Archiv der Kategorie: Erzb. St. Ursula-Gymnasium

Politik und Umweltschutz – Der Klimagipfel in Kopenhagen

Vom 7. bis zum 18. Dezember 2009 findet in Kopenhagen ein sog. Klimagipfel statt, bei dem sich Politiker treffen und überlegen, wie sie den Klimawandel in Griff kriegen können. Sie wollen also versuchen, Auswege aus dem Klimawandel zu finden und dafür Abkommen verhandeln. Das sind Versprechen, die die Länder einhalten.

Ein Abkommen wäre beispielsweise, dass bis 2020 ca. 40 Prozent aller Treibhausgasemissionen in Deutschland eingespart werden. Dies wäre eine mögliche Lösung für ein Abkommen. Bei einem Klimagipfel 1997 in Kyoto wurde ein Abkommen verhandelt, das besagt, dass bis 2010 15 Prozent der Treibhausgase, darunter auch Kohlendioxid, reduziert sein müssen. Dieses Abkommen ist aber gescheitert, also wollen sich die Politiker ein neues überlegen.

Viele Menschen glauben aber, dass der Kopenhagen-Klimagipfel scheitert. Sie denken, dass die Politiker es nach dem gescheiterten Abkommen von Kyoto wieder nicht hinbekommen werden, sich an das Abkommen zu halten. Es gibt auch Menschen, die gegen den Klimagipfel demonstrieren wollen, da sie einfach dagegen sind oder andere Gründe haben.

Ein weiteres Problem ist, dass es noch nicht sicher ist, ob Barack Obama zu dem Klimagipfel erscheinen wird. Da die USA aber zu den Hauptroduzenten von Treibhausgasen ist, wäre das Abkommen natürlich wirksamer, wenn er sich auch daran hält und es unterschreibt.

Auch wenn sich die Politiker sehr um den Klimaschutz bemühen, meinen die meisten Menschen, dass sie noch keine erkennbaren Besserungen bemerkt haben und dies wohl auch in Zukunft nicht bemerken werden.

Viele wollen natürlich auch selbst den Klimaschutz in die Hand nehmen, da sie zum Beispiel nicht richtig an die Unterstützung der Politiker glauben oder einfach mithelfen wollen. Jeder kann also durch ein wenig umweltfreundlicheres Handeln und Leben den Klimawandel versuchen zu verhindern, auch wenn ein einziger Mensch vielleicht nicht so einflussreich ist.

Aber wenn alle zum Beispiel Energiespaarlampen benutzen würden oder darauf achten würden, dass das Licht in verlassenen Räumen nicht an bleibt, würde das schon helfen, um die Temperaturen nicht in ganz so schnell auf der Erde steigen zu lassen.

Clara Pietrek, Düsseldorf, Erzb. St. Ursula-Gymnasium

Interview mit einem Hockey-Trainer – Mein Leben für den Sport

Interview mit Akim Bouchouchi, einem Trainer und Spieler des Düsseldorfer Hockey Clubs

Jana: Akim, du spielst Hockey mit den 1. Herren und trainierst mehrere Mannschaften im Düsseldorfer Hockey Club. Außerdem bist du auch für manche

Auswahlmannschaften zuständig, hilfst am Lessing Gymnasium und studierst, wie bekommst du dies alles in einer Woche koordiniert?

Akim: (Grübelnd) Ich versuche alles bestmöglich zu bewältigen. Natürlich muss man dabei auch Prioritäten setzen und abends nicht mit Freunden weggehen, sondern E-Mails bearbeiten und Strategien für jede einzelne Mannschaft überlegen!

Jana: Wie sieht dabei dein Tagesablauf aus?

Akim: Ich studiere auf Lehramt Sport und Chemie. Nebenbei gehe ich zuerst ins Lessing Gymnasium und arbeite dort bei der Hausaufgabenbetreuung, danach

trainiere ich nacheinander meine Mannschaften im DHC. Später habe ich dann noch selber Training mit den 1.Herren.

Jana: Kommt das von dir aus, dass du einige Mannschaften trainierst, oder ist der Verein auf dich zugekommen und hat dich gefragt?

Akim: Anfangs hat mich jemand gefragt, ob ich eine Mannschaft trainieren möchte, nach und nach kamen dann auch andere Trainer und fragten mich, ob ich nicht auch Torwarttrainer- sowohl beim DHB als auch im Verein- sein möchte, dadurch, dass ich selber bei den 1.Herren als Torwart spiele. Mittlerweile setzen wir Trainer uns zusammen und planen, wer wann wo wen

trainiert!

Jana: Also bist du ein sportlicher und motivierter Trainer?

Akim: (Mit einem verlegenen Lächeln) Ja, doch! Wenn ich mal nicht so motiviert bin, dann motivieren mich meine Mannschaften.

Jana: Hattest du irgendwann schon mal den Gedanken, den Club zu wechseln? Wenn ja, warum?

Akim: Als Spieler ja, wenn ich nicht spielen durfte oder nicht zufrieden sowohl mit meiner als auch mit der Leistung meiner Mannschaft war. Als Trainer: Nein, da habe ich ja meine Mannschaften, die mich aufmuntern.

(Lächelnd)

Jana: Bleibt dir denn überhaupt noch Freizeit für Freunde oder eine Freundin?

Akim: Meine Freundin ist sehr flexibel in ihrer Zeitgestaltung, sodass wir die verbleibende Zeit gut nutzen können. Außerdem ist sie sehr tolerant! Meine anderen Freunde kommen vielfach auch aus dem Hockeykreis.

Jana: Welche Tipps würdest du Personen, die mit einer Ausbildung zum Trainer anfangen wollen?

Akim: Als Erstes würde ich mit dem Co-Training anfangen, um immer wieder dazuzulernen. Der Altersunterschied jedoch sollte mindestens bei 3 Jahren

liegen. Später lässt man sich am besten zunächst in der untersten Trainerklasse, dem C-Trainerschein, ausbilden und kann dann ungefähr nach 2-3 Jahren eine eigene Mannschaft trainieren. Man sollte aber engagiert und

motiviert sein!

Jana: Im Prinzip muss man also sein Privatleben sehr einschränken, um Profi werden zu können?

Akim: Ja klar, eine Einschränkung ist immer da. Deshalb ist eine gute Planung, viel Kontinuität und eine große Portion Disziplin wichtig.

Jana: Was hast du für ein Gefühl, wie wirkt der DHC nach außen?

Akim: (Verlegen) Ich denke, wir sind eine geschlossene, familiäre Gemeinschaft, denn meist ist sogar die ganze Familie als passives oder aktives Mitglied im DHC vertreten. Allerdings hat man wenig Zeit für „nicht

Hockey spielende“ Freunde.

Jana: Wie war es für dich, als du mit den 1.Herren in die 1.Bundesliga aufgestiegen bist?

Akim: Ein Traum! Ich hätte nie gedacht, dass dieses Ziel zu meiner aktiven Spielzeit Wirklichkeit wird. Allerdings hatten wir auch weltklasse Fans dabei, die uns unglaublich unterstützt haben.

Jana: Hattest du schon oft eine schwere Verletzung? Wenn ja, welche?

Akim: Nein, ich hatte zwar einmal einen Meniskusriss, ansonsten schmerzen aber nur hin und wieder mal mein Rücken oder die Knie. Allerdings haben wir dafür einen professionellen Betreuerstab, der unsere sofortige Genesung

unterstützt.

Vielen Dank, dass du für mich Zeit gefunden hast und noch viel Spaß beim Training!

Jana Zur Linden, Düsseldorf, Erzb. St. Ursula-Gymnasium

Die Mädchen des Golfclub Meerbusch greifen an – Girls for Golf

Samstagmorgen, 8.30 Uhr. Vier Grad Celsius – gefühlte zwei Grad – an diesem grauen, verregneten Novembermorgen. Die sieben Spielerinnen der Jugendmädchenmannschaft stehen alleine auf der Driving Range des Golfclub Meerbusch. Sie wärmen sich für ihr Training auf.

Hier und da hört man ein „Oh nein, ich habe meinen Tee vergessen“ oder „Ich erfriere fast“. Aber egal, wie kalt oder nass es ist, alle sind wild darauf, Golf zu spielen. Erst vor kurzem hat Head Pro Thomas Gerhardt, der die sieben trainiert, die Mädchenmannschaft gegründet. Mädchen waren bisher nicht stark in dem vor elf Jahren gegründeten Club vertreten. Aber in den vergangenen beiden Jahren haben sie sich durchgesetzt in der bisher von Jungen dominierten Spielerlandschaft. Die Mädchen sind alle zwischen zehn und 14 Jahre alt. Die beiden ältesten sind Julia und Camilla, beide sind 14, Celine und Carlotta sind 13, dann kommen Jana mit zwölf und Emilia mit elf Jahren. Die jüngste, gerade zehn geworden, ist Anna–Theresa. Aber gerade sie ist eine der Spielstärksten und trainiert schon seit einem Jahr zusätzlich im Kader des Deutschen Golfverbandes. Dort werden besonders talentierte Golfer gefördert.

Doch begeisterte Spielerinnen sind sie alle und über das ewige Vorurteil „Golf ist doch kein Sport und hat mit Mannschaftsleistung nichts zu tun“ können sie nur lachen. Sie wissen, dass bei einer 18-Loch Golfrunde mehr Muskeln als bei jeder anderen Sportart bewegt werden, außerdem vier Stunden höchste Konzentration gefragt ist. Dazu kommt, dass im Mannschaftsspiel jeder Schlag eines Spielers für das Mannschaftsergebnis zählt, das bedeutet vier Stunden extremen Druck für alle Teammitglieder. Da kann keiner zwischendurch auf der Bank sitzen und durchatmen.

Deshalb verlangt Thomas Gerhardt ihnen auch viel ab: Wer in der Mädchenmannschaft spielen will, muss selbstverständlich regelmäßig zum Training erscheinen und mindestens zweimal in der Woche in Zusatzstunden alleine trainieren. Dazu gehört Disziplin, Bereitschaft und – am allerwichtigsten – der Teamgeist .

Die sieben Meerbuscher Mädchen haben großes Glück. Sie verstehen sich alle gut und halten fest zusammen, so dass sie problemlos ihre Extratrainingseinheiten zusammen erledigen können. Keine drückt sich. Denn sie haben alle das selbe Ziel: in der kommenden Saison als Mädchenmannschaft für den Golfclub Meerbusch bei den Jugendligaspielen in NRW anzutreten. Und natürlich träumen sie von der Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft. Dafür nehmen sie Vieles in Kauf, auch die fast abgestorbenen Hände an diesem grauen, verregneten Novembermorgen.

Carlotta Willems, Düsseldorf, Erzb. St. Ursula-Gymnasium

Ausstellung im Düsseldorfer Rathaus – Heute selbstverständlich: 90 Jahre Frauenwahlrecht

Wenn ich meiner kleinen Schwester, die mit ihrem Zwillingsbruder

gerade durch die Ausstellung „90 Jahre Frauenwahlrecht“ im Düsseldorfer Rathaus tobt, sagen würde, dass sie später einmal nicht die gleichen Rechte wie ihr Bruder hätte, würde sie mir wahrscheinlich einen Vogel zeigen.

Noch vor weniger als 100 Jahren wäre dieser Satz Wirklichkeit gewesen. Die Frau blieb zu Hause, kümmerte sich um den Haushalt und die Kinder. Der Mann verdiente das Geld. In der Politik gab es auch ausschließlich Männer, die Frau hatte noch nicht einmal das Recht, wählen zu gehen.

Erst als es immer mehr erwerbstätige Frauen gab, wurde der Wunsch nach Bildung und Gleichberechtigung immer lauter. Da die Frauen politisch zunächst allerdings nichts erreichen konnten, änderte sich ihre Situation vorerst nicht. Erst 1918, nachdem Finnland, 1905 gefolgt von Norwegen, Dänemark und Island, bereits ein Frauenwahlrecht eingeführt hatte, geschah dies auch in Deutschland. Im November 2008 jährte sich zum 90. Mal der Tag, an dem allen Frauen über 20 Jahren im damals Deutschen Reich das aktive und passive Wahlrecht, das heißt, das Recht zu wählen und gewählt zu werden, gesetzlich zugesichert wurde.

Die Ausstellung „90 Jahre Frauenwahlrecht“ im Düsseldorfer Rathaus erzählt diese Geschichte mit vielen Bildern auf großen Schautafeln. Auch wenn die Stadt im Kampf um das Frauenwahlrecht keine zentrale Rolle gespielt hat, finden sich in der Ausstellung viele Beispiele aus dem Stadtarchiv, die anschaulich zeigen, welche politischen Bewegungen und Parteien diese Entwicklung begleitet haben, und wie dies von der lokalen Presse aufgenommen wurde.

Hier wie überall ging es nicht nur darum, wählen zu dürfen, sondern auch gewählt zu werden. Die Ausstellung zeigt eine Reihe von Düsseldorfer Frauen, die sich aktiv in der Politik betätigt haben. Über die Biographien der einzelnen Frauen wird allerdings nicht berichtet. Das ist schade, denn ein beispielhafter Lebenslauf wäre vielleicht noch interessanter als die vielen Daten und Statistiken gewesen, um das Leben einer politisch engagierten Frau der damaligen Zeit nachempfinden zu können.

Das bemerkt jedoch niemand, denn die Ausstellung ist menschenleer. Auch der Pförtner erzählt, dass es schon besser besuchte Ausstellungen gegeben habe. Vielleicht wird das Frauenwahlrecht heute schon als so selbstverständlich angesehen, dass sich niemand mehr damit beschäftigen möchte. Ich bin jedenfalls froh, meiner Schwester nicht sagen zu müssen, dass sie später einmal nicht wählen darf. Ich glaube, sonst hätte ich noch viel zu erklären.

Leonie Trautmann, Düsseldorf, Erzb. St. Ursula-Gymnasium

Reiten als Therapie – Wie Pferde heilen können

Der Hof Gut Rodeberg, auf dem Reitstunden angeboten werden, liegt am Rand von Unterbach. Es gibt dort 15 Pferde, einige von diesen kann man ab und zu auf der Equitana oder anderen bekannten Pferdeveranstaltungen sehen.

Man kann aber auch Therapiestunden nehmen, die meistens am Vormittag, manchmal aber auch am Nachmittag stattfinden. Diese beinhalten das heilpädagogische Reiten und Voltigieren. Dazu wurden extra zwei Pferde ausgebildet, die aber auch in den Reitstunden mitgehen. Natürlich kann man auch, wenn man es lieber möchte, eine Therapie ohne ein Pferd machen.

Die Therapeuten gehen regelmäßig auf Veranstaltungen und Seminare, um sich weiter fortzubilden, damit sie immer auf dem neuesten Stand der Therapiemethoden sind. Frau Helm, die Besitzerin des Hofes und Leiterin der meisten Therapien, hat 1998 ein Studium als Diplom-Heilpädagogin absolviert und arbeitet seitdem mit Kindern und Erwachsenen.

Auf der Suche nach einer alternativen Therapieform kam sie auf die Idee, mit Pferden in freier Natur zu arbeiten, mit dem Ziel, nicht behinderte und behinderte Kinder und Erwachsene zusammenzubringen. Außerdem möchte sie ihren Patienten das Pferd als Medium für die körperliche und geistige Entwicklung näher bringen.

Es werden auf dem Hof unterschiedliche Arten von Therapien für verschiedene Arten von Behinderungen angeboten, zum Beispiel bei Sprach- und Lernbehinderungen, geistigen oder körperlichen Behinderungen, allgemeinen Schulproblemen, Wahrnehmungsproblemen oder Verhaltensauffälligkeiten.

Isabel Creutz, Düsseldorf, Erzb. St. Ursula-Gymnasium

Ausflugstipp – Kunst und Natur als Erlebnis

Ist das Stadtleben zu hektisch? Brauchst du Zeit zum Entspannen? Dann ist, die Museumsinsel Hombroich in Neuss ist ganau das Richtige. Die sieben Euro Eintrittsgeld lohnen sich, und am Samstagmorgen um zehn Uhr hat man alles für sich allein.

Es ist spannend, durch eine Auen- und Terassenlandschaft zu gehen, in der Gebäude als Skulpturen mit Kunstwerken stehen. Sie sind perfekt an die Umgebung angepasst mit den Ziegelsteinen, die moosbewachsen sind, dem Glas, in dem sich die Landschaft spiegelt, und der äußeren Gebäudeform.

Es ist wundervoll entspannend durch einen Wald zu spazieren, das Gezwitscher, das Entengeschnatter an den Teichen und das Kreischen der Reiher auf sich einwirken zu lassen.

Es gibt 17 verschiedene Gebäude, wie zum Beispiel ein speziell erbauter Turm, ein Haus, das wie ein Labyrinht gestaltet ist, in dem sich asiatische Skulpturen und gegenstandslose Gemälde befinden, oder einen Glaspavillon.

Nicht zu vergessen ist Anatols Werkstatt, vor der die verschiedensten aus Eisen gefertigte Figuren stehen. Versteckt in der Parklandschaft sind verschiedene Skulpturen eingestreut zu entdecken. Aber die ungewöhnlichen Räume werden durch Kunstwerke wie Baumstämme, die zu Sitzgelegenheiten ausgebrannt wurden, oder Gemälden mit physikalischen Themen ausgestattet.

Besonders eindrucksvoll war ein Holzstamm, der so zurechtgeschnitzt wurde, dass er mehrere Köpfe und Gesichter zeigt. Und wenn man dann ermüdet von den vielen Eindrücken und Wegen eine Pause machen möchte, stehen immer wieder Bänke mit schöner Aussicht bereit und am Ende auch eine Glascafeteria, in der man sich mit einem deftigen Schmalzbrot oder anderen Leckereien stärken kann. In der schön möblierten Cafeteria kann man ein letztes Mal alles Revue passieren lassen, bevor man den Rückweg antritt.

Für Fragen ist das freundliche Personal immer zur Auskunft bereit. Zum Beispiel nach dem Zweck der Museumsinsel gefragt, wurde die Auskunft gegeben, dass Kunst parallel zur und in der Natur integriert gezeigt werden soll.

Christopher Holfeld, Düsseldorf, Erzb. St. Ursula-Gymnasium

Zum Anbeißen – Brasilianische Tortenkunst

Verführerisch, süß, einfach zum Anbeißen. So würde man den Duft in dem kleinen aber feinen „Atelier-Gourmet“ beschreiben. Kaum hat man den Duft wirklich wahrgenommen und definiert, wird man von der Inhaberin Maria de Fàtima Thomas herzlich begrüßt.

Die imposanten Torten auf dem Regal ziehen sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Tolle Verzierungen kombiniert mit einem geschmackvollen Farbenspiel beeindrucken den Betrachter schon nach kurzem Wahrnehmen. Die gebürtige Brasilianerin eröffnete dieses faszinierende Geschäft am 24.November 2007 in Meerbusch-Büderich.

Doch war dies nicht immer ihr Lebenstraum, sondern erst einmal ein Hobby. Eigentlich studierte Fàtima Thomas Kommunikationswissenschaften in Rio de Janeiro, um später Journalistin zu werden. Ihr erfolgreich abgeschlossenes Studium wurde in Deutschland aber nicht anerkannt. Nun stand ihr Hobby wieder im Vordergrund und die Erinnerungen an ihre Kindheit in Brasilien, in der sie mit prachtvollen Torten bereits viel Erfahrung gesammelt hatte, holten sie ein. Sie verzierte die Geburtstagstorten ihrer Kinder, wobei sie sich an Walt Disney Filmen orientierte. Die nötige Kreativität, das Gefühl für Farben und die Phantasie waren schon immer vorhanden, so dass sie beschloss, eine zweijährige Ausbildung zur Patisseurin in Großbritannien und den USA zu machen.

Ihre Freundin brachte sie auf den Gedanken, eine eigene Patisserie zu eröffnen und ihr Hobby zum Beruf zu machen. Seitdem gestaltet sie außergewöhnliche Torten für Geburtstage, Hochzeiten und andere Feste. Die Kunden inspirieren sie immer wieder aufs Neue, denn sie liefern ihr Ideen für die Gestaltung. Auch anspruchsvolle Torten gestaltet sie kunstvoll und mit atemberaubender Perfektion. Dafür legt sie manchmal sogar Nachtschichten ein und arbeitet bis in die frühen Morgenstunden; trotzdem ist sie immer gut gelaunt und freundlich.

Ihr großes Vorbild ist Colette Peters, eine berühmte New Yorker „Cake Designerin“. Ihren Traum, mit Kindern zu arbeiten, verwirklicht sich Fàtima Thomas, indem sie Workshops besonders für „die Kleinen“ anbietet, welche an zwei Sonntagen im Monat stattfinden. Neben dem anspruchsvollen Beruf regelt sie den Haushalt und kümmert sich um ihre zwei Kinder. Ihr Mann ist ihr dabei eine sehr große Hilfe. Um mehr Zeit mit ihrer Familie zu verbringen, ist sie montags und dienstags meist nicht in ihrem Geschäft anzutreffen, in dem es so verführerisch, süß und einfach zum Anbeißen duftet.

Johanna Brenninkmeyer und Alexandra Junke, Düsseldorf, Erzb. St. Ursula-Gymnasium

Der Alltag der Landtagspräsidentin – Kaum Zeit fürs Privatleben

Als Landtagspräsidentin hat man viel zu tun: Sitzungen im Parlament

leiten, hier einen Staatsgast empfangen, da Kompromisse zwischen

Fraktionen verhandeln, morgen eine Veranstaltung über Wirtschaft und

Schule eröffnen. Außerdem gibt es noch ein Gesetz zu unterschreiben,

und – fast wäre es in Vergessenheit geraten – warten Prominente in Essen

auf ein großes Gala-Dinner.

Seit 2005 ist Regina van Dinther von der CDU als Landtagspräsidentin und somit auch als Abgeordnete arbeitende im Amt. Beschlossen wurde dies in der 1. Sitzung der Legislaturperiode im Jahr 2005 von dem damaligen Parlament und seinen Abgeordneten.

Fast 300 Mitarbeiter, drei Vertreter, die Vizepräsidenten, und ein Direktor

stehen ihr bei den langen, arbeitsreichen Tagen von einem zwölf bis 16

Stundenlimit (außer Sonntage, da sind es sechs bis sieben Stunden) zur Seite. Ihre Vertreter sind von den Parteien SPD, FDP und den Grünen.

Und sie weiß, was wir anhand des Pisa-Ergebnisses ändern müssen: „Auf jeden Fall besser werden, mehr anstrengen. Denn wir brauchen Schüler, die gut ausgebildet sind.“ Doch nicht nur Pisa-Ergebnisse und lange Tage beschäftigen die Landtagspräsidentin.

Auch für Beerdigungen wie zum Beispiel vom

ehemaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau, musste die Rede

vorbereitet werden. „Diese Rede war meine bisher schwerste Aufgabe“,

sagte van Dinther.

Hinzu kommen aber auch die rund 60000

Besucher pro Jahr, die den Landtag besichtigen, und solche, die

sich die Veranstaltungen im Parlament ansehen. Das sind wiederum

40000. Eine abwechslungsreiche und spannende Aufgabe ist es jedoch, Schulen

zu besuchen.

Unter diesen vielen Aufgaben darf man nicht die Bundeskanzlerin Angela Merkel vernachlässigen. Sie und Regina van Dinther sind Freundinnen und kennen sich seit 18 Jahren. Sie arbeiten zusammen, lachen aber auch miteinander.

Jedoch bleibt zum Lachen nicht immer Zeit, denn das Leben als

Landtagspräsidentin verlangt viel Einsatz und lässt wenig Spielraum

für das Privatleben.

Caroline Sophie Järgens, Düsseldorf, Erzb. St. Ursula-Gymnasium

Jana Babka räumt ab – Mit viel Schweiß zum Erfolg

Im Stadtteil Knittkuhl turnt derzeit die 14- jährige Juniorenmeisterin Jana Babka mit großem Erfolg in der Turnhalle des Marie-Curie Gymnasiums. Mit vier Jahren hat sie ihre Turnkarriere begonnen und seitdem Medaille um Medaille vom Siegerpult abgeräumt.

Sechsmal in der Woche trainiert ihr Verein, der SSV Knittkuhl, in der Sportart rhythmische Sportgymnastik vier Stunden lang, um sich auf anstehende Wettkämpfe mit kniffeligen und aufregenden Disziplinen vorzubereiten.

Während leise Musik läuft, liegen die Mädchen in der Halle, strecken und recken sich, machen Kraftübungen und üben den Spagat unter dem wachsamen Auge von Trainerin Maike Rejek. Die Übungen werden ständig wiederholt. Erst Aufwärmen, dann Ballet, Sprungtechnik und zu guter letzt das Einüben von Choreographien.

„Am meisten interessiere ich mich für das Seil“ verkündet Jana. Jedoch ist nicht nur das Turnen in der Halle gefragt. Auch an monatlichen Wettkämpfen nehmen die Turnerinnen gerne teil. Mit Seil, Keule, Band oder Ball verzaubern sie das Publikum immer wieder aufs Neue.

„Jana ist eine geborene Mannschaftssportlerin. Sie ist sehr ehrgeizig und hat ein gutes Gefühl mit den Geräten“ erzählt Trainerin Maike Rejek. Beispielsweise bei den deutschen Meisterschaften 2007: dort errangen die Mädchen die Goldmedaille vor.

Mit tollen Kostümen und vor allem atemberaubenden Tricks und Übungen zogen sie nicht nur das Publikum, sondern auch die hartnäckige Jury auf ihre Seite.

Auch in der Düsseldorfer Phillipshalle wurde schon häufig um den Sieg gekämpft.

Jana wird sehr von ihrer Familie unterstützt. Die Eltern fahren sie in die Städte, in denen Wettkämpfe stattfinden. „Ich stehe immer hinter Jana und hoffe sehr, dass ihre Karriere noch lange so weiter geht“ sagt Susanne Babka, Leiterin des Landesleitungsstützpunktes der Rhythmischen Sportgymnastik, die zugleich Janas Mutter ist.

Deshalb hat sie auch nichts dagegen, dass Jana manchmal von Morgens früh bis abends um acht nicht zuhause ist. Die ganze Familie weiß Janas Ehrgeiz sehr zu schätzen. Und wenn es darum geht wieder einmal die anderen Konkurrentinnen zu besiegen und die Jury buchstäblich vom Hocker zu hauen, dann sitzen alle Babkas natürlich in der ersten Reihe.

Isabelle Grahlke und Jule Bäuning, Düsseldorf, Erzb. St. Ursula-Gymnasium