Der TTV Rees Groin fährt wieder nach Düsseldorf – Tischtennis Kids Open 2008

Rees/Düsseldorf. Auch dieses Jahr geht es für einige Spieler des TTV Rees Groin wieder nach Düsseldorf zur 19. andro Kids Open 2008. Früher hieß es die Tischtennis-Kinderolympiade.

Vom 01. bis 03.August spielen über 1400 Jungen und Mädchen zwischen 6 und 15 Jahren um den Sieg und auch um einige Sachpreise im Wert von bis zu 14.000 Euro. An 80 Tischen spielen die Kinder und Jugendlichen aus ganz Europa im Mannschaftsturnier und Einzelturnier gegeneinander.

Man bekommt natürlich auch noch allerlei andere Dinge geboten, wie zum Beispiel Autogramme, und erlebt Aktionen mit Profis von Borussia Düsseldorf. Alle Teilnehmer haben die einmalige Gelegenheit, das deutsche Olympia-Team mit Timo Boll, Christian Süß und Dimitrij Ovtcharov nach Peking zu verabschieden.

Die Kids können mit den Medaillen-Hoffnungsträgern ein paar Bälle spielen und Autogramme sammeln und beim Olympia-Vorbereitungsturnier „Stars for Kids“ die europäischen Topstars wie Vladimir Samsonov, Michael Maze, Werner Schlager unter anderem live und hautnah erleben. Für jeden Teilnehmer gibt es natürlich auch eine Medaille.

Der TTV Rees Groin nahm in den letzten Jahren erfolgreich bei diesem größten TT-Kinderturnier Europas teil. So gewannen im Jahre 2006 Carsten Franken und Samuel Preuß im Doppel Gold, und Carsten gewann auch noch Silber im Einzel. Viele Spieler flogen zwar schon beim ersten Spiel raus, aber das Motto ist ja: Dabei sein ist alles!

Und auch danach wird es nicht langweilig, weil man kostenlos in das nahe gelegene Freibad gehen kann, und außerdem gibt es auch noch Trostrunden an weiteren Platten. Die einzelnen Vereine übernachten in Sporthallen oder in Jugendherbergen.

Christoph Dierkes, Rees, Gymnasium Aspel

Auf der Suche nach den Kaninchen – Tiere werden geklaut und dann ausgesetzt – wieso?

Am 9. April berichtete die RP, dass bei Familie Artmann aus Mehr in einer Märznacht vier Kaninchen geklaut wurden. Was passierte danach? Hat die Familie ihre Nager wieder? Gab es Hinweise? Wie sieht es in anderen Orten mit Tierdieben aus und werden genau so viele Tiere geklaut wie ausgesetzt?

Bei einem Interview am 17. Mai antwortete Roland Artmann auf die Frage, ob sich Menschen auf den Zeitungsartikel oder auf seine Flugblätter gemeldet hätten: „Ja und nein, auf die Flugblätter hat sich nur der Reporter der RP gemeldet. Doch auf den Zeitungsartikel meldeten sich mehrere Leute. Kinder, die so berührt von dem Fall waren, dass sie uns ihre Kaninchen schenken wollten, aber auch Erwachsene mit Hinweisen. Die Angebote der Kinder nahmen wir natürlich nicht an. Eine Frau berichtete uns, dass sie mit ihrem Hund im Wald spazieren war, eines unserer Kaninchen gesehen und angelockt habe. Es sei gekommen, sodass sie es fangen konnte; doch dann habe ihr Hund gebellt und das Kaninchen lief weg. Sofort nachdem ich diese Nachricht erhalten habe, fuhr ich zu der Stelle, konnte aber keines unserer Tiere finden.“

Falls die Tiere wirklich geklaut und dann ausgesetzt wurden, ist es in erster Linie um die Kaninchen traurig, da es vor allem für das Blinde unmöglich ist, in der Wildnis zu überleben. Genauso wenig wie ihre Kaninchen konnte die Familie den Dieb ausfindig machen.

Sie weiß aber von einem Kleintierdiebstahl in Haffen. „Dort sind gleich mehrere Meerschweinchen geklaut worden – nur ein paar Wochen vorher. Der Unterschied aber ist, dass dort die Ställe von der Straße aus sichtbar waren, bei uns standen sie hinter dem Haus.“ Dass auch in Mehrhoog Kaninchen geklaut wurden, wusste Herr Artmann nicht.

Eine Umfrage in der 8c am Gymnasium Aspel bei Schülern der Umgebung ergab, dass 94 Haustiere bei 32 Familien leben, und nur zwei kein Haustier haben. Die beliebtesten Haustiere scheinen dabei Kaninchen zu sein, da 19 Familien Hasen haben, gefolgt von Hunden und Katzen.

Aber erst vier Familien wurden Tiere geklaut, dabei handelt es sich um Kaninchen, Katzen und einmal sogar um 57 Fische. Anders sieht es bei der Frage nach dem Diebstahl in der Nachbarschaft aus: Da wissen gleich zehn Jugendliche etwas. Auch hier handelt es sich um Katzen, Nagetiere, Fische und Hunde.

Bei der Frage nach Diebstählen in anderen Orten konnten elf Achtklässler mitreden, wobei es sich wieder um die gleichen Tiere handelte. Ausgesetzt wurden Tiere schon bei 17 Familien, das ist über die Hälfte. Es ging wieder um ähnliche Tiere, was darauf hinweisen kann, dass sie geklaut und dann ausgesetzt wurden.

Manchmal haben die Leute auch einfach keine Lust mehr auf ihre Tiere und setzen sie aus, so wie in Appeldorn, als bei einer Familie 10 Katzen (darunter Kitten) vor der Haustür lagen.

Doch wieso kauft man sich Tiere, wenn man sie schon nach kurzer Zeit nicht mehr haben will und wieso klaut man Tiere, wenn es doch so viele Tiere in Tierheimen gibt, die auf ein neues Zuhause warten?

Melanie Eichmann, Rees, Gymnasium Aspel

Interview mit Theresa Hermsen – Der Deutschland-Cup im Einrad fahren

Das Einrad-Team RSV-All Heil Veert aus Geldern fährt auch dieses Jahr nach Bottropp. Dort werden die 11 Einradfahrer zum Deutschland-Cup vom 21. bis 25. Mai 2008 antreten und gegen andere Fahrer aus ganz Deutschland konkurrieren.

In der Vergangenheit gehörten sie zu Deutschlands Spitze. Auch dieses Mal dürfen die Talente Theresa Hermsen, Jana Paulini und Kristina Briefs mitreisen. Allein sieben Medallien gehen auf das Konto von Theresa Hermsen, genannt Thesy. Ich sprach mit ihr am Sonntag, 11. Mai 2008.

Wie fühlst du dich so kurz vor dem Cup?

Thesy: Na ja, so kurz vor dem Cup ist man natürlich total aufgeregt, weil dieses Jahr wieder neue und auch gute Teilnehmer dabei sind. Ich habe aber trotzdem ein gutes Gefühl, da ich halt zu den Ältesten in meiner Altersklasse zähle.

Auf welchen Startplatz wirst du dich denn voraussichtlich sehen?

Thesy: Natürlich wäre der 1. Platz immer gut, aber ich weiß noch nicht, wie viele Mitbestreiter es geben wird. Da muss man dann mal gucken.

Wie oft warst du jetzt schon bei dem Cup?

Thesy: Das ist jetzt mein 6. Mal.

Und wie sieht die Stimmung untereinander aus? Kennt man sich da schon?

Thesy: Ich freue mich schon riesig auf meine Freundinnen aus Hamburg, weil wir uns schon eine Ewigkeit nicht mehr gesehen haben. Oft zeigen wir uns dann auch neue Tricks und quatschen rum.

Seid ihr ohne Eltern dort? Wenn ja, vermisst du sie dann auch?

Thesy: Wir werden ohne Eltern hinfahren. Klar, vermisst man sie auch ein bisschen, aber es ist auch mal gut, wenn man mal für ein paar Tage weg ist. Wir zelten ja in der Nähe von dem Stadion an einem Fluss. Das wird bestimmt lustig, und dann hat man auch nicht mehr so viel Heimweh.

Ich wünsche dir dann noch viel Spaß und Glück für deine Wettkämpfe und hoffe natürlich, dass du Erfolg in Sachen neue Medallien haben wirst.

Melina Girke, Geldern, Lise-Meitner-Gymnasium

Fast jeder zweite deutsche Jugendliche pafft – Warum rauchen so viele Jugendliche?

Ich stellte mir schon oft die Frage: Warum beginnen so viele Jugendliche mit dem Rauchen obwohl sie wissen, dass das Rauchen gesundheitsschädlich und teuer ist?

Es ist erwiesen, dass man schneller an Krebs erkrankt und einen Herzinfarkt bekommt. Außerdem sind eine frühzeitige Hautalterung, Mundgeruch und das Herabsetzten des Geruchsinnes weitere Folgen. Zusätzlich kann das Rauchen zu einer körperlichen und psychischen Abhängigkeit führen.

Trotz dieser bekannten Folgen, beginnen die Jugendlichen immer früher mit dem Rauchen. Laut Medienberichte sind 27% der 12- bis 17-jährigen und 44% der 18- bis 25-jährigen Jugendlichen bereits Raucher. Nur 39% der Jugendlichen (zwischen 12 und 25 Jahre) gehören zur Gruppe der so genannten Nieraucher, das heißt, sie sind davon überzeugt, nie zur Zigarette zu greifen.

Ein Grund dafür, dass die Jugendlichen so früh mit dem Rauchen beginnen, ist die Werbung der Tabakindustrie. Viele Jugendliche werden von der gezielten Werbung und den „Promotion-Aktionen“, die die Tabakfirmen veranstalten, beeindruckt. Zum Beispiel veranstalten sie Partys, Gewinnspiele oder Modenschauen.

Ein weiterer, wichtiger Grund ist der Stress. Viele Jugendliche sehen die Zigaretten in diesen Momenten als Fluchtmöglichkeit zum Beispiel aus Schwierigkeiten in der Schule, Problemen mit den Eltern oder Konflikten mit den Freunden.

Einer der wohl wichtigsten Gründe, warum die Jugendlichen anfangen zu rauchen, ist der Gruppenzwang. Die Jugendlichen bekommen beispielsweise Sprüche von ihren Freunden zu hören, „Komm schon, probier doch mal!“ oder „Wenn du das nicht machst, gehörst du nicht mehr zu uns“. Wenn man von Zigaretten abhängig ist und es ändern möchte, sollte man sich an Beratungsstellen wenden. Am Besten ist es jedoch, dass man seiner Gesundheit und den Mitmenschen zu liebe erst gar nicht mit dem Rauchen beginnt.

Carolin Brüx, Rees, Gymnasium Aspel

Auf Tour mit einem Fernwärmemonteur – Umweltfreundlich Heizen in Dinslaken und Umgebung

Die Fernwärmeabteilung gehört zu den Stadtwerken Dinslaken. Fernwärme bedeutet, dass alle angeschlossenen Haushalte von einem zentralen Punkt aus mit Wärme versorgt werden. Um diesen Artikel schreiben zu können, habe ich zwei Fernwärmemonteure am Dienstag nach dem Pfingstwochenende bei ihrer Arbeit begleitet.

Wir haben alle Stationen, die im ganzen Stadtgebiet verteilt sind, auf Defekte überprüft, was ich interessant fand, da ich nicht gedacht hätte, dass sich dort soviel Technik verbirgt.

Das Heizwasser hat einen langen Weg hinter sich, wenn es bei uns zu Hause ankommt. Die meiste Heizwärme ist Prozessabwärme der Industrie. Diese entsteht im Blechwalzwerk bei Thyssen-Krupp in Beekerwerth und an deren Hochofen in Schwelgern. Ein weiterer Wärmelieferant ist die Steag in Duisburg-Walsum. Die in diesen Anlagen entstehende Hitze wird benutzt, um Wasser zu erwärmen, welches über ein 40 km langes Rohrleitungsnetz, auch Schiene genannt, bis Moers und Voerde reicht.

„Auf dieser Schiene gibt es Pumpstationen, die die Aufgabe haben, das Wasser zu den jeweiligen Haushalten zu pumpen“, wird mir erklärt. Doch da das Wasser 180°C heiß ist und mit 40 bar Druck durch die Leitungen gepumpt wird, wäre es zu gefährlich, dies direkt in die Heizungen oder Warmwassererzeuger der Häuser zu leiten. Aus diesem Grund gibt es in den Pumpstationen Wärmetauscher. Darin gibt das heiße Wasser seine Wärme an ein anderes Wassernetz ab, in dem weniger Temperatur und Druck herrscht. Dort sind es dann nur höchstens 110°C und 6 bar Druck. Die Rohre in den Pumpstationen sind sehr heiß und werden außerhalb der Stationen durch Vakuum isoliert.

Wenn es zu einem Störfall in der Industrie kommt, so, dass keine Wärme geliefert werden kann, wird das Wasser mit Reservekesseln, die mit Erdöl, Erdgas oder Grubengas befeuert werden, erhitzt. Letzteres entsteht auf der Zeche, auch wenn dort keine Kohle mehr abgebaut wird, und ist, wenn es nicht verbrannt wird, umweltschädlich. Auch sonst dient es beim BHKW (Blockheizkraftwerk) als Energiequelle, wo große Gasmotoren Strom erzeugen und die entstehende Wärme Heizwasser wärmt.

Noch eine weitere Energiequelle der Fernwärme ist ihr Biomasseheizkraftwerk, wo durch das Verfeuern von Holzschnitzeln Wasser erhitzt wird bis Dampf entsteht. Dieser Dampf treibt zuerst eine Dampfturbine an, mit der Strom erzeugt wird, anschließend wird mit dem Restdampf das Fernwärmewasser aufgeheizt.

Damit all dies reibungslos abläuft, gibt es die Leitwarte. Hier sitzen rund um die Uhr zwei Leute, die auf Computerbildschirmen alle Anlagen überwachen und steuern können. Sie nehmen auch Telefonate an, wenn ein Kunde ein Problem mit der Heizung hat. Um Störungen zu beheben, rufen diese Leitstandfahrer dann einen Monteur an, der zu dem angegebenen Ort fährt. Für den Fall, dass es bereits nach Feierabend oder ein Feiertag ist, gibt es den Bereitschaftsdienst, den man rund um die Uhr erreichen kann. Dies gilt auch für die anderen Abteilungen der Stadtwerke. Mit ausgerüsteten Werkstattautos fahren sie dann zum Einsatzort.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Stadtwerke Dinslaken GmbH dafür bedanken, dass sie es mir ermöglicht hat, den Arbeitstag eines Fernwärmemonteures mitzuerleben.

Jennifer Panz, Dinslaken, Otto-Hahn-Gymnasium Dinslaken

Altes Fabrikgelände seit Jahren verlassen – Was passiert mit der URSA-Ruine?

Rückblick: Das seit 1970 bestehende Werk in Obrighoven wurde am 07. September 2005 geschlossen. Lange wurde darüber diskutiert, ob das URSA-Dämmstoffwerk (vorher Glaswolle-Held und Pfleiderer-AG) ausgebaut werden sollte.

Die Stadt sollte die Feldstraße zufahrtsfahrtgerecht

ausbauen. Deshalb kam es zum Streit zwischen Anwohnern und Mitarbeitern. So wurde aus den Plänen zur Erweiterung nichts. Doch dann kam überraschend die Mitteilung, dass die Umsätze seit Jahren rückläufig waren. Darum musste eines der drei vorhandenen Werke geschlossen werden.

Dies betraf vor allem die 76 Mitarbeiter in Wesel. ,,Wir bedauern diese Entwicklung zutiefst,” so Personalleiter Volker Nürnberg. Er betonte: ,,Aus diesem Grund werden in den Gesprächen mit unserem Weseler Betriebsrat zum Interessenausgleich und Sozialplan die Belange aller Mitarbeiter eine herausragende Rolle spielen.”

Heute ist das Bauwerk nur noch eine ausgeschlachtete Ruine, brauchbare Maschinen sind demontiert worden.

Häufig sieht man unbefugte Personen auf dem Gelände. Auffällig ist auch der offene Gitterzaun. Personen, die trotz des Verbotes in das Fabrikgebäude gehen, können leicht in ungesicherte, bis zu zwei Meter tiefe Schächte fallen und sich schwer verletzen. Mehrfach wurden auch Einbrecher gesehen, die noch nützliche Gegenstände entwendeten. Verkaufsversuche des Besitzers URSA schlugen fehl.

So zeigte ein Baumarkt Interesse, doch die Verhandlungen scheiterten, da die Stadt Wesel andere Vorstellungen hatte, das Gelände zu nutzen. Doch wie soll man dann die rund 40000 m² gebrauchen? Ein Abriss sei nicht das Problem. Letztendlich bleibt die „URSA-Ruine” jedoch fürs Erste bestehen.

René Kuhnert, Wesel, Andreas-Vesalius-Gymnasium

Die Favoriten und unsere Mannschaftsaufstellung – Die Europameisterschaft 2008

Ganz Europa fiebert dem bald anstehenden Event des Jahres 2008 entgegen: die Europameisterschaft. Die Qualifikation ist vorbei – Deutschland ist sicher dabei, aber bald kommt die Gruppenphase.

Hier hat Deutschland keine allzu schwere Gruppe erwischt, nämlich Gruppe B, welche aus folgenden Ländern besteht: Österreich, Kroatien, Deutschland und Polen. Die Nominierungen der Spieler für Deutschtland bei der EM sind bereits bekannt.

Die Torwarte heißen: Jens Lehmann an erster Stelle, Robert Enke an zweiter und René Adler an dritter Stelle. In der Abwehr sind es: Arne Friedrich, Marcell Jansen, Philipp Lahm, Per Mertesacker, Heiko Westermann, Clemens Fritz und Christoph Metzelder. Im Mittelfeld spielen Michael Ballack, Marko Marin, Thomas Hitzlsperger, Simon Rolfes, Bastian Schweinsteiger, Piotr Trochowski, Jermaine Jones, Torsten Frings, David Odonkor und Tim Borowski. An der Spitze stehen Mario Gomez, Oliver Neuville, Miroslav Klose, Kevin Kuranyi, Lukas Podolski und Patrick Helmes.

Eigentlich keine Überraschungen, außer vielleicht der 19-jährige Zweitligaspieler Marko Marin, der allerdings in den letzten Spielen voll und ganz überzeugte.

Deutschland hat die Europameisterschaft schon dreimal gewonnen. Als erstes im Jahre 1972, beim zweiten Mal war es das Jahr 1980, und beim dritten Mal war es 1996 in England. Nachfolger ist Frankreich mit zwei gewonnenen Europameisterschaften in den Jahren 1984 und 2000. Russland, die Tschechoslowakei, Italien, Spanien, Niedelande, Dänemark und Griechenland gewannen jeweils eine Europameisterschaft.

In diesem Jahr lauten die Hauptfavoriten: Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande. England hat die Qualifikation nicht geschafft.

Aber auch die Außenseiter sind nicht zu unterschätzen, da es nicht selten vorkommt, dass Außenseiter überraschend gewinnen. So bleibt die Euro 2008 wie immer spannend.

Erik Werdelmann, Rees, Gymnasium Aspel

Eine Reportage – Wie Menschen im Altersheim „Pro Seniore“ leben

Duisburg-Bergheim. In der Nähe eines Sportplatzes, an einem Straßenrand steht ein weißes Haus mit der Aufschrift ‘‘Pro Seniore‘‘, in dem das Zuhause von vielen pflegebedürftigen Menschen ist.

In diesem Haus gibt es jeweils sieben Stationen, wo jede Station einen Speiseraum, eine Küche und ein Gemeinschaftsbad hat. Dort leben Menschen, die es nötig haben, versorgt und gepflegt zu werden. An der Zahl sind es 144.

Zwei von ihnen durften wir kennen lernen. Als wir sie befragten, wurden viele Fakten klar gemacht. „Ich bin wegen meinen Rückenwirbeln hier und werde therapiert ‘‘, so die 46-jährige Beate O., die regelmäßig von ihrer Familie besucht wird. Sie lebt im Pflegeheim seit August letzten Jahres und wird es im Juli verlassen. Sie sagte, dass sie sich hier wohlfühle, aber dennoch ihre Familie vermisst.

Auch der 79-jährige Günter S., der sogar seit 10 Jahren dort lebt, ist glücklich. „Ich kann nach draußen gehen, spazieren, einkaufen und den Sportplatz besuchen.‘‘ Viele in Deutschland glauben, wenn sie ins Altersheim gebracht werden, dann nur, weil sie ihre Familie nicht will und dorthin ‘‘abschieben‘‘ will. Dies jedoch betrifft keinen der beiden Befragten.

Der im Heimbeirat tätige Günter S. darf mit anderen Bewohnern mitentscheiden, was sie zu essen und trinken bekommen. „Wir müssen darauf achten, dass jeder zufrieden mit seinem Essen ist, denn es gibt auch zwei muslimische Bewohner, die wegen ihrer Religion kein Schweinefleisch essen dürfen oder auch Bewohner, die auf Diät sind. Dann stimmen wir die Gerichte für sie ab‘‘ , so der Residenzberater Ulrich W.

Wir haben nicht nur die Bewohner befragt, sondern auch die Pflegerin Beate N., die schon seit zehn Jahren als Pflegerin tätig ist. Sie erzählte uns, dass man lerne, mit den Pflegebedürftigen umzugehen. „In meinem Job muss man auf die Wünsche der Bewohner achten‘,‘ antwortete Beate N. auf unsere Frage. „Auch wenn es Konflikte gibt.“

Auf unsere Frage, ob sie jemanden tot aufgefunden habe, antwortete Sie uns, dass dies Alltag sei. Die Bewohner sind sich zum Teil bewusst, dass das Altersheim die Endstation ist. Bei unserem Rundgang durften wir die einzelnen Etagen besichtigen, die uns Ulrich W. genau erklärte: ‘‘Unser Altersheim hat viele Möglichkeiten, um sich selbst zu beschäftigen. Jedes Jahr finden verschiedene Veranstaltungen statt, wie z.B. Sommerfeste, Frühlingsfeste, usw. Es gibt auch feste Termine mit dem Friseur und der Fußpflege.“ Alles in allem war der Rundgang sehr informativ und besser als vermutet.

Kübra Celik, Duisburg, Krupp-Gymnasium

Ein Kommentar – Die Diätenerhöhung löst donnernde Kritik aus

Haben Finanzminister und Bundeskanzlerin vor kurzem noch einen rigorosen Sparkurs gepredigt, kommt nun für alle die Empörung: Die Bundesregierung plant eine weitere Diätenerhöhung für die Bundestagsabgeordneten.

Und die Opposition? Schreit natürlich laut Protest, freut sich aber insgeheim, weil natürlich auch sie von der Gehaltserhöhung profitieren. Für die Bürger ist es schon verrückt, wie die Politiker den Umfang ihres eigenen Geldbeutels bestimmen (wollen).

Dieses Vorhaben bringt den Politikern alles andere als Volksnähe und Souveränität. Ein insgesamt tollpatschiges Verhalten!

Philipp Lorenz, Kleve, Johanna-Sebus-Gymnasium

So sieht ein Tag im Container aus – Schulumbau – Wie lange wird es noch dauern?

Morgens, 7:35 Uhr in Rees. Der „Guten Morgen“-Chor der Klassen hallt durch den Raum. Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Aspel und der Rheinschule Rees hausen zurzeit in improvisierten Klassenräumen, die hinter dem Schulzentrum in Containern aufgebaut sind, denn die Rheinschule wird seit eineinhalb Jahren von Grund auf saniert.

Nach der Begrüßung werden geräuschvoll die Stühle verrückt. „Ein großes Problem“, meinen die Lehrer, denn schon das kleinste Geräusch ist schon zu hören. So steigt der Lärmpegel unheimlich schnell. Zum Nachteil der Schüler, denn es werden schneller Strafen ausgesprochen, und wenn es so laut ist, bekommen die Lehrer schnell schlechte Laune.

So kommt es auch, dass die Schüler schon zahlreiche Spitznamen für den Pavillon gefunden haben. Unter anderem „Bruchbude“, „Pappkarton“, „Blechkiste“, „broken home“, „Verlies“, aber auch „Beschallungsanlage“. Sogar der Lateinlehrer des Gymnasium Aspel hat einen Namen für die Container gefunden: „Baracke“.

Diese Namen sind darauf zurückzuführen, dass die Räume zu klein sind. Die Einrichtungsstücke wie Tische und Stühle, Pulte und Lehrerstühle, Tafeln und Tageslichtprojektoren, haben ziemlich ausgedient. Die Heizungen fallen buchstäblich von den Wänden herunter.

Aber nicht nur das Gymnasium, sondern auch die Rheinschule ist betroffen. Wo für das Gymnasium nur etwa zehn Klassen ihren Unterricht in den Pavillons abgehalten müssen, ist die gesamte Rheinschule von dem Umbau betroffen. So ist sogar das Sekretariat in dem „Kasten“ untergebracht. Die Rheinschüler haben keine Fachräume. So werden in den naturwissenschaftlichen Fächern keine Experimente durchgeführt und es gibt auch keine richtigen Kunsträume.

Es gab sogar schon Proteste, die bewirkten, dass im nächsten Schuljahr es dann auch schon wieder richtigen Kunstunterricht geben soll. Der ganze Bau verschiebt sich. Normalerweise sollte der Bau schon fertig sein, aber es soll bis Sommer 2009 weiter gebaut werden. Durch die Verzögerung wurde inzwischen die Bauleitung gewechselt. Wird es jetzt schneller gehen? Also wird es noch ein Jahr mit genervten Lehrern und hallenden Klassenräumen geben.

Melanie Lohmann, Rees, Gymnasium Aspel