Phantasialand – Die Black Mamba ist Adrenalin pur

Das Phantasialand ist für Jung und Alt ein Anziehungspunkt , aber lohnen sich die 37,50 € Eintrittspreis für einen Tag?

Es ist 10 Uhr morgens, als wir mit dem Phantasialand-Shuttle vom Brühler S-Bahnhof abgeholt werden. Als wir nach 20 Minuten ankommen, sehen wir schon die vielen Menschen, die in den Park strömen. Wir sehen die Eintrittspreise und bemerken, dass sie seit den letzten drei Jahren wieder um drei Euro erhöht wurden. Doch nach der langen Bahnfahrt lassen wir uns davon nicht abschrecken und betreten den Park.

Zuerst trifft unser Blick auf ein zweistöckiges Karussell. Es ist neben dem Mini-Riesenrad ein Teil des Themenbereiches „Alt Berlin“. Überall ist Musik zu hören und alles ist farbenfroh gestaltet. Wir folgen der Menschenmasse und landen schließlich an der berüchtigten Achterbahn „Black Mamba“, welche als beste Attraktion des Parks gilt. Wir haben Glück und die Warteschlange ist nach zehn Minuten überwunden und so können wir schon von draußen das wilde Getrommel des afrikanisch gestalteten Starthäuschens hören. Wir setzen uns auf unsere Sitzplätze und die Sicherheitsbügel werden von den afrikanischen Mitarbeitern kontrolliert. Dann geht es endlich los, wir werden von der zehn Millionen Euro teuren Achterbahn hochgeliftet und schießen nun auf den großen Looping zu. Pures Adrenalin überkommt uns. Der Spaßfaktor ist durch die 4.5G, die auf uns lasten, sehr hoch. Nach der 47 Sekunden langen Fahrt kommen wir wieder in das stimmungsvolle Starthäuschen, wo wir von den afrikanischen Mitarbeitern begrüßt werden.

Nach einer teuren Mahlzeit lassen wir es erst mal ruhiger angehen und entscheiden uns für die „Silbermine“, die eigentlich für die jüngeren Besucher gedacht ist. Nach der gut gestalteten, aber für unser Alter langweiligen Themenbahn entschließen wir uns auf das gegenüberliegende „Mystery Castle“ zu gehen. Als wir durch die düsteren Gänge des Schlosses zum Fahrgeschäft gehen, werden wir von einer Frau, von der wir dachten, es wäre eine Puppe, erschreckt. Diese fragen wir, was sie an ihrem Job so mag. Sie antwortet: „Ich mag es, andere Leute zu erschrecken und dann mit ihnen darüber zu lachen.“

Wir gehen weiter und stellen uns an die Schlange an. Dann öffnet sich die große Holztür und wir können die Decke des riesigen Turmes sehen. Wir setzen uns auf die an der Wand befestigten Sitze und ziehen die Bügel runter. Das Licht erlöscht und wir werden plötzlich hochgeschossen. An der 65 Meter hohen Spitze des Turmes haben wir ein paar Sekunden Zeit uns umzusehen, bevor wir mit den anderen 46 Leuten fallen gelassen werden. Das Gefühl, dass beim freien Fall entsteht, ist unbeschreiblich.

Nun ist es schon halb fünf und wir gehen erschöpft aus dem Park. Der Tag im Phantasialand war ein tolles Erlebnis und das Geld hat sich trotz des hohen Eintrittspreises wirklich gelohnt.

Henrik Brab und Niklas Loock, Leverkusen, Marienschule

Mountainbike – Querfeldein ins Fahrvergnügen

Bei Neulingen kommt häufig die Frage auf, welches Equipment man beim Mountainbiken wirklich braucht. Zuerst aber braucht man, man glaubt es kaum, ein Fahrrad. In der Regel gilt, Einsteiger sollten um die 600 Euro investieren, ambitionierte Fahrer sollten dann schon um die 1.000 bis 1.500 Euro investieren.

Als nächstes braucht man einen Helm, daran sollte nicht gespart werden. Denn so ein Helm kann einem das Leben retten. Zunächst sollte man sich auch Handschuhe anschaffen, denn diese schützen die Hände bei einem Sturz. Eine gepolsterte Fahrradhose braucht man auch, warum wird man spätestens nach 40 Kilometern bemerken. Ein Trikot ist nicht wirklich notwendig, es trägt lediglich zum guten Aussehen bei. Klickpedale und dazu passende Klickschuhe sind ebenfalls angebracht, da man bei steilen Bergen aus dem Sattel gehen kann und dabei die Pedale hochziehen kann, ohne wegzurutschen. Flaschenhalter und die dazu passende Trinkflasche sind ein Muss! Denn bei sportlichen Aktivitäten sollte man immer viel trinken.

Zum Fahrradfahren gehören natürlich gut trainierte Beine, man sollte sich

anfangs nicht zu viel vornehmen, jeder fängt klein an. Außerdem ist es wichtig fit zu sein, denn wenn man total erschöpft über dem Rad hängt, lässt die Konzentration und der Spaß nach, das führt häufig zu Unfällen. Beim

Fahrradfahren werden die Beine, die Bauchmuskeln, der Rücken sowie die

Arme trainiert. Man sollte nicht bloß einmal in der Woche trainieren und dafür

mehrere Stunden, sondern lieber öfters ein bisschen.

Mountainbiken ist in Deutschland noch nicht so verbreitet, einfach aus dem Grund, dass es nicht so viele schöne Gebiete zum fahren gibt. Es ist zwar nicht so „cool“ wie Bmx oder Dirt Bike fahren bei der Jugend, aber unter Erwachsenen wird das Mountainbike hoch geschätzt.

Felix Benz, Leverkusen, Marienschule

Stadtreinigung Hilden – So kommt der Dreck weg

Alle freuen sich über eine schöne saubere Stadt. Aber nur die wenigsten wissen, was dahinter steckt und wie viel Aufwand von Mensch und Maschine dafür betrieben werden muss. Man sieht Kehrmaschinen und Reinigungsfahrzeuge durch die Straßen der Stadt fahren und Angestellte der Stadt, die fleißig kehren und schrubben. Aber wie funktioniert die Stadtreinigung wirklich? Beispielhaft soll dies einmal anhand der fast 60.000 Einwohner zählenden Stadt Hilden aufgezeigt werden.

Herr Berndt, der Beauftragte für Müllentsorgung und Stadtreinigung am Betriebshof Hilden, konnte uns viele Informationen zum Thema Stadtreinigung geben. Die Aufgaben der Stadtreinigung sind unterteilt in die Bereiche Müllentsorgung, Tiefbau, Stadtentwässerung, Grünflächenunterhaltung und die Verwaltung, wofür allein schon jährlich circa 60.000 Euro ausgegeben werden. Dies wird alles vom Zentralen Betriebshof aus gesteuert.

Die Straßenreinigung ist in der Stadt Hilden in fünf verschiedene Reinigungsbezirke eingeteilt, in welchen jeweils zwei Mitarbeiter tätig sind. Diese kleinen Kolonnen bestehen aus einem Handkehrer und einem Fahrzeugführer. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein kleines Auto mit Spezialaufbau, welches dazu dient, unter anderem die Mülleimer zu leeren. Jeder Mitarbeiter hat bei einer 39-Stundenwoche jeden Tag eine festgelegte Route und Kehrplan. In den gesamten Bezirken müssen insgesamt circa 720 Mülleimer geleert werden, sowie die Gehwege, Spielplätze und Bushaltestellen sauber gehalten werden. Darüber hinaus müssen auch noch Aufträge von Anwohnern abgearbeitet werden. Zusätzlich kommt einmal in der Woche die Kehrmaschine mit ihrem Beikehrer. Sie sind dafür zuständig, die Parkbuchten und restlichen Straßenflächen sauber zu halten. In der Hildener Fußgängerzone wird zusätzlich mit einer zweiten Kehrmaschine täglich, bevor der alltägliche Trott beginnt, gekehrt. Diese Kehrmaschine hat zu 50 Prozent auch die Aufgabe, die rund 6000 Sinkkästen (Gullys) im gesamten Stadtgebiet auszupumpen, bzw. zu reinigen.

Die gesamten Material- und Fahrzeugkosten allein für die Straßenreinigung belaufen sich auf rund 100.000 Euro im Jahr. Für zwölf Angestellte und einen Meister gibt die Stadt Hilden im Jahr circa 300.000 Euro an Personalkosten aus. Die einzelnen Mitarbeiter der Stadtreinigung haben dabei eine Verdienstspanne von 2.000 bis 2.500 Euro brutto im Monat; hinzu kommen eventuell Sondervergütungen und Zuschläge für Notdienste und Sonderarbeitstage, wie zum Beispiel Karneval, Stadtfeste oder Wochenmärkte.

Dieser Bericht spiegelt nur einen kleinen Teil der Aufgabenbereiche der Stadtreinigung wieder und macht klar, wie viel Engagement und Aufwand betrieben werden muss, um eine Stadt sauber zu halten. Generell funktioniert die Stadtreinigung in allen Städten nach diesem Prinzip und wurde hier deutlich gemacht.

Florian Schlieper und Lukas Enders, Leverkusen, Marienschule

Rathaus Galerie Leverkusen – Shoppen, Chillen, Geld loswerden

Sobald man die Rathaus Galerie in Leverkusen-Wiesdorf betritt, kommt einem ein warmer, angenehmer Waffelduft entgegen. Um so weiter man aber der Menschenmenge folgt, desto lauter und voller wird es, da die Rathaus Galerie über 120 Geschäfte umfasst.

Aus jedem Geschäft tönt laute Musik, sodass man kaum sein eigenes Wort verstehen kann. Geht man weiter durch die Gänge, so wird man von bunter und leuchtender Werbung förmlich angezogen. In den Schaufenstern sieht man lauter Klamotten und andere Sachen, die man unbedingt haben will, so geht man in jedes noch so kleine Geschäft. Die untere Etage ist sozusagen die „Essensmeile“, hier gibt es alles was das Herz begehrt, ob Chinesisch, eine typisch deutsche Currywurst oder für den kleinen Hunger einen leckeren Smoothie. Man kann nicht nur Anziehsachen, Schuhe, Computerspiele, Bücher oder Schmuck einkaufen, sondern auch bei Rewe oder Dm den täglichen Einkauf erledigen. Hier findet man also jedes noch so kleine Detail, was man für den Alltag braucht. Nimmt man sich eine Weile Zeit, so bekommt man immer, was man braucht, deswegen ist die Rathaus Galerie auch so beliebt.

Sie ist außerdem nicht nur zum Shoppen gut, sondern hier finden auch viele Jugendliche ein warmes und trockenes Plätzchen zum Abhängen. Doch nicht nur Jugendliche fühlen sich hier wohl, für jedes Alter ist etwas dabei, für die Jüngeren gibt es sogar einen kleinen Spielplatz, der Raum im Inneren der Galerie gefunden hat. Darum ist es eine gute Möglichkeit bei schlechtem Wetter, sogar für die ganze Familie einen schönen und trockenen Ort zu finden, wo jeder etwas für sich entdecken kann.

Die Rathaus Galerie ist über drei Etagen verteilt. In der Oberen finden eher die Älteren die Möglichkeit, ihr Geld auszugeben; in der mittleren jedoch gibt es viele Geschäfte für Jugendliche, wie zum Beispiel H&M, Only oder New Yorker. Die untere Etage besteht größtenteils nur aus Imbissbuden, der übrige Platz wird von einem großen Saturn-Elektro-Großhandel ausgefüllt, damit es den Ehemännern auch nicht zu langweilig wird.

Die Rathaus Galerie ist montags bis freitags immer von 9.30 Uhr bis 20 Uhr geöffnet, samstags öffnet sie bereits um 9 Uhr, aber bleibt auch bis 20 Uhr geöffnet. Wir können die Rathaus Galerie nur weiterempfehlen.

Julia Schmitz, Leverkusen, Marienschule

Internet – Facebook hat Freunde auf der ganzen Welt

Mark Zuckerberg ist der Gründer des Online-Kontaktnetzwerkes Facebook.

Ursprünglich war Facebook nur für die Studenten der Harvard-Universität gedacht, an der Zuckerberg ebenfalls studierte. Mit 19 Jahren entwickelte er den Vorgänger von Facebook: Facemash; womit die Studenten jede Studentin am Campus bewerten konnten. Am 4. Februar 2004 gründete er dann mit den Studenten Eduardo Saverin, Dustin Moskovitz und Chris Hughes Facebook. Sean Parker(Mitbegründer von Napster) stieg ebenfalls als Berater ein, wurde jedoch wegen Kokainbesitzes verhaftet und musste Facebook verlassen.

Nach und nach wurde die Seite dann in immer mehr Ländern zugelassen. Zuerst nur für Universitäten und Hochschulen, später für alle. Im Frühjahr 2008 wurde die Seite in den Sprachen Englisch, Deutsch, Spanisch und Französisch angeboten. Heute werden über 80 Lokalisierungen angeboten.

Im Laufe der Jahre hat sich Facebook immer weiterentwickelt. Immer mehr zusätzliche Features wurden hinzugefügt. Dazu gehören die Facebook-Platform, Facebook-Connect, Facebook-Open Graph (Nachfolger von Facebook-Connect) und mobile Dienstleistungen, sodass manche Handy-Anbieter schon kostenlosen Zugang zu Facebook gewären.

„Ich finde es cool, dass ich von meinem Handy aus kostenlos zu Facebook kann“, findet Tamay T. (15), die einen Vertrag bei E-Plus hat..

Im Januar 2011 waren es noch circa 600 Millionen Nutzer. Bis zum Mai ist die Zahl auf 674,1 Millionen Nutzer gestiegen. Davon sind 17,6 Millionen aus Deutschland. Damit belegen wir den zehnten Platz auf der Rangliste mit den meisten angemeldeten Nutzern. Die Nutzung ist von Frauen und Männern ungefähr gleich hoch und die meisten Nutzer sind zwischen 20 und 29 Jahren alt (35,6 Prozent) und 24,1 Prozent zwischen 14 und 19 Jahren. Insgesamt sind 90,8 Prozent der aktiven deutschen Mitglieder 14- bis 49-jährige Personen.

„Facebook macht total süchtig“, meint Burcu A. (15).

Und Facebook hat neben dem Sucht-Potenzial noch weitere Risiken: So sprechen sich Gerüchte herum, dass Facebook nicht sehr sorgfältig mit den Daten der Nutzer umgeht. So können zum Beispiel fremde E-Mail-Kontakte ausspioniert werden durch das angeben einer falschen E-Mail Adresse. Ebenfalls kann es sogenannte Fake Accounts geben; ein Account, dessen Ersteller gar nicht existiert. Viele weitere Kritikpunkte gibt es und viele davon sind auch schlimm. Aber dennoch ist Facebook ein sehr beliebtes Onlineportal und das nicht nur bei Jugendlichen.

Nina Hagemann und Burcu Altindal, Mettmann, Städt.heinrich-Heine-Gymnasium

Internet – Facebook: Nicht zu viel von sich preisgeben

Facebook, aus dem englischen „Studenten-Jahrbuch“, ist wahrscheinlich ein Name mit einem nahezu 100-prozentigen Bekanntheitsgrad bei Nutzern von Computern und Internet. Das Online-Netzwerk, 2004 von Mark Zuckerberg gegründet, ist das meist genutzte auf der ganzen Welt. Doch wieso wird jede Altersklasse der Bevölkerung in industrialisierten Ländern grade von Facebook so angesprochen? Und was sind überhaupt die Risiken? Diese Frage stellt sich so gut wie niemand, der bei der riesigen Internetplattform registriert ist. Das Internetportal ist einfach ein Muss für die moderne Gesellschaft. Die letzte Mitgliederzählung, die im Mai 2011 stattfand, betrug 674,1 Millionen.

Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dem Namen Facebook? Diese Frage kann eigentlich jeder schnell und ohne zu überlegen beantworten. Es verfügt nämlich jeder Benutzer über eine Profilseite, auf der er sich vorstellen und Fotos oder Videos hochladen kann. Auf der Pinnwand des Profils können Besucher öffentlich sichtbare Nachrichten hinterlassen oder Notizen/Blogs veröffentlichen. Alternativ zu öffentlichen Nachrichten können sich Benutzer persönliche Nachrichten schicken oder chatten. Freunde können zu Gruppen und Events eingeladen werden. Facebook verfügt zudem über einen Marktplatz, auf dem Benutzer Kleinanzeigen aufgeben und einsehen können. Durch eine Beobachtungsliste wird man über Neuigkeiten, z. B. neue Pinnwandeinträge auf den Profilseiten von Freunden informiert. Die Benutzer auf Facebook sind in Universitäts-, Schul-, Arbeitsplatz- und Regionsnetzwerke eingeteilt. Das heißt, im Großen und Ganzen ist Facebook eine Möglichkeit, um mit seinen Freunden im Kontakt zu bleiben, mit ihnen Fotos zu teilen und sonstige Aktivitäten zu praktizieren.

Doch das Internetportal ist nicht immer das, was es zu sein versucht. Wer nämlich einmal etwas postet, ist für viele Jahre in Google auffindbar, da die Suchmaschine mit dem Netzwerk verbunden ist. Hinzu kommt noch, dass oftmals nicht nur die eigenen Freunde Kommentare und sonstiges sehen und ebenfalls kommentieren/bewerten können, sondern wildfremde Personen, die man eigentlich nicht persönlich kennt. Man muss außerdem sehr darauf achten, die richtigen Fotos einzustellen. Stellt man Fotos zum Beispiel mit Alkohol oder sonstigen unzüchtigen Dingen in das Internetportal, kann dies den späteren Ausbildungsplatz gefährden, da heutzutage jede Firma ihre Angestellten kontrolliert. Für manche mag es wichtig sein, jede Kleinigkeit aus ihrem Leben Preis zu geben, jedoch wäre es vorteilhafter, dies zu unterlassen. Im Grunde genommen ist Facebook risikofrei, jedoch nur, wenn man bewusst damit umgeht und man nicht zu viel von seiner Privatsphäre preisgibt.

Veera Ruuskanen, Leverkusen, Marienschule

Emergenza-Festival – Hier rockt das Haus

Bässe ließen den Boden vibrieren, der Sound ging in uns über, und der Lärm wäre für Nicht-Konzertgänger unangenehm gewesen. Doch unsere konzerterprobten Ohren hielten auch diese Dauerbeschallung aus. Da Metal, Indie und andere, nicht besonders populäre Musikarten sind, blieb der Club Luxor in Köln relativ leer. Besser für uns. Wir rechneten schon mit einem vollen Haus, als wir am Eingang standen. Doch es waren eher Leute, die etwas Ruhe suchten. Wir steuerten intelligenterweise nicht direkt auf die Boxen zu, was sich im Laufe des Abends ändern sollte. Die Hitze im Raum war unerträglich und nur mit Getränken zu stillen. Wir kamen nicht ganz zum Anfang der Contests. Die erste Band, die wir hörten, war Itching, die wir sofort in unser Herz schlossen.

Das Emergenza Festival ist das größte Newcomer Festival auf der ganzen Welt. In ganz Deutschland bewerben sich unbekannte Bands. Die Truppe hinter Emerganza promotet unbekannte Bands, stellt Equipment zur Seite und verpackt das dann alles in einen Wettbewerb. Jedes Musik-Genre ist erlaubt, wobei es sich meistens auf Rock, Hard-Rock, Metal oder Indipendent-Pop beschränkt. Die Spielzeiten werden durch die vorverkauften Karten pro Band bestimmt, die sich auf 25 Minuten beschränkt.

Der Gewinner des Internationalen Wettbewerbs bekommt eine professionelle Aufnahme seiner Songs, eine Tour, Musikinstrumente sowie Zubehör. Es gibt mehrere Runden, die die Bands bestehen müssen, vom regionalen bis hin zum nationalen Finale. Eine Karte kostet neun Euro in Vorverkauf, was im Verhältnis zu anderen Konzerten günstig ist.

Mehr Infos zu dem Festival gibt es im Internet auf www.Emerganza.net

Die Preise im Luxor überstanden jeden Geldbeutel. Die Getränke-Liste bietet für den richtigen Kölner bis zum Softie alles. Und die Bands waren quasi streichelbar. Jeder, der eine große Show mit Lichteffekten sucht, ist im Luxor falsch, wer aber eher die ruhige Atmosphäre sucht (wenn man es so nennen darf) und eher auf alternative Musikrichtungen steht, für den ist es genau das Richtige.

Während des Konzertes fragten wir uns, wer über dem Luxor in der Mitte Kölns wohnte, denn der Sound ließ die Theke, an die wir uns wegen Getränke-Not und einer besseren Sicht geflüchtet hatten, vibrieren.

Es sollte bei jedem Menschen auf der To-do-Liste stehen, einmal in seinem Leben auf ein Metal Konzert oder auf ein leises Konzert zu gehen, denn das Feeling ist wie ein Adrenalinstoß, wenn der erste laute Ton gespielt wird und er durch deinen ganzen Körper einmal hin und wieder zurückgeht. Menschen, die nicht so sehr auf laute Musik und lange Haare stehen, würde wir eher ein Kammerkonzert empfehlen.

Stella Withenius, Langenfeld, Bet.-V.-Armin-Gesamtschule

Beruf Erzieherin – „Die Kinder geben es doppelt und dreifach zurück“

Als wir vor der Tür des Leverkuseners Kindergartens standen, waren wir sehr aufgeregt, denn wir waren neugierig, was uns drinnen erwarten würde. Da die Tür aus Sicherheitsgründen immer verschlossen ist, mussten wir klingeln. Uns öffnete eine der freundlichen Erzieherinnen. Im Kindergarten erwarteten uns fröhlich lachende, spielende Kinder und wir fühlten uns direkt wohl und ließen uns von der Fröhlichkeit anstecken.

Zwei der Erzieherinnen erklärten sich bereit, ein Interview mit uns zu führen. Offen beantworteten sie alle Fragen, die wir hatten. Sie erzählten uns, wie stressig und schön der Beruf sei, wobei das Schöne das Stressige angeblich weitaus übertreffe. „Das Lachen und die Zuneigung der Kinder machen diesen Beruf so wunderschön und zu dem, was er ist.“ Die Erzieherinnen genießen es sehr, etwas mit den Kindern zu machen. Zudem haben Erzieherinnen aber auch eine große Verantwortung, da sie sehr viel zu der Erziehung der Kinder beitragen müssen. Wir fragten nach, wie viel das circa sei und wir waren sehr überrascht, als sie uns erzählten, dass man bei machen Kindern bei Null anfangen muss. Diese Kinder beherrschen noch nicht einmal Tischregeln. Das Schöne daran sei aber, dass man sehe, wie die Kinder lernen.

„Am meisten Probleme machen sowieso die Eltern“, dieser Satz brachte uns erstmal zum Lachen, danach fragten wir, wieso das so sei. Die Erzieherinnen erzählten uns, dass es Eltern gebe, denen man nichts recht machen kann und die meinen, dass man sich nur um ihr Kind kümmern müsse. Dabei vergessen sie, dass es auch noch andere Kinder gebe. Außerdem müsse alles Schriftliche über die Entwicklung der Kinder erledigt werden. Der Kindergarten bietet auch Elterngespräche an, damit die Eltern immer informiert sind, was wir persönlich sehr gut finden.

Des Weiteren wollten wir wissen, ob die Unterbringung der unter Dreijährigen den Kindergartenalltag sehr viel stressiger gemacht hat. Uns wurde berichtet, dass es schon ein Unterschied sei, da die Kleineren ganz andere Bedürfnisse hätten. Das Problem sei eher, dass beim Personal eingespart werde und nur noch staatlich anerkannte Erzieherinnen in Kindergärten arbeiten dürften. Somit hat sich die Leistung der Erzieherinnen in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt. Trotz allem würden die Erzieherinnen nie mehr aus ihrem Beruf weg wollen und finden ihn einfach super.

Alles in allem ist der Beruf Erzieherin ein sehr schöner Beruf, bei dem allerdings Durchsetzungsvermögen und starke Nerven Pflicht sind. Belohnt wird man ja durch die fröhlichen Kinder. „Das, was man den Kindern gibt, bekommt man doppelt und dreifach wieder zurück.“

Katharina Franz und Carina Jäkel, Leverkusen, Marienschule

Schüleraustausch – Brot statt Tortillas

Vor vier Monaten kam eine neue Schülerin, Ana Gaby Pérez Romero, in die Klasse 8.2 der Bettine-von-Arnim-Gesamtschule in Langenfeld. Das Besondere war, dass sie aus Mexiko zu uns kam. Anna-Lena Ludwig interviewte sie kurz vor ihrer Abreise am 17. Juni 2011 und erfuhr, dass es ihr am Anfang ein bisschen schwer fiel, sich an Deutschland zu gewöhnen, weil sie die deutsche Sprache noch nicht so gut beherrschte. Doch nach vier Monaten bei uns spricht sie fast so gut Deutsch wie alle ihre deutschen Mitschüler.

Frage: Hattest du Angst vor deiner Abreise?

Ana Gaby: Nicht wirklich, denn ich hatte schon in Mexiko mit meiner Gastfamilie Kontakt aufgenommen und wusste, dass sie ganz nett war. Aber ich hatte trotzdem viel geweint im Flugzeug.

Frage: Wie kamst du auf den Schüleraustausch?

Ana Gaby: Meine Mutter wollte, dass ich die deutsche Sprache nicht vergesse, die ich früher in der Schule in Mexiko erlernt hatte. So nahmen wir Kontakt zu Freunden aus Deutschland auf. Wie fragten, ob sie mich in eine Familie vermitteln könnten. Also kam ich zu einer Familie, die meine Mutter schon kennt.

Frage: Wann bist du gekommen?

Ana Gaby: Ich kam am 6. Februar 2011 in Düsseldorf an. Der Flug dauerte fast 13 Stunden. Am 8. Februar ging ich direkt in die Schule.

Frage: Wo und wann hast du in Mexiko Deutsch gelernt?

Ana Gaby: In Guadalajara, wo wir früher wohnten, gibt es eine deutsche Schule. Ich war da seit dem Kindergarten bis zur sechsten Klasse, danach zogen wir nach Aguascalientes, aber da gibt es keine deutsche Schule. Dann nahmen meine Schwester und ich privat Deutschstunden.

Frage: Was hat dir hier am besten gefallen?

Ana Gaby: Am besten haben mir die Rheinsternchen gefallen, weil sie wie eine kleine Famile sind. Ich konnte mich ganz schnell integrieren und sie haben mich direkt akzeptiert. Weil ich neu dazukam, hätte ich nicht gedacht, dass ich mit ihnen tanzen dürfte.

Frage: Was ist hier anders als in Mexiko?

Ana Gaby: In Mexiko gibt’s kein Haribo, Milka, Curry oder Backpapier. Wir essen jeden Tag Chili und statt Brot essen wir Tortillas. Fast niemand benutzt das Fahrrad, weil es in Mexico keine Fahrradwege gibt. Wir fahren meist mit dem Auto oder ganz selten mit dem Bus.

Frage: Ist die Schule genauso wie hier?

Ana Gaby: Nein, wir haben drei Schulen: von der ersten bis zur sechsten, von der siebten bis zur neunten und von der zehnten bis zur zwölften Klasse. Dein Schulleben fängt mit dem Kindergarten an, danach folgt eine Art Hauptschule, nachher müssen wir in die weiterführende Schule (siebte bis neunte Klasse), später zum Abitur (zehnte bis zwölfte Klasse). Alle Schulen sind wie die Gesamtschule; es gibt kein Gymnasium und keine Realschule. Die Noten sind auch ganz anders: zehn ist die beste Note, fünf die schlechteste.

Frage: Freust du dich, dass du wieder nach Mexiko zurückkehrst?

Ana Gaby: Natürlich freue ich mich, aber ich werde sehr oft und gerne an die Zeit in Deutschland zurückdenken, weil es mir hier so gut gefallen hat.

Anna-Lena Ludwig, Langenfeld, Bet.-V.-Armin-Gesamtschule

Facebook-Einladung – 1500 kamen zu Thessas Party

Thessa wollte eigentlich eine ganz normale Geburtstags-Party in einem kleinem Kreis, doch sie hatte anscheinend vergessen ihre Einladungen, die sie bei Facebook verschickt hatte, auf „private Veranstaltung“ umzustellen. Und somit kamen zu ihrem 16. Geburtstag knapp 1500 ungeladene Gäste.

Zwar hatte die Polizei die Party abgesagt, jedoch sind die „Gäste“ trotzdem gekommen und haben randaliert. Sie sind in Vorgärten gelaufen auf den angepflanzten Blumen der Bewohner. Auch sind sie auf Dächern der Garagen herum geklettert und haben sich unter anderem mit Bier betrunken. Es wurden elf Jugendliche wegen Randale festgenommen.

Oksana Onyshchenko, Langenfeld, Bet.-V.-Armin-Gesamtschule