man natürlich die nie zufriedenen Kritker sagen, dass man im amerikanischen Fernsehen doch viel bessere Serien hat. Sogar der ein oder andere unverschämte Bürger würde diesen Kulturschatz mit Abfall gleichstellen. „Trash TV” sagt man in den von Anarchie beherrschten „Breaking Bad”- und „Game of Thrones”-Kreisen. Doch jeder Kenner der Film- und Fernsehkunst wird ohne Fehler die Eleganz und Ästhetik eines majestätischen Schwans wiedererkennen.
Doch wer immer noch nicht zufrieden ist, darf natürlich um 20.15 Uhr auch die deutsche Übersetzung der ein oder anderen Sendung sehen. Schließlich wäre es doch uneffizient, selbst etwas ähnliches zu produzieren, wenn man noch eine übersetzte Version senden kann. Der nimmer anhaltende Strom des Top TV wird nächstes Jahr natürlich nicht an Fahrt verlieren. Garantiert bringen uns RTL, Sat1 und unsere anderen Lieblingssender neue Blockbuster. Es gibt schon Gerüchte über eine neue „Hitsendung”, sie soll „Getränkeautomatennachfüllbeamte im Einsatz” heißen. Die wird sicher die spannendste Sendung im deutschen TV.

Philip Brenninkmeyer, 9a, International School Of Düsseldorf

Mit dem Pferd ins Gleichgewicht kommen – Therapeutisches Reiten

Therapeutisches Reiten ist für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene mit körperlichen, seelischen und sozialen Behinderungen.

An dem Reiterhof „Carolinenhof” in Essen-Kettwig werden mehrere Arten therapeutischen Reitens so wie Voltigieren, Hippotherapie und Reitpädagogik angewendet. Der Carolinenhof ist ein integrativer Reitstall, die Pferde sind extrem brav und unerschrocken.
Der Carolinenhof wird von der Stiftung „Regenbogen” unterstützt. Die Stiftung Regenbogen setzt sich für Kinder mit Behinderung ein, deren Eltern nicht das Geld haben, den therapeutischen Reitunterricht zu bezahlen. Der Hof bietet viele Möglichkeiten an, so wie einen Kran, der den Patienten auf das Pferd hebt. Die Pferde sind speziell trainiert, so dass sie sehr ruhig und unerschrocken sind.
Ich persönlich mag den Hof sehr, besonders die Menschen, Tiere und Atmosphäre und gehe regelmäßig zu dem Hof um auszuhelfen, indem ich Pferde führe, sattle oder den Kindern helfe aufzusteigen. Schon öfters habe ich mitbekommen, dass Kinder große Fortschritte machen und viel offener sind, sobald sie auf dem Pferd sitzen.
„Durch das Pferd kann er viel besser balancieren und bekommt sehr viel Gleichgewicht”, sagte eine Reitlehrerin vom Carolinenhof über einen beeinträchtigten Jungen, der auf dem Hof reitet.
Es lohnt sich für jedes Kind mit Interesse an Pferden oder Reiten, einen Besuch abzustatten und den Carolinenhof und die Regenbogen kennenzulernen

Victoria Schmid, 9.2, International School Of Düsseldorf

Rhönradturnen: Spannend, elegant, außergewöhnlich – Gymnastik im Rad – warum Nicht?

An einem kalten Donnerstag Abend während der Adventszeit ist die Turnhalle der Benzenberger Realschule Düsseldorf hell beleuchtet. Die Autofahrer, die auf der Siegburger Straße um diese Uhrzeit fest im Stau stecken und im Schneckentempo an der Schule vorbeikriechen, fragen sich vielleicht, was den in dieser Turnhalle vorhergeht: Ein Basketballspiel oder vielleicht eine Schülerveranstaltung? Aber dass in der Halle Rhönradturnen geübt wird, das würden sie nicht erraten.

Jeden Donnerstag von 17 bis 18.30 Uhr trainieren sieben Mädchen im Alter von neun bis siebzehn Jahren die Kunst des Rhönradturnens mit dem SG-Radschläger Verein. Das Rhönrad ist ein Sportgerät, das aus zwei Reifen, die mit sechs Sprossen (jeweils zwei Griff-, Brett- und Spreizsprossen) verbunden sind, besteht. Die Mädchen üben das Geradeturnen; eine von den drei Rhönradturnarten, bei der das Rad auf beiden Reifen rollt. Mit Körperschwung setzen sie das Rhönrad in Bewegung und führen dann im rollendem Rad gymnastische und akrobatische Übungen vor. „Am Anfang war es auch ganz schön schwer“, sagt die zwölfjährige Ariane. „Man muss seine Angst überwinden, weil das nicht ganz ohne ist.“ Ariane und ihre zwei Freundinnen Nina und Nora turnen seit knapp einem Jahr und schaffen es alle, gute Körperspannung zu halten; ein sehr wichtiges Element des Rhönradturnens. „Die Hüfte muss man schon gerade halten“, meint Nora während Nina ergänzt, das man auch viel „mit den Armen ziehen muss.“
Zu zweit kann auch in dem Rhönrad geturnt werden. Leandra (17) und Larissa (16)  tun dies schon seit eineinhalb Jahren. „Für uns ist das inzwischen leicht”, meint Leandra, nachdem sie und Larissa eine elegante Routine vorführen.
Zur Zeit üben die sieben Turnerinnen für die Weihnachtsfeier, die jedes Jahr vor den Ferien stattfindet. In dieser Show können sie ihren Eltern und Freunden zeigen, was sie in dem vergangenen halben Jahr gelernt haben. „Ab den Sommerferien trainieren wir für die Weihnachtsfeier,“ erzählt die siebzehnjährige Leandra. „Vor den Sommerferien für die Wettkämpfe“, stimmt ihre Freundin Larissa ein.
Viele der Turnerinnen haben schon an einem Landesklassenwettkampf teilgenommen. Bei so einem Wettkampf muss jeder Turner eine Pflichtkür vorführen, die für alle Teilnehmer je nach Altersgruppe gleich ist. Danach wird die eigene Kür vorgeführt, die schon Wochen vorher zusammengestellt und geübt wurde. Die Regeln sind streng. „Wenn man drei mal aufgefangen werden muss oder rausgefallen ist, muss man an der Stelle aus dem Rad rausspringen, und es wird nur der Teil bewertet”, erklärt Leandra. Außerdem gibt es Abzüge, wenn die Hüfte schief ist, die Arme oder Beine krumm sind, wenn die Finger nicht zusammen sind oder wenn man aus dem Rad fällt. „Dass macht ja auch den Reiz aus“, meint Leandra, die dieses Jahr schon an zwei Wettkämpfen teilgenommen hat und auf jeden Fall Rhönrad weiterturnen will. Denn wie Larissa sagt: „Es ist mal was Außergewöhnliches!“

Isabella Anglin, 9.3, International School Of Düsseldorf

Tricks der Unternehmen, um Produkte zu verkaufen – Psychologische Tricks – Manipulation von Käufern

Das Unterbewusstsein des Gehirns bringt das Gehirn dazu, viele Entscheidungen unbewusst zu treffen. Viele Unternehmen benutzen kleine Tricks, um das Unterbewusstsein des Gehirns auszunutzen, um Menschen dazu zu bringen, bestimmte Produkte anstatt anderer Produkte zu kaufen.

Ein Beispiel, das man sehr oft im Laden sieht, aber nicht erkennt, ist beispielsweise, dass zwei Produkte der selben Art auf besondere Weise platziert werden. Wenn es verschiedene Preise gibt, greift man normalerweise nach dem günstigeren Produkt. Wenn jedoch eine dritte Art eines Produktes daneben gestellt wird, das viel teurer ist, dann kaufen auch mehr Menschen das Produkt mit dem mittleren Preis. Diese Methode ist so effektiv, weil man nach dem Kauf denkt, dass man gespart hat. Dies stimmt aber nicht, da man nur im Vergleich mit dem teuersten Produkt spart und dennoch die selbe Geldsumme ausgibt wie wenn man nur die Wahl zwischen zwei Produkten hat. Eine andere Art und Weise diese Methode zu nutzen, ist, günstige Produkte einfach neben teure zu stellen, was ungefähr den selben Einfluss hat.
Eine zweite Methode, die sehr oft benutzt wird, ist der gefälschte Rabatt. Für diesen Trick werden Wörter wie „Traumpreis” und „Preisschlager” benutzt und mit kräftigen Farben markiert. Diese Methode wird in Läden auf Schildern oder in der Werbung mit vielen manipulativen Worten benutzt, wie zum Beispiel: „alles zum Traumpreis von 29.99!!!“. Diese Methode lässt Kunden glauben, dass manche Produkte im Angebot sind, obwohl das nicht stimmt, was sie so effektiv macht.
Die meist benutzte Methode ist allerdings der 99 Cent Trick. Diese Methode wird ungefähr bei 70 Prozent der Lebensmittel benutzt. Weil man von dem Preis meistens nur die „erste Zahl” registriert anstatt der Centsumme von „99”, erscheinen viele Produkte oft günstiger als sie eigentlich sind. Dies führt oft dahin zu, dass man mehr Geld ausgibt, als man von den Produkten her denken würde.
Der Grund, warum diese Methoden so effektiv sind, ist, weil sie im Unterbewusstsein des Kundens ein Gefühl von Sparsamkeit simulieren, was dazu führt, dass man als Kunde mehr Geld ausgibt, was diese Methode zu einer der effektivsten Methoden von Verkauf macht. Wege diesen Methoden effektiv auszuweichen, kann man in zwei leichten Schritten verfolgen:
Erstens muss man erkennen, wie viel das Produkt kostet und ob es versteckte Kosten wie Pfand oder Zinsen, Rabatte und Sonderangebote gibt.
Zweitens sollte man nach anderen Arten des Produktes suchen und Preise vergleichen. Welches ist günstiger, welches enthält mehr?
Wenn man diese Tipps befolgt, kann man solche Maschen vermeiden, und so effektiv Geld sparen.

Lukas-Maly Schmidt, 9.2, International School Of Düsseldorf

Zauberhafte Gebäcke mit traumhaften Aromen – “Pure Freude” mit Liebe gebacken

Der verführerische Duft von frischem Gebäck, knusprigen Croissants, Macarons, Törtchen und Lebkuchenhäuschen liegt in der kalten Winterluft der Altstadt. Wenn man ihm folgt, steht man vor einer Tür und staunt: Viele leuchtende Farben und eine zauberhafte Atmosphäre laden Sie in den kleinen Patisserieladen ein.

Es gibt Macarons, die nach Weihnachten, Glühwein, Zimt, Lebkuchen und Ingwer schmecken. Natürlich sind auch die „normalen” Sorten, wie Vanille, Schokolade, Haselnuss, Himbeer und auch andere Fruchtsorten im Angebot. Man beißt hinein, schließt seine Augen und schon ist man im Paradies der Gaumenfreude. Die natürlichen Aromen der kleinen Kunstwerke werden im Mund lebendig.
Natürlich gibt es auch anderes Gebäck, Pralinen und warme Getränke. Aber besonders attraktiv sind die Petit Fours und die kleinen Törtchen, die mit Rosenblättern oder Früchten liebevoll verziert sind. Hier „isst das Auge mit”, sodass man alles gerne probieren würde. Es gibt auch noch einen kleinen Hinterhof, wo man eine Suppe oder etwas anderes Salziges genießen kann.
Olga Knoebel, die Inhaberin der „Puren Freude”, ist mit ihrem Geschäft schon seit drei Jahren an der Hohen Straße. Am Anfang kamen hauptsächlich französische Kunden, da sie sehr viele französische Leckereien anbietet. Sie hat bei einem sehr renommierten Konditor, Gaston Lenôtre, in Paris studiert. Er habe die Welt der Patisserie verändert, indem er neue Kreationen wie die Mousse Torte erschaffen hat, erzählt Frau Knoebel. Er habe sie inspiriert, den Düsseldorfern etwas anderes zu bieten als die gewönliche Buttercremetorte. Die Chefpatisseurin probiert neue Rezepte aus, die sie selbst kreiert. Sie führen immer wieder zu neuen Macarons und Törtchen mit exotischen Geschmackssorten wie Blaubeer-Lavendel.
Jeden Tag muss Olga Knoebel um fünf Uhr morgens aufstehen, um alles vorzubereiten und ihren Kunden warme Croissants zu bieten. Darüber freuen sich die Kunden, die früh am Morgen vorbeikommen und eine Tasse Kaffee genießen. Mittlerweile ist die Kundschaft gemischt, Jung und Alt kommen in die Patisserie und lassen sich verwöhnen. Außerdem gibt es immer etwas Neues. „Es gibt nie eine Torte zwei mal”, sagt Frau Knoebel. Wenn sie für Verlobungen oder Hochzeiten etwas backt, möchte sie die Vorstellung der Kunden genau treffen.
Die Gebäcke sind wirklich mit Liebe gemacht, weil die Patisseure keine künstlichen oder zusätzlichen Aromen zum Teig hinzufügen. Sie benutzen hauptsächlich natürliche Produkte. Frau Knoebel findet es auch wichtig, dass vor allem Kinder heutzutage wirklich wissen, was im Essen ist. Sie war überrascht davon, was sie auf einem Kindergeburtstag miterlebt hat: Die Kinder mussten raten, was für einen Geschmack ein Eis hatte. Sie war erstaunt, wie viele Kinder den puren Erdbeergeschmack nicht erkannt haben, nur weil sie an den künstlichen Erdbeergeschmack, den man in vielen Produkten findet, gewöhnt hatten. Deshalb ist es ihr sehr wichtig, dass nur natürliche Zutaten in ihre Produkte kommen.

Marisa Arndt, 9.2, International School Of Düsseldorf

Ein Interview mit Manuel Friedrich – Erfahrung zählt! Die Fußballkarriere geht weiter

Manuel Friedrich (1979) ist ein erfolgreicher Fußballspieler, der eigentlich schon seine Bundesligakarriere abgeschlossen hatte, aber jetzt bei Borussia Dortmund unter Vertrag steht.

Manuel, wann haben Sie mit dem Fußballspielen angefangen?
Ich spiele eigentlich Fußball, seitdem ich denken, laufen und den Ball treten konnte. Mein Vater nahm mich mit zum Fußballplatz, gab mir einen Ball, und dann ging’s los.

Wie kam es dazu, dass Sie bei Mainz spielen durften?
Mein Vater war Lehrer in Mainz und hatte ein paar Schüler, die damals bei Mainz gespielt haben. Ich habe gefragt, wann das Training sei, und bin dann mit meinem Vater dahin gefahren. Einige Zeit habe ich dann mittrainiert, und schließlich hat der Trainer gesagt, dass es für die erste Mannschaft nicht reicht. Aber ich habe dann zu Beginn in der Zweiten gespielt, und so kam ich dazu bei Mainz zu spielen.

War es eine Überraschung, für Dortmund spielen zu können?
Ja, die Überraschung war sehr groß. Mein Plan war eigentlich gewesen nach Asien zu gehen, und ich hatte damals frühzeitig in Leverkusen gesagt: Das Kapitel Bundesliga ist für mich abgeschlossen, da die sportliche Perspektive bei Leverkusen nicht so gut war. Ich wollte neue Erfahrungen im Ausland sammeln. Im Januar hätte ich noch einen Anlauf gestartet, aber es ist anders gekommen. Im Moment fühle ich mich richtig wohl beim BVB, und ich denke es war die richtige Entscheidung.

Wie lange haben Sie gebraucht, um zuzusagen?
Eigentlich nicht lange. Klopp hat mich nach dem Spiel, in dem sich Neven Subotic verletzt hat, angerufen und fragte, was ich denn so mache. Dann habe ich ihm gesagt, dass ich mich bei einem anderen Verein fit halte. Auf die Frage, ob ich Lust hätte, beim BVB zu spielen, habe ich geantwortet:“Ich wäre doch blöd, wenn nicht.“ Es war eine Bauchentscheidung und im Endeffekt auch die Richtige.

Wie wurden Sie beim BVB aufgenommen?
Sehr gut. Das Team war nicht komplett, aber da ich schon ein paar Spieler kannte, habe ich mich direkt super gut mit dem Team verstanden, und wurde auch super ins Team integriert.

War es leichter, sich ins Team einzugliedern, da sie schon mal mit Klopp gearbeitet haben?
Ja, darauf habe ich mich am meisten gefreut. Ich weiß nicht, ob ich so eine Herausforderung angenommen hätte, wenn es ein für mich unbekannter Trainer gewesen wäre. Ich habe mich darauf gefreut, nochmal mit ihm zusammen zu arbeiten. Deswegen war es eigentlich klar, dass ich das machen muss.

2001/02 waren Sie der „torgefährlichste Abwehrspieler der Liga“ und 2005/06 waren sie der „stärkste Zweikämpfer der Liga“. Was bedeuten Ihnen diese Auszeichnungen?
Eigentlich recht wenig. Damals, als ich so viele Tore geschossen habe, war es einfach eine gute Saison. Aber die ganzen Daten und Statistiken, die nach Spielen erstellt werden, über deren Wichtigkeit kann man sich streiten.

Wo sehen sie sich mit 40 Jahren?
Mit 40? Auf jeden Fall mit meiner Frau an einem schönen Ort. Wo auch immer das sein mag…

Tim Kramer, 9.4, International School Of Düsseldorf

Unbegrenzte Internetnutzung führt zu Problemen – Internet-Sucht: Eine neue Krankheit?

Was finden Kinder heutzutage so toll an dem Internet? Solche Fragen werden immer häufiger gestellt.

In einem Artikel der Rheinischen Post, veröffentlicht im November 2013, wird behauptet, dass eine geschätzte halbe Million von Menschen internetsüchtig sind. Normalerweise ist die Internetnutzung an sich keine Gefahr, jedoch kann eine unbeschränkte Nutzung zu einer Sucht führen. Auch in Deutschland ist die Sucht bei Jugendlichen groß: Laut der „Augsburger Allgemeine“ benutzt jeder zehnte Jugendliche in Deutschland das Internet intensiv.

Symptome einer Internet-Sucht sind oft, dass Kinder weniger aktiv sind und kaum noch mit Freunden oder Familie direkt kommunizieren. Solche Verhaltensweisen verändern unsere Gesellschaft. Ein Gespräch im Café wird jetzt durch einen Online-Chat ersetzt, denn das Internet ermöglicht auch andere Aspekte, die unser Leben gleichzeitig positiv verändern. Das Internet erweitert unsere Möglichkeiten, doch auch im schlechten Sinne. Der Nutzer hat die Möglichkeit, anonym zu bleiben oder im Namen anderer die Gefühle anderer zu verletzen. Dadurch ergibt sich Cybermobbing – ein Problem, das viele Jugendliche betrifft. Es gibt eine schockierende Anzahl an Beispielen von Jugendlichen, die sich ihr Leben genommen haben, da sie durch das Internet gemobbt wurden. Auch im letzten Jahr hat sich die 14-jährige Hanna aus Hamburg umgebracht, da ihre Klassenkameraden ihr auf einem sozialen Netzwerk anonyme gemeine Botschaften geschrieben haben. Das Internet ermöglicht Benutzern, Dinge zu tun, die sie im echten Leben nie tun würden, ohne dass sie dafür bestraft werden. Laut der „Stuttgarter Nachrichten“, sind rund 1,9 Million Schüler bis heute Opfer von Cyber-Mobbern geworden. Außerdem behaupten Wissenschaftler, dass die Mehrheit von Internet-Nutzern Jugendliche oder junge Erwachsene sind.

Aber gibt es eine Lösung zu dieser Sucht? Wissenschaftler behaupten, dass die Sucht von einer psychologischen Störung kommt, zum Beispiel Depression, Stress oder Zwangsstörungen. Deshalb sollte man das Risiko der Internet-Abhängigkeit nicht unterschätzen. Leider wird jetzt festgestellt, dass der Internet-Sucht zu entkommen noch viel schwieriger ist, als das Rauchen aufzugeben. Möglicherweise könnte es an der bequemen Zugänglichkeit liegen. Tatsächlich meint das Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen in Bonn, dass die anziehendsten Besonderheiten des Netzes folgende sind: Anonymität und Zugänglichkeit. Mit nur einem Klick kann man mehrere Aktionen unternehmen.

Ich bin der optimistischen Auffassung, dass es eine Lösung gibt. Man muss diszipliniert sein und das Internet bewusster benutzen. Jugendliche sind einem erhöhten Risiko von Internet-Sucht ausgesetzt, weil sie nicht genügend Disziplin besitzen. Deshalb sollte das Internet reguliert werden, genauso wie Alkohol oder Rauchen. Hat das Internet nicht gleich gefährliche Konsequenzen? Es ist möglich, dass unsere Gesellschaft zu abhängig von dem Internet wird, eine Gewohnheit die wir bereuen werden.

Sophie Nettesheim, 9.3, International School Of Düsseldorf

Beschwerdechöre musizieren rund um den Globus – Beschwerdechor, das Lied des Lebens

„Einfach mal den Mund auf machen”, so lautet die Devise des Beschwerdechors. Ob jung, alt, schöne Stimme, weniger schöne Stimme, alle Menschen dürfen mitmachen, die sich etwas von ihrem „belasteten Herzen” singen wollen. Die Frage ist, was sind das für Menschen? Wer will die Probleme des Alltags ausdrücken, indem er vor öffentlichem Publikum über sie singt?

Von Birmingham bis Tokio, von Köln bis ins brasilianische Kaff Teutonia: Immer öfter gehen Bürger auf die Straßen und Marktplätze und tragen ihre „first world problems“ im Beschwerdechor vor. Es muss nicht nur auf den Straßen sein, das orchestrierte Gemecker findet auch in Theatern und Festsälen statt, das Geschrei der Wutbürger. Rund um den Globus beschweren sich aufgebrachte Menschen.
Dieses Phänomen hat seine Wurzeln in Finnland, wo „Beschwerdechor“ ein fester und oft benutzter Ausdruck ist, um die Unpässlichkeiten vieler Leute gleichzeitig zum Ausdruck zu bringen. Den Startschuss zum weltumspannenden Gemotze hat das deutsch-finnische Künstlerehepaar Tellervo Kalleinen und Oliver Kalleinen gegeben, das bemerkt hat, wie viel Zeit Bürger damit verbringen, sich zu beschweren. In Helsinki wurden die ersten Beschwerden auf Kunstfestivals und Museen vorgetragen. Von da aus verbreitete sich der neue Trend, und „brach sich Bahn“ in Städten wie London, Wien und Berlin. Der nach eigenen Angaben größte Meckerchor der Welt mit rund 100 Sängern, hat sich seit 2008 in Köln ergänzt. Was dies über Köln aussagt, kann jeder für sich selbst entscheiden.
Für den Großteil der Teilnehmer ist das Singen nur eine Art Nebenbeschäftigung mit angenehm entspannendem Effekt. Was sie mit dem lautstarken Erheben ihrer Stimmen eigentlich bezwecken mögen, ist jedoch, dass ihre Klage die Öffentlichkeit erreicht; ein nicht gar so stummer Schrei nach Liebe. Die Laientexte sind von alltäglichen Erschwernissen inspiriert und geformt. Ob unerzogene Hunde den Bürgern den Tag versalzen oder ausverkaufte Lieblings-Konsumgüter, überfüllte Mülltonnen, Parkplatz Probleme oder zu kurze Behördenöffnungszeiten den Schalter bei den Pöblern umlegen, nichts scheint zu gering, es dem Chorleiter als Beute vor die Füße zu werfen. Damit daraus Musik wird. Wenn diese Chorsänger ihre neuste Kreation viel zu selbstbewusst der Öffentlichkeit publizieren, möchte dem einen oder anderen Zuhörer der Gedanke kommen sich irgendwie von diesem „Ärgernis“ zu erleichtern. Was läge da näher, als dem lokalen Beschwerdechor beizutreten?

Maxim Rotermund, 9.1, International School Of Düsseldorf