Ein Aufruf zu verstärkten Artenschutzanstrengungen

Jana Stephan, 9. Klasse, International School of Düsseldorf

Die Nachricht, dass eine Schneeleopardin im Wuppertaler Zoo an Kuhpocken gestorben ist, ist sehr beunruhigend. Durch zugekaufte Futtertiere ist es zum Ausbruch der Infektionskrankheit gekommen. Diese großartigen und wunderschönen Kreaturen sind nicht nur faszinierend anzusehen, sondern sie sind auch wichtig für den Artenschutz. Besonders bedauerlich ist es, wenn eine seltene Krankheit wie Kuhpocken ihr Leben fordert. Durch zugekaufte Futtertiere ist es zum Ausbruch der Infektionskrankheit gekommen.

Dies unterstreicht die Wichtigkeit für Zoos, das körperliche Wohlbefinden ihrer Tiere im Auge zu behalten und vorbeugende Maßnahmen gegen Krankheiten zu ergreifen, die von einem Tier auf ein anderes übertragen werden können. Diese tragische Nachricht erinnert uns daran, dass der Kampf zum Schutz gefährdeter Tiere stets unsere volle Aufmerksamkeit und Zusammenarbeit erfordert. Möge die Erinnerung an diese Schneeleopardin uns dabei unterstützen, unsere Verantwortung für den Schutz unserer Tiere zu erkennen.

Auswirkungen für die Europawahl

Coleen Brock, 11. Klasse, Robert-Schuman-Europaschule

Mitte-Studie 2023 der Friedrich-Ebert-Stiftung enthüllt besorgniserregende Ergebnisse zu Verschwörungsglauben, Populismus und politischer Gewalt

Die neue Mitte-Studie, die sich mit Verschwörungsglauben, Populismus, Völkisch autoritär rebellische Einstellungen und Billigung politischer Gewalt auseinandersetzt, zeigt, dass die Demokratie einer Herausforderung auseinandergesetzt ist. Die Studie vergleicht Daten aus dem Jahr 2018 bis 2023.

Immer mehr Menschen neigen dazu, Verschwörungstheorien zu glauben und politische Entscheidungen nicht zu hinterfragen.  Im Jahr 2020 ist die Prozentzahl der Verschwörungsgläubigen, gerade auch durch den Coronavirus um 8,1% gestiegen. Die Zahl ist 2022 /2023 nochmal drastisch um 4,5% gestiegen. Daraus folgt die Problematik, dass die Gesellschaft anfängt sich zu spalten.

Mit einer Prozentzahl von 32,6% erreicht der Populismus in Deutschland im Jahr 2023 seinen Höchststand. Dies beinhaltet fast ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland. Durch diese Zahl wird deutlich, dass die Deutschen Bürger*innen unzufrieden mit der Politik sind. Parteien, die einfache und unkomplizierte Lösungen für komplexe Probleme versprechen, gewinnen an Aufmerksamkeit und beeinflussen die Politik. Im Jahr 2018 war der Populismus in Deutschland mit 19,4% vertreten.

28,6% der Befragten haben eine Völkisch-autoritär-rebellische Einstellung. Das ist ein Anstieg von 0,1 Prozent. Verdeutlicht wird damit, dass die Menschen ein Volk sein wollen, beidem es eine klare Richtung und einen Führer gibt. Dabei wird das Thema „Demokratie“ ganz ausgelassen und stellt somit eine Gefahr dafür dar. Welche Konsequenzen es für die Wahl des Europaparlaments haben wir, da auch in anderen Ländern rechts- und linkspopulistische Parteien auf dem Vormarsch sind, ist vorauszusehen.

Ein weiteres besorgniserregendes Ergebnis der Studie ist der Anstieg politischer Gewalt in der Gesellschaft. Die politische Gewalt lag in 2018 noch bei 5,3 % und lag 2023 bei 13,2%. Dabei ist ein drastischer Anstieg von einer Gewaltbereiten Gesellschaft zu erkennen.

All diese Aspekte stellen eine herausfordernde und problematische Situation für die Demokratie dar. Die Mittestudie 2023 macht deutlich, dass es notwendig ist, diesen Zahlen entgegenzuwirken und die demokratischen Werte zu verteidigen. Im Hinblick auf die Europa- und Landtagswahlen bedarf es Maßnahmen, um Verschwörungsglauben, Populismus und politischer Gewalt einzuschränken um somit die Demokratie zu stärken.

Nur so kann eine friedliche und gerechte Gesellschaft für alle Bürger*innen gewährleistet und ein liberales freies Europa verteidigt werden.

Kennenlernen des Zeitungsprozesses

Ein Besuch in der Druckerei der Rheinischen Post veranschaulichte die Produktionsabläufe.

Von Vanessa Ilic, Sinan Kazak und Roaa Al Refai, 8c, Hugo-Junkers-Gymnasium

Die Schülerinnen und Schüler stehen vor einer riesigen Wand, welche sich als Druckerpresse herausstellt. Das riesige Gerät namens „Commander“ lässt die Kinder so groß wie Ameisen aussehen. Jede und jeder kennt und liest Zeitungen, doch wie sie hergestellt werden, wissen die wenigsten. Und wie haben sich Zeitungen verändert?

Zwei achte Klassen des Hugo-Junkers-Gymnasiums aus Mönchengladbach-Rheydt besuchten am 1. Februar 2024 die Druckerei der Rheinischen Post in Düsseldorf, um das herauszufinden. Die Exkursion fand im Rahmen des Themas „Zeitungen“ statt. Bei diesem Besuch konnten die Schülerinnen und die Schüler den Herstellungsprozess einer Zeitung „live“ mitverfolgen.

Von Weitem erkannte man das Gebäude an seinen großen Spiegelfronten und einem auffälligen Schriftzug, welcher das riesige Gebäude als Druckerei auswies. Zuerst wurde in einem einstündigen Vortrag die Entwicklung der Zeitung vermittelt. Während die Zeitungen früher in Schwarz-Weiß gedruckt wurden, sind sie heutzutage farbig. Auch der Preis hat sich verändert: Heute liegt er bei 3,60 Euro.

Danach startete der Rundgang. Zeitungen werden auf einem bestimmten Papier gedruckt, welches in speziellen Räumen, in Form von Papierrollen gelagert wird. Die Luftfeuchtigkeit muss sehr hoch sein, was die Klassen als unangenehm empfanden. „Ich hatte ständig einen chemischen Geruch in meiner Nase“, berichtete Vanessa aus der 8c. Die Papierrollen werden von autonomen Robotern transportiert. Diese Roboter benutzen Sensoren, um zu navigieren, dabei geben sie Signale durch ein Piepsen ab, um menschliche Mitarbeitende zu warnen. „Es ist unfassbar, wie schnell und automatisch alles abläuft“, äußerte sich die Lehrerin Frau Berresheim begeistert.

Es wurde an diesem Tag zwar nicht gedruckt, der Ausflug hatte trotzdem positive Auswirkungen auf die Schülerinnen und Schüler. Viele erklärten, dass sie von jetzt an mehr Zeitung lesen wollen.

Absenkung des Wahlalters bei Bundestagswahlen auf 16 Jahre? Ja, unbedingt!

Leona Pavlovic, Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium

Brauchst du noch ein gutes Rezept gegen Politikverdrossenheit? Die Senkung des Wahlalters ist eine langfristige Möglichkeit. Ja, unbedingt sollte das Wahlalter auf 16 gesenkt werden! Es ist an der Zeit, dass man jungen Menschen die Möglichkeit gibt, aktiv an politischen Entscheidungen teilzunehmen. Schließlich sind 16-Jährige in der Lage, Verantwortung zu übernehmen und sich mit politischen Themen auseinanderzusetzen. Es ist höchste Zeit, dass man die Angst beiseitelässt.

Die Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre ist ein wichtiges Thema, da es Jugendlichen eine stärkere politische Teilnahme ermöglicht. Die Einbindung der Jugendlichen in den demokratischen Prozess fördert die Vielfalt der Meinungen und stellt sicher, dass auch ihre Interessen und Anliegen berücksichtigt werden. Die Senkung des Wahlalters trägt somit zur Demokratisierung bei.

Es gibt viele Argumente, die für eine Senkung des Wahlalters sprechen. Zunächst sind Jugendliche von politischen Entwicklungen und Entscheidungen direkt betroffen. Ihre Zukunft hängt von politischen Maßnahmen ab, daher ist es nur fair, ihnen eine Stimme zu geben. Außerdem sollten sie auch früh in die Politik einbezogen werden. Es gibt aber auch viele Gegenargumente.

Eines ist, dass politisches Interesse und Wissen bei wählenden Jugendlichen nicht höher als bei nicht-wählenden Jugendlichen ist. Eine bekannte Studie, die diesen Zusammenhang untersucht hat, ist die „JuMP-Studie“ (Jugend, Medien, Partizipation). Diese Studie wurde im Jahr 2015 in Deutschland durchgeführt und untersuchte das politische Interesse und das politische Wissen von Jugendlichen im Alter von 14 bis 24 Jahren. Die Ergebnisse zeigten, dass wählende Jugendliche im Vergleich zu nicht-wählenden Jugendlichen ein höheres politisches Interesse und Wissen aufweisen. Jugendliche zeigen im Generellen auch ein sehr hohes Interesse an der Politik. Dies wird bei Demos usw. gezeigt, wie z.B. bei Fridays for Future. Dazu kommt, dass eine Umfrage der Freien Universität Berlin zeigt, dass 16-, 17- und sogar 15-Jährige genauso interessiert sind, wie die älteren. Es wurde dort keine mangelnde politische Reife festgestellt. Außerdem verändern sich politisches Interesse, Wissen und Reife zwischen dem 16. und 25. Lebensjahr kaum. Dies entkräftigt das Argument, dass 16-Jährige nicht genug politische Reife hätten, an Wahlen teilzunehmen.

Die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit für eine Reform sei nicht in Sicht. Die Union, sowie die AfD sind dagegen. Thorsten Frei, aus der Fraktion der CDU/CSU meinte in einem Interview der Tagesschau: „Wenn Sie einen Handyvertrag abschließen möchten, müssen sie 18 Jahre alt sein. Und deswegen glaube ich, es ist richtig, an die Volljährigkeit, an die Geschäftsfähigkeit, letztlich auch an das Wahlrecht zu knüpfen.“ Ich kann verstehen, dass man die Verknüpfung von bestimmten Rechten und Pflichten mit der Volljährigkeit für sinnvoll hält. Es ist jedoch so, dass man die Reife nicht am Alter festlegen kann und man kann außerdem so ein Thema nicht mit einem Handyvertrag vergleichen. Zum einen, gibt es Menschen, die bereits vor ihrem 16. Geburtstag eine hohe Reife und Verantwortungsbewusstsein zeigen. Andererseits gibt es auch Erwachsene, die möglicherweise noch nicht die notwendige Reife besitzen, um bestimmte Entscheidungen zu treffen. Zusätzlich ist es so, dass das Wahlprogramm der AfD und der CDU/CSU eher die älteren Generationen anspricht. Vielleicht haben sie auch einfach Angst, dass sie weniger Wähler/innen bekommen. Hingegen dazu sind die Grünen, die SPD, die FDP und die Linken für eine Senkung des Wahlalters.

Jugendliche besäßen eine stärkere Neigung zu Verschwörungstheorien und gefährden damit möglicherweise die Demokratie. Ich würde sagen, es ist eher andersrum. Jugendliche können sich erstens auf Social Media usw. informieren und können zweitens auch ganz leicht nachschauen, ob es Fake News sind oder nicht. Ältere Leute können dies meistens nicht.

Ein weiteres Gegenargument ist: Eine Gleichsetzung von Reife und Wissen ist ebenfalls problematisch. Es ist richtig, dass die Gleichsetzung von Reife und Wissen problematisch sein kann. Allerdings ist die Senkung des Wahlalters keine Gleichsetzung von Reife und Wissen, sondern eine Anerkennung, dass junge Menschen eine wichtige Stimme haben und einbezogen werden sollten, da sie auch von politischen Entscheidungen betroffen sind. Dies befürwortet auch mein nächstes Argument. In Artikel 20 Absatz 2 des Grundgesetzes steht: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.“ Also gehören 16-Jährige nicht zum Volk? Das ist Altersdiskriminierung.

Ein starkes Gegenargument, das ich nicht wirklich entkräftigen kann, ist, dass Eltern die Kinder beeinflussen könnten und es nicht 100% ihre Meinung sein könnte oder auch, dass sie manipuliert werden könnten. Da stimme ich zu, jedoch könnte auch genau das Gegenteil der Fall sein. Die Eltern könnten die Kinder informieren und sie unterstützen oder die Kinder könnten sogar, wenn sie besser informiert sind, auch den Eltern helfen und sie besser informieren.

Wir kommen langsam zum Ende. Die größte Wählergruppe bei den Bundestagswahlen besteht aus den über 60- Jährigen. Es muss ein Gegengewicht geschaffen werden. Außerdem zeigen Studien, dass rund die Hälfte der Erwachsenen nach einer Umfrage die Absenkung des Wahlalters für nicht sinnvoll hält. Wenig überraschend ist, dass die Zustimmung mit dem Alter sinkt.

Vor über 50 Jahren, 1970, wurde das Wahlalter von 21 auf 18 gesenkt. Ich finde, mittlerweile ist es auch an der Zeit, es aus vielen Gründen, auf 16 zu senken. Das waren noch lange nicht alle Argumente für die Senkung des Wahlalters. Ich bin definitiv für die Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre, weil es ein großer positiver, demokratischer Schritt für Deutschland wäre. Insgesamt kann ich noch sagen, dass es in manchen Bundesländern schon andere Wahlen gibt, wo es gut funktioniert und Deutschland, ein gutes demokratisches Vorbild für andere Länder sein könnte. Und vergesst nicht: Der deutsche Kinderschutzbund und das deutsche Kinderhilfswerk sind in ihren Forderungen noch radikaler: Sie fordern eine Senkung des Wahlrechtes auf 14 Jahre. 16 Jahre wäre ein super Kompromiss!

Cannabis-Legalisierung in Deutschland? Nein, völlig falsch!

Merle Freymann, Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium

Auf Bänken sitzende Personen, die Cannabis konsumieren. Straftat oder Alltag? Noch ist es verboten solch eine Droge zu rauchen, doch bald gehört dies der Vergangenheit und der Normalität an. Doch ist das gut? Ein Kommentar von Merle Freymann.

Ein zentrales Argument gegen die Legalisierung von Cannabis ist, dass durch den Konsum der Droge ernsthafte Gesundheitsprobleme auftreten können. Ein moderates Rauchen von Cannabis schädigt die Lunge und führt zu einer Beeinträchtigung der geistigen Fähigkeiten. Durch einen regelmäßigen Konsum wird zudem die Gefahr auf einen Herzinfarkt und psychische Folgen, wie beispielsweise Psychosen, bipolare Störungen oder Depressionen, vergrößert. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis zu dem Alter von 25 ist das Frontalhirn noch nicht vollständig ausgeprägt. Durch den Konsum einer Droge wie Cannabis wird dieser Prozess aufgehalten und das Gehirn kann sich nicht vollständig entwickeln. So hat die Legalisierung vor allem für die jüngeren Generationen enorme Folgen.

Befürworter der Legalisierung argumentieren dagegen. Sie sagen, es würde ja nur für Erwachsene ab 18 Jahren legalisiert werden. Dies stimmt, jedoch wird es eben durch die Legalisierung für Jugendliche noch einfacher an Drogen zu kommen. Sie fragen einfach die großen Geschwister/ Freunde oder gehen auf den Schwarzmarkt, also zu Dealern. Diese müssen ihr „Geschäft“ am Laufen halten und strecken ihre Drogen nochmal mehr. Dadurch wird abermals die Gesundheit der Jugendlichen bedroht und vernachlässigt.

Zudem wird durch die Legalisierung von Cannabis ein falsches Bild an die Menschen übermittelt. Erwachsene -und vor allem Jugendliche ohne Vorwissen- verharmlosen die Droge. „Die Politik erlaubt Cannabis, dann kann das ja nicht so schlimm sein.“ Genauso etwas darf nicht passieren! Die Politik muss die Gesundheit der Bevölkerung gewährleisten! Dies wird durch eine Legalisierung vernachlässigt.

Zudem zeigt und sagt ein direkter Nachbar Deutschlands, die Niederlande, dass dort die Drogenpolitik gescheitert ist. Der Konsum stieg an und der Kokainhandel wurde größer. Befürworter sagen, dass der Schwarzmarkt ausgerottet wird. Falsch! Der Schwarzmarkt kann nicht austrocknen, es wird einfach eine andere Droge oder Verbotenes gesucht und mit dieser weiter gehandelt. Deutschland hat jetzt schon zu viele Probleme mit Alkohol und Tabak, da kann man nicht jetzt eine weitere Droge legalisieren!

Insgesamt kann man also sagen, dass eine Legalisierung von Cannabis abgelehnt werden muss, zu groß sind die schlechten und gesundheitsbeeinträchtigen Folgen. Deutschland muss ein Land bleiben, dass seine Bürgerinnen und Bürger gesundheitlich schützt! Und dies wird durch dieses Gesetz nicht gewährleistet.

Die Fake-Welt von Instagram

Karlotta Blodau, Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium 

Ist bei Instagram wirklich alles echt, was wir sehen? Diese Frage stellen wir uns sicherlich täglich, wenn wir uns durch die perfekte Welt von Instagram scrollen. Wir liken Bilder und Stories von Influencern, beneiden sie für ihr perfektes Leben was sie täglich mit uns teilen. Doch wie echt ist dieses Leben? Es soll so aussehen, also ob wir an ihrem Leben teilnehmen können, uns werden Bilder und Videos von dem perfekten Urlaub, dem perfekten Essen, dem perfekten Outfit und Körper gezeigt. Doch was ist perfekt? Viele Teenager wollen genau dieses Leben haben, sie wollen ebenso sein, einfach perfekt. Doch in dieser perfekten Welt ist oft mehr Fake als Realität. Die Bilder sind bearbeitet mit Weichmachern und diversen Filtern. Bis das perfekte Bild gefunden und gepostet wird, dauert es oft Stunden.

Diese Fake-Welt auf Instagram bringt auch viele Gefahren mit sich: Junge Mädchen wollen so aussehen wie ihre Vorbilder: schlank, sportlich, Fake-Lashes, unechte Fingernägel und Markensachen, welche gezielt von den Influencern platziert werden. Um mithalten zu können, verfallen viele junge Frauen in eine Essstörung oder verschulden sich. Junge Männer posten Bilder aus dem Fitnessstudio mit perfekt durchtrainierten Körpern. Sie lassen sich mit teuren Autos und Uhren ablichten. Alles nur für ein paar Likes? Aber wer kann sich diesen Luxus leisten? Schaut man hinter die Kulissen, bemerkt man schnell, dass vieles nur fake ist. Der durchtrainierte Körper auf dem Bild ist bearbeitet, die Autos und Uhren sind geliehen. Wie soll man dem Ideal auf Instagram entsprechen, fragen sich vor allem Jugendliche.  Ihr Leben dreht sich oftmals nur um den Gedanken, wie komme ich bei meinen Freunden und Followern an.

Brauchen wir ein Schulfach über Finanzwissen?

Zoe Papazoglu, International School of Düsseldorf

Im Normalfall gibt es in der deutschen Oberstufe kein Schulfach über Finanzwissen. Doch dies muss sich ändern. Schüler beschweren sich immer mehr, dass sie in der Schule nicht lernen, was sie auf das weitere Leben vorbereitet. 

In Deutschland wird das Wissen über Finanzen oft im Schulfach Wirtschaft/Politik besprochen, aber als ganzes Fach kommt es selten vor, oftmals ist es nur ein Wahlfach und man muss dafür andere Fächer opfern. So z.B an der International School of Düsseldorf: Hier  gibt es zwar ab der 9. Klasse das Fach Business, doch dafür muss man eine Fremdsprache aufgeben. Spätestens im IB, dem International Baccalaureate, kann man Economics dann allerdings als Hauptfach wählen. Damit Schüler sich ein Wissen über Finanzen aufbauen können, sollten sie jedoch spätestens ab Klasse 9 und 10 in grundlegende Fragen der Wirtschaft eingeführt werden.

Laut der Webseite Finanztip-Stiftung hat der größte Teil der deutschen Bevölkerung ein mangelhaftes Wissen über Finanzen: In einer Umfrage mit ca. 3000 Beteiligten haben nur ein paar der Befragten Grundwissen über Versicherungen, Kreditkarten und Aktien Egal ob bei Krediten, Versicherungen oder bei der Geldanlage – wer Finanzprodukte verstehen will, benötigt dafür praktisches Finanzwissen. Das ist jedoch bei einem großen Teil der Bevölkerung nur mangelhaft ausgeprägt, wie die aktuelle repräsentative Studie der Finanztip Stiftung zeigt.”  

Auch Anton Papazoglu von MLP findet es ist wichtig, “jungen Menschen schon zu Schulzeiten zu helfen, selbstbestimmt bessere Finanzentscheidungen zu treffen.” Er fügt hinzu: Die finanzielle Bildung stellt eine wichtige Lebenskompetenz dar, die hilft schon früh ein gutes Verhältnis zu Geld und Ressourcen zu entwickeln. Frühzeitig lernen mit Geld umzugehen, kann eine positive finanzielle Gewohnheit mit sich bringen, langfristig zu denken, für finanzielle Ziele vorzusorgen, zu planen und sie zu erreichen. Sie führt insgesamt zu einem besseren Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge und befähigt zu fundierten Entscheidungen und zur Unabhängigkeit.“

So bietet MLP zum Beispiel ein Schülerkonto an, das jungen Interessierten behilflich sein kann, einen Überblick zu haben und ein Limit für sich selber zu setzen. Also bleibt zu hoffen, dass demnächst dieses wichtige Fach noch stärker in schulisches Lernen intrigiert wird.

Eingeklemmt zwischen zwei Welten – den Kampf wegen der Mehrsprachigkeit

Amelie Finzel, International School of Düsseldorf

„Amelie, wo bleibst du? Wir müssen jetzt los!“, höre ich von meinem Vater. „Ja ich bin almost ready für School!“ – Dies ist ein typischer Satz in meinem Tag. 1 Tag, 24 Stunden, zwei Sprachen, in dem ich beides, Deutsch und Englisch, zusammenmische. Oder auch Denglisch genannt?  Der tägliche Kampf zwischen mehreren Sprachen im täglichen Gebrauch ist etwas, das viele Menschen erleben.

„Erste Stunde: Deutsch, Zweite Stunde: Englisch, Dritte Stunde: Spanisch”, steht auf meinem Stundenplan. Huch. Heute wird also ein sprachlich vielfältiger Tag. Auf dem Weg zur Schule entscheide ich mich zunächst für Musik. Soll ich spanische, englische oder deutsche Musik hören? Das weiß ich nicht. Vielleicht morgen auch französische Musik? Ich kann mich nicht entscheiden, doch als ich ankomme, stehe ich bereits schon vor der Deutschklasse. „Good morning”, begrüße ich meine Lehrerin. Oops, erster Fehler. Die Klasse beginnt, und mein Kopf denkt in drei verschiedenen Sprachen. Heute bekommen wir endlich unsere Tests zurück. „Ausdruck, Anglizismus, Ausdruck”, steht neben meinem Text als Fehlermarkierung in Rot. Immer dasselbe. Während des Schultages kommen noch weitere seltsame Worte aus meinem Mund, wie ‘einhanden’ und ‘uploaden’. Wann wird dies endlich aufhören? Wann wird mein Deutsch endlich besser?

„Bei Kindern mit Migrationshintergrund sind es 38 Prozent, die vorrangig zu Hause Deutsch sprechen, rund 39 Prozent sprechen vorrangig eine andere Sprache, 23 mehrere Sprachen” (Quelle:https://mediendienst-integration.de/integration/mehrsprachigkeit.htm).

Doch nicht nur Kinder: In Deutschland gaben rund„38 Prozent an, eine weitere Sprache neben ihren Muttersprachen zu sprechen, und 29 Prozent an, zwei weitere Sprachen zu sprechen.” Mehrsprachigkeit hat aber nicht nur Nachteile. Studien zeigen, dass es für mehrsprachige Kinder ein Vorteil ist, wenn sie ihre Muttersprache in der Schule verwenden können. Die Verwendung der Muttersprache hilft Kindern, ihre sprachlichen Fähigkeiten zu entwickeln und schwierige Konzepte besser zu verstehen. Indem verschiedene Sprachen genutzt werden, wird die Flexibilität im Umgang mit Sprachen verbessert. Dies erleichtert das Lernen und Verstehen neuer Sprachen, sowie auch verschiedener Sprachstrukturen.

Mehrsprachigkeit ist ein Teil meiner Identität, meiner Familie, meiner Freunde und meiner Schule. Das Erlernen neuer Sprachen und die Fähigkeit, sie zu verstehen, ist ein Geschenk. Egal, wie viele Fehler ich in jeder Sprache mache, wie sehr ich die Sprachen auch vermische – Mehrsprachigkeit ist eine Bereicherung.

Die Frisur ist dem Jungen sein Make-up! 

Tina Zhou, International School of Düsseldorf

Wie es von A bis Z unzählige Make-up-Produkte gibt, gibt es heutzutage auch für jeden Buchstaben Frisuren von Jungen.

“Nah, they messed him up!”, “Bro, who’s your barber?!” – was so viel heißt wie: “Die haben dich ganz schön verunstaltet!”, “Alter, wer ist dein Friseur?!” sind übliche Kommentare, die man in der Pause hört, sobald ein Junge seine Kapuze abnimmt und seinen frischen Cut enthüllt. Mittlerweile ist das Thema Jungsfrisur überall Gesprächsthema, unter Jungs und auch Mädchen. Wer hätte sich gedacht, dass ein einfacher Haarschnitt das Aussehen von Jungs „make or break“-en kann?

Dass es auch schon so viele Fachbegriffe für Frisuren gibt, die letztendlich doch irgendwie gleich aussehen! Also, was ist jetzt nochmal der Unterschied zwischen einem “Taper”, “Fade” und einem “Taper Fade”? Anscheinend ist ein Taper eine Frisur mit einem allmählichen Übergang von lang zu kurz, vom Oberkopf bis zum Haaransatz. Der Fade hingegen hört vor dem Haaransatz auf und faded in die Haut (deshalb auch der Name). Dazu passend gibt es dann auch noch die verschiedenen Varianten von den Begriffen, zum Beispiel “Low Fade” und “High Fade”. Dann haben wir auch noch die eigentlichen Frisuren sowie: Buzz Cut, Bowl Cut, usw. Ach, wo wir gerade schon dabei sind, darf ich Ihnen vorstellen? Die Gen Z Jungs Frisur: Trommelwirbel bitte…- Wet Mop! Der Wischmop, oder auch der “Tik Tok Haircut“: ein modifizierter Bowl Cut mit langem, meistens unordentlichem, lockigem oder welligem Haar am Oberkopf und kurzem Haar an den Seiten und Hinterkopf. Dass die beliebte Frisur, der Bowl Cut oder Rundschnitt aus den 80ern, wieder zum Trend wird, hätte ich nicht kommen sehen.

So wie es aussieht, können Jungs sich nicht mehr darüber beschweren, wie viel Zeit Mädchen sich für ihr Make Up nehmen, da sie genauso viel Zeit für ihre Haare brauchen: Da wird gegelt, geföhnt, gebürstet etc. Ist doch schön, dass Jungs nun ihre eigene Form von Make-up entdeckt haben!

Chinesischunterricht nach der Schule: Sinnvoll oder zu viel Stress? 课外ä文课:合理还是压力太大?

Sophie Tang, International School of Düsseldorf

Als Kind chinesischer Eltern hier in Deutschland aufzuwachsen, gleicht einem Abenteuer zwischen zwei Kulturen. Um meine chinesische Identität nicht zu verlieren, haben sich meine Eltern dafür entschieden, dass ich nach der regulären Schulzeit Chinesischunterricht nehme. Die Idee, am Wochenende Zeit für Unterricht aufzubringen, wirft die Frage auf: Sollten Kinder nicht ihre Freizeit in vollen Zügen genießen sollen? Schließlich haben wir bereits fünf Tage Schule und nur zwei Tage bleiben für Spaß und Erholung. Ist es wirklich notwendig, noch mehr Unterricht zu haben?

Für mich ist es wichtig, meine Muttersprache nicht zu vergessen. Mit Chinesisch als Muttersprache öffnet sich nicht nur die Tür zur globalen Wirtschaft, sondern auch zu einer reichen Kultur. Die Gehirnaktivität wird durch die Muttersprache in Chinesisch gefördert, während man gleichzeitig mit über 1,2 Milliarden Menschen in Kontakt tritt. Als Muttersprachler wird man Teil einer weltweiten chinesischsprachigen Gemeinschaft und hat die Chance, mit den aufstrebenden Top-Unternehmen Chinas zusammenzuarbeiten, besonders wenn man sich in diese Richtung entwickeln möchte.

Aber andererseits haben wir schon von Montag bis Freitag Schule und sind mit anderen schulischen Verpflichtungen beschäftigt. Der Gedanke, auch am Wochenende noch Unterricht zu haben, fühlt sich definitiv zu viel an. Es ist schwierig, die Balance zu finden. Einerseits verstehe ich, warum meine Eltern möchten, dass ich die chinesisch Sprache lerne. Andererseits ist der Stundenplan bereits ziemlich voll. Die Diskussion über den Chinesischunterricht nach der Schule wirft die Frage auf, ob der zusätzliche Unterricht sinnvoll ist oder eher zu unnötigen Stress führt.

Persönlich nehme ich über die Online-Plattform “ihatoo” am Freitag und Samstag jeweils eine halbe Stunde Chinesischunterricht mit Lehrern aus China. Die Kosten belaufen sich auf 220 Yuan, etwa 30 Euro. Vor dem regulären Unterricht gibt es eine Probestunde, bei der das generelle Sprachlevel bewertet wird. Anschließend können die Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Lehrerinnen und Lehrern wählen. Die Herausforderung liegt in der zeitlichen Abstimmung, da China 7 Stunden vor der deutschen Zeit liegt.

Diese folgenden Erkenntnisse stammen aus einer Umfrage unter allen chinesischen Schülern der 9. Klasse an der Internationalen Schule Düsseldorfs. Alle vier Teilnehmer nehmen am Chinesischunterricht teil, drei am Samstag und eine am Sonntag. Ein Teilnehmer ist unsicher über den Nutzen des Unterrichts, während drei betonen, dass der Unterricht ihre Sprachkenntnisse gesteigert hat. Bezüglich der Sinnhaftigkeit des Weiterlernens sind sich drei einig, während eine Person Zweifel äußert. In Bezug auf die Vereinbarkeit mit schulischen Verpflichtungen teilen sich die Meinungen, wobei drei finden, dass es leicht ist und eine Person anderer Meinung ist. Über die Wichtigkeit der Muttersprache sind sich drei einig, während eine Person dies als nicht relevant betrachtet. In Bezug auf den Spaßfaktor gibt es gemischte Meinungen: Eine Person ist unsicher, eine stimmt zu, während zwei andere dies verneinen. Diese Vielfalt spiegelt die unterschiedlichen Standpunkte der Schülerinnen und Schüler wider.

Die Diskussion über den Chinesischunterricht zeigt, dass Schülerinnen und Schüler  chinesischer Herkunft unterschiedliche Ansichten dazu haben. Einige empfinden den Unterricht als vorteilhaft, während andere ihn möglicherweise als zusätzlichen Stress wahrnehmen. Die kürzlich durchgeführte Umfrage unter Schülern der 9. Klasse gibt einen Einblick in diese Vielfalt an Meinungen. Die Entscheidung für oder gegen den Chinesischunterricht sollte davon abhängen, was für einen selbst wichtig ist, um eine ausgewogene Balance zwischen der Pflege der ersten Muttersprache und dem persönlichen Wohlbefinden zu finden.

Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, hart zu arbeiten und sich den Herausforderungen zu stellen, selbst wenn sie anfangs entmutigend erscheinen. Ich bin meinen Eltern zutiefst dankbar dafür, dass sie mich dazu gedrängt haben, Chinesisch zu lernen und ich bin stolz darauf, wie weit ich seitdem gekommen bin. Als ich letztes Jahr nach 2-3 Jahren Corona-Pause endlich wieder nach China reiste, konnte ich deutlich einen Unterschied sehen. Ich konnte mehr, als ich zuvor konnte, ich verstand mehr und kannte auch mehr Schriftzeichen. Das verdanke ich dem unermüdlichen Einsatz meiner Eltern und meiner eigenen Entschlossenheit, weiterzumachen, auch wenn es schwer und anstrengend ist.