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E-Zigaretten – die gesunde Alternative? Denkste!

Was ist der Grund für den dramatischen Aufstieg von E-Zigaretten und was sind Gesundheitsfaktoren?

Von Eve Leeser, 9.3, International School of Düsseldorf

E-Zigaretten sind ein weltweiter Trend, der jetzt auch in Deutschland angekommen ist, insbesondere bei Jugendlichen in der Altersgruppe von 15 bis 18 Jahren. Erfunden wurden sie im Jahr 2003 von Hon Lik, einem Chinesischen Apotheker, für den Zweck, mit dem Rauchen aufzuhören, oder als Alternative. Angeblich haben diese Zigaretten einen positiven Einfluss auf Ex-Raucher, da sie Entzugssymptome lindern, aber eine negative Auswirkung auf Nichtraucher, besonders bei Jugendlichen, da sie zu Nikotinsucht führen können.

Wie funktionieren E-Zigaretten?

Bei einer E-Zigarette wird nichts verbrannt, darum wird es auch als „Dampfen” bezeichnet. E-Zigaretten sind batteriebetriebene Geräte, in denen eine Mischung von nikotinhaltiger Flüssigkeit, ein „Liquid“ erhitzt wird, die der Nutzer dann inhaliert.

Obwohl die E-Zigaretten für Erwachsene geschaffen wurden, hat sich die Käufergruppe drastisch verändert. Was ist es, was all diese Teenager anlockt?

Tabakunternehmen vermarkten aromatisierte Produkte, um Jugendliche und junge Erwachsene anzuziehen. Seit 2014 schreibt die Amerikanische Gesundheitswebsite „Motherboard” über die Auswirkungen auf die Gesundheit von E-Zigaretten und informiert, dass es mehr als 7000 Geschmäcker und Aromen gibt. Werbungen für E-Zigaretten werden gezielt auf junge Menschen ausgerichtet. Öfter benutzen die Marketing Industrie berühmte Influencer, um das Produkt zu verkaufen, damit es ansprechender für Jugendliche ist.

Ein weiterer Faktor für den exponentiellen Anstieg der E-Zigaretten ist, dass sie angeblich gesünder sind als normale Zigaretten, da sie keinen Tabak enthalten, der krebserregend ist. Sind E-Zigaretten aber wirklich so viel gesünder,? Weil es noch so ein neues Produkt ist, kann man noch nicht feststellen, was die Langzeitwirkungen von E-Zigaretten sind.

Wissenschaftler haben festgestellt, obwohl E-Zigaretten keinen Tabak enthalten, haben sie immer noch Nikotin, was in die Kategorie der Stimulanzien fällt. Dies führt dazu, dass das Herz schneller schlägt als normal und es zu Bluthochdruck kommt. Die Gesundheitswebsite „cancer.net“ schreibt 2018, dass Kinder und Jugendliche aufgrund ihres Nikotingehalts langfristige Probleme der Gehirnentwicklung, bekommen können. Nebenwirkungen: Konzentrationsstörung, psychische Probleme usw. Das vermeintliche Hilfsmittel für Erwachsene mit dem Rauchen aufzuhören, hat also Auswirkungen auf die jungen Menschen, die ähnlich schlecht sind.

Drogen und Gewalt drohen den Fußball zu zerstören

Gewalt und Drogenkonsum unter Fußballfans nehmen zu – und hängen zusammen. Das muss gestoppt werden, bevor es zu spät ist.

Von Lance Brdaric, 9. Klasse, International School of Düsseldorf

Fans schmuggeln immer mehr illegale Mittel mit ins Stadion, was leider nicht sehr oft verhindert werden kann. Dazu gehören Pyrotechnik und auch harte sowie weiche Drogen. Spiele werden in der letzten Zeit sehr oft unterbrochen, weil bestimmte Fans immer wieder meinen, das Spiel mit unerlaubten Mitteln zu stören, und augenscheinlich der Meinung sind, dass es so mehr Spaß mache. Dazu gehören viele Bengalos, Feuerwerkskörper, laute Rauchexplosionen und so weiter. Das stört die Leute, die einfach nur ein gutes Fußballspiel sehen wollen und einfach nur neben diesen Fans stehen. Gefährlich ist es außerdem.

Das Problem ist allerdings, dass es sehr schwer ist, Leute daran zu hindern, illegale Objekte ins Stadion zu schmuggeln. Das liegt daran, dass man Personen in manchen Bereichen nicht untersuchen darf und für die Kontrollen vor den Stadien nicht viel Zeit bleibt. Eurosport zitiert dazu eine nicht repräsentative Studie zur Gewalt beim Fußball im Zusammenhang mit Drogen. Diese wurde vom Deutschen Institut für Sucht- und Präventionsforschung der Katholischen Hochschule NRW durchgeführt. Mehr als die Hälfte aller Befragten, 52 Prozent, hatten schon einmal Gewalterfahrung beim Fußball. Fast 45 Prozent gaben an, ein Teil der Ultra- oder Hooligan-Szene zu sein. Ungefähr ein Drittel der Befragten, konsumierten unter anderem Cannabis, aber auch Kokain. Von den rund 800 Leuten, die Teil der Studie waren, waren 90 Prozent männlich.

Für mich ist es nicht nachvollziehbar, wieso manche Leute diese Sportart mit so einer Aktion zerstören wollen. Ich kann allerdings auch verstehen, dass es sehr schwer ist, diese Täter zu fassen, aus dem Grunde, dass es so viele Fans in einem Stadion gibt. Dadurch werden ganz oft größere Gruppen ertappt und bestraft anstatt einzelne Leute.

Drogenkonsum unter Jugendlichen

Drogen sind ein Problem in unserer Gesellschaft. Gerade Jugendliche verfallen den Verlockungen von bewusstseinserweiternden Substanzen – oder nehmen sie aus Gruppenzwang.

Von Alexander Naus, 9. Klasse, International School of Düsseldorf

Laut einer Statistik der Landeskriminalämter steigen die Zahlen von jugendlichen Drogenkonsumenten rapide. Dies stellt ein großes Problem innerhalb der Verhaltensweise der Jugendlichen dar und kann dramatische Folgen für Eltern und Jugendliche und auch Auswirkungen auf die Schule haben.

Aber was kann man dagegen tun und gibt es überhaupt Möglichkeiten diese gefährlichen Probleme zu bekämpfen?

Es ist so einfach wie nie zuvor Drogen zu erwerben. Dies ist vor allem wegen des Darknets möglich, das es so gut wie jedem Nutzer erlaubt unbehelligt Dinge zu kaufen oder zu verkaufen. An vielen Schulen werden rechtswidrig gefährliche Substanzen verkauft, wie zum Beispiel sogenannte Drogen Mixe oder auch unter Jugendlichen „Legal Highs“ genannte Substanzen, die oft ätzende Chemikalien und Kräutermischungen enthalten und teilweise bis zu 200 Prozent stärker als die üblichen illegalen Substanzen sind. Diese Zahlen stammen von der ZDFinfo Dokumentation „Legal Highs“, die am 05. Dezember 2018 gesendet wurde. Diese sogenannten „Legal Highs“ werden in professionellen Drogenlaboren in China produziert und oft dutzendweise nach Europa exportiert und da wie Scherzartikel verkauft, welche aber eine tödliche Nebenwirkung haben können.

Das andere Problem, was vor allem die Jugendlichen in unseren rasant wachsenden Städten mitbekommen, sind die zunehmende Anzahl von Jugendlichen, die Cannabis konsumieren. Laut einer Befragung im Kreis Hamburg im Auftrag des Magazins „Eltern“ konsumiert jeder sechste Schüler zwischen 14 und 18 Jahren so gut wie regelmäßig Cannabis.

Was können Schulen tun?

Diese Statistiken und Umfragen stellen unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen, die wir lösen müssen, bevor es zu spät ist. An vielen Schulen gibt es schon Ansätze, diese Probleme zu lösen, wie zum Beispiel sofortige Suspension, wenn man mit irgendeiner Art von Droge erwischt wird. Die Lehrer werden auch gebeten, ein wachsames Auge zu haben und zu beobachten, ob jemand Drogen genommen hat, um dann erste Hilfe zu leisten.

Symptome von Drogenkonsum können verminderter Nahrungskonsum und weniger Schlaf sein, außerdem kann es zu erhöhtem Blutdruck führen und einen aggressiver machen. Die Nebenwirkungen von Drogen sind meistens schwere Depression, weil der Körper nach mehr verlangt und ohne nicht befriedigt ist. Es gibt aber auch mehr positive Lösungsansätze, die verhindern sollen, dass Drogen von Jugendlichen konsumiert werden, wie zum Beispiel Jugendlichen die Gefahren und Risiken im Unterricht beizubringen.

Aber warum nehmen Jugendliche überhaupt Drogen? Jugendliche wollen Anerkennung und machen manchmal hirnlose Mutproben, zum Beispiel sich unnötigen Gefahren auszusetzen, die beweisen sollen, dass sie treu zur einer Gruppe sind. Manchmal sind Drogen Teil dieser Mutproben. Ein sehr viel ernsterer Grund ist, dass Kinder aus sozial schwachen Familien oft schon von Geburt an mit vielen Problemen zu kämpfen haben und viele deswegen schon früh Drogen nehmen. Manche Stimmen würden wahrscheinlich jetzt sagen, warum konsumieren auch Kinder, die in guten Verhältnissen aufgewachsen sind, Drogen. Wohlhabende Kinder sind oft sehr neugierig und wollen sich beweisen oder auch oft zu einer Gruppe gehören.

Generell wäre es Jugendlichen zu empfehlen sich von Drogen und Rauschgiften fernzuhalten und immer die richtige Freundeswahl zutreffen.

Weltweiter Kahlschlag?

Warum Abholzung eines der größten Probleme unserer Generation ist und Hähnchenfleisch die Lösung sein könnte.

Von Jacob Stührenberg, 9. Klasse, International School of Düsseldorf

Abholzung betrifft alle in unserer Gesellschaft. Holz ist ein sehr wichtiges Material. Es wird Papier, Brennstoff, Baumaterial und vieles mehr damit produziert. Die meisten Leute wissen aber nicht, wie sehr die Wälder von der Menschheit bedroht werden. Den meisten Menschen ist das auch egal. Aber leider gibt es keine Zeit mehr für „egal“.

Laut Wikipedia sind ungefähr 31 Prozent der Landmasse auf der Erde mit Bäumen und Wäldern bedeckt. Vor vielen Jahren gab es 16 Millionen Quadratkilometer Wald auf der Erde. Jetzt sind nur noch 6,5 Millionen Quadratkilometer Wald übrig, und die Zahl schrumpft jeden Tag mehr. Pro Minute werden Wälder in der Größe eines Fußballfeldes im Amazonas-Regenwald abgeholzt. Bäume sind wichtig, weil sie für uns Sauerstoff produzieren und Kohlendioxid verbrauchen. Sie verhindern den Klimawandel und kühlen den Planeten.

Aber was kann man machen zu helfen? Laut Greenpeace  kann jeder helfen. Auch wenn es nur etwas Kleines ist, wie einen Baum zu pflanzen, hilft es unserem Planet. Einen Weg, wie man helfen kann, ist nur Holzprodukte mit einem Forest Stewardship Council (FSC) Siegel zu kaufen. Ohne FSC Siegel kann es sein, dass das Holz zum Beispiel illegal oder unter Verletzung der Bürgerrechte abgeholzt wurde. Alle FSC Produkte sind entweder aus recyceltem Holz gemacht oder aus Wäldern, deren Bäume nachgepflanzt wurden.

Ein letzter, sehr leichter, aber für viele auch sehr schwerer Weg, wie man helfen kann, ist, weniger Rindfleisch zu essen. Wälder werden nicht nur für Holz entwaldet, sondern auch um Land für Vieh zu gewinnen. Anstatt Rindfleisch zu essen, sollte man Hähnchen essen. Hühner wachsen schneller als Kühe auf, brauchen weniger Platz, essen weniger und schmecken auch sehr lecker.

Es gibt viele leichte Möglichkeiten, um unserem Planeten zu helfen, und jetzt oder nie ist der Zeitpunkt das zu tun. Ich finde, dass die genannten Lösungen sehr leicht zu befolgen sind und jeder einen Unterschied machen kann. Die Menschheit wird die Erde zerstören, aber wenn alle ein bisschen mithelfen, dann können wir einen Unterschied machen. Also pflanzt einen Baum und esst weniger Kühe.

Macht Einsamkeit wirklich krank?

Zwischen alleine sein und einsam sein, gibt es einen Unterschied. Doch was bedeutet es wirklich, einsam zu sein? Was für einen Einfluss hat Einsamkeit auf den menschlichen Körper?

Von Selin Sen, 9. Klasse, International School Düsseldorf

Laut Bericht des Journalisten Tobias Böhnke (RP, 2018) fühlt sich jeder zehnte Deutsche einsam. Doch woran liegt das? Und was ist der Unterschied zwischen dem Alleinsein und der Einsamkeit?

In der Psychologie beschreibt das Wort Einsamkeit das Gefühl, nicht von anderen Menschen anerkannt, beachtet und gebraucht zu werden. Fähigkeiten wie Kontakte aufzunehmen und diese zu pflegen, gehen verloren. Alleinsein hingegen, beschreibt den Zustand, keine Menschen um sich zu haben. Dies kann allerdings zu Einsamkeit führen.

Bei Einsamkeit erhöht sich die Chance von psychischen Gesundheitsproblemen betroffen zu sein, wie zum Beispiel Depression, Stress, ein Gefühl von Sorge und Nervosität, und Mangel an Selbstbewusstsein. Doch nicht nur der psychische Aspekt wird beeinflusst, auch physisch verändert Einsamkeit unsere Körper.

In dem Buch „Loneliness”, geschrieben von Professor John Cacioppo von der Universität von Chicago und William Patrick im Jahre 2009, wird beschrieben, dass Einsamkeit das Immunsystem schwächt und das Herz-Kreislauf-System schädigt. Studien zufolge (Stern, 2014) haben Leute, die sich einsam fühlen, eine erhöhte Cortisolkonzentration im Speichel.  Cortisol ist ein Hormon der Nebennierenrinde, welches eine entzündungshemmende Wirkung besitzt, somit die Nebennierenrinde schützt. Kommt es zu solch einer hohen Konzentration, bezeichnet man diesen Prozess als Cushing-Syndrom in der Medizin, welches das Risiko für Infektanfälligkeit erhöht, den Blutdruck in die Höhe schießen lässt und Muskelschwäche entwickelt. Ein dauerhafter, hoher Blutdruck schädigt im Laufe der Zeit wichtige Organe wie das Herz, das Gehirn, die Nieren und die Blutgefäße. Zudem stellte die Harvard Universität 2012 fest, dass für einsame Menschen ein 24 Prozent höheres Risiko besteht, an Herzleiden zu sterben, als Menschen, die sich nicht einsam fühlen.

In Anbetracht der Tatsache, dass Einsamkeit sowohl einen psychischen, als auch einen physischen Einfluss auf den menschlichen Körper hat, sollte man sich rechtzeitig um soziale Kontakte bemühen und allein lebende Menschen ansprechen, um ihnen das Gefühl zu vermitteln, dass man an sie denkt und sie nicht vergessen werden.

Was wäre, wenn … ein Gedankenspiel zum Ersten Weltkrieg

Was wäre, wenn die Mittelmächte den Ersten Weltkrieg gewonnen hätten? Kein Zweiter Weltkrieg und kein Hitler, das scheint logisch. Aber hätten sie gewinnen können?

Von Leo Biernottek, 9.1, Internationale Schule Düsseldorf

Es ist mittlerweile 100 Jahre her, seitdem es in einem Eisenbahnwaggon in Frankreich zum Waffenstillstandsvertrag zwischen dem Deutschen Kaiserreich und den Westmächten Frankreich und Großbritannien kam. Das Deutsche Reich musste als Kriegsverantwortlicher Reparationskosten an die Alliierten zahlen. Aus dem Resultat des Kriegs beschlossen die Westmächte den Plan des Völkerbunds umzusetzen.

Was, wenn die Mittelmächte den Ersten Weltkrieg gewonnen hätten? Oder besser gesagt, hätten die Mittelmächte überhaupt den Krieg gewinnen können? Eine Vermutung ist, dass es den Zweiten Weltkrieg in dieser Form nicht gegeben. Es wäre wahrscheinlich genauso wenig zur Machtergreifung der Nationalsozialisten gekommen, denn der Hass gegen die damalige Regierung der Weimarer Republik basiert zum Teil auch auf der Dolchstoßlegende. Diese wurde vom Deutschen Heer in die Welt gesetzt, die die Schuld der Niederlage in den Sozialdemokraten sah.

Was wären die Möglichkeiten?

Nun, um sich vorstellen zu können, dass Deutschland den Krieg gewonnen hätte, müssen wir die Faktoren einbeziehen, die zur Schwächung des Deutschen Militärs beigetragen haben. Dazu gehören, neben den französischen und russischen Streitkräften auch die Briten und die Amerikaner. Die Regierung der USA behielt vorerst die Neutralität, um keine Konflikte im eigenen Land auszulösen.

Keine US-amerikanischen Streitkräfte

Was, wenn es dabei geblieben wäre? Nun es hätte wahrscheinlich auf beiden Seiten wenig Unterschiede gemacht. Zu dieser Zeit waren die Vereinigten Staaten keine richtige Weltmacht, wie es Großbritannien oder Frankreich waren. Die amerikanischen Truppen waren nicht unbedingt gut ausgestattet und viele hatten so gut wie keine Kriegserfahrung, doch es reichte damals aus um die Verluste der Entente (das Bündnis der Westmächte)  auszugleichen.

Zu dieser Zeit gehörte Deutschland mit Österreich-Ungarn und dem Königreich Italien zum sogenannten Dreibund. Doch bei Kriegsbeginn verweigerten die Italiener die Unterstützung, mit der Begründung, dass in ihren Augen die Mittelmächte die Aggressoren seien und der Dreibund nur als Defensivpakt gedacht sei. Zudem wurde Italien bereits von der Triple Entente beeinflusst. Fakt ist, dem deutschen Kaiserreich mangelte zu Kriegsbeginn an schlagkräftigen Verbündeten, sie hatten nur Österreich-Ungarn an ihrer Seite.

Keine Streitkräfte aus Großbritannien

Die andere Option besteht darin, dass Großbritannien Deutschland nie den Krieg erklärt hätte. Die Britische Armee war im Vergleich zu der der Franzosen oder Deutschen eher schwach, aber sie hatten die stärkste Marine. Wegen der Seeblockade gegen Deutschland die von der Royal Navy ausgeführt wurde und deren deutsche Antwort die teilweise erfolgreichen und erfolglosen U-Boot-Angriffe waren, war das Kaiserreich nicht mehr in der Lage, verschiedene Güter aus anderen Ländern zu importieren, was zu Mangel in den späteren Kriegsjahren führte. Hätten also die Deutschen entweder Großbritannien als Verbündete oder wäre die britische Neutralität im Konflikt bestätigt worden, hätte es waffentechnisch nicht so schnell zu einem Aus für die deutsche Armee geführt.

Großbritannien auf deutscher Seite

Großbritannien davon zu überzeugen, auf der deutschen Seite zu kämpfen, wäre schwierig gewesen, da es zu dieser Zeit zur Triple Entente gehörte, also Frankreich und das russische Kaiserreich als Verbündete hatte. Da aber nun diese Länder sich mit dem Kaiserreich im Krieg befanden, war es logisch, auf deren Seite zu kämpfen.

Nun, sagen wir mal, es gäbe Leute in Großbritannien, die den Triple Entente und Frankreich gehasst hätten. Das hätte zu inneren Unruhen geführt, eventuell hätte sich die Lage zwischen den Gegnern so zugespitzt, dass sie eskaliert wäre und vielleicht hätte dies zu einer grundlegenden Änderung des Parlaments geführt. Dies hätte auch bedeutet, aus dem Entente auszusteigen. Immerhin hätten die Briten einen Grund hinter Deutschlands Rücken zu stehen, denn der deutsche Kaiser war teils mit dem Englischen Königshaus verwandt. Also wäre es theoretisch nicht vollkommen undenkbar gewesen, das die Briten ihre königliche Verwandtschaft unterstützten.

Aber die Britische Regierung hatte zu diesem Zeitpunkt mehr Furcht davor, dass das deutsche Kaiserreich seinen Einfluss in ganz Europa verteilt. Deshalb sahen sie die Deutschen als eine größere Bedrohung als ihre frühere Erzrivalen, die Franzosen.

Am Ende ist es ein großes Fest des Konjunktivs, denn wir können die Geschichte nicht zurückdrehen. Alle Möglichkeiten sind nicht eingetreten und so musste das Deutsche Reich seine Niederlage anerkennen.

Mona Lohmann, Fußballerin

„Seit ich laufen kann, kicke ich“

Unsere Autorin hat Mona Lohmann, eine der Spielerinnen von Borussia Mönchengladbach, gesprochen. Sie spielt in der Frauen-Bundesliga und erzählt im Interview, wie sie zum Sport kam und was ihre nächsten Ziele sind.

Von Nina Zeller , Klasse 9.2, International School Of Düsseldorf

Mona Lohmann ist 25 Jahre alt und spielt für Borussia Mönchengladbach in der 2. Bundesliga. Ich habe sie zum Interview getroffen. Woher ich Mona Lohmann kenne? Das ist eine lustige und lange Geschichte. Jedenfalls spiele ich dank ihr inzwischen auch bei Borussia Mönchengladbach.

Hat Fußball dein Leben verändert?
Fußball hat mein Leben verändert. Durch den Fußball habe ich so viele neue, interessante Menschen kennengelernt, verschiedene Auslands­erfahrungen gemacht und internationale Freunde gewonnen. Vor allem in der Schweiz waren wir eine Vielzahl von verschiedenen Nationalitäten, ebenso in Norwegen. Das hat mir jede Menge Freude bereitet und meine Englischkenntnisse enorm verbessert.

Wann und wieso hast du mit Fußball angefangen?
Seit ich laufen kann, habe ich den Ball gekickt, meine Eltern und mein älterer Bruder haben selber Fußball gespielt, deshalb weiß ich nicht, wie ich direkt zum Fußball kam. In Stuttgart begann ich dann, mit den Nachbarjungs zu spielen. Dabei hatte ich Spaß, also habe ich weitergemacht. Mit sieben Jahren bin ich in meinen ersten Verein gegangen und habe dort bis 14 gekickt. Dann ging es für mich im August 2016 nach Borussia Mönchengladbach. 1. Bundesliga, mein Traum. Ich studiere jetzt auch nebenbei Wirtschaftspsychologie in Düsseldorf.

Hast du ein Idol? Wenn ja, wer ist das?
David Beckham, weil er unglaublich gut seine Freistöße verwandeln kann.

Was hältst du von dir selbst, wenn du spielst?
Vom Spielertyp her würde ich mich eher läuferisch stark einschätzen. Ich bin nicht die, die sich in die Zweikämpfe wirft und den Körper gut einsetzt. Mit meiner eher kleineren Statur versuche ich viel über meine Schnelligkeit und Dribbel-Fähigkeit der Mannschaft zu helfen. Außerdem werde ich für meine Passgenauigkeit und Spielübersicht gelobt.

Was muss man tun, um in die Startelf zu kommen? Muss man in jedem Training alles geben?
Definitiv ja! Jedes Training zählt, jede Passübung, jede Spielform und jede Leistung, die du am Sonntag beim Spieltag auf dem Platz bringst.

Hast du Ziele für die nächste Hälfte der Saison?
Absolut! Natürlich wollen wir unter die ersten Sechs kommen, sodass wir nicht absteigen. Unser gemeinsames Mannschaftsziel ist jedoch der Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga.

Lachen dich manchmal Männer aus, wenn du erzählst, dass du Fußball spielst bei der 1. Frauenmannschaft von Borussia Mönchengladbach?
Lachen ist das falsche Wort. Sicherlich schmunzeln einige Männer darüber, dass Frauen Fußball spielen. Die meisten sind aber eher be­eindruckt und finden es sehr inte­ressant.

Machst du Diäten, um fit zu bleiben?
Diäten würde ich es nicht nennen, aber ich achte darauf, was ich esse. Schokolade und Pizza gönne ich mir ab und zu. Aber ich würde schon behaupten, dass ich mich gesund ernähre, da das wichtig im Leistungssport ist.

Ist es wichtig für dich, viel zu schlafen?
Schlaf ist im Leistungssport enorm wichtig.

Hast du oft Stress?
Ich würde behaupten, dass ich ein gutes Zeitmanagement habe und somit gut mit Stress umgehen kann. Ich bevorzuge sogar, immer etwas zu unternehmen, als zu viel auf dem Sofa herumzuhängen. Das langweilt mich.

 

Titelbild: Borussia Mönchengladbach

Luther – Liebe in Minne und Minne in Liebe

Martin Luther hat die deutsche Kultur und Sprache sehr geprägt.

Im 15. Jahrhundert gab es ein großes „Tohuwabohu“. Der St. Petersdom in Rom wurde gebaut, Königin Elizabeth regierte England, und der Portugiese Magellan umsegelte die Welt. Auch in Deutschland herrschte Chaos und Ruhelosigkeit. Martin Luther, geboren 1483 in Eisleben, nagelte seine 95 Thesen an die Schlosskirche von Wittenberg und löste die Reformation des westlichen Christentums aus.

Durch die Reformation spaltete sich die Kirche in drei Konfessionen – katholisch, lutherisch, reformiert – in Deutschland. Auch der Bauernkrieg entwickelte sich durch die zunehmende Wut gegen die Fürsten und Kirchen. Doch Martin Luther, der Prediger dieser Bewegung, spaltete die Bevölkerung nicht nur. Er vereinigte das deutsche Volk durch seine sorgsame Übersetzung der Bibel. Luther hatte den Menschen „auf Maul geschaut“ und beachtete beide Dialekte: Oberdeutsch aus dem Süden und Niederdeutsch aus dem Norden. Da Luther an der Grenze beider Regionen wohnte, in den Städten Eisleben und Witten, hatte er Kontakt mit beiden Dialekten und beherrschte sie auch selbst. Die Bibel war nun für ganz Deutschland verständlich, abgesehen von ein paar Komplikationen. Im Süden mussten sich die Menschen abrackern mit unbekannten Worten wie „Träne” (oberdeutsch: Zähre) oder „Hügel” (oberdeutsch: Bühel). Auch gegenläufig quälten sich die Niederdeutschen mit Wörten wie „Schwanz” (niederdeutsch: Zagel). Sie mussten Liebe in Minne übersetzen und Minne in Liebe.

Freigesetzt zur Ermordung, wurde Luther von Kurfürst Friedrich der Weise vor der Gefährdung geschützt. Sicher umhüllt von den festen Wänden der Wartburg begann der Reformator mit der Übersetzung des Neuen Testaments. Bei dem Übersetzen ging Martin Luther mit Minne und Behutsamkeit vor, denn er wollte für alle die Bibel verständlich machen: In der Religion geht es nicht um Geld und Reichtum, sondern das Bündnis zu Gott und Jesus Christus! Geld bezahlt keine Sünden aus! Pfarrer sollen ein anständiges Leben führen! Alle sollten verstehen, worum es im Christentum geht. Für eine sorgfältige Übersetzung muss man „die Mutter im Hause, die Kinder auf der Gasse, den gemeinen Mann auf dem Markt drum fragen und denselbigen auf das Maul sehen, wie sie reden und danach dolmetschen”, sagte Luther wohl einmal.

Martin Luther gehört nicht zu „krethi und plethi”, denn er hat unsere Sprache mehr geprägt als man auf den ersten Blick merkt. Würden wir auch ohne ihn „die Zähne zusammenbeißen”? Würde es ohne Luther „Wölfe im Schafspelz” geben oder wären wir alle nur „friedfertig”? Luthers „Licht steht unter dem Scheffel“ denn ohne ihn würden wir einander nur „behagen”. trotzdem sollten wir noch dran denken, dass ohne luther wir nicht mehr bei der großschreibung „im dunkeln tappen” müssen, wie in diesem satz.

Cecily von Salmuth, Klasse 11, International School Of Düsseldorf

Karneval – Karneval ist, gemeinsam schunkeln

Was bedeutet Karneval für die jungen Menschen. Eine Texthelden-Autorin erklärt es.

Karneval bedeutet für mich, dass alle miteinander schunkeln. Denn das Schönste daran ist das Miteinander. Alle amüsieren sich zusammen und an Selbstironie fehlt es auch nicht. Die Kälte wird einfach weggetanzt oder eben weggeschunkelt.

Die Rosenmontagszüge sind jedes Jahr wieder etwas Besonderes. Zu Tausenden stehen die Karnevalsjecken am Straßenrand und schauen den Fußtruppen, den Musiktruppen und den großen Wagen zu. Diese Wagen persiflieren insbesondere die Politik und das Weltgeschehen. Es ist so schön, wie sich die Leute tagelang zum Narren machen.

Das Miteinander spürt man ganz besonders auf einer Karnevalsfeier. Zum Beispiel in der Lachenden Kölnarena. Hier steht man in einer riesigen Halle zwischen 18 .000 Menschen. Vorne auf der Bühne singen die Räuber „Dat es Heimat“, in den Reihen nehmen sich die Gäste in die Arme und schunkeln zusammen. Wenn man sich umschaut, sieht man, wie sich alle Menschen in den Armen halten, ob mit Fremden, Freunden oder Familie. Egal ob die Menschen aus Köln, Düsseldorf, München, Antwerpen, San Francisco oder sonst  wo herkommen:, Alle feiern miteinander.

Karneval ist eine tolle Zeit, die wir alle genießen sollten. Wir sollten den Frieden, die Liebe, die Freundschaft, die Gemeinschaft und den Zusammenhalt feiern! Und das Gefühl der Gemeinschaft den Rest des Jahres bewahren.    

Victoria Schroeder-Finckh, Klasse 9.3, International School Of Düsseldorf

Gesundheit – Wir haben ein Pflegeproblem

Es wird gerne übersehen. Doch ein junger Mann hat im vergangenen Wahlkampf deutlich auf den Pflegenotstand aufmerksam gemacht.

Alexander Jorde ist 21 Jahre alt und im zweiten Ausbildungsjahr als Krankenpfleger,. Er sorgte für Aufregung und brachte Angela Merkel in der ARD Wahlarena und den FDP-Vorsitzenden Christian Lindner im ZDF Rückblick Menschen 2017 in Erklärungsnot. Er machte beiden klar, was von der Politik versucht wird zu verschweigen: Es gibt viel zu wenige Krankenpfleger und Krankenschwestern in Deutschland. Der Beruf wird obendrein noch schlecht bezahlt (2783 Euro brutto). Laut Gewerkschaftsangaben fehlen 70.000 Pflegekräfte an deutschen Kliniken, und das bei einer drastisch älterwerdenden Gesellschaft.

Der Tagesspiegel berichtete, dass die Gewerkschaft Verdi 2015 per Stichprobe ermittelte, dass 17.000 Pflegekräfte bundesweit etwa 324.000 Patienten versorgen mussten. Das entspricht einem Verhältnis von 1 zu 19. Der Tagesspiegel schrieb: „Teilweise war der Personalschlüssel noch viel schlimmer. Zwei von drei Pflegern arbeiteten allein, sie hatten sich im Schnitt um 26 Kranke zu kümmern. Auf jeder sechsten Station waren es mehr als 30.”

Angela Merkel ist seit 12 Jahren an der Spitze der Regierung und hat nicht viel für die Krankenpflege getan. Das Ausmaß baden wortwörtlich die Senioren aus. Oft sitzen sie in ihrem eigenen Ausgeschiedenem und brauchen mehr Hilfe als eine Person sie leisten kann. Krankenpfleger sein bedeutet auch das Umbetten der alten Menschen und das ist schwere körperliche Arbeit. Der Beruf muss besser bezahlt werden und braucht Unterstützung vom Staat, denn zu lange ist nichts passiert, und so sollte es nicht weiter gehen.

Überhaupt einen Platz im Altenheim zu bekommen, ist nicht immer leicht und teuer, besonders je nach Pflegefall. Die Alternative wäre betreutes Wohnen. Aber das ist auch nicht das Wahre. Für ein sehr gutes Altenheim im Essener Süden zahlt man für ein 32 qm² Zimmer Wohnung 1.583 Euro – monatlich versteht sich. Altersarmut nimmt weiter zu, vor allem für Senioren mit kleinen Renten wird es weiterhin eng.

Marie Kremmer, 9.1, International School Of Düsseldorf