KI im Alltag – eine Unterstützung oder ein Datenfresser

David Stahlschmidt, Quirinus-Gymnasium Neuss, 8c

Immer wieder steht die künstliche Intelligenz in der Kritik für unerlaubte Datenübergriffe und Falschinformationen. Doch ist diese Kritik wirklich berechtigt? Oder ist die KI nur eine Hilfe im Alltag, die noch am Anfang ihres vollständigen Potenzials steht?

Die KI wird für viele Leute immer mehr zu einem festen Bestandteil des Alltags. Sie wird zur Recherche, zum Lernen, zur Verfassung von Texten, zur Bildgenerierung und auch zunehmend zur Beratung bei persönlichen Problemen genutzt. Außerdem wird die Sprechfunktion, in der man mit der KI in Echtzeit sprechen kann, immer beliebter. Auch wenn es für viele erstmal Fremd ist mit einer nicht realen Person zu sprechen, gewöhnen sich die Leute daran. 

Das Problem daran – die Menschen werden zu bequem und verlernen zunehmend Texte zu schreiben. Immer schlechter werdende Ergebnisse bei Textarbeiten in Schulen bestätigen dies. Außerdem fällt es immer schwerer reale Medien von nicht realen Medien, sogenannten Deep Fakes, zu unterscheiden. Diese Deep Fakes die von vorne bis hinten Fehlinformationen enthalten, werden von der KI als plausibel und vollkommen natürlich generiert und durch sie enstehen Risiken für Journalismus und Medien. 

Ein weiteres Problem die die KI mit sich bringt ist der hohe Energie- und Wasserverbrauch von Rechenzentren, die nicht den Umweltstandards entsprechen.  Ein paar riesige Tech-Firmen wie Google oder Apple bestimmen komplett, welche KI-Apps wir auf dem Handy haben und was mit unseren Daten passiert. Wir sind im Alltag fast vollständig von ihnen abhängig, weil es keine anderen Europäischen Alternativen gibt. Ein weiterer kritischer Punkt ist, dass jedes KI-Bild und jeder Text auf den Werken echter Künstler und Autoren basiert, von denen der Algorithmus ungefragt gelernt hat. Wer diese Tools nutzt, unterstützt unbewusst ein System, das echten Kreativen die Existenz raubt.

Doch die KI hat auch viele positive Seiten die unseren Alltag perfektioniert. Durch sie bekommt jeder kostenlosen Zugang zu Bildung, Übersetzung und Wissen. Außerdem hat die KI einen massiven Einfluss auf die Aktuelle Medizin und Medikament Industrie und auch bei kleinen krankheitsbedingten Problemen im Alltag kann die KI eine große Hilfe sein. 

KI im Alltag ist als digitaler Assistent echt praktisch, aber wir dürfen uns nicht von ihr steuern lassen. Wenn wir jedes Mal den Kopf ausschalten und das Denken, Schreiben oder Planen komplett der Technik überlassen, verlernen wir unsere eigenen Fähigkeiten und machen uns total abhängig von ein paar Tech-Giganten.

Am Ende ist KI nur ein Werkzeug. Wir haben es also selbst in der Hand und müssen selbst entscheiden, wann uns die App hilft und wann wir lieber auf unser eigenes Gehirn vertrauen – denn echte Kreativität und eigene Ideen kann kein Algorithmus ersetzen.