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Interview mit Balletttänzerin Maria Tolika – „Ich will nichts anderes als tanzen“

Eine Pirouette, ein Plié, ein Spagatsprung – alles, was im Ballett so leicht und schön aussieht, das Auge des kritischen Zuschauers begeistert und das Publikum zum Applaudieren bringt, bedeutet täglich harte Arbeit, Disziplin und einen starken Willen. Die erst 14-jährige Düsseldorferin Maria Tolika beweist immer wieder, dass sie es drauf hat. Sie ist die talentierteste Balletttänzerin Deutschlands, aktuelle Siegerin des größten deutschen Ballettwettbewerbs 2009 in München und Goldmedaillengewinnerin des Dance World Cup 2008 in Vancouver, Kanada, und sie besitzt ein nach ihr benanntes Tanzstudio auf der Kölner Straße 26. Sie hat das, wovon viele Mädchen träumen. Sie steht oft vor 1000 Zuschauern in wundervollen bunten Kostümen und faszinierenden Tutus, abstehenden Tüllröcken, auf der Bühne. Ihr Leben besteht aus Reisen, Auftritten – und dem Alltag ihrer Gleichaltrigen mit Schule und Hausaufgaben. Viktoryia hat Maria zum Interview getroffen.

Wie hat deine Ballettkarriere eigentlich angefangen, Maria?

Maria: Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, wie meine Mutter, die früher selbst Balletttänzerin im Moskauer Theater war, mich mit drei Jahren zu ihren Ballettstunden mit anderen kleinen Kindern mitgeschleppt hat. Damals hatten wir noch kein eigenes Studio. Ich habe mich geweigert mitzumachen, brav die Grundpositionen einzuüben, und saß eigentlich nur spielend in der Ecke und habe ihren Unterricht gestört.

Aha. Wie lange ging das so weiter?

Maria: Etwa ein halbes Jahr. Plötzlich stand ich dann irgendwann auf und sagte: „Mama, ich möchte mitmachen!“

Und dann hat sie das große Potenzial in dir gesehen?

Maria: Genau. Aber ich wollte auch selbst gar nicht mehr aufhören. Das Tanzen auf der Bühne ist meine ganz persönliche Droge geworden.

Deine Mutter ist auch jetzt deine Trainerin.

Maria: Ja, aber es ändert nichts an unserer Beziehung. Man muss es trennen können. Zuhause ist sie meine Mama und im Studio hat sie das Sagen als meine Trainerin und Choreografin. Sie unterstützt mich immer, egal, ob ich Fehler mache oder nicht. Ich habe ihr viel zu verdanken.

Macht sie dir manchmal Druck?

Maria: Inzwischen braucht sie es nicht mehr. Ich bin fast erwachsen und mache mir selbst mehr Druck. Schließlich tue ich es für mich und lebe nicht den Traum meiner Mutter. Wenn bei mir ein neues Tanzelement nicht klappt, mache ich mich manchmal echt verrückt und bleibe so lange im Studio, bis es mir gelingt und bitte sie, es mir beizubringen. Dann fleht sie mich oft an: „Maria, es ist schon so spät, lass uns nach Hause gehen und morgen weitermachen.“

Gibst du dann nach oder bleibst du hartnäckig?

Maria: Nein, ich gebe mich nicht damit zufrieden, bis ich es fehlerfrei kann. Auch wenn wir deswegen die letzte Bahn nach Hause verpassen. Erst dann kann ich beruhigt einschlafen. In dem Moment ist mir egal, dass alle meine Gelenke schmerzen. Würde ich nicht zielstrebig sein, wäre ich nie so weit gekommen.

Bist du immer noch aufgeregt, wenn du auf der Bühne stehst?

Maria: Man muss aufgeregt sein. Immer. Sonst bringt man keine Gefühle und Emotionen rüber. Ich liebe es, das Adrenalin in meinen Adern zu spüren. Ich genieße jede Sekunde auf der Bühne, es gibt kaum ein schöneres Gefühl für mich.

Gab es Momente, in denen dir alles „über den Kopf gewachsen“ ist und du alles hinschmeißen wolltest?

Maria: Klar, jeder hat seine Höhen und Tiefen. Es ist wie eine Achterbahn. Manchmal bin ich schon sehr frustriert, wenn ich etwas nicht schaffe und mache mir dadurch selber Stress. Aber ich gebe nie auf.

Tägliches Training und dazu noch der Schulstress einer Gymnasiastin. Ist das überhaupt vereinbar?

Maria: Mit guter Organisation klappt das. Mein Leben ist verplant, ich komme jeden Tag spät, oft erst nach 21 Uhr vom Training nach Hause. Dann warten noch Berge von Hausaufgaben auf mich. (lacht) Bei diesem Gedanken würde ich am liebsten gar nicht erst nach Hause kommen und im Studio übernachten. Aber eine gute Ausbildung ist mir nicht weniger wichtig. Ich möchte auf jeden Fall Abitur machen, denn man weiß ja nie… .

Das klingt stressig… Bleibt da überhaupt noch Zeit für Luxus wie Freunde?

Maria: Ja, am Wochenende kann ich es mir mal erlauben, mit Freunden Shoppen oder ins Kino zu gehen und meinen anderen Hobbys wie Zeichnen und Kochen nachzugehen – falls gerade keine Aufführung ansteht. Denn wenn das der Fall ist, trainiere ich doppelt so viel.

Ist das deine goldene Regel vor wichtigen Auftritten?

Maria: Eine davon.

Es gibt noch mehr?

Maria: Außerdem versuche ich vor Auftritten viel zu trinken und keine Schokolade zu essen. Das Zweite fällt oft schwer.

Deine Klassenkameraden sind bestimmt neidisch auf deinen Erfolg, oder?

Maria: (lacht) Vielleicht kochen sie im tiefen Inneren vor Neid, aber zumindest zeigen sie es nicht. Und für meine Freunde ist es ganz normal. Jeder Mensch ist und kann etwas besonderes.

Außer Ballett tanzt du auch Hip-Hop. Was wäre, wenn du dich zwischen modernen Tanzstilen und Ballett entscheiden müsstest?

Maria: Ich würde ich mich für das zeitlose klassische Ballett entscheiden. Es passt besser zu mir und macht mir auch mehr Spaß. Aber eigentlich kann man es nicht vergleichen, weil diese Tanzstile ganz unterschiedlich sind, andere Gefühle wiedergeben und man bei beiden zu ganz anderer Musik tanzt. Aber ich finde es wichtig, Verschiedenes auszuprobieren und sich nicht nur auf eine Sache einzuschränken.

Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft?

Maria: Dass Tanzen mein Beruf wird und dass ich immer die Zuschauer begeistere.

Das Interview führte Viktoryia Zubarava.

INFO

Zur Person

Maria Tolika

Geboren: 1995 in Düsseldorf, Deutschland

Nationalität: griechisch /russisch

Ballettschule: Maria, Kölner Straβe 26

Erfolge:

1.Platz Internationaler Ballettwettbewerb (2005)

1.Platz Ballettwettbewerb in Freiburg (2007)

1.Platz Dance World Cup in Vancouver, Kanada (2008)

1.Platzt deutscher Ballettwettbewerb in München (2009)

Viktoryia Zubarava, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

Modelagenturen denken endlich um – Karl Lagerfeld steht auf Beth Ditto

Ist es ein Irrtum? Gibt es nicht mehr genügend Models mit so genannten Traummaßen? Eine Branche scheint allmählich umzudenken.

Kann es sein, dass der weitsichtige Branchenguru Karl Lagerfeld eine neue Marschrichtung angibt? Bisher schwebten Heerscharen von sehr jungen Models mit ihren bis zu lebensbedrohlich wirkenden magersüchtigen Körpern über die Laufstege dieser Welt. Um ihren Traumjob ausüben zu können, müssen sie sich fast zu Tode hungern und dabei Diagnosen wie Bulimie, Anorexie und andere physische und psychische Krankheiten in Kauf nehmen.

Wer dieses Klassenziel nicht erreicht, ist „weg vom Fenster“ und kann sich in den Modelagenturen neu bewerben – in der Hoffnung, angenommen zu werden.

Durften bisher nur blutleere Gesichter und elfenartige Wesen die Werbung zum Beispiel von Chanel präsentieren, so dürfen wir uns vielleicht demnächst in einem Hochglanzmagazin über den Anblick von „Gossip“-Frontfrau Beth Ditto freuen. Ist sie demnächst die Werbeikone für Chanel? Die Gegensätze könnten wohl kaum größer sein. Vergleichbar mit Nord- und Südpol.

Das Maß vieler Dinge aber ist die gesunde Mitte. Der durchschnittliche Körperbau aller Frauen weltweit sieht völlig anders aus. Will die interessierte Frau immer noch schöne Mode an abgehungerten Kleiderständern sehen?

Wohl kaum. Stimmen gegen die bizarren Auswüchse der Modewelt werden allmählich lauter. Außerdem werden sich die Agenturen entsprechend den Kundenwünschen umstellen müssen. Allerdings, schnell wird dies nicht geschehen. Es wird wohl noch ein langer Weg sein, kommt doch erschwerend der Unterschied zwischen „Haute Couture“ und „Prèt á Porter“ hinzu.

Haute Couture, die hohe Schule der Schneiderkunst (längst nicht für jede(n) erschwinglich), wird wohl noch eine ganze Weile auf ihren bizarren Formen der Präsentation bestehen. Hier gibt es so schnell keine Gnade, kein Aufweichen der erbarmungslosen Präsentation.

Prèt á Porter bedeutet übersetzt „fertig zum Anziehen“ und könnte den Anfang machen. Mode für Frauen, fertig zum Anziehen, vorgeführt von hübschen normalgewichtigen Frauen.

„Bella Donna“ , eine Kölner Modelagentur, hat die Zeichen der Zeit erkannt und sich auf Models mit „Normalmaßen“ spezialisiert. Weitere Agenturen sind diesem Beispiel schon gefolgt oder werden noch folgen. Werden wir dann endlich auf den Laufstegen dieser Welt immer mehr Frauen wie „Du“ und „Ich“ sehen?

Marie-Alice Offermann, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

Sport – Mit Golf lang und gesund leben

Bislang galt Golf als der Sport der vermögenden Oberschicht und einiger Prominenter. Golfclubs waren in den Augen der meisten Menschen elitäre, verstaubte Clubs, die für die Allgemeinheit nicht zugänglich sind. Dies hat sich in den letzten Jahren allerdings grundlegend geändert.

Inzwischen ist Golfsport populär wie kaum eine andere Sportart und zieht bereits weltweit über 50 Millionen Menschen in seinen Bann, Tendenz zunehmend. Viele Golfplatz-Betreiber haben sich inzwischen schon auf diesen neuen Trend eingestellt und bieten auf ihren Anlagen zahlreiche Golf-Schnupperkurse für jedermann an.

Noch immer glauben viele, dass Golf eigentlich kein „richtiger Sport“ sei. Wenige wissen, dass das, was auf den ersten Blick wie ein gemütlicher Spaziergang aussieht, es in Wirklichkeit in sich hat: Auf einer 18-Loch-Runde ist man etwa vier Stunden unterwegs und legt 8,5 Kilometer zurück. Dabei geht man von einer Spielbahn zur anderen, zieht oder trägt seine Schläger, schlägt Bälle und sucht sie – man ist pausenlos an der frischen Luft in Bewegung.

Ein etwa 80 Kilo schwerer Sportler verliert auf seiner Runde ca. 1.700 Kalorien und damit mehr als bei zweieinhalb Stunden Fußball spielen oder bei einem dreistündigen Tennismatch. Durch einen korrekt ausgeführten Schlag werden 124 der insgesamt 434 Muskeln bewegt. Bei einer Runde Golf steigt der Puls auf bis zu 150 Schläge in der Minute. Immunsystem und Ausdauer werden gestärkt und machen den Sport z. B. für Krebs- und Diabetespatienten empfehlenswert. Auch Menschen, die an Herz- und Kreislaufproblemen leiden, können nach ärztlicher Beratung bis ins hohe Alter Golf spielen. Hinzu kommt das relativ geringe Verletzungsrisiko beim Golfen. Andere Outdoor-Sportler wie Reiter oder Skifahrer leben weitaus gefährlicher. Wer drei bis vier Stunden Golf pro Woche spielt, erzielt vergleichbare Effekte wie jemand, der etwa zweieinhalb bis drei Stunden walkt. Und auch als Rehabilitationssport, beispielsweise nach einem Schlaganfall, ist Golf aufgrund der hohen Konzentrations- und Koordinationsanforderungen inzwischen auf dem Vormarsch.

Weiterhin ist Golf gut für Stressabbau und Konzentrationsfähigkeit. Entspannung und Bewegung in der Natur sind gut fürs Gehirn. Das Spiel fördert die Durchblutung und regt somit die Sauerstoffversorgung im Gehirn an, die sich auf die Konzentrationsfähigkeit positiv auswirkt.

Während unser Alltag das Nervensystem überfordert, vermuten Forscher beim Golfen eine Erhöhung der Leistungsbreite des Gehirns. Mentale Stärke ist für einen Golfer ungemein wichtig. Bei jedem Schlag sind Ruhe und Ausgeglichenheit erforderlich, somit ist der Sport ideal zum Stressabbau und ein gutes Training für die Psyche. So beugt ein Golfspieler körperlichen Defiziten bereits lange vor ihrem Entstehen entgegen, wie Forscher der Universität Paderborn jetzt herausfanden. All diese Faktoren führen dazu, dass Golfer eine um fünf Jahre höhere Lebenserwartung haben als Nicht-Golfer.

Tale Rohlfing, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

Der Düsseldorfer Sport Club Gerresheim – Ein Club, in dem Träume wahr werden

Der Düsseldorfer SC ist nicht nur bekannt für die überragenden Leistungen der verschiedenen Mannschaften, sondern auch für den Zusammenhalt und die familiäre Atmosphäre zwischen den Mitgliedern.

Es ist Freitagabend, 20.55 Uhr, und die letzten Spielminuten des 1. Herren Derbys DSC gegen den Nachbarclub DSD laufen. Über 400 Fans sind gekommen, um mitzufiebern und ihre Lieblingsmannschaft anzufeuern. Die Stimmung hat den Höhepunkt erreicht, es wird geklatscht, geschrien und gepfiffen. Das Abpfiffsignal ertönt, und das Spiel ist aus, der DSC gewinnt 7:5. Die Fans sind außer sich vor Freude und feiern ihre Helden im direkten Anschluss mit einer mächtigen La Ola. Danach geht es gemeinsam ins Clubhaus, um dort bis spät in den Abend zu feiern.

Am nächsten Morgen geht es ähnlich spannend weiter, denn die Jugend- Mannschaften bereiten alles für das nächste Turnier vor, vor allem das Kaffee- und Kuchen-Buffet kommt bei den hungrigen und erschöpften Spielern immer sehr gut an. Tim Poncelet, Nachwuchshockeyspieler im DSC: „Wir wollen dieses Turnier heute mit vielen Toren, aber vor allem zufrieden verlassen.“ Auch Trainer Wolfertz ist es wichtig, dass seine Jungs am Ende des Tages mit sich selbst zufrieden sind und Spaß bei der Sache haben.

Zur gleichen Zeit bekommt die Tennisjugend einiges von dem ehemals sehr erfolgreichen Tennisspieler Rolf Gering beigebracht. Auch beim Tennis ist es den Trainern ganz wichtig, dass ihre Nachwuchsspieler mit viel Motivation und Spaß bei der Sache sind, „denn das ist der Schlüssel zum Erfolg“, sagt Hans Grimmelt (Tennistrainer im DSC).

Auch Lacrosse wird im DSC eifrig gespielt, sowohl in der Jugend als auch im Erwachsenenbereich. Es wird jedoch darauf geachtet, dass der sehr körperlastige Sport im Jugendbereich nicht zu brutal ausgeführt wird und das Ganze auf fairer und sportlicher Basis gehalten wird.

Der DSC ist eine riesige Sportanlage, die nicht nur über zwei Hockey- und Tennishallen verfügt, sondern auch über eine Hockeyaußenanlage und eine große Wiese für die Lacrosser, welche für ihre Spiele und Trainingseinheiten genutzt wird. Das Clubhaus ist durch eine nette und gemütliche Atmosphäre geprägt. „Der DSC ist wie ein zweites zu Hause für mich, ich liebe es nach dem Training einfach noch ein bisschen im Clubhaus zu sitzen, ob alleine oder mit meinen Freunden“, so Thomas Meisen, 19 Jahre alt, Trainer und 1. Herren Spieler. Die Gemeinschaft des DSC freut sich immer auf neue Gesichter, die sich in die Vereinsfamilie integrieren möchten und genau so viel Spaß, Lust und Leidenschaft in das Sporttreiben legen, wie jedes einzelne Mitglied bisher.

INFOKASTEN

DSC 99 gegründet 1899

Vorstandsvorsitzender Udo Wackernagel

Hockey, Tennis, Lacrosse

Diepenstraße 99


D-40625 Düsseldorf

Johanna Schlueter, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

Kochbuch-Tipp – Immer verfürerisch: Früchte

Der überwältigende Geschmack, umwerfende Aromen. Die weltberühmte australische Kochbuch-Autorin Donna Hay zeigt ihre 60 Lieblings-Fruchtrezepte in einem kleinen kompakten Buch.

Von Frühstück bis zum Dessert, alles ist dabei, um Gäste mit ihren Kochkünsten zu beeindrucken. Das Motto „Einfach und Schnell“ zeigt sich schon beim kurzen durchblättern. Die photographischen Künste vom Con Poulos lassen einem das Wasser schon im Munde zusammen laufen.

Es werden typisch australische Gerichte gezeigt, die es in Europa nicht gibt, zum Beispiel „Pavlova“ (eine zuckrige fruchtige Eiweißkreation, ein australisches Nationalgericht). Es gibt eine tolle Auswahl an köstlichen, gesunden Speisen und auch süße Überraschungen für die Naschkatzen.

Das Buch ist der perfekte Kochkursus für die ganze Familie. Ein ideales Geschenk für Fruchtliebhaber. Grund genug, sich auch den Rest der Serie „Einfach und Schnell“ zu ergattern. Diese Serie enthält Schokolade, Gemüse & Salate, Hühnchen und natürlich Früchte. Viel Spaß beim Kochen!

Nelson Noll, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

„Better City, Better Life“ – Expo 2010 in Shanghai

Die Expo 2010 wird vom 1. Mai bis zum 31. Oktober 2010 in Shanghai stattfinden. Es ist das zweite internationale Großereignis in China nach den Olympischen Spielen in Beijing. Auf der Weltmesse, wie sie auch genannt wird, werden 200 Länder und wahrscheinlich 70 Millionen Menschen erwartet. Das wäre die größte Expo aller Zeiten.

Jedes Land wird einen Pavillon erbauen, in dem Ideen und Entwicklungen in Technologie, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft gezeigt werden. Die Expo wird in der Region Nanpuqiao und Lupuqiao am Huangpu Fluss erbaut. Das Motto dieses Jahres: „Better City, Better Life.“

Die chinesische Regierung sieht dieses Ereignis als eine Bestätigung für ihre internationale Anerkennung, und nach der erfolgreichen Olympiade in Beijing wollen sie erneut ein gutes Bild von sich abgeben. Shanghai erweitert seine Metrolinien von vier auf 15 und investiert mehr als 100 Millionen Dollar in afrikanische Länder, damit sie sich die Teilnahme hier leisten können. Die Preise der Tickets für die Messe werden zwischen umgerechnet 19 und 90 Euro betragen, je nach Preisklasse für Tagestickets, Wochentickets, Studententickets und Abendtickets.

Der deutsche Pavillon wird von der Kölnmesse organisiert, und der Pavillon wird vom Münchener Architekturbüro Schmidhuber und Kaindl entworfen. Das Grundstück wird 6000 Quadratmeter belegen und steht unter dem Motto „balancity“. Die Besucher gehen durch einen virtuellen Hafen, einen Garten, einen Park und eine Oper. Die größte Attraktion wird eine 1000 Kilo schwere Kugel sein, die durch die Bewegungen der Menschen im Raum in Bewegung kommt.

Wu Chaoyang, der Sprecher der Expo, sagt: „Die Expo wird Shanghai verändern, wie die Olympischen Spiele Peking verändert haben.“ Wegen der Olympischen Spiele wurden viele Fabriken geschlossen, um eine bessere Luftqualität herzustellen. Das Gleiche hat man auch in Shanghai vor. Zum Opfer wurden viele alte Häuser, denn es mussten viele Stadtteile abgerissen werden, um Platz für die Messe zu machen.

Die Expo gibt es schon seit dem Jahr 1851 in London durch die Anregung von Prinz Albert aus Sachsen. Von dort an gab es regelmäßig eine Weltausstellung. Im Jahr 2000 fand die Expo in Hannover statt und war auch ein riesiger Erfolg für Deutschland, damals kamen 18 Millionen Besucher, um die Ideen der 155 teilnehmenden Nationen zu sehen.

Chenyuan Cao, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

Kunstausstellung – Wahrheiten jenseits von Folklore

Als ich am Freitag, den 27. November, die Ausstellung von Yuri Leiderman, geb. 1963 in Odessa, im RWE Turm betreten habe, begegnet mein Blick drei Frauen in russischen traditionellen Gewändern. Alle drei lesen im Wechsel „Hauptmannstochter“ von dem populären russischen Autor A. S. Pushkin, von dem auch der Titel der Ausstellung stammt.

Hinter dem Podest der lesenden Frauen befindet sich eine hölzerne, zweidimensionale Darstellung eines Bootes. Die Bootsfenster sind Bilder von Menschen aus verschiedenen Ländern, dargestellt in traditioneller Kleidung eines anderen Landes. Zu jeder Seite ist eine Reihe von weiteren Bildern, die in einer autobiografischen Zeitskala präsentiert werden. Es geht um Wahrheiten jenseits von Folklore, es geht um Traditionen. Und es geht um persönliches Glück.

Der RWE Konzern veranstaltet in seinem Hauptsitz eine Ausstellung, damit junge Besucher sich mehr mit der Kunst in ihrem Alttag auseinander setzen. Das Gefühl wurde dadurch verstärkt, dass drei russische Frauen einen solchen starken Kontrast zu unserer deutschen Kultur bilden und die Ausstellung überraschenderweise klein ist.

Den eigentlichen Hauptteil stellt die Interaktion mit den jungen Besuchern dar. Sie bewegen das Boot um das Podest herum, während andere auf dem Podest die Frauen ablösen und Goethe vorlesen. Mit dieser Aktion möchte Leiderman ausprobieren, wie das sich bewegende Boot im Kontrast zu den sprechenden Personen wirkt.

Dank der Aktion „Meet the artist“ konnte man dem Künstler Fragen stellen. So sagte Leiderman: „The piece of art is not fixed, framed for eternity; it can live, change during the exhibition, like living organisms…”. Er will niemandem vorschreiben, was er mit seiner Kunst ausdrücken will, er fordert den Betrachter zu eigenen Gedanken auf: „Any meaning which seems for you (or other visitors) relevant becomes to be relevant”. Leiderman will inspirieren, es soll ein Dialog entstehen.

Viktor von Selchow, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

Gute Kritik für New Moon – Bei Bellas und Edwards Geschichte musste Amelie auch mal weinen

Der Vorgänger-Teil der beliebten Vampir-Saga „Twilight“ war schon ein wahnsinniger Erfolg. „New Moon“ hält diesen hohen Standard und begeistert viele weitere Fans weltweit. Bei den romantischen Liebesszenen, der atemberaubenden Aktion und emotional gespielten Rollen musste Amelie sogar ein Tränchen verdrücken.

Im Film geht es um das Mädchen Bella, ihre so starke Liebe zu dem Vampir Edward und die gepflegte Freundschaft zum Werwolf Jacob. Besonders die Rolle von Edward, dem geheimnisvollen Verehrer von Bella, wird gut und lebhaft von Robert Pattinson gespielt. Auffallend gut war auch der spannende Kampf zwischen Edward und verschiedenen Vampiren, die seine geliebte Bella töten wollten. Prima ist auch die geniale Animation der großen Werwölfe. Sie wirkten so echt, dass Amelie zusammenzuckte und bei ihrem Gebrüll Gänsehaut bekam.

Im Vergleich zum Buch fand Amelie den Film auf jeden Fall besser. Zwar wurden viele lustige Szenen zwischen Bella und Jacob weggelassen. Doch das Buch ist sehr lang und handelt hauptsächlich über Bellas starke Depression. „Das hat mich oft sehr gelangweilt“, sagt Amelie. Doch die aufregenden und spannenden Szenen am Ende des Buches hätten das wiedergutgemacht. Der Film jedoch fasse all das schnell zusammen und zeigt, wie sich die Freundschaft zwischen Jacob und Bella mit der Zeit verbessert. Allgemein war der Film eine gute Mischung aus Liebe, wilden und verrückten Szenen, und auch für Humor wurde gesorgt, sodass für jeden etwas dabei ist. Amelie hat der Film gepackt. Sie wartet sehnsüchtig auf den dritten Teil der Twilight-Saga.

Amelie Blomeyer, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

Bootsmesse 2010 – Surfen, Segeln, Tauchen – und Träumen

Auf der weltgrößten Jacht- und Wassersportmesse stellen wieder mehr als 1600 Aussteller aus 57 Ländern in 17 Messehallen und auf 220.000 Quadratmetern Boote, Wassersportgeräte, Ausrüstungen und Zubehör vor. Die Messe geht vom 23. bis 31. Januar.

Es wird erwartet, dass die Boot in Düsseldorf genauso viel Erfolg haben wird wie in früheren Jahren. Trotz Rezession und Krise soll sich nicht viel ändern. Wassersport ist für jede Familie ein Erlebnis, und es gibt viele Gründe dafür Geld auszugeben.

Für Jugendliche, die Wassersport treiben, gibt es eine Menge Auswahl, zum Beispiel Surfboards, Kiteboards, Wakeboards und Wassersportschulen. Sie kann man in Hallen eins und zwei finden.

Außerdem gibt es viel Unterhaltung – zum Beispiel beim künstliche Wellen reiten oder durch Musik. Halle drei ist für Taucher. Für die Hallen vier bis zehn und 15 bis 17 sollte man sich viel Zeit nehmen. Dort stehen die teuersten Jachten der Welt und neue Erfindungen. Bei manchen Ausstellern muss man ein Termin vereinbaren, damit man ihr Boot oder ihre Jacht in Ruhe besichtigen kann. In den Hallen elf und zwölf kann man für sein Boot bis zu kleinsten Schraube alles finden. In den Hallen 13 und 14 beraten Experten über die schönsten Wassertourismus-Orte, Wassersportschulen, Marinas und Charter.

Berk Dalkiran, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf

Medien – Stefan Raab: umstritten und erfolgreich

Der Showmaster mit den vulgären Sprüchen, er kann austeilen, aber nicht einstecken: Stefan Raab. Die Meinungen der Passanten auf der Straße variieren sehr. Tatsache ist, mit seinen vielseitigen Veranstaltungen hat er schon einen Meilenstein des Entertainments in Deutschland gesetzt.

Der gelernte Metzger und Jurastudent wollte an jenem Tag im November 1993 Viva seine Programmjingles vorspielen und wurde zum Moderator. Bei Viva moderierte Raab fünf Jahre zahlreiche Sendungen. Bis 1999, dann wurde er von TV Total Macher Marcus Wolter entdeckt, und ab dann moderierte Raab die Sendung TV Total.

Seitdem hat Raab viele amüsante Veranstaltungen gemacht, etwa „Wok-Weltmeisterschaft“, „Schlag den Raab“, „TV total Turmspringen“, „Eisfußball“, „Stockcar-Rennen“, „Parallelslalom“, und am 6. Juni 2008 war die Premiere der „Autoball-Europameisterschaft“. Die Sendung „Schlag den Star“ wird ebenfalls von Raab TV produziert. Ein paar dieser Veranstaltungen führten zu Millionen Einschaltquoten. Alle Sendungen wurden ausschließlich von Pro Sieben ausgestrahlt.

Obwohl der Showmaster gut austeilen kann, musste er aber auch einstecken. Sein Humor bei „TV Total“ basiert oft auf Kosten von Menschen, die keine Erfahrung in den Medien haben. Ohne diese Witze wäre TV Total nicht so lustig. Dies ist der Grund dafür, dass Stefan Raab so umstritten ist und oft verklagt wurde. Moralisch gesehen gibt es über Raab nichts Gutes zu sagen. Aber genau das macht ihn so lustig. Er ist ein Multitalent: Viele Dinge, die er anpackt, werden auch zum Erfolg.

Raab hat sich mit seiner amüsanten und selbstbewussten Art viel Respekt bei Jugendlichen geschaffen. Ein Bild von seiner Familie zu bekommen ist so, als versuche man, das Monster von Loch Ness zu erwischen. Er schottet sich und seine Familie ab. Aber Menschen für seine Show benutzen kann er gut. Aber mal dafür stehen, was er gesagt hat, niemals.

Man kann diskutieren, ob es besser wäre, ihn zu verbieten. Aber es ist wie immer, wenn man nicht selbst betroffen, dann ist es einem egal. Raab sollte mal dazu stehen, was er getan hat, und nicht einfach Geld überweisen.

Trotzdem schätzen Jugendliche Raab für seine Humor. Raab wird weiter seinen Weg gehen und wird noch weitere Klagen kassieren, aber wir kennen ihn ja nicht anders.

David Geffroy, Düsseldorf, International School Of Düsseldorf