Werden Kinder auf Vinted verkauft? Fakes oder findet wirklicher Menschenhandel statt?

Chaima Hamid, 8c, Quirinus Gymnasium Neuss 

Vinted. Zuerst als Website, dann in 2012 als eine App erschienen. Klamotten werden angezogen, nicht mehr gebraucht, und dann weiterverkauft. Das kennt man auch vom Flohmarkt. Doch die App ist nicht nur für Verkauf von Klamotten gedacht. Die App, die eine „Second Hand“ bietet.

Nur harmloses, oder?

In letzter Zeit erscheinen immer mehr verdächtige Anzeigen auf der App. Kinderplüschtiere, Kleiderschränke oder Möbel. Doch das ist nicht das verdächtige.

Die Sachen selbst, haben meist was mit Kindern zu tun, z.B. Kinderkleidung. Kleidung, die einen verdächtig hohen Preis kriegen, dazu eine Beschreibung, bei der Informationen geteilt werden, die garnicht zum Produkt passen. Darunter werden Informationen wie Alter, Geschlecht, Größen und Gesundheit genannt.

Meist wird der Menschenverkauf durch normale Klamotten und co. getarnt, die aber wiederum eine Komische Beschreibung bekommen.

Sprüche, wie : „ Mag Schläge auf dem P0, tut ihr/ihm gut“ werden Kindern und Teenagern im Alter von nur 5-15 Jahren zugeteilt.

Die Polizei Hessen teilt jedoch, dass es keine direkten Beweise für den Kinderverkauf auf der Secondhand Plattform Vinted vorliegen – allerdings ohne Nennung konkreter Indizien. Viele zweifeln, ob es sich bei den kursierenden Screenshots der vermeintlichen Anzeigen möglicherweise um Fakes handelt.

Laut dem Vinted Personal, gibt es keinerlei Beweise, für den Fall, dass der Kinderhandel stattfinden soll. Die Altersbeschreibungen weisen auf die Zielgruppe hinzu, für die das Produkt geeignet sein sollte.

Wahrscheinlich hast du den ein oder andere Screenshot schon gesehen, sei es über die Sozialen Medien, oder in den Nachrichten – aber sind die Bildschirmfotos überhaupt echt?

Diese Bilder sollen laut Carla Reveland und Pascal Siggelkow bearbeitet und ein Fake sein.

Aber was soll das ganze heißen? Findet wirklich ein Menschenhandel auf der Secondhand Plattform statt?

Kurz gefasst: Laut der Polizei Hessen nicht. Die gegebenen Anzeigen und Screenshots mit mit hoher Wahrscheinlichkeit Fake.

Jedoch ist der Fall ziemlich frisch und die Polizei kann nicht hundertprozentig davon ausgehen, dass es ein Fake ist.