Badis Abassi, Klasse 9, International School of Düsseldorf
Die Haute-Couture-Marke Balenciaga verkauft neuerdings Schuhe, Taschen, Oberteile und Hosen, die aussehen, als hätte man sie frisch aus einer Müllhalde ausgegraben. Die Marke, die einst für Eleganz und Extravaganz stand, bietet nun Müllsäcke für knackige 1.700 Euro an. Die Formel scheint simpel: Je mehr Löcher, desto teurer das Outfit – am Ende sieht man aus wie ein stylisher Endzeit-Überlebender mit Wohnsitz im Müllcontainer. Auf dem Laufsteg wandeln lebende Müllcontainer, zerfetzte Ikea-Tüten gelten als das nächste Must-have-Modestück. Man könnte meinen, Balenciaga bereitet uns auf den Weltuntergang vor: Die depressiven grauen Farben versprühen ein Ende der Welt vibe – „it’s giving Asche und Trümmer“. Das Geheimrezept? Sobald das Logo drauf geklatscht ist, rechtfertigt es jeden Cent des Wahnsinnspreises. Balenciaga hat uns mit seinem Markenzeichen erfolgreich abgezockt: Alles, was man normalerweise im Müll findet, kostet jetzt das 2000-Fache des ursprünglichen Werts. Wer hätte gedacht, dass Trash-Fashion so wörtlich zu nehmen ist?