Zu Besuch in der Förderschule Linnich – Die Arbeit einer Sonderpädagogin

Um 8 Uhr beginnt der Arbeitstag von Janine Frohnhofen. Sie unterrichtet Kinder mit körperlichen Behinderungen, die entweder normal intelligent, lernbehindert oder geistig behindert sind. Von ihrer Arbeit sagt sie selber, dass es zwar herausfordernd und anspruchsvoll sei, es aber auch sehr viel Spaß mache.

In der Schule haben 17 Klassen mit insgesamt 187 Schüler, die von 35 speziell ausgebildeten Lehrern betreut werden, Platz. Diese Schule folgt meist anderen Kriterien als öffentliche Schulen, zum Beispiel sind in der Klasse zwei Lehrer, das gibt mehr Zuneigung und Sicherheit für die Schüler wie die Pädagogin Janine Frohnhofen uns mitteilt. Ebenfalls anders ist der Unterricht, der nicht frontal ist und somit den Kindern noch mehr Vertrauen schenkt. Die Schüler bekommen viel persönliche Zuneigung. Viele Kinder müssen auch während des Unterrichts medizinisch, durch Krankenschwestern betreut werden oder sind pflegebedürftig, verhaltensauffällig und haben oft eine geringe Ausdauer (Aufmerksamkeit und ihre Konzentration lassen schnell nach/ Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom).

Um so wertvoller ist die pädagogische Arbeit mit diesen Kindern, die die Lehrer und Erzieher immer wieder vor neue Herausforderungen stellt.

Kai Gellissen, Alexander Vieten und Marius Frohnhofen, Erkelenz, Cornelius-Burgh-Gymnasium

Besuch in der Franziskusschule Houverath – Kleine Schule mit großen Möglichkeiten

Vier Schülerinnen des Cornelius-Burgh Gymansiums haben die Franziskusschule in Houverath besucht. Derzeit besuchen diese Grundschule 97 Schüler und Schülerinnen, die von vier Lehrkräften und einer Referendarin unterrichtet werden.

Eine besondere Hochbegabtenförderung wird in dieser Schule praktifiziert. Die Schüler können sogenannte Pluskurse besuchen, in denen sie eigenständig ihre Themen erarbeiten und auch entsprechend vorstellen. Die Pluskurse werden von über durchschnittlich begabten Kindern besucht. Auch für die anderen Schüler werden weitere Kurse zu Fördern und auch zum Fordern angeboten. Die Schülerinnen des Gymansiums führten ein Interview mit der Lehrerin Frau Hara.

Sie berichtet, wieviel Spaß ihr die Arbeit mit den Kindern mache. Sie erklärte, dass jeder Tag mit den Schülern Abwechslung bringe und etwas besonderes sei. Für berufstätige Eltern bietet die Franziskusschule den offenen Ganztag, indem die Kinder den ganzen Nachmittag betreut werden und verschiedene AGs besuchen können. Bei der Franziskusschule handelt es sich um eine kleine Schule mit großen Möglichkeiten.

Laura Bonczjk, Kristina Reicharz, Jana Kubatta und Annalena Mertens, Erkelenz, Cornelius-Burgh-Gymnasium

Freiwilliger Feuerwehrmann erzählt über seinen Job – Mehr als nur ein Hobby

Christoph B. hilft seit 23 Jahren bei der freiwilligen Feuerwehr in Duisburg-Baerl mit. Er ist von Beruf selbständiger Fleischermeister mit eigenem Betrieb.

Die Feuerwehrmänner bei der freiwilligen Feuerwehr haben dreimal im Monat eine Übungseinheit und jeder wird möglichst in seinen Stärken bei den Einsätzen eingesetzt. Bei einem Brand oder einem Verkehrsunfall wird ihnen durch einen Pipser mitgeteilt. Dieser fängt an zu pipsen und zu vibrieren. Sie haben von ihrer Ausrüstung nur Stiefel und Uniform zu Hause und der Rest ist in der Station. Nach einem Unfall kümmern sich Seelsorger um die Feuerwehrmänner.

Obwohl man seine Freizeit dafür opfern muss hat man ein umso besseres Gefühl, wenn man einen Menschen gerettet hat.

Moritz Jordan, Erkelenz, Cornelius-Burgh-Gymnasium

Planung des ,,U-3 Konzepts“ – Neues im Lövenicher Kindergarten

Lövenich. Der städtische Kindergarten in Lövenich führt im Sommer 2012 das ,,U-3 Konzept“ ein. Neben den Kindern ab 3 Jahren werden dann auch jüngere Kinder aufgenommen. Dies wird eine große Umstellung für Betreuer, Eltern und für die Kinder.

,,Das Wohl der Kinder und das Vertrauen der Eltern steht bei uns im Vordergrund!“, erzählt Frau Halcour, die Leiterin des Kindergartens. Es wird vorgesehen, dass es eine längere Eingewöhnungsphase für die Kinder mit ihren Eltern gibt, um sowohl den Kindern als auch den Eltern die Möglichkeit zugeben, Vertrauen zum Kindergarten und zu den Betreuern aufzubauen. Für das ,,U-3 Konzept“ gibt es nicht nur pädagogische Bedingungen sondern es müssen auch neue Räumlichkeiten geschaffen werden.

Durch einen Anbau entstehen neue Ruheräume, die den Ansprüchen der ,,U-3 Kindern“ entsprechen.

Anne Fuchs, Nathalie Heinen und Judith Eiken, Erkelenz, Cornelius-Burgh-Gymnasium

Ein Besuch im Hospiz – Endstation Leben

Erkelenz. Das Hospiz der Hermann-Josef Stiftung gibt es seit zöwlf Jahren. Elf Betten bieten Platz für Menschen ohne Hoffnung auf Genesung. Die durchnittlich 70-jährigen Patienten bleiben zwischen ein paar Stunden und mehreren Wochen. Das Hospiz beherbergt durchschnittlich 100 Patieneten im Jahr.

Die Betreuer verhalten sich distanziert gegenüber den Patienten und erleichtern ihnen den Abschied mit ummantelnder Pflege. Das Hospiz ist in keiner Weise mit einem Krankenhaus zu vergleichen, da die Mitarbeiter nicht versuchen, die Patienten zu heilen, sondern sie zu begleiten und menschlich zu verstehen. „Wir tun nur das, was gut tut“, sagte die stellvertretende Leitung des Hospizes, Frau Etienne.

Die festangestellten Fachkräfte müssen eine fünfwöchige Ausbildung absolvieren und schon zwei Jahre in diesem Bereich berufstätig sein. Das Hospiz legt viel Wert darauf, dass die Patienten wissen, wo sie sich befinden.

Pauline Matz, Kim Meester und Patricia Vieten, Erkelenz, Cornelius-Burgh-Gymnasium

Hauptkommissar berichtet über seine Karriere – Zufriedenheit bei der Polizei

Seit fast 33 Jahren arbeitet Arnold S. erfolgreich bei der Polizei und davon fünf Jahre als Hauptkommissar in Erkelenz im Ost-Revier. Er machte 1982 sein Abitur, danach eine Ausbildung und dann ging er zur Polizei.

Seit er vor fünf Jahren eine Beförderung zum Hauptkommissar bekam und somit nach Erkelenz versetzt wurde, fährt er keine Streifen mehr, wie man sie von der Straße kennt. Er ist trotzdem Leiter der verschiedenen Einheiten.

Wir haben erfahren, dass die Kriminalitätsrate in Erkelenz normalerweise nicht so hoch ist, dass es aber bei Anlässen wie Karneval viele Betrunkene und ab und zu auch kleinere Schlägereien gibt. Herr S. erzählte von seinen ersten Fällen in Düsseldorf als Berufsanfänger, dass es schwierig war, bei schlimmen Vorfällen mit Toten und Verletzten die Ruhe zu bewahren. Aber mittlerweile hat er viel Erfahrung. „Ich bin mit meinen Kollegen und meinem Job sehr zufrieden“, sagte er bei unserem Interview.

Der Hauptkommissar erklärte den Aufbau und die Organisation der Polizeireviere im Kreis Heinsberg, wie die Verteilung der Arbeit ablief und warum er sich genau den Job ausgesucht hatte. Er freut sich aber trotzdem auf seinen Ruhestand und kann sagen, dass er eine erfolgreiche Polizeikarriere hinter sich hat.

Nico Gipperich, Erkelenz, Cornelius-Burgh-Gymnasium

Wir besuchten die Förderschule des Kreis Heinsberg – Trotz Behinderung ein normales Leben

Es gibt viele Ursachen, die zu einer Behinderung führen können. Sauerstoffmangel während der Geburt, Unfälle, Vergiftungen oder genetische Ursachen können hier als Beispiele genannt werden. In der Rurtal-Schule werden zurzeit 234 Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlich ausgeprägten Behinderungen gefördert. Sie ist einer der größten Förderschulen dieser Art im Regierungsbezirk Köln und besteht seit 35 Jahren.

Die pädagogische Arbeit wird von 20 Helfern und einigen Schulbegleitern unterstützt. Bei den ersteren absolvieren elf ihr Freiwilliges Soziales Jahr und 9 den neuen Bundesfreiwilligendienst. Die Schulbegleiter, die in der Regel vom Sozialamt bezahlt werden, ermöglichen überhaupt erst den Schulbesuch einiger Schüler. Weiterhin teilen sich zwei Krankenschwestern eine Stelle. Sie unterstützen das pädagogische Personal bei der Pflege und beim Essen in den Klassen. Krankengymnasten führen auf Rezept Behandlungen in speziellen Räumen durch. Der Sinnesraum- und Hof und andere Therapieräume bieten Fördermöglichkeiten für Schüler mit einer sog. schwersten Behinderung. Für Rollstuhlfahrer gibt es tiefe Knöpfe, mit denen die Türen automatisch aufgehen.

Die Schule besitzt fünf Schulstufen, in den die Schüler jahrgangsübergreifend vom 6. bis 18. Lebensjahr unterrichtet werden. Die erste und zweite beträgt eine Dauer von fünf Jahren, die dritte, auch Berufspraxisstufe genannt, in dieser Stufe werden die älteren Schüler auf das Berufsleben vorbereitet. Wenn ein Verdacht auf Behinderung besteht wird ein umfangreiches Gutachten von einem Sonderschullehrer und dem Lehrer einer Regelschule erstellt. Dabei kann es sinnvoll sein, auch einen Intelligenztest einzusetzen. Das Schulamt entscheidet schließlich im Benehmen mit den Eltern, ob man auf eine Förderschule kommt. Jedes Jahr wird immer wieder neu entschieden, ob man auf der Förderschule bleiben darf.

Die Fächer unterscheiden sich kaum von unseren, außer Hauswirtschaft, Arbeitslehre und lebenspraktische Erziehung. Der Stundenplan ist im Gegensatz zu unserem sehr offen. Was auch noch anders ist, ist das Teamteaching in den Klassen, wo mehr als ein Lehrer mit den Schülern lernt was sehr hilfreich ist da, wenig Frontalunterricht stattfindet, aber dafür viel in Gruppenarbeit oder Wochenplanarbeit. Es wird auch im Rahmen von größeren Projekten gelernt und gearbeitet (zum Beispiel Theaterprojekt).

An der Schule gibt es folgende Gelegenheiten mitzuwirken: im kleinen Tierpark, in dem die Kinder bei der Pflege der Tiere mithelfen können, die integrative Schulband „Rur-Rock – Wir zusammen“, mit der sie auch schon mit der Hauptschule in Russland und England aufgetreten sind, außerdem den Kiosk und die drei Küchen in denen die Schüler die Möglichkeit haben, bei der Essenvorbereitung- und -ausgabe zu helfen. Allgemein ist die Rurtal-Schule sehr hilfreich und tolerant gegenüber allen Menschen mit einer Behinderung und bereitet sehr gut auf das spätere Leben vor.

Sanja Franke und Laura Kusner, Erkelenz, Cornelius-Burgh-Gymnasium

Soziale Netzwerke – Risiken im Internet

Facebook, Twitter, SchülerVZ – soll man diese Risiken eingehen, oder nicht? Diese Frage stellt sich sehr häufig, besonders bei Erziehungsberechtigten von Jugendlichen, manchmal jedoch auch den Jugendlichen selbst. Kein Wunder! Denn schließlich ziehen solche Internetseiten ihre Vor- und Nachteile mit sich. Das ist inzwischen sicherlich jedem oft genug gesagt worden.

Die Vorteile sind klar: Kostenlose Kommunikation zwischen Menschen, leichter Austausch von Informationen, Apps und Spielen sowie der Möglichkeit Fotos online zu stellen und Kommentare abzugeben.

Keine Frage: Wer in einer dieser Netzwerke tätig ist, weiß besser Bescheid und kann mitreden. Doch diese Dinge ziehen auch so manches mehr mit sich. Der schnelle Austausch, ohne sich direkt gegenüber zu stehen, kann zu ungewolltem Streit führen. Während man schreibt, sieht man schließlich nicht die Person vor sich, kann also nicht auf Mimik oder Gestik eingehen, wodurch man vieles nicht mitkriegt.

Eine weitere Sache ist natürlich Cyber-Mobbing. Wenn man nicht aufpasst, kann es zu so etwas schneller kommen, als man denkt. Unter die Bilder zum Beispiel können fiese Kommentare geschrieben werden und – im Internet geht nie etwas verloren! Das führt mich auch schon auf den dritten Punkt: Die gefährliche Unvergänglichkeit des Internets. Die große Datensammlung, die zwangsweise immer größer wird und von der wir wahrscheinlich gar nichts merken. Bilder, die wir online stellen, sind nicht weg sobald man auf „Löschen“ drückt. Kommentare sind nicht verschwunden und Chatgespräche auch nicht.

Alles was du dort einmal über dich enthüllst, kann leicht wieder gefunden werden. Allein Ort, Vor- und Nachname lässt Wohnort usw. bestimmen und wenn man dann noch postet, dass man Familienurlaub macht – ist das Haus dann noch sicher?

Doch gegen viele dieser Dinge kann man sich schützen, wenn man aufpasst. Es werden zum Beispiel Kurse angeboten, die einen daraufhin vor den Gefahren schützen. Die Netzwerke können dann immer noch, zwar leicht eingeschränkt, aber genutzt werden und somit ist man geschützter.

Am Ende ist es jedoch jedem sich überlassen, ob er das Risiko eingehen will, oder nicht. Trotzdem sollte ein jeder auch über alle diese Konsequenzen nachdenken.

Henrike Klehr, Düsseldorf, Annette-V.-Droste-Hülshoff-Gymnasium

Praktikum in der Herrenschneiderei – Schauspieler mit „meiner“ Kappe

Ich habe mein Schülerbetriebspraktikum in der Herrenschneiderei des Theaters Krefeld-Mönchengladbach gemacht.

Da habe ich eine Tischdecke mit ganz verschiedenen Stichen bestickt, mit Kreuzstich, Kettenstich und einem Karostich. Das hat alles nicht so gut geklappt und sah etwas anders aus als erwartet. Ich habe mir dabei sogar in den Finger gestochen.

Ich durfte viel mit der Nähmaschine nähen, obwohl ich erst im Theater das Arbeiten mit der Maschine gelernt habe. Zuerst musste ich auf ein paar Blättern üben. Die gerade Linie ist mir nicht so recht gelungen. Dann sollte ich ein Zickzackmuster nachfahren und noch ein Zickzackmuster. Dabei bin ich abgerutscht. Es sah nachher nicht schön aus.

Für meinen Lehrer habe ich ein Kissen aus verschiedenen Stoffen genäht. Es war nicht so einfach. Ich habe es mit sehr viel Liebe gemacht. Er hat sich sehr darüber gefreut, und das fand ich schön. So kann er wenigstens im Unterricht schlafen.

An weiße Hemden habe ich Druckknöpfe genäht. Die Hemden waren für das Stück „Figaro“. Ich habe auch eine Filzkappe mit rot-weiß-rotem Stoff überzogen. Die Kappe sollte man danach nicht mehr sehen. Auch die Krone, die oben drauf befestigt wurde, habe ich genäht. Die Filzkappe war für die Kinderoper „Rusalka“. Ein paar Tage später war der Schauspieler mit „meiner“ Kappe mit dem Krönchen in der Rheinischen Post abgebildet. Sogar eine Theaterprobe durfte ich mir anschauen und habe die ganzen Kostüme gesehen.

Das Praktikum hat mir sehr viel Spaß gemacht, und die Leiterin der Schneiderei und die Mitarbeiter waren sehr zufrieden mit mir. Ich würde jetzt sehr gerne Schneiderin werden.

Jenny Adamec, Krefeld, Schule Am Uerdinger Rundweg

Die RP im Kunstunterricht – „Meine Rheinische Post“

Im Kunstunterricht sollten wir zum Thema „Schüler lesen Zeitung“ unsere eigene Rheinische Post gestalten. Wir sollten Bilder oder Artikel oder Überschriften ausschneiden, die uns interessieren und sie auf ein Plakat kleben.

„Meine Rheinische Post“ drückt also aus, wofür ich mich interessiere, und die Plakate meiner Klassenkameraden drücken aus, wofür sie sich interessieren. Das ist wichtig, weil jeder eine andere Meinung und andere Interessen hat.

Die Bilder zeigen die Plakate von Jenni, Joan und Michelle.

Michelle Engels, Krefeld, Schule Am Uerdinger Rundweg