Archiv der Kategorie: Theodor-Fliedner-Gymnasium

Corona: Bericht eines 13-jährigen Düsseldorfers

Von Gregor Lederer, Klasse 8d, Theodor-Fliedner-Gymnasium

Seit März ist so vieles anders als vorher. Mein Vater ist Arzt und hat schon seit Januar gesagt, dass da etwas Übles aus China auf uns zurollt. Damals habe ich das aber noch nicht ernst genommen.

Im Februar wurde dann meine Mutter immer nervöser. Sie hat eine Krankheit und es ist wohl nicht ganz klar, was passiert, wenn sie Corona bekommen würde. Sie bekommt zwar schon sehr lange einmal in der Woche Spritzen, die ihrem Immunsystem helfen. Dass das aber tatsächlich für sie irgendwie gefährlich sein könnte, wird mir jetzt klar.

Meine Mutter arbeitet seit März sehr viel von zu Hause, weil sie zur Risikogruppe gehört. Da meine Mutter jetzt fast immer zu Hause ist, kann sie mich mehr mit dem Lernen nerven. Und wenn sie in ihrem Arbeitszimmer Videokonferenzen hat, müssen wir leise sein.

Irgendwann hat dann im März die Schule zugemacht. Das fand ich ehrlich gesagt erstmal ziemlich toll. Nicht so früh aufstehen. Erst ab 9:00 Uhr etwas für die Schule machen. Das was wir machen sollten, war meistens bis zum Mittagessen fertig. Besser verstanden habe ich es auch manchmal, weil es nicht so laut wie in der Schule war. Traurig war es, auf einmal gar keine Freunde zu treffen. Ich habe dann mit meinen Eltern vereinbart, dass ich trotzdem auch rausgehe, Basketball oder mit unserem Hund spielen. Mein Bruder hat meistens bis mittags im Bett gelegen und erst nachmittags die Schulsachen gemacht. Dadurch konnte ich mit ihm nachmittags auch nichts unternehmen.

Dann habe ich mich immer auf den Spätnachmittag gefreut. Mit meinen Freunden habe ich mich dann zum Zocken verabredet. Dank Corona haben meine Eltern und die meiner Freunde die Zeit beim Zocken nicht mehr ganz so streng gesehen. Das ist schon ziemlich gut. Da ich nach einer Zeit Langeweile hatte, habe ich es mit Malen versucht. Jeden Tag habe ich ein Bild gemalt. Das hat Spaß gemacht.Meine Eltern haben jeden Abend die Coronazahlen im Fernsehen angeschaut. Das hat ehrlich gesagt sehr genervt. Ich verstehe nicht, was das bringt, wenn man die genauen Zahlen kennt. Aber das ist das Geheimnis meiner Eltern.

Irgendwann durfte man dann wieder raus. Schule war bis zu den Sommerferien nur ein paar Stunden. Was die bringen sollten, habe ich nicht verstanden. Es war aber schon schön, meine Freunde wieder zu sehen. Das mit den Masken war ok. Das ist auch jetzt ok. Besser man kann sich treffen. Mein Papa trägt die Maske in der Praxis immer. Ist also nicht schlimm.

In den Ferien waren wir dann sogar im Urlaub in Frankreich. Das war cool. Aber eigentlich auch nicht anders als vorher zu Hause, weil wir fast nur im Haus waren. Also wieder keine Freunde treffen. Mein Bruder war davon ziemlich genervt. Er ist 16 Jahre alt und hatte vor den Ferien ziemlich viel mit seinen Freunden draußen abgehangen.

Nach den Ferien hatten wir dann wieder normal Schule. Nicht mehr in kleinen Gruppen, aber mit Maske. Fast alle in der Schule halten sich daran. Ich habe mich daran gewöhnt. Ist schon ok, wenn es hilft. Wegen meiner Mutter passe ich auf. Mein Bruder auch.

Seit ein paar Wochen hört man überall, dass es wieder so viele Corona-Fälle gibt. Ich verstehe nicht, warum wir dann weiter in die Schule gehen. Homeschooling war gar nicht so schlecht. Da konnte ich länger schlafen. Das mit dem Onlinelernen war auch nicht so schlecht. Außerdem ist es in der Schule momentan sowieso nicht so wie früher.

Meine Urgroßoma ist vor ein paar Tagen gestorben. Sie hat vor ein paar Wochen beschlossen, nichts mehr zu essen. Ich glaube. sie hatte Langeweile im Altersheim. Sie ist fast 95 Jahre alt geworden. Aber hat das auch etwas mit Corona zu tun? Ich meine, dass sie gerade jetzt nicht mehr leben wollte.

Ich wünsche mir, dass wir an Weihnachten meine Großeltern sehen können und richtig Weihnachten feiern können. Wenn es wieder einen Shutdown geben sollte, wünsche ich mir zu Weihnachten etwas, mit dem ich mir die Zeit vertreibe.

Für mich ist Corona eigentlich dieses Jahr gar nicht so schlimm. Ich bin 13 Jahre alt. Party machen wir noch keine. Aber nächstes Jahr, da soll Corona dann bitte vorbei sein. Dann will ich schon auch meine Freunde mal wiedersehen. Und die Erwachsenen sollen mal wieder über etwas anderes als über Corona reden. Ja, das wäre schon gut.

Buchrezension: Der Junge im gestreiften Pyjama

„Der Junge im gestreiften Pyjama“ ist ein Roman von John Boyne.

Von Marie Ishii, Klasse 8d, Theodor-Fliedner-Gymnasium

Bruno lebt mit seiner Familie während der Zeit des Nationalsozialismus in Berlin. Eines Tages muss die Familie umziehen, weil der Vater von Bruno, ein Nazioffizier, das Kommando über das Konzentrationslager übernimmt. Dort wird Bruno aus seiner gewohnten Umgebung herausgerissen: Er hat niemandem mehr zum Spielen, sein neues Haus ist nicht mehr wie das alte und er darf nicht in die Nähe des Lagerzauns gehen, wo die Gefangenen schuften müssen. Doch aus Neugier entscheidet er sich den Zaun zu erkunden. Dort trifft er den polnischen Juden Schmuel. Zwischen die beiden Jungen entsteht eine Freundschaft.

Mir hat das Buch wegen seiner subtilen und ruhigen Erzählung gefallen. Die Geschichte ist sehr berührend, was mich zum Nachdenken gebracht hat. Der Autor John Boyne hat es geschafft, die Erzählung möglichst authentisch zu gestalten, auch wenn es ein schwieriges Thema war. Jedoch habe ich auch Kritik.

Mich hat es gestört, dass der 9-Jährige Protagonist zu naiv ist, dass diese Unwissenheit vielleicht zu einem 6-Jährigen passen könnte: Er kennt das Wort Jude nicht. Auch von Konzentrationslagern weiß er nichts. Brunos Vorbild ist sein Vater, obwohl er nicht genau weiß, was sein Vater beruflich macht. Ich habe das Gefühl, dass Bruno nichts versteht, was in der Welt wirklich passiert.

Außerdem ist es sehr unwahrscheinlich, dass irgendeine Stelle des Lagerzauns so unbewacht ist, dass sich dort Schmuel und Bruno regelmäßig treffen können.

Der Schreibstil des Autors ist gut und verständlich, sodass man sich gut in die Charaktere hineinversetzen kann. Insgesamt kann ich das Buch allen Lesern empfehlen, die sich für das Dritte Reich und den Holocaust interessieren.

 

Trauer um Fußball-Legende Maradona

Der Argentinische Ex-Nationalspieler stirbt mit 60 Jahren an einem Herzinfarkt

Von Tristan Schmid und Lennox Muth, Klasse 8d, Theodor-Fliedner-Gymnasium

Der mittlerweile 60-jährige ehemalige Fußballprofi Diego Maradona aus Argentinien starb am 25.11.2020 an einem Herzinfarkt. Nachdem er sich im November aufgrund gesundheitlicher Probleme bereits einer Gehirn-Operation unterziehen musste, gab ein Sprecher am bekannt, dass Maradona wenige Wochen nach dieser OP in Tigre, einem Ort in seinem Heimatland Argentinien, an den Folgen eines Herzinfarktes verstarb. Maradona, der vor allem durch sein berühmtes Tor durch die Hilfe der „Hand Gottes“ während der Fußball-Weltmeisterschafft 1986 in Mexiko zur Legende wurde, gilt für viele Menschen heutzutage als einer der besten Fußballspieler aller Zeiten. Mit seinem Tod geht ein Spieler, der den Weltfußball lange Zeit geprägt hat und viele Menschen mit seinem Talent begeistern konnte.

Präsenzunterricht während der Corona-Pandemie – eine gute Entscheidung?

Kommentar

Von Livia Scholz, Klasse 8b, Theodor-Fliedner-Gymnasium

Seit den Sommerferien hat der Präsenzunterricht in den Schulen wieder begonnen – jetzt zusätzlich auch noch mit Masken. Trotzdem steigen wieder die Infektionszahlen. Die Masken verlangen den Schülern eine unglaubliche Konzentration ab – und das Ganze bis zu acht Stunden täglich oder länger. Dazu kommt noch, dass die Fenster fast immer offen sein müssen, um zu verhindern, dass die Luft nicht im Raum steht. So entsteht ein geringeres Infektionsrisiko, doch es hat auch einen Nachteil: Die Schüler müssen sich wortwörtlich warm anziehen, denn wenn die Fenster für alle 20 Minuten geöffnet werden, wird es sehr kalt im Raum. Auf dem Schulhof ist es nicht besser. Die Schüler stehen nah beieinander und sind vermischt. Es bringt also nicht so viel, dass Gruppenarbeiten verboten sind, denn hier kommen Schüler aus verschiedenen Klassen in Kontakt. Auch bei den Differenzierungsfächern mischen sich die Klassen und sitzen wie im normalen Unterricht in den Klassen nah beieinander.

Danach ist Sportunterricht angesagt. Hier müssen die Schüler draußen Sport machen. Das klappt noch gut, wenn es nicht so kalt ist und mit Glück die Sonne scheint. Nicht schön ist es, wenn das Wetter schlecht ist und es regnet. Dann müssen die Schüler mit Maske in der Halle Sport machen. Mit Maske wird das Laufen viel anstrengender und man wird schneller müde. Wenn man danach also noch acht weitere Stunden hat, ist das eher suboptimal. Dazu kommt noch, dass die Sporthallen nicht ausreichend belüftet werden können und es zu Kontakt unter den Mitschülern kommt (durch Bälle oder ähnlichem). Wenn die Schüler also in der Klasse nach einer bestimmten Sitzordnung sitzen, sich aber beim Sport berühren oder es zu Ballkontakt kommt, sind die anderen Maßnahmen sinnlos.

Man sitzt dann also in einem geschlossenen Raum mit circa 30 Kindern, darf sich aber nicht mit mehr als zwei Leuten treffen. Widerspricht sich das nicht? Deswegen finde ich es unverantwortlich, die Schüler überhaupt in die Schule zu schicken.Mein Vorschlag wäre, die Schule komplett zu schließen –  dies würde aber auch ein paar Nachteile mit sich ziehen.

Am besten finde ich, wenn man die Klassen aufteilt. Die eine Hälfte hätte in der ersten Woche Präsenzunterricht, während der andere Teil Distanzunterricht hat. In der zweiten Woche ist es dann andersherum. Außerdem sollten die Differenzierungsfächer sowie Sport über Distanzunterricht ausgeübt werden. Letztlich sollte man die Pausenzeiten so regeln, dass die Schüler nicht mit anderen Klassen in Kontakt geraten.

 

Der Wolf braucht die Jagd

Wer hat noch nicht davon gehört? Die Anzahl der Wolfsrudel in Deutschland nimmt jedes Jahr stetig zu. Die Verbreitung der Wölfe ist ein aktuelles und strittiges Thema und hat bestimmt jeden schon einmal beschäftigt.

Von Marleen Heinert und Filippa Dreier, Klasse 8a, Theodor-Fliedner-Gymnasium Düsseldorf

Durch die Wiederansiedlung des Wolfes ist es in den letzten Monaten verstärkt zu Konflikten zwischen Wolf und Nutztieren sowie zwischen Wolf und Mensch gekommen. Seit Wiederansiedlung des Wolfes ist die Population der Wölfe stark angestiegen. Im Bundesgebiet wurden 2019 offiziell 105 Wolfsrudel, 63 Paare und 4 Einzelwölfe nachgewiesen.

Zudem wurde ein Jäger im Landkreis Lüneburg am Osterwochenende in der Nacht von Freitag auf Samstag von einem Wolf angegriffen und auch ein Bauer in Niedersachsen von einem Wolfsrudel eingekreist.

Auf der einen Seite wird die Wiederansiedlung der Wölfe befürwortet, da der Wolf eine Bereicherung für die Tierwelt in Deutschland sei. Außerdem hält man es für gerecht den Tieren ihre Heimat wieder zu geben, nachdem sie im 19. Jahrhundert ausgerottet wurden.

Auf der anderen Seite vertreten wir den Standpunkt, dass die Jagd auf Wölfe erlaubt sein soll, da der Wolf an der Spitze des Ökosystems steht und keine natürlichen Feinde hat, sodass er sich stark ausbreiten kann. Der Bestand muss reguliert werden. Andererseits ist es richtig, dass der Wolf die Gesundheitspolizei des Waldes ist. Seine Aufgabe ist es die schwächsten Tiere zu fangen. Damit leistet er in der freien Natur einen wertvollen Beitrag.

Jedoch ist zu bedenken, dass der Lebensraum in Deutschland sehr dicht besiedelt ist, sodass der Wolf sehr schnell lernt, dass Nutztiere sehr viel leichter zu reißen sind als Wildtiere.

“Der Wolf braucht große Gebiete, die er zur Erhaltung seiner Spezies benötigt. Diese Gebiete gibt es in Deutschland gar nicht mehr. Alleine in Nordrhein-Westfalen werden jeden Tag 10.000 qm landwirtschaftliche Fläche ersetzt durch Ausbau von Straßen und Industriegebieten. Die für den Wolf benötigten Gebiete werden somit einfach zu klein „, führt Friedrich Eickholt, Hegeringleiter Kreisjägerschaft, Soest im Interview aus. „Durch seine herkömmliche Bejagung mit Schusswaffen kann der Bestand des Wolfes nicht ausgerottet werden, sondern lediglich der Bestand reguliert werden.“

Der Wolf ist ein hochintelligentes und sehr gefährliches Raubtier. Er bereichert unsere Natur. Damit ein gutes Zusammenleben von Mensch, Nutztier und Wolf langfristig möglich wird, muss der Wolf bejagt werden.

Es weihnachtet…

Weihnachten ist ein Fest, das in jedem Land anders gefeiert wird. Es gibt andere Traditionen und Bräuche.

Von Charlotte Krüger und Leni Sigel, Klasse 8a, Theodor-Fliedner-Gymnasium Düsseldorf

In Australien ist es ähnlich wie in Deutschland. Geschenke werden vom Weihnachtsmann unter den Christbaum gelegt und es gibt reichlich Süßes. In Melbourne gibt es seit 1938 die Tradition, an Heiligabend gemeinsam Weihnachtslieder bei Kerzenschein zu singen. Diese Tradition verbreitet sich immer mehr in Australien. In Sydney gibt es jedes Jahr einen großen Straßenumzug, der Christmas Parade genannt wird.

In Japan ist Weihnachten in den letzten Jahren immer beliebter geworden, doch widmen Japaner Weihnachten weniger ihrer Familie, sondern ihren Partnern. Es ist eine Gelegenheit für Paare, sich besser kennenzulernen und für Gruppen, um Partys zu feiern. Paare machen sich gegenseitig Geschenke und unternehmen etwas besonderes zusammen. Firmen und Behörden organisieren romantische Weihnachtsbeleuchtung an den Straßen. Auch Familien und Freunde tauschen kleine Geschenke aus. Bei den Japanern darf eine weiße Weihnachtstorte, die oft mit Erdbeeren geschmückt ist, am Weihnachtsfest nicht fehlen. Die Torte ist für das Christkind gedacht. An den Weihnachtstagen wurde auch an den Geburtstag von Kaiser Akihito gedacht, der am 23. Dezember ist. Seit diesem Jahr ist der Sohn Naruhito Kaiser, Akihito hat das Amt niedergelegt.

In den USA wird Weihnachten traditionell und sehr „kitschig“ gefeiert. Amerikaner dekorieren ihre Häuser mit bunten Lichterketten und Weihnachtsfiguren. Der Christbaum wird ein paar Tage vor Weihnachten gekauft und zusammen mit Freunden geschmückt. Jedes Familienmitglied hat eine eigene Socke, die an den Kamin gehängt wird, damit Santa ihn in der Nacht mit Geschenken auffüllen kann.

Es gibt noch sehr viele unterschiedliche Traditionen, auch in anderen Ländern. Das macht Weihnachten zu einem ganz besonderen Fest auf der ganzen Welt.

Dortmund setzt Siegesserie gegen Mainz fort

Mainz. Am Samstag setzte Dortmund seine Positivserie gegen Mainz fort. Mit 4:0 endete das Spiel und nun ist sicher, dass die Form der Dortmunder stimmt und sie gut auf das am Dienstag kommende Spitzenspiel gegen RB Leipzig vorbereitet sind.

Von Ben Brüning, Klasse 8, Theodor-Fliedner-Gymnasium Düsseldorf

Bereits in den ersten Minuten schossen die Dortmunder ein paar Male auf das gegnerische Tor, aber erst in der 32’ Minute gelang Marco Reus das 1:0. In der zweiten Halbzeit erzielten die Dortmunder schließlich noch drei weitere Tore und somit das 4:0 durch Jadon Sancho, Thorgan Hazard und Nico Schulz in der 66’, 69’ und 84’ Minute, was ihnen den Sieg schon fast sicher machte. Zwischendurch beschwerten sich die Dortmunder, weil es keinen Elfmeter gab, als der Mainzer Verteidiger Jeremiah St. Juste bei einer Grätsche den Ball gleich zwei Mal mit der Hand berührte. „Das ist ein Elfmeter“, sagte BVB-Kapitän Reus: „Hand ist Hand.“ Für Mainz geht es nach zwei Niederlagen weiter gegen Werder Bremen im Auswärtsspiel und die Dortmunder stellen sich dem Tabellenersten RB Leipzig.

Umweltschutz im Alltag

Umweltschutz ist aktuell ein viel diskutiertes Thema. Nicht nur Politiker müssen etwas für die Umwelt tun, auch wir können und müssen unseren Beitrag zur Rettung der Erde leisten. Wir haben ein paar klimaschonende Tipps zusammengestellt, die jeder leicht im Alltag umsetzen kann.

Von Emma Pohle und Hanna Urich, Klasse 8a, Theodor-Fliedner-Gymnasium Düsseldorf

Viele Leute wissen zum Beispiel immer noch nicht, wie man richtig lüftet. Statt das Fenster bei laufender Heizung stundenlang zu kippen, ist es besser, mehrmals am Tag für 5 Minuten bei abgedrehter Heizung stoßzulüften. Insgesamt ist es sowieso klimafreundlicher, wenig zu heizen. Wenn man im Winter die Heizung pro Woche einen Grad runterdreht, gewöhnt man sich an die kältere Umgebung. Licht und Wasser sollte man nicht unnötig anlassen.

Kurze Strecken kann man auch gut mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurücklegen. Außerdem ist es wichtig, mehr öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Wer trotzdem nicht auf ein Auto verzichten möchte, für den sind möglicherweise Fahrgemeinschaften eine gute Alternative. Wenn es geht, sollte man auch das Fliegen vermeiden.

Beim Einkaufen sollte man Plastiktüten und überflüssige Verpackungen vermeiden. Als Alternative gibt es mehrfach verwendbare Tragetaschen sowie Unverpacktläden. Dies gilt auch für Einwegflaschen, denn hier kann man Mehrwegflaschen oder Glasflaschen verwenden. Bei der Produktauswahl sind saisonale sowie Bio-, Fair-Trade- und regionale Produkte empfehlenswert. Palmölhaltige Lebensmittel sind, wenn möglich, zu vermeiden. Ein hilfreicher Tipp gegen Essensverschwendung ist, die Einkäufe im Voraus zu planen.

Weitere umweltschützende Maßnahmen sind, den Müll richtig zu trennen, ungenutzte Kleider und Gegenstände zu verkaufen, Akkus statt Batterien zu verwenden und Brottüten gegen Brotdosen auszutauschen.

Bei der Bepflanzung eines Gartens kann man darauf achten, unterschiedliche Pflanzen zu verwenden. Mit einem Insektenhotel hilft man den Bienen und anderen Insekten. Außerdem sollte man auf Pestizide und exotische Pflanzen verzichten und zur Bewässerung Regenwasser statt kostbarem Trinkwasser verwenden.

Tasche – Top oder Flop?

Sicherlich sehen Sie im Alltag auf der Straße viele Menschen mit einer Tasche, vor allem Jugendliche. Doch trügt der Schein oder ist es nur, um besser auszusehen?

Von Lea Arens und Ravina Ghosh, Klasse 8a, Theodor-Fliedner-Gymnasium Düsseldorf

Klar, eine Tasche wirkt cool und strahlt Eleganz aus. Doch der Körper sagt etwas anderes. Da man die Tasche nur auf einer Schulter trägt, kann man davon Rückenprobleme bekommen. Wenn man jung ist, fühlt es sich noch gut an, im Alter jedoch treten die Probleme auf. Klar, es sieht natürlich besser aus, jedoch sind Taschen auch viel kleiner als Rucksäcke und es passt weniger hinein. Da Handtaschen kleiner sind, besteht eine größere Gefahr, dass sie gestohlen werden. Man spricht demnach auch öfters von Taschendieben. Gewiss redet man in der Schule häufig vom Gruppenzwang. Wenn der eine eine Tasche besitzt, warum man selber denn nicht auch? Man denkt dabei gar nicht an die Konsequenzen. Taschen sind außerdem auch sehr teuer. Man möchte immer im Trend sein und dabei denkt man aber meist gar nicht an das Geld! Dadurch, dass Taschen häufiger benutzt werden, steigen die Preise in die Höhe. Doch sind die Rückenprobleme das Geld denn überhaupt wert? Und ist es so wichtig schick zu sein, dass man sein ganzes Taschengeld dafür aufbringt?

Es ist Ansichtssache ob man eine Tasche tragen möchte, jedoch geht es jeden etwas an, ob man seinem Rücken etwas Gutes tun möchte.

Fachkräftemangel – die Pflege in der Krise

Schon seit längerer Zeit wird in den Medien immer wieder über das Problem fehlender Pflegekräfte berichtet. Dieser Artikel soll einen Überblick über die Ursachen und Auswirkungen verschaffen.

Von Franziska Baek und Lea Kreitlow, Klasse 8a, Theodor-Fliedner-Gymnasium Düsseldorf

Aktuell gehen nach und nach große Jahrgänge an Pflegekräften langsam in Rente, gleichzeitig gibt es aber zu wenig junge Leute, die nachrücken. Laut Umfragen wären zwar viele junge Menschen an einer Ausbildung in der Pflegebranche interessiert, ergreifen diesen Beruf aber unter anderem deshalb nicht, da er so schlecht bezahlt wird und sie befürchten, von ihrem Gehalt keine Familie ernähren zu können.

Aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen verlassen zusätzlich viele Fachkräfte ihren Arbeitsplatz, um das Klinikum für ein besseres Angebot zu wechseln oder sogar umzuschulen.

Der dadurch entstehende Personalmangel hat vielfältige Auswirkungen:
Wegen der vielen unbesetzten Stellen müssen die verbleibenden Pflegekräfte Überstunden leisten und haben weniger Zeit für einzelne Patienten. Dies führt bei vielen zu Unzufriedenheit, da sie ihren Ansprüchen an ihren sozialen Beruf nicht mehr gerecht werden können.

Die Qualität der Pflege verschlechtert sich und Patienten fühlen sich dementsprechend nicht fürsorglich und aufmerksam genug behandelt.

Um die Abwanderung ihrer MitarbeiterInnen zu stoppen, müssen die Krankenhausleitungen aktiv werden. Das Anwerben von Pflegekräften ist oft ein regelrechter Wettkampf, denn auch die Konkurrenz schläft nicht, berichtet etwa Anna T. (Name geändert), eine langjährige Mitarbeiterin einer großen Düsseldorfer Klinik. Um MitarbeiterInnen zu gewinnen, nutze man diverse Möglichkeiten im Kampf um die Fachkräfte. So würden zum Beispiel Prämien wie der kostenlose Zugang zum hauseigenen Fitnessstudio oder ein vergünstigtes Bahnticket angeboten. Andere lockten mit vielen Urlaubstagen, einer qualitativ hochwertigeren Ausbildung oder mit einem höheren Gehalt.

Doch nicht nur die Konkurrenz durch andere Kliniken stellt eine Herausforderung dar. Zeitarbeitsfirmen vermitteln Pflegekräfte für jeweils mehrere Monate an Krankenhäuser. Für sie gelten flexiblere Arbeitszeiten; sie können selbst entscheiden, wann und wie lange sie an ihrem momentanen Einsatzort arbeiten (Wochenenddienste und Nachtschichten miteinbezogen). Da auch die Bezahlung besser ist und das Modell familienfreundlicher, arbeiten sie somit unter vermeintlich besseren Bedingungen als ihre festangestellten KollegInnen. Das kann dazu führen, dass noch mehr Festangestellte zu einer Zeitarbeitsfirma wechseln, ohne jedoch zu bedenken, dass auch eine sichere Anstellung mit gleichbleibendem Arbeitsumfeld Vorteile bietet.

Häufig wechselndes Personal bedeutet für die Kliniken eine erhebliche Störung eingespielter Abläufe und damit eine Gefahr für die Qualität der Versorgung.

Die Pflege ist also in einer Art Teufelskreis gefangen. Leidtragende sind dabei letztlich die Patienten, gibt Anna T. zu bedenken. Ob der Pflegeberuf aus dieser Sackgasse wieder herauskommt? Den Patienten und engagierten Pflegekräften ist es zu wünschen.

Mit den Bemühungen, den Beruf attraktiver zu gestalten, ist immerhin ein erster Schritt getan, um mehr Menschen für diese für die Gesellschaft so wichtige Tätigkeit zu gewinnen.