Ein Stück Reeser Stadtgeschichte – Die Stadtmauer als Schutzwall

Die Geschichte der Stadtmauer von Rees reicht weiter als 700 Jahre in die Vergangenheit zurück. Bevor Rees zur Stadt erhoben wurde, hatte Rees nur einen Wall aus Erde und Holz. 60 Jahre nach der Stadterhebung ordnete der Kölner Erzbischof den Bau einer steinernen Mauer an. Im Jahre 1290 fingen die Bürger von Rees an eine Stadtmauer aus Stein zu erbauen. 1310 wurde der Bau der Mauer beendet.

In die Mauer wurden von 1290 bis 1540 insgesamt fünf Tore eingelassen, nämlich das Wassertor, das Delltor, das Falltor, das Krantor und das Rhinwickertor. Die Mauer war sechs Meter hoch und 60 bis 80 Zentimeter dick. Damals diente die Stadtmauer dazu, Schutz vor Plünderern und wilden Tieren zu garantieren.

Die Stadtmauer sollte die Bürger aber auch vor den Gewalten des Rheins schützen. Diesen Zweck erfüllt sie auch heute noch. Außerdem gab die Höhe der Mauer und die der Türme an, wie bedeutend die Stadt ist. Auch die Anzahl der Türme ist entscheidend gewesen. Im Jahr 1583 wurden an mehreren Ecken der Mauer und an den wichtigsten Toren Basteien gebaut. Einige Teile der Stadtmauer wurden zerstört, aber längs des Rheins ist die Mauer noch komplett.

Daniel van de Velden, Rees, Gymnasium Aspel

Umweltverschmutzung hat dramatische Folgen – Stoppt den Klimawandel!

Noch 100 Monate, dann wird der Klimawandel nicht mehr zu stoppen sein. Wenn unsere Erde Sonnenstrahlen aufnimmt, halten Gase viel mehr zurück als überhaupt nötig, und es wird immer heißer. Wenn wir Steinkohle oder Erdöl verbrennen, setzen wir CO2 frei. Zu viel CO2 ist nicht gut für unsere Erde, denn es verursacht die Erderwärmung. Wir müssen etwas gegen den Klimawandel tun, damit wir bald eine bessere Welt haben.

In den vergangenen 100 Jahren hat sich die Erde durchschnittlich um 0,8 Grad erwärmt. Wird es um zwei Grad wärmer als heute, verdursten und verhungern Millionen Menschen. Der Meeresspiegel steigt und es kann zu riesigen Überflutungen kommen, heftige Wirbelstürme können Häuser zerstören. Es wird zu heiß auf der Erde und fruchtbarer Boden wird austrocknen.

1,5 Millionen Flüchtlinge werden dann versuchen, in die gemäßigten Klimazonen zu kommen und damit auch zu uns. Denn wir wohnen in einer der sichersten Regionen der Welt. Das würde für Chaos sorgen, wenn so viele Menschen nach Deutschland kommen. Sogar Krankheiten könnten auftreten, die es bisher nur in den Tropen gab.

Wir müssen also etwas gegen den Klimawandel unternehmen und unsere Umwelt besser schützen. Wir können beispielsweise unseren Müll richtig trennen oder Strom sparen indem wir unser Licht ausmachen, wenn es unnötig brennt. Der Verbrauch von Haarspray und anderen Sprays könnte verringert werden. Wir sollten statt mit dem Auto lieber öfter mit dem Fahrrad fahren. Mit solchen Möglichkeiten kann jeder dazu beitragen, den Klimawandel aufzuhalten.

Alina Schneidereit, Rees, Gymnasium Aspel

Schulpolitik – Acht Jahre Gymnasium – reicht das?

In Nordrhein-Westfalen werden 2012 die ersten Gymnasiasten ihre Schule nach dem 12. Schuljahr mit dem Abitur in der Tasche verlassen. Mit dieser Reglung haben viele Schüler, Eltern aber auch Lehrer ihre Probleme.

Die Schüler des Gymnasiums Aspel beispielsweise sind empört. Sie würden den Stoff nicht schaffen und hätten immer weniger Freizeit, erklären sie. Die Lehrerin Pascale Ruhle sagt: „Möglicherweise fehlt den Abiturienten noch die Reife. Außerdem kann ich mich mit dieser Situation noch nicht anfreunden, denn schon jetzt wird ziemlich viel Druck auf die Schüler und Schülerinnen ausgeübt, die zwölf Jahre zur Schule gehen.“

Die Schüler und Schülerinnen der Klasse 7D meinen, dass sie jetzt schon ziemlich wenig Freizeit hätten, da sie für die Schule lernen müssten. Außerdem können die Schüler der Änderung nichts Positives abgewinnen. Wegen der Streichung des 13. Schuljahrs werden auch immer öfter die Fächer Religion und Musik gestrichen.

Die Politikerin Gitta Franke-Zöllmer vom „Verband Bildung und Erziehung“ kann sich auch schlecht mit der Umstellung anfreunden. Sie bevorzuge die neun Schuljahre auf dem Gymnasium. Doch ob sich die Umstellung der Schuljahre jemals ändern wird, ist die große Frage.

Zuerst jedoch müssen die Erfahrungen der ersten Jahrgänge abgewartet werden.

Helen Schwarz, Rees, Gymnasium Aspel

Gasometer lädt Besucher zum Staunen ein – Der Mond zum Greifen nahe

Eine neue Ausstellung im Gasometer Oberhausen nimmt die Besucher mit auf eine Reise in den Kosmos: „Sternenstunden-Wunder des Sonnensystems“ zeigt seit dem 1. April bis zum 10. Januar 2010 Nachbildungen des Planetensystems und Aufnahmen fremder Welten. Die Ausstellung mit Leihgaben von Raumfahrtunternehmen und Museen ist eine Gemeinschaftsaktion der Gasometer Oberhausen GmbH und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Am 1. April legten Peter Hintze, Parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, und der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, Prof. Johann-Dietrich Wörner, gemeinsam ihre Hand auf den roten Knopf, um die Mond-Skulptur von Wolfgang Volz zum Leben zu erwecken. Seitdem können Besucher ihre Reise in den Kosmos antreten.

Zu sehen gibt es sowohl alte, als auch neue Geräte der Raumfahrt, Bilder der Sonne und ihren Planeten. Unterhalb der ehemaligen Gasdruckscheibe beginnt die Ausstellung mit den Modellen der Sonne und ihren Planeten. In dem 68 Meter weiten Raum sieht es aus, als würden die Modelle schweben. Der gesamte Gasometer wird durch eigens komponierte Sphärenklänge in einen planetarischen Erlebnisraum verwandelt.

Der Höhepunkt der Ausstellung ist der mit 25 Metern Durchmesser „größte Mond auf Erden“. In 100 Metern Höhe zeigt er alle Mondphasen von Neumond zu Vollmond. Alle Mondphasen zusammen dauern 20 Minuten. Mit einem Glasaufzug kann man an dem Mond vorbeifahren. Eine weitere Attraktion ist das Fläschchen mit einem Milliliter Mondstaub. Die Ausstellung beginnt mit der Entstehung und endet mit dem Untergang unsere Sonne. „Sternstunden“ ist ein Ereignis, dass zum Staunen, Wundern und Nachdenken einlädt.

Saskia Gärtner, Rees, Gymnasium Aspel

Das Krematorium Dieren – Plüschbären, Raketen und Waldgräber

Im April haben wir das Krematorium in Dieren (NL) besucht und hatten die Gelegenheit, uns über beeindruckende Bestattungsformen und Rituale zu informieren.

Das 1954 erbaute Krematorium liegt in einer großen, naturbelassenen Landschaft. Viele Menschen kommen aus Deutschland, um hier die Trauerfeier für ihre verstorbenen Angehörigen zu veranlassen. Sie ziehen diesen Ort vor, weil sie hier – im Gegensatz zu Deutschland – die Möglichkeit haben, verschiedene Bestattungsformen zu nutzen, die in Deutschland nicht erlaubt sind.

Die außergewöhnlichsten Bestattungsformen sind die Asche-Rakete, bei der ein Teil der Asche in einen Feuerwerkskörper eingearbeitet wird, der dann wie die üblichen Silvesterraketen in den Himmel geschossen wird. Die Weltraumbestattung ist mit Abstand die teuerste Bestattungsmöglichkeit. Die Kosten fangen bei 12000 Euro an. Nach der Einäscherung wird dafür ein kleiner Teil der Asche (etwa ein bis sieben Gramm) in eine spezielle Urne gefüllt, die dann mit anderen Urnen an einer Rakete in die Erdumlaufbahn geschossen wird.

Außerdem gibt es die Ascheverstreuung aus der Luft. Die Asche wird bei einer besonderen Zeremonie mit einem Heißluftballon in ruhiger Fahrt über einem großen Waldgebiet ausgestreut. Andere Bestattungsformen sind eine Urne für zu Hause, die Asche im Amulett, die Edelsteinbestattung und die Diamantenpressung. Dafür wird bei hohem Druck und bei hoher Temperatur die Asche in einen Diamanten umgewandelt. Es gibt verschiedene Schmuckstücke, zum Beispiel Herz- oder Sternanhänger, Kreuze, Yin- und Yang-Zeichen, Ketten, Armbänder und Ringe.

Im großen, nahe liegenden Friedwald stehen hohe Tannen, die zur Baumbestattung dienen. Die Urnengräber sind im ganzen Wald verstreut, sie liegen nicht in einer Reihe, sondern sind willkürlich verteilt. Die Kindergräber haben einen eigenen Bereich, der alle Möglichkeiten zur Verfügung stellt, den Grabstein und den Grabschmuck zu variieren. Es gibt dort auch Grabsteine, die wie Schaukelpferde oder Karusselle aussehen. Die Gräber der Erwachsenen sind mit Schmetterlingen und anderen Figuren verziert.

Mitten zwischen den Bäumen ist ein Trauerplatz für Trauerfeiern, zwei weitere befinden sich im Haus,. Der größere Raum fasst bis zu 400 Personen, leicht gedämmtes Licht und runde Fenster an der hinteren Wand sorgen für eine ruhige Stimmung. Hinter dem Lesepult ist ein Laufband, das den Sarg am Ende der Trauerfeier in einen Nebenraum transportiert.

In einem großen Raum steht ein chromfarbender Ofen. Das Hineinschieben und Verglühen des Sarges können die Angehörigen von außen beobachten. Die Temperatur während des Verbrennungsvorgangs beträgt 1092 Grad Celsius. Es gibt eine große Anzahl an Urnen, eine hat die Form eines Plüschbärs. Diese wird gerne als Kinderurne verwendet. Außerdem gibt es Glaskugeln, in die die Asche geblasen wird. In den Niederlanden nehmen rund fünf Prozent der Bevölkerung die Urne mit nach Hause. Solche Lösungen wären auch für Deutschland denkbar, das Gesetz in NRW bietet erste Ansätze dazu.

Vanessa Bock und Tamara Rothmeier, Rees, Gymnasium Aspel

Workshop mit Victor Smolski von „Rage“ – Der Metal-Gitarrist aus Russland

Wer Ende Februar zum Workshop mit Viktor Smolski gekommen war, durfte nicht allzu empfindlich sein. Denn es handelt sich dabei um den Gitarristen der international bekannten Metal-Band „Rage“. Rund 100 Gäste waren in der „Alten Molkerei“ erschienen, um an dem Workshop teilzunehmen. Smolski stand für Fragen zu seiner Spieltechnik und seinem Equipment zur Verfügung.

Victor Smolski, der Repräsentant für ENGL- Gitarrenamps, begann schon mit sechs Jahren in seiner Heimat Russland Klavier und Cello zu lernen. Wenig später folgte die Gitarre, und schon mit 14 Jahren war er Gitarrist der Band „Pesniary“. Zehn Millionen Alben wurden verkauft.

So stellte er auch während des Workshops sein herausragendes Können unter Beweis. Der Sohn von Professor Dmitry Smolski, einem der führenden Komponisten Russlands, präsentierte einige seiner Titel und begeisterte die Zuschauer. Fragen rund ums Gitarre spielen beantwortete er auf lockere Art. Am Ende stand er noch für Autogramme und Gespräche bereit.

Die „Alte Molkerei“ präsentiert das ganze Jahr über verschiedenste Musikveranstaltungen, aber auch Kunst, Kabarett und vieles mehr. Infos unter www.alte-molkerei.info

Niklas Brüntink, Rees, Gymnasium Aspel

Das Löwenkopfkaninchen – Lange Mähne, kurzes Fell

Das Löwenkopfkaninchen wird erst seit wenigen Jahren gezüchtet, gilt aber in den Augen des Zentralverbands Deutscher Rassen und in den Augen von Kaninchenzüchtern nicht als Rasse, weil es keine eindeutigen Rassemerkmale aufweist und Farbschläge fehlen.

Das Löwenkopfkaninchen gehört zusammen mit Hermelinkaninchen, Farbzwergen, Zwergwiddern und dem Rexzwerg zu den Zwergkaninchen.

Merkmale des Löwenkopfkaninchens sind eine lange Mähne an und um den Kopf, kurzes Fell, kurze Stehohren und ein gedrungender Kopf.

Ein Experte erklärt, dass Kaninchen sich alleine einsam fühlen und sich langweilen, da sie in der Natur als Gruppentiere leben. Menschen können einen Artgenossen für Kaninchen nicht ersetzen. Auch die richtige Haltung spiele eine wichtige Rolle für die Lebensqualität der Tiere, da Käfighaltung zu Aggressionen führen kann. Wenn sie in Freigehegen gehalten werden, können sie besser Rangeleien aus dem Weg gehen.

Kaninchen sind übrigens bereits nach vier Monaten geschlechtsreif, daher sollte man die männlichen Rammler kastrieren lassen, weil jeden Monat vier bis sechs Junge auf die Welt kommen können.

Justus Hoppmann, Rees, Gymnasium Aspel

Horoskope – ist da was dran? – Die Zukunft in den Sternen

„Venus steht günstig, ein guter Tag steht bevor. Aber durch einen nicht im Gleichgewicht stehenden Jupiter sind Sie nicht bei der Sache. Eine wichtige Entscheidung kommt auf Sie zu.“

Lesen Sie manchmal Ihr Horoskop? 18 von 30 befragten Jugendlichen tun dies. Aber davon beeinflussen lassen sie sich, bis auf ein paar Ausnahmen, nie. Jedoch hat sich das Horoskop bei knapp einem Drittel schon einmal verwirklicht. Eine Sechstklässlerin erzählt ganz aufgeregt: „Bei mir kommt so was total häufig vor!“ Sie glaubt ganz fest daran, dass an Horoskopen etwas Wahres dran ist.

25 Teenager, die an der Umfrage teilgenommen haben, sind da anderer Meinung: Sie halten nichts von den astrologischen Vorhersagen. „Das wird bestimmt nicht von echten Astrologen geschrieben“, sagt ein Schüler misstrauisch. Auch als wir den Jugendlichen ihr aktuelles Horoskop zum Lesen in die Hände gaben, zeigte sich, dass das Horoskop bei nur einem Drittel wirklich zutraf.

Dazu zählte auch eine Schülerin der Klasse 8. In ihrem Horoskop stand, dass sie sich im Moment nicht mit Menschen des Tierkreiszeichens Fische verstehe. Würde sie aber Abstand halten, würde alles wieder gut werden. „Meine Freundin und ich hatten vor knapp einer Woche großen Stress und sind uns die letzten Tage aus dem Weg gegangen. Seit gestern ist wieder alles in Ordnung“, sagte sie glücklich.

Info:

Was ist ein Horoskop? Ein Horoskop (deutsch: Stundenschau) ist zunächst einmal die grafische Darstellung der Planetenkonstellation zu einem bestimmten Zeitpunkt. Ein Geburtshoroskop zeigt die Stellungen der Sonne, des Mondes und üblicherweise der acht erdnahen Planeten zur Geburtszeit und aus der Sicht des Geburtsortes.

Ein Horoskopbild ist meistens kreisförmig dargestellt und besteht aus verschiedenen Symbolen. Auf Grund eines Horoskopbildes deutet ein Astrologe nicht nur den Charakter, die Triebe und Neigungen eines Menschen, sondern zieht auch Rückschlüsse auf seine Talente und sein entwicklungsfähiges Potential.

Quelle: www.horoskop.t-online.de

Alina Krebs und Lisa Frauenrath, Rees, Realschule der Stadt Rees

Quälerei für Pelze und Kosmetika – Wie Tiere leiden müssen

Tierquälerei ist weit verbreitet. Doch die meisten Menschen kriegen davon nichts mit. Schon im Badezimmer beginnt die Tierquälerei: Zwar nicht direkt, aber für viele scheinbar harmlose Schönheitsartikel mussten Tiere leiden.

Auch in manchen Zoos und im Zirkus findet Tierquälerei statt. Zuerst werden die wilden Tiere aus ihrer Freiheit in der Wildnis gerissen und dann per Schiff oder Flugzeug in die Zoos verfrachtet. Die verstörten Tiere kommen dann in viel zu kleine Gehege und müssen dort leben. Manche sterben auch an katastrophalen Lebensumständen, wie zum Beispiel Schimmelpilze

oder Stickluft.

Viele Kinder und Erwachsene gehen gerne in den Zirkus, um lustige Elefanten im Kopfstand zu sehen, Tiger,die durch Feuerreifen springen, oder

Zigarren rauchende Affen. Auch Zirkuspferde, die angemalt oder geschmückt sind, kommen bei den Besuchern gut an. Doch jeder, der ein bisschen genauer hinschaut, erkennt die Wahrheit: Die Tiere leben in Käfigen, in denen sie sich kaum bewegen können. Oft sind sie krank oder ausgehungert. Die Kunststücke, die die sonst wilden Tiere machen müssen, wären ihnen in freier Wildbahn zuwider.

Auch Pelzmäntel sind sehr beliebt, doch wen interessiert es, wo die Pelze herkommen? Auf einer Pelzfarm in China werden die Tiere zuerst aus den Käfigen geschliffen, in denen sie qualvoll leben. Die Farmer versuchen das Tier mit einem Schlag gegen einen harten Gegenstand oder anderen brutalen Sachen zu töten. Dies verursacht jedoch nur schmerzhafte Knochenbrüche.

Danach wird es an einen Hinterbein und am Schwanz aufgehängt. Mit einem Schnitt in die Haut wird das erste Fell gelöst. Wenn sich das Tier zu

sehr wehrt, wird es gegen den Hals oder gegen den Kopf getreten. Wenn das Fell vollständig vom Leib abgezogen ist, wird es verarbeitet, und die

meist noch lebenden, nackten Tiere werden auf einen Haufen geschmissen. Und das nur für einen Mantel oder andere Pelzartikel?

„Hunde werden am häufigsten gequält“, sagt ein Tierheimbesitzer. In China werden Hunde als Schlachttiere auf einem Markt verkauft, denn dort gelten sie als Delikatesse. Die Käufer schleifen dann die Tiere an den Hinterläufen zum Schlachter. Während andere glückliche Hunde gerade mit Herrchen spazieren gehen oder gestreichelt werden, müssen andere große Qualen erleiden.

Aber warum das alles? „Manche Menschen wollen ihren Frust an den Tieren auslassen oder sie haben einfach Spaß daran“, vermutet eine Schülerin.

Viele Menschen wissen nichts von diesen Tierquälereien. Doch es gibt noch viel mehr Arten, Tiere zu quälen. Man sollte auch ausgesetzen Tieren eine Chance auf ein Leben im Heim geben. Sie werden ihr ganzes Leben dafür dankbar sein.

Elena Hesse, Rees, Gymnasium Aspel

Sinkende Milchpreise – Bauern im Streik

Schon wieder sind die Milchpreise so weit gesunken, dass die Bauern erneut vor einem Streik stehen und höhere Preise für einen Liter ihrer Milch fordern. Bereits 2008 streikten viele Milchbauern für höhere Preise , sie forderten mehr als 40 Cent pro Liter. Da die Preise nicht aufhören zu fallen, stehen bereits manche Bauernhöfe vor dem Aus, andere verfüttern oder schütten ihre Milch während des Streikes sogar weg.

Nun kostet der Liter Milch nur noch 48 Cent , davon bekommen die Bauern aber nur knapp 20 Cent ab. Da die Discounter die Preise nicht höher setzen, sondern im Gegenteil sie sogar noch weiter fallen lassen, stehen viele Höfe vor dem Aus, und es drohen schärfste Proteste. Diese enormen Preissenkungen entstanden unter anderem dadurch, dass ein Discounter beispielsweise in Nordrhein-Westfalen nicht nur Milch aus der Region verkauft, sondern auch andere, die mittlerweile durch die Massenproduktion sehr günstig zu bekommen ist. Im Moment gibt es einfach zu viel Milch und Milchprodukte, um hohe Preise zu verlangen, argumentieren die Discounter. Das sehen die Bauern anders.

Bäuerin Edith Gochermann aus NRW erzählt, dass sie 150 Milchkühe habe. Diese werden zweimal am Tag gemolken. Durchschnittlich gibt eine Kuh aus ihrem Betrieb 32 Liter Milch und bekommt Maissilage, Gras und Kraftfutter zu fressen. Die Milch wird alle zwei Tage von einem Milchtanker abgeholt, erklärt sie. Beim Milchstreik im Jahre 2008 nahm Familie Gochermann nicht teil, da sie einen Vertrag mit der Firma hat, die die Milch bei ihnen abholt. Deshalb durfte sie nicht streiken. Dennoch würde sie sich sehr über höhere Milchpreise freuen.

Lea Lehmann, Rees, Gymnasium Aspel