Archiv der Kategorie: Erzbischöfliches Gymnasium Marienberg

Die Nummer für Jugendliche

Im Interview mit einem Mitarbeiter haben die Schülerinnen und Schüler erfahren, wer sich an die „Nummer gegen Kummer“ wenden kann und wie die Mitarbeiter geschult werden.

Von Johanna Peters, Klara Giesen, Fenja Frommen und Charlotte Feld, 8e, Gymnasium Marienberg Neuss

Viele Kinder und Jugendliche  haben Probleme, über die sie zuhause nicht sprechen können oder wollen. Damit die Betroffenen mit ihren Nöten und Sorgen nicht alleine bleiben, gibt es Hilfsangebote wie die „Nummer gegen Kummer“. Wir wollten Näheres wissen und haben deshalb mit einem Mitarbeiter der telefonischen Beratungsstelle ein Interview geführt und einiges dabei herausgefunden. Zum Beispiel das hier: Beraterinnen und Berater müssen für den Job mindestens 16 Jahre alt sein. Nach oben ist dem Alter keine Grenze gesetzt.

Mit welchen Problemen kann man zu Ihnen kommen?
Man kann mit jeder Art von Problemen zu uns kommen.

Was tun Sie, wenn sie merken, dass der Anrufer in großer Gefahr schwebt?
Da der Anruf anonym ist, kann ich nicht direkt etwas tun, aber ich kann ihn oder sie beruhigen und versuchen sie auf andere Gedanken zu bringen.

Braucht man für ihren Tätigkeit eine Ausbildung?
Ja, die Leute, die hier arbeiten, haben ein halbes Jahr eine Ausbildung gemacht.

Und wie ist es mit der Schweigepflicht?
Die Schweigepflicht muss konsequent eingehalten werden.

Nicht alle Russen sind unfreundlich

Noch immer haben viel zu viele Menschen Vorurteile.

Von Laura Kreschberger und Romy Schuster, 8e, Gymnasium Marienberg Neuss

Ein Mann sitzt auf einer Bank im Stadtpark. Ich sehe auf dem Titelblatt die Schlagzeilen, in denen es heißt: „Putin unterstützt Syrienkrieg“ und „Danziger Bürgermeister erstochen“. Der Mann spottet sofort: „Immer diese Russen. Ach, Ausländer generell.“ Aber Menschen sind nicht immer so, wie sie durch Politiker scheinen.

Werfen wir mal einen Blick auf „die“ Russen. Egal, wo man hingeht, sie werden für unhöflich gehalten oder teils als Alkoholiker bezeichnet. Aber hinter den Vorurteilen stecken herzliche und hilfsbereite Menschen. Auch gegen Menschen mit türkischen Wurzeln hegen viele Vorurteile, denn durch die Politik des türkischen Präsidenten Erdogan wirken sie auf uns so, als wäre ihre Meinung die einzig richtige. Eine Türkin berichtet: „Es ist nicht immer leicht, als Türkin in Deutschland zu leben. Man wird komisch angeschaut und manche Leute wechseln sogar die Straßenseite. Vor kurzem wurde ich beleidigt, weil ich ein Kopftuch trage.“

Aber nicht alle Türken sind für Erdogans Politik und schon gar nicht dafür, dass teilweise unschuldige Menschen ins Gefängnis geworfen werden. Nicht alle Menschen sind gleich und man sollte sie schon gar nicht pauschal nach ihrer Hautfarbe, Religion und Herkunft beurteilen, sondern nach ihrem Charakter und ihrer Persönlichkeit!

Zoo – Kommentar zur Bärentötung

Ein Kommentar zur Tötung von zwei Braunbären im Aalborger Zoo.

In dem Artikel ,,Dänischer Zoo tötet Braunbären“ aus der „NGZ“ wird über die Tötung zweier Braunbären berichtet. Aus dem Bericht geht hervor, dass die beiden Braunbären, 20 und 21 Jahre alt getötet wurden, weil ihr Gehege nicht mehr artgerecht wäre und die Bären sich gelangweilt hätten. Meiner Meinung nach ist es zwar gut, das die Pfleger die Tiere nicht unbeachtet lassen, jedoch sind die genannten Gründe kein Argument dafür, die Tiere direkt zu töten. Die Rechtfertigung des Aalborger Zoos ist, dass die getöteten Bären zu Forschungszwecken weiter verwendet werden. Trotzdem ist die Tötung der Tiere nicht akzeptabel. Als Lösung dieses Problems könnte man die Tiere in einen artgerechten Zoo verlegen oder in einen Tierpark bringen. In meinen Augen ist das Verhalten des Zoos nicht tolerierbar, zumal es einen ähnlichen Vorfall schon einmal in einem dänischen Zoo gegeben hat.

Samira Kramer, 8b, Erzbischöfliches Gymnasium Marienberg

Kommentar – Bärentötung in dänischem Zoo

In dem Artikel ,,Dänischer Zoo tötet Braunbären“ aus der „NGZ“ wird über die Tötung zweier Braunbären berichtet. Ein Kommentar.

Aus dem Bericht geht hervor, dass die beiden Braunbären, 20 und 21 Jahre alt getötet wurden, weil ihr Gehege nicht mehr artgerecht wäre und die Bären sich gelangweilt hätten. Meiner Meinung nach ist es zwar gut, das die Pfleger die Tiere nicht unbeachtet lassen, jedoch sind die genannten Gründe kein Argument dafür, die Tiere direkt zu töten. Die Rechtfertigung des Aalborger Zoos ist, dass die getöteten Bären zu Forschungszwecken weiter verwendet werden. Trotzdem ist die Tötung der Tiere nicht akzeptabel. Als Lösung dieses Problems könnte man die Tiere in einen artgerechten Zoo verlegen oder in einen Tierpark bringen. In meinen Augen ist das Verhalten des Zoos nicht tolerierbar, zumal es einen ähnlichen Vorfall schon einmal in einem dänischen Zoo gegeben hat.

Samira Kramer, 8b, Erzbischöfliches Gymnasium Marienberg

Singen und Urlaub miteinander verbinden – Chorreise nach Italien

Jeden Sommer seit elf Jahren fährt eine Gruppe von Sängern nach Norditalien, um eine Woche lang zusammen Musikstücke einzustudieren. Anschließend gibt es ein Abschlusskonzert in der örtlichen Kirche.

Meist am Anfang der Sommerferien fahren etwa 40 Erwachsene und Kinder mit dem Reiseunternehmen „res musica Musikreisen“ nach Norditalien in den Ort Levico Terme. Die Sänger kommen aus ganz Deutschland angereist, organisiert wird die Reise jedoch aus Neuss.
Eine Woche lang proben sie Musikstücke und Messen, zum Beispiel von Puccini, das Requiem von Fauré und Mozarts Krönungsmesse.
Diese Jahr wird eine musikalische Weltreise unternommen, die in Italien startet mit Pietro Mascagni. Weiter führt die Reise über Frankreich mit Louis Vierne der „Messe Solenelle“ bis nach Skandinavien zu Edvard Grieg. Nach Amerika mit „Summertime“ von Gershwin geht es zurück nach Europa zu Antonin Dvoraks “ Silberner Mond“ und Mozarts “ Laudate Dominum“. Nach einer Neukomposition von Johannes Maria Strauss endet die musikalische Reise in Italien mit einem Stück aus “ La Traviata“ von Guiseppe Verdi.
Die Kinder werden, während die Eltern und die Jugendlichen proben, betreut und können unter Aufsicht in den Pool oder Spiele spielen. In den Pausen und am Nachmittag können auch alle zusammen Urlaub machen und im hauseigenen Pool oder direkt vor dem Hotel gelegenen See schwimmen gehen, die keine zehn Minuten entfernte Stadt Levico besuchen oder sich einfach frei nehmen.
An einem Tag wird ein organisierter Ausflug nach Verona angeboten. Dort schaut man sich ein Opernstück in der Arena an. Jedes Jahr werden andere Stücke in der Arena gespielt. Der zweite angebotene Ausflug findet an einem anderen Tag der Musikferien statt und ist auch besser für kleinere Kinder geeignet, denn es geht an den Gardasee. Erst fährt man mit dem Bus bis zum Gardasee, wo man zusammen eine etwa einstündige Bootsfahrt unternimmt. Danach kann man sich in einem malerischen Ort direkt am See frei bewegen zum Bummeln, Baden und Abendessen.
Am Ende der Woche findet in der Kirche in Levico ein Abschlusskonzert statt, in dem die kleinen und großen Sänger mit der Unterstützung von Musikern und Solisten ihre einstudierten Werke dem Publikum präsentieren. Nach dem Konzert feiern die Sänger noch im Hotel bei einem Gala- Buffet mit den Solisten und Musikern. Am nächsten Morgen wird dann die Heimreise wieder angetreten.
Die Musikreise ist ein wunderschönes Erlebnis, an dem jeder teilnehmen kann, der gerne singt.

Katharina Sophie Schüffel, 8c, Erzbischäfliches Gymnasium Marienberg Neuss

Der Schmetterling–in der heutigen Zeit bedroht? – Die Tänzer der Lüfte

Wenn der Schmetterling die Wege eines Menschen kreuzt, so zaubert dieses prachtvolle Insekt jedem eher ein Lächeln auf die Lippen. Trotzdem ist der Mensch für die Gefährdung des Erhalts der Schmetterlinge verantwortlich.

Eigentlich geschieht der Vorgang unbewusst, also passiv. Da der Gärtner nicht die harmlosen Schmetterlinge jagt, sondern lästiges Unkraut und somit ihren Lebensraum mit ihrer Nahrungsquelle zerstört. So rottet er jedoch nicht alle Arten aus. Dies hängt von der Nahrung der einzelnen Falter ab. Manche bevorzugen Brennesseln, andere blühenden Flieder und manche sogar verfaultes Obst.
Denn im Leben des Schmetterlings geht es hauptsächlich um Fressen, Fressen und noch mehr Fressen. Sobald das Insekt aus dem Ei schlüpft, hat es kaum eine Ähnlichkeit mit dem Sommertänzer, denn es ist eine bunte Raupe. Diese muss erst Nahrung zu sich nehmen, um groß und stark zu werden. Der weibliche Schmetterling hat hier schon bereits vor der Eiablage nach einem Ort gesucht, der den Ansprüchen des Nachwuchses gerecht wird.
Jedoch müssen auch sie aufpassen und sich vor Fressfeinden wie der Amsel schützen. Manche tun dies, indem sie Gifthaare oder Höcker zur Abwehr auf dem Rücken tragen. Da Raupen eher zu den Einzelgängern gehören, trifft man sie selten in Gruppen an. Nur zur Verpuppung ziehen sie sich an einen geschützten Ort zurück, um sich nach ihrem Fressstadium in Seidenfäden einzuhüllen. So verweilen sie einige Wochen bis Monate und verwandeln sich zu einem komplett neuen Lebewesen. Dieser Vorgang wird auch als Metamorphose bezeichnet. Innerhalb der Puppe werden Organe abgebaut und andere neu gebildet, da der Fokus beim fertigen Schmetterling nicht nur bei der Nahrungsaufnahme, sondern auch beim Fliegen liegt. In der letzten Phase bekommt der Falter nur noch seine typische Färbung und Zeichnung. So kann man die Tagfalter wie das „Tagpfauenauge“, den „Zitronenfalter“ oder den „Kleinen Bären“ später gut voneinander unterscheiden. Zum Schluss wird die Puppe einen Spalt geöffnet und schon gelangt der Schmetterling ins Freie. Somit beginnt sein zweiter Teil des Lebens, der jedoch nicht sehr lange dauert. Der Schmetterling hat eine Lebenserwartung von durchschnittlich zwei bis fünf Wochen – nur einige Ausnahmen können wie der Zitronenfalter bis zu zehn Monaten leben.
Jedoch hat die Population in den letzten Jahren wieder leicht zugenommen. Dies kann daran liegen, dass immer häufiger Gärtner mehrere Pflanzen, die eine wichtige Rolle im Leben dieser Insekten spielen, weiter wachsen lassen. Auch Landwirte betreiben mittlerweile einen ökologischen Anbau, der sich positiv auf die Vermehrung der gern gesehenen Falter auswirkt. Jedoch wäre es weiterhin erfreulich, wenn jeder zum Schutz der Schmetterlinge beitragen würde!

Teresa Otrembnik, 8c, Erzbischäfliches Gymnasium Marienberg Neuss

Der Einfluss des Smartphones auf den Menschen – Internet als Lebensinhalt?!

Jeder hat es, jeder nutzt es, das Smartphone. Sei es nur mal kurz die Nachrichten durchzulesen oder auf dem Weg zur Schule oder zur Arbeit im Bus oder im Auto Musik zu hören.

Es gehört seit Kurzem für fasten jeden Menschen zum Alltag dazu wie das Zähneputzen. Ob Jung oder Alt, Klein oder Groß, Konversationen finden über das Smartphone statt. Mal eben eine Nachricht über WhatsApp verschickt und kaum ist eine Minuten vergangen, hat der andere schon wieder die Antwort. Oder es werden über jeweilige Apps Einkäufe im Internet getätigt. Dieses ständige ‚Onlinesein‘ und die permanente Erreichbarkeit auf Grund des Smartphones übt einen gewissen Druck auf den Menschen aus. So steht der Benutzer unter Druck, wenn es einmal nicht klappt, dass nach einer Minute die ersehnte Antwort da ist oder er nicht mal eben im Internet ’shoppen‘ gehen kann. Es muss nur einmal das Internet nicht funktionieren, sei es die Internetflat ist abgelaufen oder es befindet sich kein Funktmast des Internetanbieters in der Nähe, dann geht die große W-Lan- Suche los. Ohne das Internet scheinen die meisten Menschen aufgeflogen.
Eine wichtige Nachricht, die auf der Welt passiert, geht in Minutenschnelle durch das Internet und deshalb durch die ganze Welt. Heiratsanträge werden gefilmt, ins Internet gestellt und man hofft, dass der eigene Beitrag die meisten ‚Klicks‘ bekommt.
Die spektakulärsten Perspektiven und Eindrücke bekommt ein Mensch in der heutigen Zeit durch das Internet und dessen Verbreitung auf der ganzen Welt zu sehen. Bei einem Flugzeugabsturz filmte ein Mann, der selbst mit abgestürzt war. Im Video sah man eine Frau die immer wieder um Hilfe schrie, aber keine bekam, denn der Mann filmte weiter und die Frau ertrank.
Solche extremen Fälle werden leider immer mehr die Realität, jeder möchte im Internet anerkannt werden, auf Facebook die meisten ‚Freunde‘ haben und nach Hochladen des neuen Profilbildes schnellstmöglich die meisten ‚Likes‘ haben. Viele Situationen im Leben eines Menschen werden ‚gepostet‘, das Internet weiß viel, wenn nicht sogar alles über uns, zugleich vergisst es aber auch nichts, im Gegensatz zu den Menschen. Es scheint übermächtig zu sein, doch von Menschenhand erschaffen. Diese Ausmaße werden von Jahr zu Jahr größer, Informationen bekommt der Mensch aus dem Internet, es scheint, als wüsste er nichts mehr und bräuchte das Internet zum (Über)Leben.

Pia Sausner, 8c, Erzbischäfliches Gymnasium Marienberg Neuss

Alltag einer Hebamme – Viel Verantwortung – wenig Lohn

„Im Krankenhaus betreue ich die Frauen in der Schwangerschaft zur Geburt und kurz danach. Ich bin tätig in der Schwangerenvorsorge und in der Wochenbettbetreuung, außerdem biete ich im Krankenhaus noch Babymassagekurse und Schwangerschaftsgymnastik an“, berichtete uns die junge Hebamme Lena R.

Als Hebamme trägt man viel Verantwortung. Da man nie wissen kann, was im Laufe des Tages auf einen zukommt, muss man immer einen kühlen Kopf bewahren und sich gut organisieren. Für solch einen anspruchsvollen Beruf, sollte man meinen, dass man eigentlich mehr Geld verlangen könne. Doch dies ist nur Illusion. Durch die hohe Verantwortung, die eine Hebamme bei ihrer Tätigkeit trägt, muss sie auch gut versichert sein. Sie sind gesetzlich verpflichtet, ihre Tätigkeit durch eine Berufshaftpflichtversicherung abzusichern – für den Fall, dass der Hebamme bei einer Geburt ein Fehler unterlaufen sollte, wobei die Mutter oder das Kind zu Schaden kommen. Verständlich ist es, dass die Versicherungen auch gut bezahlt werden wollen, da aufkommender Schaden sehr teuer sein kann. Die Versicherung muss für die medizinische, pflegerische und soziale Versorgung des Betroffenen aufkommen, ebenso wie für die Prozess- und Anwaltskosten, daher auch der hohe Betrag, den die Versicherungen fordern. Dieser Betrag geht vom Lohn der Hebammen ab und sorgt dafür, dass diese auf Dauer nicht mehr von ihrem Lohn leben können. „Da ich mein Hauptgehalt vom Krankenhaus beziehe, bin ich nicht in dem Sinne vom geringen Gehalt betroffen, die Haftpflichtversicherung ist auch für mich ein bisschen gestiegen, aber ich zahle vergleichsweise wenig im Jahr. Gerade für Hebammen die Beleggeburten oder Hausgeburten leiten ist die Versicherung sehr teuer, gerade im Vergleich zu dem, was die Hebammen für eine Geburt von der Krankenkasse bezahlt bekommen“, so auch Lena R.

Im Laufe von fast 30 Jahren hat sich dieser Betrag mehr als verzehnfacht, 1981 waren es noch 30,68 Euro im Jahr, 2010 lag es bei 3689 Euro oder 4611,25 Euro, je nach dem, ob die betroffene Hebamme bereits einen Schaden zu verantworten hatte. Allein 2010 stiegen die Haftpflichtprämien um 55,6 Prozent. Genügend Geld, um die Versicherungsprämien zu zahlen, ohne Schaden davon zu tragen, verdienen die Hebammen noch lange nicht. Der durchschnittliche Stundenlohn einer freiberuflichen Hebamme liegt bei gerade einmal 7,50 Euro. Eine Lösung für dieses Problem zu finden, ist schwer, da für Schaden aufgekommen werden muss, aber inwieweit die Hebammen dafür aufkommen müssen, ist umstritten. „Es wäre schön, wenn es schnell zu einer für alle tragbaren Lösung in dem Fall kommt. Ich hoffe nicht, dass wir in Deutschland bald soweit sind, dass eine außerklinische Geburtshilfe nicht mehr zu bezahlen ist und somit nicht mehr stattfinden kann, doch leider stehen wir kurz davor“, beurteilt die Hebamme das Thema. Der deutsche Hebammenverband kämpft für ein neues Gesetz, welches die Hebammen entlasten soll.

Anna Marie Simon, 8c, Erzbischäfliches Gymnasium Marienberg Neuss

2.143 Starter bei Benefizveranstaltung – Rekordteilnahme bei Brustkrebslauf

In Köln fand am Samstag, 14. Juni 2014, ein Benefizlauf für die Heilung von Brustkrebs statt:   „Susan G. Komen Race for the Cure“. Insgesamt 2.143 Läuferinnen und Läufer starteten über die zwei und fünf Kilometerlange Lauf- und Walkdistanzen im Kölner Tanzbrunnen. Damit wurde ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt.

Jedes Jahr erhalten ungefähr 72.000 Frauen die Diagnose „Brustkrebs“. Bei dem Benefizlauf, der in Köln bereits zum dritten Mal stattfand, laufen Menschen, die an Brustkrebs erkrankt sind oder die Krankheit überwunden haben. Es laufen junge und alte Menschen mit. Familien und Freunde sind hier zahlreich erschienen, um die kranken Frauen und Männer – auch Männer erkranken an der tückischen Krebskrankheit – zu unterstützen und ihnen zu zeigen, dass sie füreinander da sind. Bei diesem Lauf geht es nicht ums Siegen, sondern einfach nur darum, dabei zu sein. Die Betroffenen tragen ein rosafarbenes T-Shirt mit dem Titel „Surviver“ und die Helfer und Unterstützer ein weißes T-Shirt. Alle waren sehr zufrieden und freuen sich, mit dem Lauf ein Zeichen im Kampf gegen Brustkrebs und für die Früherkennung gesetzt zu haben.

Eine Teilnehmerin war die 45-jährige Britta G., die im rosa T-Shirt über die Fünf-Kilometer-Distanz gestartet ist. Sie wurde von ihrem Mann, ihrer Familie und Freundinnen begleitet. Ich habe sie vor dem Lauf befragt:
Wann haben Sie die Diagnose „Brustkrebs“ bekommen?
Britta G.: Im März 2013.
Wie haben Sie darauf reagiert, als Sie die Diagnose erhalten haben?
Britta G.: Ich bin damit sehr offensiv umgegangen und habe viele Gespräche mit Freunden und meiner Familie geführt. Mein Ziel war es, die Krankheit zu überwinden und wieder ganz gesund zu sein. Deshalb habe ich die Chemotherapie durchgeführt, damit der Krebs nicht wiederkommt. Ich habe positiv gedacht und habe die Krankheit nicht zum alleinigen Lebensinhalt gemacht. Ich habe zum Beispiel in der Reha gelernt, dass mir Bewegung und Sport sehr gut tut.
Wann haben sie mit Sport angefangen?
Britta G.: Ich habe im November 2013 im Rahmen der Anschlussbehandlung mit Sport angefangen. Sport ist die beste Vorbeugung vor Wiedererkrankung.
Lea D.: Was bedeutet Ihnen dieser Lauf?
Britta G.: Vor allem Solidarität mit anderen Betroffenen und die Unterstützung von Susan G. KOMEN Deutschland e. V., ein Verein für die Heilung von Brustkrebs, der in Deutschland seit 1999 aktiv ist. 1982 wurde die Stiftung in den USA von Nancy Brinker gegründet, deren Schwester Susan G. Komen im Alter von 36 Jahren an Brustkrebs gestorben war.
Was hat die Krankheit bei Ihnen ausgelöst? Haben Sie sich seitdem verändert?
Britta G.: Ja, mir wurde klar, dass ich bewusster leben muss. Ich habe mit Sport angefangen und habe mir vorgenommen, entspannter zu leben. Deswegen befinde ich mich zu Zeit in meiner beruflichen Neuorientierung.
Vielen Dank für das Gespräch!

Lea Dietzfelbinger, 8c, Erzbischäfliches Gymnasium Marienberg Neuss

Immer mehr Medikamentenfälschungen – Gesundheitsgefahr durch illegale Internetapotheken

Viele warnen vor dem Medikamentenkauf über das Internet. Diese Warnung ist berechtigt, denn einige Medikamente sind Fälschungen, die im Ausland produziert und über Online-Apotheken verkauft werden.

Die Fälschungen enthalten meistens einen falsch dosierten oder gar keinen Wirkstoff und können gesundheits- oder lebensgefährlich sein. Für den Verwender sind die gefälschten Medikamente unauffällig, denn sie sehen dem Original sehr ähnlich. Der Grund für die Käufer ist der niedrige Preis und die bequeme Lieferung nach Hause. Die gefälschten Produkte werden auf illegalen Seiten verkauft, die man bei der Polizei melden kann. Die zugelassenen Versandapotheken besitzen ein Sicherheitslogo des Deutschen Instituts für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI).
Ein großer Nachteil bei Internetapotheken ist die lange Lieferungszeit. Bei Notfällen muss man demnach unbedingt eine ortsnahe Apotheke aufsuchen. Dort erhält man dann auch eine individuelle und persönliche Beratung. Für weitere Informationen kann man auch eine Zeitschrift, zum Beispiel die Apothekenumschau, erhalten.
Besonders für alte Leute, die oft viele Medikamente benötigen, ist die Online-Apotheke keine Alternative, da sie oftmals keinen Zugang zum Internet haben oder nicht daran interessiert sind. Viele junge Leute dagegen sehen die Online-Apotheken als eine bequeme Art, Medikamente zu bestellen. Die Risiken dabei dürfen jedoch nicht vergessen werden.
Jeder kann schlussendlich die Variante wählen, die einem eher gefällt- die Online- oder die lokale Apotheke.

Michelle Kollek, 8c, Erzbischäfliches Gymnasium Marienberg Neuss