Archiv der Kategorie: International School of Düsseldorf

ChatGBT: Eine Gefahr oder ein Gewinn fürs Schulsystem?

von Lilly Collin, Klasse 9, International School of Düsseldorf

ChatGPT ist momentan weltweit in aller Munde. Es ist die Abkürzung für „Chatbot Generative Pre-trained Transformer“. Ein Sprachmodell, das auf künstlicher Intelligenz basiert und uns Schüler:innen in Windeseile dabei helfen kann, Texte zu schreiben, zu analysieren, umzuschreiben, Mathematikaufgaben lösen und sogar wie ein menschlicher Gesprächspartner kommunizieren kann.  Der Hersteller ist die amerikanische Firma OpenAI, die sich mit der Erforschung und Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) beschäftigt. Das Produkt wurde im November 2022 eingeführt und hatte bereits nach nur fünf Tagen die Marke von unglaublichen eine Millionen Nutzer:innen geknackt. Außerdem ist ChatGPT die am schnellsten wachsende Verbraucheranwendung der vergangenen 20 Jahre. Inzwischen nutzen über 500  Millionen Menschen ChatGPT weltweit, denn der Chatbot unterstützt mehr als 95 Sprachen. Die Basisversion ist kostenlos, es gibt aber inzwischen auch eine kostenpflichtige Premiumversion, die noch schneller zu sein verspricht und etwas mehr als 18 Euro im Monat kostet.

Eine weltverändernde Innovation, wie es scheint. Merkwürdig nur, dass die Nutzung von ChatGPT bereits heute schon in vielen amerikanischen Schulen verboten wurde. Ist uns Amerika in diesem Punkt nun auch schon wieder einen Schritt voraus? Das Bildungsministerium der US-Metropole New York argumentiert mit der Sorge, dass Schüler und Schülerinnen unter Zuhilfenahme von ChatGPT die geforderten Texte nicht mehr selber schreiben und kreatives Denken dabei verloren geht. Diese Sorge ist sicherlich berechtigt, allerdings können die Ergebnisse, die ChatGPT liefert, auch nur eine erste Grundlage bei der Informationsbeschaffung sein. Die viele Zeit, die man spart, durch unterschiedliche, manchmal auch unsinnige Links und Websites zu klicken, könnten die Schüler:innen dann  nutzen um ihren Text mit eigenen Worten zu überarbeiten. Außerdem gibt es bereits KI Detektoren, mit denen die Lehrer:innen überprüfen können, ob der Text eigenständig geschrieben oder kopiert wurde.

Ein größeres Problem stellt die Tatsache dar, dass der Chatbot auch Risiken mit sich bringt wie Fake News oder Manipulation. Der Chatbot beantwortet Fragen nämlich nicht auf vielfältige Weise, sondern es gibt immer nur eine konkrete Antwort. Zudem gibt es auch keine Links zu Quellen. „With great power comes great responsibility”, dieser Satz macht klar, dass ChatGPT die Schulen und damit auch die Lehrer:innen vor neue Herausforderungen stellt. Aber waren nicht früher auch Taschenrechner und Computer neue Technologien, mit denen man erstmal lernen musste, zurechtzukommen und die heute aus unserem Schulalltag nicht mehr wegzudenken sind?

Das Wichtigste ist es, zu lernen, mit den neuen Technologien sinnvoll umzugehen. Es spricht nichts dagegen, gewisse Antworten, die uns der Chatbot gibt, auch mal zu hinterfragen. Möglichkeiten sich auch andere Meinungen außer die von ChatGPT anzuhören, bleiben ja trotzdem bestehen. xChatGPT in deutschen Schulen strikt zu verbieten, sollte keine Option sein. Vielmehr ein geregelter Umgang und Grenzen, wie z.B. in Prüfungssituationen oder für jüngere Kinder.

Ist Skifahren noch zeitgemäß?

von Maxim Voigtländer, Klasse 9, International School of Düsseldorf

Die Skiindustrie ist stark betroffen von der globalen Erwärmung. Die Frage ist, wie das Skifahren in der Zukunft beeinflusst wird. Viele Skigebiete machen auch viel weniger Einkommen und manche müssen schließen. Gute, beschneite Skigebiete werden schon langsam schwerer zu finden.

 Aktuellen Studien zufolge hat sich die Schneesaison in den Alpen im Vergleich zu den letzten 50 Jahren deutlich verkürzt. Dieser Trend wird sich voraussichtlich fortsetzen, aber manche Vorhersagen deuten darauf hin, dass Skigebiete bis 2100 gezwungen sein werden, zu schließen, wenn die globale Erwärmung voranschreitet. In vielen Skigebiete wurde sich dazu entschieden, dieses Problem zu bekämpfen. Sie haben begonnen, verschiedene Strategien zur Reduzierung ihrer Umweltbelastung umzusetzen. Darüber hinaus investieren einige Skigebiete in Beschneiungsanlagen, um den Mangel an Naturschnee auszugleichen.

Als Skifahrer:in hat man aber auch die Verantwortung, die Umweltbelastung zu reduzieren. Es gibt Maßnahmen wie umweltfreundlicher reisen, denn mehr als 70% der CO2-Emissionen beim Skifahren stammen aus dem Transport. Man sollte daher das nächstgelegende Skigebiet wählen. Die Umweltauswirkungen der Reisen inherhalb und außerhalb von Europa sind unnötig, da es die CO2-Emissionen verschärft. Was auch noch den Ausstoß von CO2 reduziert, ist die Skiausrüstung vor Ort auszuleihen, denn das macht auch die Reise einfacher und leichter. Die Lage des Skigebietes ist auch wichtig, denn höhere Skigebiete haben mehr Naturschnee, und das spart Energie.

Die Zukunft des Skifahrens hängt davon ab, wie wir dem Klimawandel begegnen. Das funktioniert nur, wenn alle mitmachen, sodass künftige Generationen noch Skifahren können und Spaß an schneebedeckten Bergen und Pisten haben können.

Leistungssport und Schule: Zwei Vollzeitjobs

von Mariette König, Klasse 9, International School of Düsseldorf

Morgens im warmen Bett liegen. Man fühlt ein flauschiges Kissen im Nacken und ist mitten in einem schönen Traum. Plötzlich wird man um fünf Uhr morgens mit einem lauten Weckergeräusch aufgeweckt. Jetzt fängt der Tag einer Leistungssportlerin an. So ist es zumindest für die 14-jährige Anne von der ISD, denn sie betreibt Triathlon als Leistungssport.

Leistungssport und Schule, wie passt das zusammen? Für Anne ist das mittlerweile Alltag. Sportlich war sie schon immer, aber seit kurzem betreibt sie Triathlon als Leistungssport. Dafür muss sie gleich in drei Sportarten trainieren:Schwimmen, Radfahren und Laufen. Das ist sehr zeitaufwändig. Dafür muss sie nicht nur viel ihrer Freizeit opfern, sondern es stellt sich auch die Frage, wie das mit der Schule vereinbar ist. Anne trainiert siebenmal pro Woche. Jeden zweiten Morgen klingelt bei ihr schon um fünf Uhr der Wecker. Dann steht Schwimmtraining auf dem Programm. Von dort aus fährt sie direkt zur Schule. Nach der Schule geht es kurz nach Hause und danach wieder zurück zum Training. Diesmal trainiert sie sich im Laufen und Radfahren. Auch am Wochenende gibt es keine Pause. Sowie am Samstag als auch am Sonntag verbringt sie ihre Zeit im Verein. Ein solches Trainingsprogramm erfordert viel Disziplin.

Diese Disziplin zahlt sich in sportlichen Erfolgen aus. So ist es ihr gelungen, sich für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren. Sie schaffte es sogar, unter die Top zehn zu kommen. Bisheriger Höhepunkt war die Teilnahme an den Nationals in Amerika. Darauf ist sie sehr stolz. Natürlich hat sie auch noch höhere Ziele im Blick: „Ich würde gerne mal an der Olympiade teilnehmen”, verkündet sie mit funkelnden Augen.

Das volle Trainingsprogramm hat natürlich Auswirkungen auf die Schule. Das frühe Aufstehen macht Anne kaum etwas aus: „Ich bin nicht wirklich oft müde in der Schule”, berichtet sie. Allerdings schafft sie es nicht immer, das ganze Schulmaterial inklusive Hausaufgaben zu erledigen. „Ich erledige manche Aufgaben in der Pause”, gibt sie zu. Vor allem wenn ein Test ansteht, führt es schonmal zu Schulstress. Das kann auch Auswirkungen auf die Noten haben. So sind Annes Noten zwar ganz gut, aber in ein paar Fächern sind die Noten etwas runtergegangen, seit sie Triathlon als Leistungssport betreibt. Die meisten Wettkämpfe sind im Sommer. Die nächste Saison fängt bald an. Dann wird Anne fast jedes Wochenende unterwegs sein. Dadurch steigt natürlich auch der Schulstress.

Leistungssport und Schule unter einen Hut zu bringen ist eine Herausforderung. Die Trainingszeiten müssen außerhalb der Schulzeit liegen und auch der Weg von zu Hause zum Training braucht Zeit. Das schafft man nur mit viel Disziplin und Ausdauer. Auch die Schule muss manchmal darauf Rücksicht nehmen. Deshalb gibt es extra Sportgymnasien, in denen alle Schülerinnen und Schüler ihren Leistungssport betreiben können. Anne überlegt, ob das eine sinnvolle Alternative für sie wäre.

Bisher hat sie es gut geschafft, Schule und Leistungssport unter einen Hut zu bekommen. Es wird sich zeigen, wie lange sie diese Doppelbelastung aushalten kann. In der gleichen Situation sind viele jugendliche Leistungssportler:innen. Aber solange sich der sportliche Erfolg einstellt, wird der Wecker auch weiterhin bei diesen Schülerinnen und Schülern morgens um fünf Uhr klingeln.

Cheerleading: Mit Püscheln tanzen oder olympischer Leistungssport?

Von Nika Gerhards, Klasse 9, International School of Düsseldorf

Schweiß, welcher auf der Stirn glänzt, schweres Atmen und rote Köpfe mit zerzausten Haaren. Das sind die ersten Eindrücke beim Betreten der Bayer 05 Uerdingen Trainingshalle der Dolphins Cheerleader.

Das Loony Dolphins Junior Allgirl Level-5 Team hat gerade ein sogenanntes Fullout gemacht. Ein Fullout ist, wenn die 20- bis 30-köpfige Mannschaft alles in der 2:30 min Routine durchgezogen und 110 Prozent gegeben hat, genauso wie auf einer Meisterschaft. Es sind 50 Prozent Training, Kraft, Ausdauer, Akrobatik, Bodenturnen und 50 Prozent mentales Training, Vorbereitung und Anstrengung. Nur mit Training gewinnt man Meisterschaften. Eine Meisterschaft steht auch demnächst an: Die Deutsche Meisterschaft. Für die Loony Dolphins, die sie sich bei der Regionalmeisterhaft Gold verdient haben. Diese findet dieses Jahr in der Mitsubishi Electric Arena in Düsseldorf statt.

Viele Unwissende behaupten immer noch, dass Cheerleading nur eine Form von Anfeuern für andere Elite Sportmannschaften sei. Die Mädchen stünden nur an der Seitenlinie und würden mit sogenannten “Püscheln” herumwedeln. Jedoch hat sich Cheerleading über viele Jahre hinweg zu einem individuellen Elite-Leistungsport entwickelt, welcher in vielen Länder vertreten ist. Püscheln, auch genannt Pompoms, werden bei internationalen Meisterschaften wie der Europameisterschaft oder den Worlds in den USA nur für eine 30-sekündige, selbst motivierende Anfeuerung benutzt.

Auch wird das Cheerleading oft mit dem typischen Highschool-Film-Klischee verbunden, in dem nur die beliebtesten Mädchen der Schule, blond und gebräunt, mit kleinen Röckchen und kurzen Tops die Spielpause der starken und beeindruckenden Jungs unterhaltsam gestalten. Aber nein. Cheerleading ist vielmehr ein individueller Leistungsport und gehört zu einer der gefährlichsten Sportarten der Welt, welcher für weibliche und männlich Athlet:innen zugänglich ist und keinen mehr in den Pausen unterhält, sondern die Hauptattraktion der riesigen Arenen ist. Cheerleading wurde auch in die Olympische Spiele aufgenommen und wird dort 2024 vertreten sein, nachdem das Dolphins Senior Level 7 Coed Team Cheerleading im Rahmenprogramm der Olympischen Winterspiele 2018 präsentieren konnte.

Für jedes Team gibt es eine original gemischte und personalisierte Musik, welche auf die Choreografie abgestimmt ist. Diese Choreografie besteht aus dreistöckigen Pyramiden, komplizierte und sauber ausgeführte Stunts, Baskets mit Würfen in atemberaubender Höhe, kraftvolle Jumps, anspruchsvolles und elegantes Tumbling und einem mitreißendem Tanz. Das alles zusammen ist auf mehrere “8 counts” in einer Zeit von 2:30 min gequetscht, welches die Durchatmungszeit auf das Mindeste begrenzt. Stunts und Pyramiden sind mehrstöckige Hebefiguren, in denen die Cheerleader ungefähr drei Meter vom Boden oder auch über den Kopf gehoben werden. Baskets, welche bis zu fünf Meter hoch fliegen können, ist ein geworfener Skill und in dieser beängstigenden Höhen werden Salti, Schrauben und Posen gezeigt. Jumps sind verbundene, aus dem Stand gesprungene, Grätschsprünge im Überspagat, dafür werden gedehnte Sehnen und Sprungkraft gebraucht. Tumblings sind anspruchsvolle geturnte Kombinationen, die schnell und hoch in der Luft durchgeführt werden. Sie basieren auf einem Radwende-Flick-Flack Prinzip mit anschließendem Salto, Layout oder Schraube. Es gibt Tumble Sequenzen, die aus dem Stand rückwärts geturnt werden, aber auch welche, die mit einem zwei bis drei schrittigen  kraftvollen Anlauf geturnt werden. Wenn man in den Coed Bereich tritt, werden Partner Stunts gezeigt. Diese sind Stunts, in denen meistens nur ein Mann eine Frau z.B. auf nur einer Hand balanciert.

Der Puls erhört und das Atmen schwer, während die Loonies ihre Routine zum wiederholten Male auf der Matte durchlaufen. Ausgeführt mit einer Ausstrahlung, als wäre es das Leichteste auf der Welt. So soll die Routine nämlich präsentiert und an die Jury verkauft werden. Viele unterschätzen dadurch das notwendige Talent, die Körperbeherrschung, die Kraft und die physische, aber auch psychische Anstrengung, die dahinter steckt. Ohne das Vertrauen, welches untereinander geteilt und aufgebaut wird, funktioniert das Cheerleading nicht auf einem Leistungssport-Niveau. Vertrauen ist das A und O und ohne die Leidenschaft für den Sport ist ein Team verloren.

Um den Teamgeist zu stärken, haben die Teams Team Events und bekommen Team Geschenke, welche von den Teambeauftragten und verschiedenen Eltern und Mitglieder organisiert werden.

Da die Teams aufgrund Leistungssteigerung und Alter nach den Sommerferien, also nach einer Cheerleading-Saison, neu gemischt werden, kommen neue und unbekannte Gesichter in das Team, daher müssen sich alle immer wieder neu kennenlernen und als Team zusammenfinden. Die Athlet:innen entwickeln sich zu einem Herz das zusammen schlägt. Oxana Prokoptschuk, das Herz und die Seele der Dolphins Cheerleader, hat die Dolphins im Jahr 2006 gegründet und in dem Jahr hat auch die Erfolgsgeschichte für die Dolphins begonnen. Oxana, auch genannt Oxi, verstarb 2021 an Leukämie kurz vor der Landesmeisterschaft. Diese Meisterschaft und die folgenden der Saison 2021 und 2022 gewannen die Loonies für sie. Es war eine goldene Saison in Gedenken an die goldenen Flügel, die dieser beeindruckenden Frau gewachsen sind.

In einer Cheerleading Saison gibt es mehre Meisterschaften, regionale und internationale Meisterschaften, mit Teams aus verschieden Vereinen und Ländern. Der CCVD Cheerleading und Cheersport Verband Deutschland steht hinter den Landesmeisterschaften, die in einzelnen Bundesstaaten stattfinden. Bei diesen qualifizieren sich die einzelnen Teams in verschiedenen Levels für darauf folgende Meisterschaften; die Regionalmeisterschaft und die Deutsche Meisterschaft und wenn das Alter der Mitglieder zu den internationalen Regeln passen, kommt die Europameisterschaft auch dazu. Es gibt aber noch viel mehr Meisterschaften und Events, organisiert von Varsity Europe, wie zum Beispiel die Sommer-All-Level oder auch die Elite, welche beide noch vor der Tür stehen. Um einen Überblick zu behalten, ist dieses Thema sehr komplex, genauso wie die Regelwerke für die einzelnen Meisterschaften.

Die Anstrengung während der Routine und das nach Luft Schnappen, genauso wie die Zeit, die Kraft, und das Geld, die Cheerleader in ihre Leidenschaft hineinstecken, zahlt sich aus. Die schlaflosen Nächte für die Trainer:innen, bis der Tag der Meisterschaft gekommen ist. Es gab noch keine Saison, in der Corona nicht mehrere Mädchen betroffen hat oder einige Verletzungen dazwischen kamen. Dennoch, am Tag an dem es darauf ankam, haben alle abgeliefert. In der von Musik erwachten Arena, funkeln die Loonies in ihren glamourösen Uniformen und strahlen heller als die Neonlichter, während sie die schwierigste Allgirl Routine Deutschlands auf der schwarzen Matte präsentieren. Das Endbild, eine stolze Pyramide, sieht aus wie das vorletzte Bild in einer Bilderbuchgeschichte, welche nach dem Bild von der Siegerehrung sanft geschlossen wird.

Das dritte Mal in Folge sitzen die Mädchen, Hand in Hand, umringt von mehreren anderen Teams, um die Matte herum. Die Nervosität, welche die Hände zum Schwitzen bringt, schweißt sie zusammen. Der Weg war holprig, doch keins dieser Hindernisse behinderte die Loony Dolphins. Sie machten das Team stärker und somit die Trainer stolzer. Wie es sich bei einer nationalen Meisterschaft gehört, wird zu Beginn die deutsche Hymne gespielt. Die Arena beleuchtet von der Discokugel, die von Lichtern angestrahlt wird, während die deutsche Flagge in der Mitte gezeigt wird. Die Stimme der Moderatorin hallt durch die Lautsprecher, als sie zuerst die Platzierungen der Junior-Level vier Teams bekannt gibt. Als letztes Team in der Junior-Kategorie sind die Loony Dolphins dran.

Sie werden auf die Matte gerufen und mit einer spannenden Ansage von Sabine Lorenz zum zweiten Mal in Folge zum deutschen Meister gekrönt. Die Mädchen stehen kreisförmig, Arm in Arm, in der Mitte der Matte und sobald sie die Punktzahl von 8,14 hören, springen sie einander in die Arme. Die Arena wird betäubend laut und jubelt unter anderem auch für den Platz in der ersten Bundesliga, auch dieser das zweite Mal in Folge. Die Herzen beben zusammen mit der Musik, die nach jedem Sieg gespielt wird und der große goldene Pokal steht in der Mitte der Mädchen, welche sich für ein Foto platzieren. Zum Schluss werden ihnen noch schwere Goldmedaillen um den Hals gehängt und in den Augen der Trainer:innen glitzert die Zukunft mit dem erfolgreichsten Team Deutschlands.

 

Junge Mode: Streetwear und Trends

Von Carl Lambertz, Klasse 9, International School of Düsseldorf, Düsseldorf

Streetwear ist unter den Jugendlichen sehr weit verbreitet und es gibt verschiedene Stile wie Cargo, Tracksuits, Basics etc. Die Stile von Streetwear können auch stark variieren und so haben 10-13 Jährige einen anderen Streetwear Style als 14-25 Jährige, da sie in diesem Alter vermutlich einen anderen Geschmack haben.

 Das Problem bei Streetwear-Webseiten ist oftmals, dass diese mit einem sogenannten Drop-System arbeiten bei welchem es schwer ist immer seine gewünschten Artikel zu kaufen. Somit werden diese Produkte beliebter, weil sie nur in einer limitierten Stückzahl hergestellt werden. Kinder tragen meist eher schlichte Kleidung während Jugendliche/Erwachsene oft einen eher ausgefallenen Kleidungsstil haben.

Die Preise von den Streetwear-Marken ähneln sich meist, sie werden zumindest nicht teurer, sondern eher günstiger. Dies hat etwas mit der Konkurrenz zu tun. Bei diesen Webseiten gibt es auch oft große Sales, die oft zu jeder Jahreszeit stattfinden. In der Zusammenfassung gibt es viele verschiedene Streetwear-Styles, welche über alle Altersgruppen verteilt sind. Die Mode der Jugend spiegelt oft die Trends von Musik und den sozialen Medien wieder.

Die beliebtesten Kleidungsstücke sind Oversized-T-Shirts und Crop-Tops – letzteres ist bei Mädchen besonders beliebt. Der Vintage-Stil gewinnt seit neustem an Beliebtheit. Auch Sportbekleidung ist beliebt für den Alltag, da sie bequem ist.

Mit 15 Jahren auf den Straßen: Der Traum vom Führerschein

Von Alessa Maas, Klasse 9, International School of Düsseldorf, Düsseldorf

Früher haben 17-Jährige sich gefreut, mit 18 Jahren ihren Führerschein zu bekommen. Jetzt träumen 15-Jährige bereits davon. In einigen Ländern, so wie in Deutschland, ist es möglich, mit 15 Jahren einen Führerschein der Klasse AM (Mopedführerschein) zu machen. Dieser besteht ausschließlich aus 14 Theorie-Doppelstunden und die Anzahl an praktischen Fahrstunden ist einzig und allein von den Fähigkeiten der Fahrschüler:innen abhängig.

Jugendlichen auf dem Land wird hiermit z.B. eine höhere Mobilität gegeben. Ein weiterer Grund, der für einen Führerschein ab 15 spricht ist, dass Eltern ihre Kinder nicht mehr überall hinfahren müssen und sie somit selbstständiger werden. Dies stellt vor allem für Jugendliche in der Ausbildung einen großen Vorteil dar. Die jungen Autofahrer:innen dürfen jedoch nur max. 45 km/h schnell fahren und somit keine Autobahnen befahren. Durch das langsame Tempo könnten Sie gegebenenfalls andere Autofahrer:innen behindern. Unfallstatistiken zeigen immer wieder, dass es die jugendlichen unerfahrenen Fahrer:innen sind, die in ihrem Übermut die meisten Unfälle verursachen. Nach Abwägung der Vor- und Nachteile, ist meiner Meinung nach diese Möglichkeit für Jugendliche dennoch eine gute und praktische Lösung, da ihnen schon in jungem Alter die Möglichkeit gegeben wird, sich im Straßenverkehr zurechtzufinden und Erfahrungen zu sammeln

In meinem Bekanntenkreis gibt es viele 15-Jährige, welche diese Möglichkeit ergriffen haben und sich jeden Tag aufs neue darüber freuen unabhängig und mobil zu sein. Ich freue mich schon selbst darauf, meine erste Fahrstunde zu nehmen, um dann die Straßen ,,unsicher” machen zu können.

LGBTQIA+ Wir brauchen Vorbilder!

Von Nina Wagner, Klasse 9, International School of Düsseldorf, Düsseldorf

LGBTQIA+: Was bedeutet das überhaupt? LGBTQIA+ ist die Abkürzung für verschiedene sexuelle Orientierungen und Formen der Identität. Jeder Buchstabe steht dabei für einen eigenen Begriff – lesbian, gay, bi, trans, queer, intersex, agender, asexual. Weil es noch viel mehr von diesen Identitäten und Orientierungen gibt, wird ein + an das Ende gehängt.

Seitdem ich klein bin, sind Bücher eines meiner liebsten Hobbys. Von Abenteuerromanen, Krimis bis hin zu Liebesromanen– ich habe so gut wie alles gelesen, was mir in die Finger kam. Doch als ich älter wurde, habe ich nach Büchern gesucht, in deren Charakteren ich mich wiederfinde. Das Schöne am Lesen ist, in eine andere Welt einzutauchen und die Protagonisten zu verstehen. Aber kann ich das, wenn ein Charakter so vollkommen andere Probleme hat als ich?

Es ist schwierig in einer Welt aufzuwachsen, in der man als anders identifiziert wird, nur weil man nicht der Norm entspricht. Man selber beschäftigt sich mehr und mehr mit Themen wie coming out und stellt sich die Frage: Wer bin ich überhaupt? Andere müssen sich über so etwas keine wirklichen Gedanken machen.

Was hätte einem 12-jährigen Ich vor zehn Jahren geholfen? Bücher, die einem gezeigt hätten, dass es okay ist zu lieben, wen man will. Wo war die Abteilung in der Buchhandlung, die sich auf LGBTQ+ Bücher spezialisiert hat? Wo war die Akzeptanz in Schulen?

Wenn ich heute sehe, dass solche Bücher für Kinder und Jugendliche bereitgestellt werden, macht mich das glücklich. Ich sehe, dass Dinge sich ändern und dass Kinder nicht mehr allein mit ihren Problemen sind.

 

Im Nachwort eines Buches, welches ich neulich gelesen habe, stachen mir folgende Worte besonders ins Auge:

“We need more representation all around. We shouldn’t settle for just one thing, because we are not just one thing. Our race, culture, geography, sexuality and experiences make us different. These things shape our stories, our lives. These things become the theme that we explore in the stories we tell.” – Kevin van Whye (Date me Bryson Keller).

Was Kevin van Whye in diesen Sätzen in mir ausgelöst hat, war eine traurige Zustimmung. Nur weil uns ein Buch, eine Serie oder ein Film über eine LGBTQ+ Story gegeben wird, sollten wir uns damit nicht zufrieden geben.

Die ISD ist ein gutes Beispiel, wie diese Veränderung aussehen könnte. So ziemlich das Erste, was einem ins Auge sticht, wenn man unsere Bibliothek betritt, ist ein mittelgroßer Tisch. Er ist dekoriert mit einer Regenbogenflagge, die man unterschreiben kann, um seine Unterstützung den queeren Kids an unserer Schule zuzusichern, und schön drapierten Büchern, die alle um eben jenes Thema gehen. Der Bibliothekar Stuart Crouch, der das Projekt LGBTQ+ books an unserer Schule organisiert hat, sagt, dass noch vor 10 Jahren kaum Bücher dieser Art in unserer Bibliothek zu finden waren. Erst in den letzten Jahren hat er es sich zur Aufgabe gemacht, diese Bücher zu katalogisieren und mit LGBTQIA+ zu taggen, um sie leichter identifizierbar zu machen. Der nächste Schritt war es, weitere Bücher dieser Kollektion hinzuzufügen. Mittlerweile kann man in unserer Schulbibliothek 75 Titel finden, welche in den Bereich LGBTQ+ Bücher fallen. Auch war es der International School of Düsseldorf wichtig, aktiv zu zeigen, dass sie ein Ort von Akzeptanz ist und so wurde das damals neue Konzept auch auf ihren Social-Media-Accounts publiziert.

 

Die lustigen Seiten der Maske

Von Melika Razaghi, Klasse 9, International School of Düsseldorf, Düsseldorf

Trotz der vielen Strapazen in den letzten Monate im Corona-Lockdown gibt es manchmal dennoch einen traurigen Grund zum Lachen. Die Art und Weise, wie manch einer seine Maske trägt, könnte man als amüsant bezeichnen, wenn damit keine Mitmenschen gefährdet werden würden.

Da haben wir zum Beispiel die “Meine Maske ist in meiner Tasche-Träger“. Diese Gruppe besitzt zwar eine Maske, trägt sie aber lieber in der Hosentasche als auf dem Gesicht, wo sie eigentlich hingehört. Als nächstes haben wir die “Maske unter der Nase-Träger“. Diese Gruppe von Menschen deckt ihren Mund zwar gut ab, meint aber aus irgendeinem Grund, dass ihre Nase draußen bleiben dürfe. Der Riecher brauche nämlich frische Luft. Als nächstes sind die “Kinnträger” an der Reihe. Ihre Maske ist zwar immer einsatzbereit, aber leider nicht richtig positioniert. Auch häufig zu beobachten sind die Menschen, die ihre Maske zwar richtig tragen, sie aber in dem Moment abnehmen, wo sie anfangen sich mit jemandem zu unterhalten. Diese Gruppe von Menschen ist offensichtlich etwas überfordert beim Sprechen und hat noch immer nicht realisiert, dass das Virus keine Pause macht. Zu guter Letzt kommen die Menschen, die ihre Maske lieber als Ohrschmuck verwenden. Diese Art von Menschen tragen zwar eine Maske, aber am Ohr statt im Gesicht. Sie haben ihre Maske dabei lässig an einem Ohr hängen, als wäre sie eine Art Schmuck – sehr stylish!

Im Großen und Ganzen wird deutlich, dass viele Menschen den Sinn des Maskentragens leider noch immer nicht begreifen. Trotz allem sollte man momentan auch Verständnis für die Menschen haben, die auf Grund von Vorerkrankungen und Atembeschwerden nicht so einfach den ganzen Tag ihr Gesicht verdecken können. Alle, für die keine medizinische Ausnahme gilt, sollten mit ihrer Maske aber besser Mund und Nase richtig bedecken, um sich und andere zu schützen.

 

Neue Filme 2021: Können sie dieses Jahr endlich gezeigt werden?

Von Fenja Frenzen, 9. Klasse, International School of Düsseldorf, Düsseldorf

Wir wissen alle, dass 2020 wegen der Corona Pandemie kein gutes Jahr für die Filmbranche war. Dieses Jahr soll sich das ändern. Hoffentlich wird alles, was wir letztes Jahr verpasst haben, nachgeholt und gezeigt werden können. Für 2021 wurden schon ein paar neue Filmtitel angekündigt. Ich verrate euch bereits zwei Filme vorab, auf deren Fortsetzung viele Leute warten: Der Fantasyfilm “Phantastische Tierwesen“ und der Actionfilm “Jurassic World 3”.

“Phantastische Tierwesen” dürfen Kinder offiziell ab 12 Jahren gucken. Mit Begleitung eines Elterneteils ist der Film aber auch für jüngere Kinder freigeben. Wenn diese schon reif genug sind und die Eltern einverstanden sind, sollte der Film für jüngere Kinder kein Problem sein.

“Jurassic World” ist ebenso ab 12 Jahren freigegeben. Hier gibt es allerdings viele Szenen, die für jüngere Kinder nicht gut geeignet sind. Deswegen sollten wirklich nur Kinder ab 12 Jahren diesen Film schauen.

Neue Filme für Erwachsene
Da “Phantastische Tierwesen” und “Jurassic World” eher für Jugendliche geeignet sind, gibt es hier noch zwei Filmvorschläge, an denen auch Erwachsene Spaß haben. Am 28. Mai 2021 soll ein neuer Teil aus der Reihe “Fast and Furious” rauskommen. Am 18. November 2021 wird der siebte Teil von “Mission Impossible” veröffentlicht.

Um was geht es in den Filmen?
Fast and Furious: Der erste Teil der Actionfilm-Reihe kam im Jahr 2001 in die Kinos und handelt von illegalen Straßenrennen und der Auto-Tuningszene. Der erste Teil stellte den Beginn einer mehrteiligen Filmreihe dar, die bisher neun Spiel; und zwei Kurzfilme umfasst.

Mission Impossible: Die  Agentenfilm-Reihe wurde 1996 ins Leben gerufen . Die Geheim-Organisation IMF stellt fest, dass sie einen Maulwurf in ihren eigenen Reihen hat. Nur Ethan Hunt, alias Tom Cruise, kann den Maulwurf finden und enttarnen.

Jurassic World: 22 Jahre nachdem der ehemalige Jurassic Park des inzwischen verstorbene Multimillionärs John Hammond auf der pazifischen Isla Nublar nahe Costa Rica geschlossen wurde, ist im Süden der Insel ein neuer, riesiger Vergnügungspark Namens Jurassic World entstanden. Ein Abenteuer wartet!

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind: New York im Jahr 1926: Der britische Zoologe Newt Scamander (Eddie Redmayne) betritt mit einem Koffer voller magischer Tierwesen die USA, wo er den Donnervogel Frank freilassen möchte. Gleichzeitig sorgt in New York ein unbekanntes Wesen für eine Spur der Verwüstung. Phantastische Tierwesen ist ein Film, der an “Harry Potter” erinnert, weil die Geschichte in der gleichen Welt spielt. Der Hauptcharakter Newt Scamander besuchte wie schon Harry Potter die Zauberschule Hogwarts. Newt ist jemand, der sich um magische Tiere kümmert und diese wie gute Freunde behandelt– ein sympathischer Hauptcharakter, der einen in die Welt der Fabelwesen mitnimmt.

 

 

 

 

 

 

Meine Glosse…

Von Nina Wagner, 9. Klasse, International School of Düsseldorf, Düsseldorf

Links Außen

Gemüseabteilung im Supermarkt. Jede Paprika doppelt eingeschweißt, geschützt vor jeglichen Gefahren auf dem Weg in den heimischen Kühlschrank. Auch die Pflaumen sitzen in ihrer eigenen kleinen Rüstung aus nicht recyclebarem Styropor. Ja, die Umwelt muss leiden, damit wir unsere Avocados bekommen, die bei Influencern so beliebt sind. Aus Übersee in gekühlten Container-Schiffen nach Europa gebracht, hat das Mode-Food in seinem kurzen Leben schon eine längere Reise als mancher Mensch hinter sich gebracht. Aber Reisen bildet und Bildung geht nunmal durch den Magen, oder wie ging der Sprichwort noch mal?