Interview mit Mark aus Estland – Einwanderer in Deutschland

Heute leben circa 7,3 Millionen Einwanderer in Deutschland. Gründe für die Einwanderung sind unter anderem Seuchen, Hunger, Naturkatastrophen, Armut, politische Verfolgung, Krieg und Arbeitslosigkeit.

Um dieses Thema näher erläutern zu können, interviewen wir Mark T., einen Esten, der 2000 nach Deutschland kam.

Wieso bist du bzw. deine Familie nach Deutschland eingewandert?

Mark: Meine Eltern erhofften sich besser bezahlte Arbeit.

War es schwierig, Deutsch zu lernen?

Mark: Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten, doch nach einem halben bis einem Jahr konnte ich gut Deutsch lesen und schreiben.

Welche Unterschiede gibt es in den Sprachen?

Mark: Es gibt andere Buchstaben, obwohl sie beide die lateinische Schrift benutzen, und im estischen gibt es 14 Kasuse. Es gibt aber auch viele Wörter, die aus dem Deutschen ins Estische übernommen wurden.

Sprichst du zu Hause Estisch oder Deutsch?

Mark: Größtenteils nichts von beiden, ich spreche zu Hause russisch, ein bisschen Estisch und mit meiner Schwester Deutsch.

Wieso bist du ausgerechnet nach Ratingen gezogen?

Mark: Wir kamen zuerst nach Düsseldorf, weil wir dort Freunde hatten, und dann wohnten wir eine

Zeit bei ihnen. Dann zogen wir nach Unna und wurden von dort nach Ratingen geschickt. Zuerst wohnten wir dort in einer WG, dann zogen wir nach Ratingen-West.

Wie hat sich deine Lebenssituation verändert?

Mark: Es hat sich sehr viel verändert. Ich musste eine neue Sprache lernen, ich habe eine neue Umgebung und neue Bekannte kennen gelernt.

Willst du wieder nach Estland zurück?

Mark: Eher nicht, ich habe in Estland zwar meine Verwandten und ich mag Estland auch sehr, aber hier habe ich viele Freunde und meine gewohnte Umgebung.

Janis Hogrebe, Ratingen, Dietrich-Bonhoeffer-Schule

Interview mit einem Rentner – Was man über die Rente wissen sollte

Die Rente verändert sich im Laufe der Zeit, da das Problem der Überalterung in Deutschland eintritt.

Die arbeitende Generation wird immer weniger, doch die Zahl der Rentenempfänger steigt mit der Zeit.

Um in Rente gehen zu können, muss man in 2 Jahren nicht mehr 65 Jahre sondern 67 Jahre alt sein. Durch diese Veränderung können mehr Erwerbstätige Geld für

Rentner einzahlen, das an diese direkt wieder

ausgegeben wird.

Zu diesen vielen Veränderung wurde Karl-Heinz Klein (66), der vor kurzem in Rente ging und vorher bei der Deutschen Rentenversicherung Rheinland arbeitete, befragt.

RP: Wie lange sind Sie schon in Rente?

Klein: Ich bin seit einem Jahr in Rente.

RP: Wie war das Gefühl an ihrem letzten

Arbeitstag?

Klein: Meine Gefühle waren sehr gemischt. Zum einem habe ich mich auf mehr Freizeit gefreut, zum anderen war der Abschied von meinen Kollegen nicht so einfach.

RP: Wie wird die Rente finanziert?

Klein: Die Rente wird aus den Beiträgen der versicherungspflichtigen Beschäftigten finanziert und auch aus Bundeszuschüssen für Zeiten, für die keine Beiträge entrichtet wurden, zum Beispiel die Erziehung von Kindern oder die Pflege von Angehörigen.

RP: Kommen sie mit ihrer Rente gut aus?

Klein: Ja, doch genug kann es nie sein. Es muss immer

ein deutlicher, finanzieller Einschnitt in Kauf genommen

werden.

RP: Können Sie sich vorstellen, noch mit 67 Jahren zu

arbeiten?

Klein: Nein, denn es ist schwierig allen Anforderungen im

Berufsleben mit zunehmenden Lebensalter gerecht zu werden. Tätigkeiten in Berufen mit hohen körperlichen Ansprüchen sind schwieriger zu bewältigen, als zum Beispiel reine Bürotätigkeiten oder Verwaltungstätigkeiten.

RP: Würden Sie etwas bei der Rente verändern, wenn

Sie es könnten?

Klein: Ja, aus meiner Sicht sollte auf die bruttobezogene

Berechnung der Rente zurück gegangen werden, insbesondere auch im Hinblick auf die eingeführte Besteuerung der Rente. Die Besteuerung von Rente sollte wieder rückgängig gemacht werden.

Svenja Klein und Lena Zimmermann, Ratingen, Dietrich-Bonhoeffer-Schule

Interview mit einem Jugendpsychologen – Jugend süchtig nach Computer & Co.?

„Vor 15 Jahren war noch alles anders, das Internet war noch kaum verbreitet und die Computerspiele waren selten gelungen.“ Damals verbrachte kaum jemand länger als eine Stunde vor elektronischen Geräten. Doch wie eine Umfrage ergab, hat sich alles geändert.

Die Jugendlichen zwischen zwölf und 15 Jahren verbringen bis zu drei Stunden täglich vor dem Fernseher, dem Computer, etc. Dabei macht es kaum

einen Unterschied, ob Junge oder Mädchen. Jedes fünfte Mädchen behauptet von sich selbst, süchtig nach

diesen Geräten zu sein. Laut Aussage der Jugendlichen kontrollieren nur ein Drittel der Eltern die Konsumzeit,

obwohl ca. 80% der Jungen einen eigenen Computer im Zimmer besitzen.

Zu diesem Thema beantwortet Jugendpsyschologe Dr. R. Werntges noch ein paar wichtige Fragen:

Ab wann kann man eigentlich von einer Sucht

sprechen?

Dr. Werntges: Wenn man kaum aufhören kann, Mangelerscheinungen hat, leere Gefühle und Symptome wie z.B. Zittrigkeit.

Ab welchem Alter kann man süchtig werden?

Dr. Werntges: Unter zehn Jahren eher selten.

Was ist das Schlimme an einer Sucht?

Dr. Werntges: Man hat kaum noch andere Hobbies und alle andere Interessen verarmen.

Könnte sich durch die Sucht also auch die Persönlichkeit

verändern?

Dr. Werntges: Ja, denn die emotionale Entwicklung verzögert sich. Man lernt nicht, mit schwierigen Gefühlen

wie Angst, Wut und Trauer umzugehen und man lernt keine Kontaktaufnahme!

Sehen Sie aggressive Computerspiele als problematisch an?

Dr. Werntges: Ja, denn Ballerspiele erhöhen auch im alltäglichen Leben die Bereitschaft, Aggressiv zu sein.

Wodurch wird man denn genau süchtig?

Dr. Werntges: Die Beschäftigung mit dem Computer z.B. führt zu Spaß. Hat jemand wenig Spaß im alltäglichen Leben, verschafft er sich Spaß am Computer.

Hat das Computerspielen nicht auch positive Auswirkungen?

Dr. Werntges: Ja, das hat es. Denn beim Computerspielen verbessern sich die visuellen Reize- also alles, was man über die Augen wahrnimmt, ebenso wie die Reaktionsschnelligkeit.

Finden Sie, dass die Eltern den Konsum besser kontrollieren sollten?

Dr. Werntges: Nur, wenn die Kinder nicht damit umgehen können, die Kinder es übertreiben und sie kein vernünftiges Maß haben. Wenn die Kinder sich auch mit etwas anderen Beschäftigen, ist es OK.

Von Lars Weigel und Cristopher Brandt

Lars Weigel und Cristopher Brandt, Ratingen, Dietrich-Bonhoeffer-Schule

Wie alles bagann – Die Runkel-Schreinerei

In der Runkelschreinerei am Scheideweg werden Holztüren, Holzfenster und andere Bauelemente wie z.B. Tore hergestellt. Viele Maschinen werden dort mit dem Computer gesteuert.

In der Firma arbeiten seit 1998 acht Mitarbeiter. Die Kunden sind oft Baugesellschaften, Architekten, öffentliche Auftraggeber und Privatkunden.

Im Jahre 1933 gründete Wilhelm Kannengießer den Betrieb. Am Ende der 60er Jahre spezialisierte sich die Firma auf die Herstellung von Bauelementen aus Holz. 1980 übernahm die Familie Runkel nach dem Tod von Herrn Kannengießer den Betrieb und führte die Spezialisierung zu einem modernen Fertigungsbetrieb für Holzfenster, Haustüren und andere Bauelemente fort. Seit 2007 baut die Firma auch Kunstofffenster mit einbruchhemmenden Beschlägen ein.

Informationen gibt es im Internet unter www.runkel-schreinerei.de

Marcel Jeckel, Hückeswagen, Städt. Realschule Hückeswagen

Ein Tag auf einem Gnadenhof – Ein tierisches Altersheim

Man wird durch freudiges Bellen begrüßt, wenn man den Birkenhof betritt – auch schon um sechs Uhr morgens. Es ist acht Uhr in der Frühe und einige der 49 Katzen lugen um Ecken und aus der Scheune heraus.

Der Morgen ist kühl und in der Luft liegt der „Duft“ der sieben Schweine, darunter auch einige hängebäuchige Vertreter, sowie der von neun Ziegen, Heu, Streu und Hundefutter. Es herrscht leichter Trubel, aber alle sind guter Dinge. Der Birkenhof in Florstadt nahe Frankfurt ist ein Gnadenhof. Hier werden Tiere, die aus unterschiedlichen Gründen kein Zuhause mehr haben, aufgenommen und teilweise auch weiter vermittelt.

„Im Monat vermitteln wir etwa drei bis fünf Tiere“, erzählt D. Müller, Leiterin des Gnadenhofes. Dabei wird sorgfältig auf ein tiergerechtes, neues Heim geachtet.

Doch die meisten Tiere, die schon sehr alt oder krank sind, verbringen den Rest ihres Lebens auf dem Hof -was nicht als Strafe gesehen werden sollte, denn mit einem Tierheim kann man den Hof nicht vergleichen.

Die Katzen sowie einige Hunde dürfen über das ganze 10.000 m² große Gelände laufen. Die Zwinger und Ställe sind groß. Für die fünf Pferde, zwei Miniponys und zwei Esel gibt es zusätzlich zwei insgesamt 5 ha große Koppeln. Zehn Wildenten sind in einem bunt bemalten Stall mit Auslauf inklusive Teich untergebracht.

Und auch für die Schafe, Kaninchen und Hühner sind beste Voraussetzungen gegeben.

Die zur Zeit 120 Tiere werden von acht Mitarbeitern versorgt. Seit der Gründung 1989 ist der Birkenhof eine Außenstelle des Tierschutzvereines Frankfurt. Die finanziert sich natürlich nicht von selbst. Spenden sind überlebenswichtig für den Hof. „Bei einigen Tierfutterhänd-lern bekommen wir Rabatte. Aber wir müssen pro Jahr trotzdem ca. 140.000 € einplanen“, so Frau Müller.

Inzwischen ist es Nachmittag geworden. Sämtliche Ställe sind gesäubert, sämtliche Katzen beschmust, sämtliche Hunde ausgeführt und sämtliche Mägen knurren. Denn die Morgenfütterung ist bereits einige Stunden her – Zeit für Nachschub. Um 15:30 Uhr beginnt die Abendfütterung.

Dabei helfen nicht nur die festen Mitarbeiter, sondern auch ehrenamtliche. Allgemein wichtig sind auch die Leute, die dafür sorgen, dass die Hofleitung oder andere auf dem Hof auf Tiere in Not aufmerksam werden. Wie zum Beispiel Tierschützer, die Tiere aus schlechter Haltung „freikaufen“, oder Anwohner, die auf Ziegen in der Frankfurter Innenstadt hinweisen.

Der Tag neigt sich langsam dem Ende zu. Als letztes treiben die Mitarbeiter die Enten und zwei widerspenstige, laut schnatternde Gänse, genauer gesagt Ganter, in den Stall. Danach schaut Perserkater Balou interessiert beim Spülen der Futternäpfe zu.

Nach einem langen Tag gehen alle menschlichen und tierischen Bewohner des Hofes erschöpft, aber zufrieden schlafen.

von Jana Thiele, Marleen Schroer und Fenna Müller

Jana Thiele, Marleen Schroer und Fenna Müller, Leverkusen, Marienschule

Hier wird Politik gemacht – Spannender Rundgang im NRW-Landtag

Die unruhige Klasse 8c der Marienschule Opladen geht heute zum NRW-Landtag. „Och nee! Das wird bestimmt voll öde“, sind sich die Schüler einig und gehen ihren Lehrerinnen Saskia Schmedding und Stefanie Ludwig gelangweilt hinterher.

Als aber das Landtagsgebäude zu sehen ist, steigt das Interesse und sie betreten das Gebäude. Als erstes muss die Klasse den Sicherheitscheck bestehen, damit keiner unerlaubte Sachen mit hinein nimmt. „Das ist ja wie im Flughafen hier“, ruft die zielstrebige Marina Schumacher überrascht. Der Kontrolleur lacht und entgegnet ihr, dass es aber nicht so streng wie dort sei. Fertig kontrolliert bringen sie ihre Sachen zu der extra vorhandenen Garderobe und gehen in den Speisesaal, um sich ein bisschen zu stärken.

Nachdem die 8c und eine andere Schulklasse fertig gegessen haben, wurden sie gastfreundlich in den Plenarsaal gebracht, wo sie sich jetzt staunend umschauen. Alle Tische samt Stühlen sind zur Mitte gerichtet, wo ein Rednerpult und der Platz der Parlamentspräsidentin samt Vizepräsidenten und Schriftführern ist. Oben ist eine große Tribüne mit Einbuchtungen für die Kameras, reservierten Plätzen für Reporter, Kabinen für Sprecher vom TV und Sitzplätze für Landtagsinteressenten bzw. Schulklassen, die an den Plenartagen vorbeikommen.

Plötzlich werden die Schüler von einer lauten Stimme aus den Begutachtungen rausgeholt und herzlich begrüßt. „Ich heiße Herr Schneider und werde Euch heute mal über den Landtag aufklären. Ich selbst bin kein Abgeordneter, sondern arbeite hier als Besucherdienst“, so der Mann. Am Anfang hat er die Klassen darüber informiert, dass es drei Vorraussetzungen gibt, um Abgeordneter zu werden. Man müsse volljährig sein, seit mindestens drei Monaten Bürger in NRW sein und man müsse eine deutsche Staatsangehörigkeit haben. Wenn man dann kandidiert hat, müsse man bei der Landeswahlleiterin angeben, in welchem der 128 Wahlkreisen man kandidieren wolle und warum.

Dann solle man 100 Unterschriften von wahlberechtigten Bürgern sammeln und diese abgeben. Aber dieser Weg bringe nicht viel, da im Wahlkreis in NRW 100.000 Bürger seien und man als unabhängiger Kandidat mindestens 35.000 Unterschriften bräuchte. Auf diese Art und Weise habe es noch niemand geschafft, so Schneider.

„Was gibt es eigentlich alles für Unterteilungen?“, fragt ein Mädchen der 8c und grinst verlegen. Schneider antwortet, dass es einmal die von den Abgeordneten gewählte Fraktion gebe, die Parlamentspräsidentin, den Ministerpräsidenten und die Minister. Er fügt hinzu, dass die CDU mit 89 Abgeordneten die größte Partei sei und somit anfangen dürfe, am Rednerpult die Meinung zu vertreten. Dann erst seien die anderen dran. Schneider erzählt noch ein wenig von den Wahlen und lässt die Klassen dann mit neuem Wissen nach Hause gehen.

Diana Pogorzalek, Leverkusen, Marienschule

Mehr als nur ein Fußballverein – Besuch beim Training des FC Schalke

Ferien, endlich Zeit zum Ausruhen, Freunde treffen, Computer spielen. Aber auch Gelegenheit, Dinge zu unternehmen, zu denen man sonst nicht kommt, z.B. zum öffentlichen Training der Kicker von Schalke 04 zu fahren.

Auf dem Weg, der ungefähr eine Stunde von Hückeswagen ins Ruhrgebiet, nach Gelsenkirchen, dauert, sieht man schon von der Autobahn aus die großen Zechen-Fördertürme, mit denen früher Kohle abgebaut wurde und die an die Ursprünge des Vereins Schalke 04 erinnern.

Beim Ankommen fällt direkt das verfallene, 1973 eingeweihte Parkstadion auf, das sogar als Stadion bei der Fußballweltmeisterschaft 1974 benutzt wurde. Genau gegenüber sticht die moderne, gigantische, komplett überdachte Arena, die so genannte Veltins-Arena ins Auge, die 2001 eröffnet wurde. Ein beeindruckender Anblick.

Schon als man gespannt aufs Vereinsgelände fährt, sieht man die Stars in ihren teuren Sportflitzern. Jetzt geht es zum Trainingsplatz, auf dem die Spieler des S04 viermal in der Woche ein öffentliches Training absolvieren. Natürlich trainiert die Mannschaft täglich.

Bei strahlendem Sonnenschein haben sich etwa 1000 Fans eingefunden, um ihre Idole zu sehen. Endlich kommen sie aus der Kabine. Es ist schon toll, die Stars so hautnah zu erleben. Laufen, Sprintübungen und Geschicklichkeitstraining, stets von den Trainern begleitet, stehen auf dem Programm. Dem Jungstar, Manuel Neuer, beim speziellen Torwarttraining zuzuschauen, ist ein Erlebnis.

Eine offensichtlich beliebte Trainingseinheit besteht aus einem Spiel, bei dem zwei Spieler in die Mitte müssen und versuchen, den Außenstehenden den Ball abzuluchsen. Gar nicht so einfach. Man merkt, wie viel Spaß die Spieler hierbei haben. Es wird viel gelacht.

Als der Trainer die Übung abbricht, murren sie wie kleine Jungs und einer bettelt: „Einmal noch!“ Schön zu sehen, dass auch berühmte Stars ganz normal sind.

Später beginnen die Fußballer mit dem abschließendem Trainingsspiel, bei dem die Fans mitfiebern, als wäre es schon ein richtiges Ligaspiel. Nach erfolgreich absolviertem Training verlassen die Spieler den Platz.

Die Fans sind glücklich, endlich gibt es die heiß ersehnten Autogramme. Geduldig werden Bälle, Kappen und Trikots unterschrieben. Manch weiblicher Fan lässt sich auch gerne mit einem coolen Fußballer fotografieren.

Ob die Spieler wohl auch die alten Traditionen ihres Vereins kennen? Der Verein wurde im Mai 1904 von 12-14-jährigen Jungen aus dem Gelsenkirchener Stadtteil Schalke gegründet. Die meisten von ihnen waren Kinder von Bergleuten. Auch der Begriff Knappen, der heute noch für die Spieler benutzt wird, geht auf den Beruf des Bergmanns zurück. Nach jedem Tor der Schalker jubeln die Fans: „Glückauf“. Dieser Gruß kommt auch von den Bergleuten und sollte Glück in der Zeche bedeuten.

Obwohl sich auf Schalke viel verändert hat, die Spieler kommen nun aus aller Welt, sind doch die meisten vom besonderen Klima angesteckt. Jetzt bleibt nur noch eins zu sagen: „Glückauf“!

Jan-Christoph Schmitz, Hückeswagen, Städt. Realschule Hückeswagen

Sportförderung schon im Kindergarten – Wenn Tiger turnen…

Zehn Uhr. Die Kinder der Tiger- und Bärengruppe, jeweils 25 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren des katholischen Kindergartens St. Pius in Langenfeld-Richrath versammeln sich im Sportraum des Kindergartens.

Der Raum ist erfüllt mit lauten Kinderstimmen. Alle freuen sich auf die bevorstehende Sportstunde. „Das macht immer super viel Spaß!“, sagt ein Mädchen.

Beim An- und Ausziehen benötigen viele Kinder jedoch noch Hilfe. Besonders das Ausziehen der Oberteile und der Hosen fällt den Kindergartenkindern noch schwer. Endlich liegt alles ordentlich sortiert auf der Fensterbank, es kann losgehen.

Die Kinder beginnen, sich munter und ausgelassen im Raum zu bewegen. Sie spielen Fang- und Klatschspiele und rennen mit viel Lärm durch den Raum. Unter Anweisung der Erzieherin bauen die älteren Kinder einen Parcours auf. Verschiedene Bewegungsabläufe sollen auf diese Weise spielerisch geschult werden: Balancieren auf einem Seil, an einem Gerüst hochklettern, durch einen Tunnel von Schaumstoffkissen kriechen und hüpfen.

Zuerst sind die älteren Kinder dran, die von den jüngeren Kindern lautstark angefeuert werden. Zum Ende werden sie mt einem großen Applaus belohnt.

„Am liebsten klettere ich das Klettergerüst hoch! Da fühl ich mich ganz groß!“, erzählt ein kleines Mädchen stolz. Auch die jüngeren Kinder, die anschließend an der Reihe sind, meistern die Aufgabe mit viel Ehrgeiz und Freude.

„Kinder brauchen Bewegung, damit sie sich gesund entwickeln.“, erklärt eine Erzieherin.

Dass sie recht hat, zeigen die fröhlichen Kinder mit ihren roten Köpfen, für die die Sportstunde wieder viel zu schnell vorbei gegangen ist. Nachdem alle Kinder fertig umgezogen sind, wird eine Schale mit frischem Obst herumgereicht. Alle Kinder greifen dankbar zu.

Auf jedem Gesicht sieht man ein glückliches Lächeln.

Von Veronika Pesch und Nicole Mehler

Veronika Pesch und Nicole Mehler, Leverkusen, Marienschule

Ein Kommentar – Wenn Schule Stress verursacht

Nach Aussage vieler Jugendlichen ist die Schule für sie eine immer größer werdene Belastung. Besonders die Zielgruppe der Gymnasiasten wird immer häufiger mit dem Problem konfrontiert, denn viele Schüler haben immer mehr das Gefühl, den Forderungen der Lehrer nicht standhalten zu können.

Laut Aussage einer Schülerin (14) würden die Hausaufgaben ihren ganzen Nachmittag in Anspruch nehmen und somit habe sie keine Zeit mehr für ihre Hobbies und Freunde. Realschüler würden diese Probleme jedoch nicht nachvollziehen können, da sie für ihre Hausaufgaben nicht allzu lange bräuchten.

Auch die vielen Klasssenarbeiten und Klausuren in den zahlreichen Fächern, für die man zusätzlich lernen müsse, seien manchmal eine richtige Herausforderung.

Die Gymnasiasten seien gezwungen, ihre Hobbies in den Hintergrund zu stellen, wenn sie die Schule erfolgreich meistern wollen.

Nicht nur die Eltern und Lehrer, sondern auch die Schüler selbst setzen sich tagtäglich unter Druck, da sie immer mehr das Ziel nach einer guten Zukunft anstreben. Insbesondere die Privatschulen streben stärker nach Eliteleistungen, wie auch in Leverkusen z.B. die Marienschule Opladen. Die Lehrpläne sind überfüllt mit Lehrstoff, der vielen Schülern als unwichtig erscheint.

Kann da Schule noch Spaß machen? Diese Frag ist nicht irrelevant, wenn man die Stundenpläne der Schüler genauer betrachtet. Statt kreativem und abwechslungsreichem Untericht stehen dort eher langweiligere und oft verhasste Fächer wie z.B. Mathe und Latein auf dem Plan. Schüler können keinen Gefallen am Untericht finden, wenn dort nur in veralteten und kaputten Büchern Aufgaben gelöst werden, die sogar manchen Lehrern zu bedenken geben.

Mann muss mehr auf die Schüler eingehen. um ihnen den Lehrstoff schmackhafter zu machen. Dann würden vielleicht auch weniger Jugendliche in Internet-Foren wie Schülerverzeichnis Bemerkungen wie „Mathe ist ein Arschloch und Physik sein kleiner Bruder“ machen. Das Schulministerium NRW sollte sich daher im klaren sein, was sie mit ihren Vorgaben erzielen.

Kim Lewandowski und Julia Härtner, Leverkusen, Marienschule

Besonders Hauptschullehrer fehlen in NRW – Lehrermangel: 4.700 Bewerber auf 13.900 Stellen

Was die Bildungsministerin der Stadt Düsseldorf, Gabriele Behler, als ,,derzeitiges Versorgungsproblem“ bezeichnet, ist für die Gewerkschaften eine dramatische Veränderung. Fakt ist, dass Informationen des Bildungsministeriums, die in der Süddeutschen Zeitung erschienen sind, besagen, dass bis Ende 2008 über alle Schulen und Schulformen in NRW 13900 Stellen besetzt werden müssen, wobei es jedoch nur 4700 genügend qualifizierte Bewerber gibt. In der Sekundarstufe 2 kommen sogar nur 2800 Lehrer auf 9300 freie Stellen.

Ein Problem besteht in der Fächerkombination: Eine neue Studie besagt, dass in Deutsch, Mathe, Physik und Chemie die meisten Löcher gestopft werden müssen, während es fast überall in NRW genug bis zu viele Englisch- und Sportlehrer gibt. Auch die Schulform sei entscheidend. So gebe es eine Vielzahl Bewerber für Gymnasien, doch nur wenige, die sich für einen Job auf einer Hauptschule interessieren.

Die Frage, ob denn das eigene Verhalten oder die Erfahrungen mit Lehrern zur Schülerzeit die Jobwahl beeinflussen würde, trifft bei den befragten Lehrerinnen auf Zustimmung. Oft kam die Antwort, sie hätten an der Wahl ihres Berufs gezweifelt, wenn sie vor allem „ältere, verbitterte Kollegen“ sahen, die ,,allem Anschein nach nicht zufrieden“ waren. Auch die so genannten ,,Auswanderer“, die bedingt durch die höhere Bezahlung in den Osten Deutschlands ziehen, sind ein großes Problem.

Nun sucht man gemeinsam eine Lösung für das Problem: 522 so genannte ,,Quereinsteiger“, die von anderen Berufen zum Lehrer umgeschult werden, sollen die Lage entspannen. Wilfried Hassler vom Lehrerverband NRW bezeichnet dieses Vorgehen als ,,Notlösung“, die besser sei als Unterrichtsausfall, aber auf Dauer kein Zustand sei. Es sei nicht zu verantworten, dass Kinder auf Dauer zum Beispiel Chemieunterricht von umgeschulten Chemikern bekämen.

Eine Grundschullehrerin, die jedoch anonym bleiben will, findet, diese Lösung sei keine, die diesen Namen verdient, denn die Seiteneinsteiger ,,wissen schon, warum sie keine Lehrer geworden sind. Die können doch gar nicht mit Kindern umgehen.“ Bewiesen ist, dass die Quereinsteiger oft nicht Lehrer bleiben, weil die Bezahlung niedriger ist als in dem Beruf, in dem sie vorher tätig waren.

Lea Spindelmann, Leverkusen, Marienschule